Hier stellen wir die Nominierten für den Motivationspreis 2026 vor. Es sind mehr als 100 engagierte Menschen, deren Geschichten wir hier nach und nach ergänzen werden. Sie sind in den jeweiligen Kategorien nach Nachnamen alphabetisch sortiert.
Betroffene
Niklas Allmann
Gerade ist Niklas 10 geworden. Er ist ein fröhlicher, schlagfertiger Junge. Das war bei seiner Geburt so nicht vorhersehbar. Die Ärzte prophezeiten Niklas´ Eltern, er werde vermutlich nie sprechen können, vielleicht nicht einmal laufen.
Jürgen Baur
Ein erfolgreich überstandener Schlaganfall ist wesentlich eine Frage des medizinischen Erkennens und des Behandlungstempos. Aber: Auch und gerade die richtigen Menschen um den Betroffenen herum spielen eine wesentliche Rolle beim Kampf zurück ins Leben. Diese Erfahrung machte auch Jürgen Baur aus Kirchheim/Teck.
Noah Berber
Feuerwehr, Kolpingjugend, Paraclimbing, ein Job im Landratsamt und - und - und: Noah Berber ist ein Tausendsassa. Der junge Mann aus Wemding bringt sich überall dort ein, wo Menschen zusammenkommen.
Ina Borck
Ina Borck ist Influencerin. Dass auch junge Leute einen Schlaganfall erleiden können – und was das bedeutet – wissen durch sie jetzt viele Menschen in Deutschland.
Andreas Braun
Vorher nahm vieles einen guten Weg. Vorher meint vor dem Schlaganfall: 13 Monate zuvor hatte Andreas Braun, Jahrgang 1981, seine Frau Silke kennen und lieben gelernt. Fünf Wochen vor dem Schlaganfall hatte er seine 15 Jahre dauernde Selbstständigkeit aufgegeben. Stattdessen ließ sich der gelernte Heizungsbauer anstellen – für zeitlich gut geregelte Arbeitstage.
Daniel Dickopf
Fünf Monate nach seinem Schlaganfall stand Daniel „Dän“ Dickopf wieder auf der Bühne. Für den Vollblut-Musiker gab es nur eine Option: die Flucht nach vorn.
Heinz Fleck
Heinz Fleck hat eine lange Reise hinter sich, im übertragenen Sinne: Erst wurde er Pfleger, stieg auf zum Pflegemanager, bevor er zum Pflegefall wurde. Dazwischen liegen 34 Jahre. Jetzt ist der Arnsberger zurück im Leben.
Swen Gambel-Weigert
2022 erlitt Swen Gambel-Weigert aus Adelsdorf einen schweren Schlaganfall – mit nur 48 Jahren. Heute möchte er anderen Betroffenen Mut machen.
Steven Goldstein
Auf seine Umwelt macht Steven Goldstein aus Münster einen rastlosen Eindruck. Der Schlaganfall des 53jährigen ist noch ziemlich frisch – im Januar 2026 hatte der Mann ihn erlitten. Acht Monate später, für ein kleines Gespräch, erreicht man ihn am Handy wieder in einer Klinik – Diagnose: noch unklar.
Reinhard Hanke
Reinhard Hanke ist ein komplex denkender Mensch und er ist Bildender Künstler. Die kleine Paket-Weisheit ist für ihn ein großes Wort, Antrieb, Lebensmotto: „Ohne das hätte ich mein Leben aufgegeben“, urteilt er nach drei Schlaganfällen und diversen Nackenschlägen aus dem persönlichen Umfeld.
Olaf Herrmann
Sein Schlaganfall 2003 war ein „harter Schlag im wahren Wortsinn – in einer Zeit, wo andere Karriere machen, Häuser bauen, ihre Familie planen“, sagt der damals 29-jährige Olaf Herrmann über das wohl einschneidendste Erlebnis seines Lebens. Aus der Kurve getragen habe ihn der Vorfall, „plötzlich war der Job weg, Freunde haben sich abgewendet, es war wie ein Stresstest für mein soziales Umfeld“, beschreibt Olaf Herrmann die Begleiterscheinungen.
Jörn Kießig (und Sabine Hohnfeld)
Jörn Kießig und Sabine Hohnfeld aus Hannover sind seit acht Jahren verheiratet, 18 Jahre kennen sie sich schon. Um den Motivationspreis 2026 würden Sie sich am liebsten gemeinsam bewerben - als Team.
Guido Kisker
Ein Schlaganfall stahl Guido Kisker die Sprache. Doch der Meerbuscher gab nicht auf, kämpfte sich zurück ins Leben und engagiert sich mittlerweile seit vielen Jahren für andere Betroffene.
