Guttun tut gut

Christin Hirsch ist geringfügig beschäftigt beim Schlaganfall-Landesverband Sachsen-Anhalt. Damit nicht genug: Sie legt noch reichlich ehrenamtliches Engagement drauf.

Christin Hirsch

Engagiert trotz Krankheit

Die hilfsbereite Frau leidet selbst an einer Krankheit, die sie erwerbsunfähig werden ließ. Das aber bremst Christin Hirsch nicht dabei, das Mögliche zu machen. Sie freut sich, anderen helfen zu können – zum Beispiel schon durchs Zuhören, durch Wissensweitergabe im Zusammenhang mit dem Schlaganfall oder auch bei ganz simplen Alltagskleinigkeiten.

 

Koordination von Schlaganfall-Helfern

Im Landesverband ist sie so etwas wie die Mutter der Kompanie: Sie koordiniert die Schlaganfall-Helfer vorzugsweise im Einzugsgebiet Halle/Saale, organisiert Schulungs-Wochenenden, damit alle Helfer auf dem aktuellen Wissensstand bleiben. Zudem bietet sie auch Zusammenkünfte der Helfer an, die den Team-Gedanken stärken.

 

Christin findet kein Ende 

Gelegentlich kommt es vor, dass Christin Hirsch selbst ein wenig „bemuttert“ und gebremst werden muss – nämlich dann, wenn sie in ihrem Engagement kein Ende findet. Fragen, die auf ihrem Diensthandy eingehen, auch noch nach 21 Uhr beantwortet zum Beispiel. 

 

Betroffene haben individuelle Fragen

Neben der Helfer-Koordination betreut Christin Hirsch auch selbst Schlaganfall-Betroffene, begleitet sie in ihrem schwieriger gewordenen Lebensalltag. Dabei geht’s um ganz individuelle Fragen, aber auch um Fragen im Zusammenhang mit möglichen Pflegestufen, um Therapien, um Christins Wissens-Kompass durch den Gesundheits-Dschungel.

 

Beratung im Klinikum

Regelmäßig taucht Christin Hirsch zudem auf den entsprechenden Stationen im Krankenhaus „Martha-Maria-Halle-Dölau“ und im „BG-Klinikum Bergmannstrost Halle“ auf, um nach Betreuungsbedarf zu schauen, um auf die Schlaganfall-Helfer aufmerksam zu machen und um Beratung anzubieten. 

Oft sind es da die Angehörigen, die vor einem Berg von Fragen stehen, wenn der Schlaganfall einen Verwandten getroffen hat.
Christin Hirsch

Christin geht einen anderen Weg

Ihr selbst gibt es eine Menge, wenn Christin Hirsch helfen kann. Durch die eigene Krankheit benachteiligt, wäre es verständlich, wenn sie sich um sich selbst kümmern würde. Aber Christin Hirsch geht einen anderen Weg: Sie zieht für sich Kraft daraus, wenn sie anderen Menschen helfen kann. Ihr eigenes Leiden kompensiert sie ein wenig, indem sie anderen guttut. Christin Hirschs Weg ist ein guter, weil beiden Seiten ein Stück weit geholfen ist.

 



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