Samira Klaho
Wie sehr eine Sprachstörung ein Leben verändert, lässt sich kaum nachempfinden. Samira Klaho hat versucht, es in ihrem Film zu beschreiben.
Christine Kositza
Abgeklärt, selbstbewusst und mitten im Leben: So hätte man Christine Kositza, Jahrgang 1969, vor September 2023 vermutlich beschrieben und damit sehr richtig gelegen.
Toni Krügelstein & Familie
Am Anfang - 2022 - war da die Wut. Und die war unfassbar groß. Ein Kardiologe, der nicht lockerließ, hatte feststellt: Der Schlaganfall des 10-jährigen Toni Krügelstein war passiert aufgrund eines vorher nicht erkannten Herzfehlers – alle Anzeichen dieses Herzfehlers seien aber vorher schon dagewesen.
Thomas Mund
Nach dem Schlaganfall aus dem Rollstuhl zurück aufs Rennrad – dieses Kunststück gelang Thomas Mund aus Kerpen.
Alice Pfuhl
Kleine Mädchen freuen sich aufs Christkind. Bei der fünfjährigen Alice Pfuhl und ihrer Familie war das 2025 anders: Weihnachten war vorbei, bevor es angefangen hatte. Alice bekam zwei Tage vor dem Fest einen Schlaganfall.
Karla Schnabel
Die Schnabels leben in Brandenburg, in einem kleinen Ort 60 Kilometer vor Berlin. Wer hier lebt, muss sich organisieren – und braucht den Zusammenhalt mit anderen Menschen, erst recht nach zwei Schicksalsschlägen.
Stephanie Schumacher
Zwei Monate nach dem ersten Schlaganfall von Stephanie Schumacher im Jahr 2019 starb ihre Mutter. Sie war eine, die Zuversicht vorgelebt hatte: „Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her…“ hatte sie immer gesagt. Dieser Satz ist Leitsatz für Stephanie geworden, den sie auf den Arm tätowiert an sich trägt.
Zardad Surgol
Zardad Surgol lebt seit 2012 in Deutschland, sein Vater hatte ihn und seinen Bruder zu sich geholt, während die Mutter in Afghanistan blieb.
Kristiane Wolter
Zwei Jahrzehnte lang brannte Kristiane Wolter als Trainerin für den Jugendfußball, bis eine plötzliche Hirnblutung 2025 ihre Karriere an der Seitenlinie abrupt beendete. Heute schreibt sie an einem Fußballbuch für den Nachwuchs, um ihre langjährige Erfahrung an die nächste Generation weiterzugeben. Für ihr Engagement ist die 57-Jährige jetzt für den Motivationspreis der Deutschen Schlaganfall-Hilfe nominiert.
Reinhard Wunderlich
Reinhard Wunderlich sieht die Dinge anders: Wo andere Probleme sehen, findet er Lösungen. Nach einem schweren Schlaganfall hat er für sich neue Aufgaben und Ziele gefunden anderen Menschen zu helfen.
Lucas Zimmermann
Lucas Zimmermann aus Würzburg ist ein zielstrebiger junger Mann, der die härteste Prüfung seines Lebens wohl schon hinter sich hat.
Jörg Zuber
Wenn man auf Tanja Eggers und ihren Mann Jörg Zuber aus Schwaben trifft, bekommt man schnell den Eindruck: Hier stimmt einfach alles. Beide sind leidenschaftlich füreinander da, Labrador-Hündin Ginny macht das Duo zum Trio, alle bewegen sich mitten im Leben, haben Ziele, packen an, gestalten. Ohne Hund war das schon vor Jörgs Schlaganfall so. Und nun ist es eben anders. Und die drei machen, dass es gut so ist.
Ehrenamtliche
Andrea Eißer
Ihr Leben hatte sich Andrea Eißer anders vorgestellt. 2004 warf sie ein schwerer Schlaganfall aus der Bahn. Damals war sie 25. Heute hilft sie anderen Betroffenen zurück ins Leben.
Karl-Heinz Görlitz
Nach einem Schlaganfall ist für Betroffene und ihre Angehörigen häufig nichts mehr wie zuvor. Karl-Heinz Görlitz aus Reichshof engagiert sich auf vielfältige Weise für ihr Wohlergehen.
Petra Gottwald
Petra Gottwald aus Berlin-Marzahn hatte selbst einen Schlaganfall, der sie zunächst halbseitig gelähmt hatte. Lange ist das her: lange 23 Jahre. Seit damals hat sie sich viele ihrer Fertigkeiten zurückerobert – und hilft auch anderen Betroffenen dabei.
Christin Hirsch
Christin Hirsch ist geringfügig beschäftigt beim Schlaganfall-Landesverband Sachsen-Anhalt. Damit nicht genug: Sie legt noch reichlich ehrenamtliches Engagement drauf.
Ulrich Joerg
Der Kampf zurück ins Leben ist nach einem Schlaganfall schon schwer genug. Ulrich Joerg aus Abentheuer unterstützt zudem noch andere Betroffene und ihre Angehörigen.
Nico Mohr
Eine Hirnblutung hätte Nico Mohr fast das Leben gekostet. Nun hat er ein zweites, und setzt sich darin für andere Betroffene ein.
Heiko Neumann
Entgegen allen Prognosen kämpfte sich Heiko Neumann nach einem schweren Schlaganfall ins Leben zurück. Heute unterstützt er andere Betroffene.
Jutta Orban
Das Jahr 1985: Deutschland war noch zweigeteilt und die Schlaganfall-Medizin noch nicht erfunden. Es war das Jahr, in dem Jutta Orban aus Potsdam ihren Schlaganfall bekam.
Fritz Persy
Ein schwerer Schlaganfall beendet 1988 Fritz Persys Laufbahn als Berufssoldat. Seitdem engagiert er sich im Kampf gegen die Krankheit. Keinen Aktionstag lässt der mittlerweile 83-Jährige aus für seine Aufklärungsarbeit.
Sandra Rahm
Sandra Rahm ist Krankenschwester, Case Managerin, Coach und Mediatorin. Doch der Schlaganfall ihres eigenen Vaters hat ihr einen neuen Blick auf die Versorgung von Schwerkranken und ihren Familien eröffnet.
Cornelia von Ammon
Cornelia von Ammon aus Leipzig ist keine Frau fürs Jammern. Sie ist eine, die erkennt, vermittelt, auf den Punkt bringt und bewegt. Dafür findet sie unmissverständliche Worte in der neuen Welt, nach dem Schlaganfall ihres Mannes im Januar 2021.
Mark Wiethoff
Mark Wiethoff aus Herzebrock-Clarholz hatte Glück im Unglück: Sein Schlaganfall ereilte ihn im August 2022 und sprichwörtlich aus heiterem Himmel: „Vorher war ich nie krank gewesen, nicht mal eine Erkältung“, sagt der 61-jährige über sein bis dahin gesundes Leben.
Rita Winkelmann
Rita Winkelmann pflegte ihren Vater fast zehn Jahre nach seinem Schlaganfall. Mit ihrer Bewerbung für den Motivationspreis möchte sie anderen Angehörigen Mut machen.
Fachleute
BDH Therapiezentrum Ortenau
Das BDH-Therapiezentrum Ortenau ermöglicht Patienten auch lange Zeit nach einem Schlaganfall Fortschritte in ihrer Rehabilitation.
Dr. Sandra Boy
„Der Schlaganfall war von Beginn meiner Karriere an mein Steckenpferd“, erklärt Dr. Sandra Boy, Oberärztin an der Klinik Weilheim.
Lukas Heinze
Lukas Heinze weiß, wovon er redet. Der Logopäde arbeitet in einer Reha-Klinik in Beelitz-Heilstätten, in der um 90 Prozent der Patienten aufgrund eines Schlaganfalls behandelt werden. Eine seiner dankbaren Patientinnen hat ihn für den Motivationspreis nominiert.
Sandra Herold
Sandra Herold ist Ergotherapeutin im Bergmannstrost BG Klinikum Halle. Seit 2014 führt sie mit der Selbsthilfegruppe Schlaganfall Halle-Saalekreis regelmäßig Gedächtnistrainings durch.
Meike Hörnke
Nach einem Schlaganfall gibt es Fragezeichen ohne Ende. Um viele davon kümmern sich Schlaganfall-Lotsen und -Helfer und natürlich die Medizin. wer aber kümmert sich um die psychische Komponente?
iMEDgine GmbH
“Bei uns sind alle mit dem Herzen dabei“, sagt Tina Pondor, Business Manager der iMEDgine GmbH. Das junge Medizintechnik-Unternehmen aus Franken hat sich um den Motivationspreis der Deutschen Schlaganfall-Hilfe beworben.
Limedix/Neolexon
Es ist eine dieser Gründergeschichten. Apple hat in der Garage angefangen – RTL auch. Bei Limedix war es keine Garage. Aber sonst könnte es ganz ähnlich weitergehen.
Dr. Caroline Kuhn
„Frau Dr. Kuhn ist eine hervorragende Psychologin, die meinem vom Schlaganfall betroffenen Ehemann und auch mir sehr geholfen hat“, sagt Gertrud H. aus Saarbrücken. Sie hat die Neuropsychologin für den Motivationspreis nominiert.
Carmen Lange
„Ich wollte schon immer Arzt werden“, verrät dr. med. Frédéric Zuhorn, Leitender Oberarzt der Neurologie, Leiter der Stroke Unit (Schlaganfall-Spezialstation) und Sektionsleiter der Vaskulären Neurologie am Elisabeth Hospital Gütersloh. „Allerdings bloß nicht Neurologe.“ Es kam anders.
Heike Maibrink
Vermutlich kann Heike Maibrink ohne Sport kaum auskommen. Doch so, wie sie ihn macht, ist er viel mehr als eine Möglichkeit, sich selbst etwas Gutes zu tun. Die Gütersloherin entfacht breite Wirkung.
Bianca Naß
Wer mit Bianca Naß aus Geltorf in Schleswig-Holstein in Kontakt kommt, merkt schnell: Die junge Frau hat einen klaren Kompass, sie hat ihr eigenes Tempo und sie hat Ziele. Von 2010 bis 2013 machte sie ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Damit aber nicht genug: Parallel absolvierte sie auch das Bachelor-Studium in Healthcare.
Dr. Winfried Neukäter
Sein Berufsleben hat Dr. Winfried Neukäter der Neurologie verschrieben. Der Mann ist stellvertretender Ärztlicher Direktor im Evangelischen Krankenhaus Wesel – und er ist dessen Chefarzt, zuständig für die Neurologie. „Die Neurologie ist das spannendste Fach“, sagt der Experte und verweist auf ein sehr privates Ereignis als Grund für seine fachliche Kontinuität über all die Jahre.
Birgit Rauchfuß
Birgit Rauchfuß ist mitten ins Leben gebaut – und dass mit ruhrgebietstypischer Direktheit und Herz. Die Patienten wissen schnell, was sie an der Ergotherapeutin haben. Und sie wissen es zu schätzen.
Team Ravensburg
Das „Team Ravensburg“ ist ein perfektes Sextett für die optimale Nachsorge von Schlaganfall-Patienten, die Klinik und Rehaklinik hinter sich gebracht haben. So sehen es Patientinnen und Patienten der Fachleute.
Prof. Dr. Rüdiger Seitz
„Mit seinem langjährigen Einsatz hat Prof. Dr. Rüdiger Seitz die Versorgung von Schlaganfall-Patientinnen und -Patienten nachhaltig verbessert und vielen Betroffenen wertvolle Orientierung und Unterstützung gegeben“, heißt es in seiner Nominierung.
Neurologie St. Barbara-Hospital Gladbeck
Janine Klapper ist Bereichsleitung der Akutneurologie im St. Barbara-Hospital in Gladbeck. Dass sie ihr Team für den Motivationspreis 2026 der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe vorschlägt, ist schlicht ein Akt der Wertschätzung.
Netzwerk Schlaganfall Steinfurt e.V. (NeSSt)
Wenn es überall so liefe, liefe es richtig gut. Seit 2012 engagiert sich das Netzwerk Schlaganfall Steinfurt e.V. (NeSSt) als gemeinnütziger Verein für eine Verbesserung der Versorgung von Schlaganfall-Betroffenen.
Sabine Lamprecht
Wer mit Sabine Lamprecht über ihren Beruf spricht, spürt gleich: Diese Frau brennt auch nach mehr als 40 Jahren für ihre Aufgabe. Sie ist eine Pionierin der Neurorehabilitation.
Therapiezentrum Wolf
Aus der persönlichen Betroffenheit heraus gründeten die Geschwister Laura und Marvin Wolf in Weilheim ihr eigenes Therapiezentrum – unter anderem für Schlaganfall-Patientinnen und -Patienten.
Linda Washofer
Linda Washofer gilt als höchst engagierte Physiotherapeutin im neurologischen Reha-Zentrum prosper der Knappschaftskliniken in Bottrop.
Zentrum für Aphasie & Schlaganfall Unterfranken
270.000 Menschen erleiden jährlich einen Schlaganfall. Bei etwa 30 Prozent von ihnen hinterlässt er eine Sprachstörung. Für sie wurden die Würzburger Aphasie-Tage vor 25 Jahren ins Leben gerufen.
Dr. Frédéric Zuhorn
„Ich wollte schon immer Arzt werden“, verrät dr. med. Frédéric Zuhorn, Leitender Oberarzt der Neurologie, Leiter der Stroke Unit (Schlaganfall-Spezialstation) und Sektionsleiter der Vaskulären Neurologie am Elisabeth Hospital Gütersloh. „Allerdings bloß nicht Neurologe.“ Es kam anders.