Kleine Kämpferin, großes Vorbild

Kleine Mädchen freuen sich aufs Christkind. Bei der fünfjährigen Alice Pfuhl und ihrer Familie war das 2025 anders: Weihnachten war vorbei, bevor es angefangen hatte. Alice bekam zwei Tage vor dem Fest einen Schlaganfall.

Weihnachten, Schwangerschaft, Schlaganfall

Aufregung gab es auch ohne den Schlaganfall bei Familie Pfuhl: Wie gesagt, das nahende Fest – ja und dann war Mama Sarah Pfuhl bereits in der 20. Woche schwanger mit Alice‘ kommendem Bruder. Und dann das.

 

Schnell und richtig gehandelt

Die Mutter wählte den Notruf, sie nahm den Kampf gegen die Zeit auf – und sie wusste, was sie tat: Als Krankenschwester, die auch Neurologie-Erfahrungen gemacht hatte, wusste sie, dass Schlaganfälle bei Kindern vorkommen können – aber bei ihrem Kind mit knapp sechs? Das musste erstmal ins Bewusstsein. Den Notarzt informierte sie über die wahrgenommenen Symptome und über ihren (richtigen) Verdacht. Vom eintreffenden Notarzt bis zum umfassenden Eingriff im Krankenhaus vergingen ungefähr zweieinhalb Stunden.

 

Regelschule erreicht

Alice hat sehr viel Glück gehabt, weil um sie herum das Richtige passierte. Natürlich ist sie nach so einem Schlaganfall immer noch beeinträchtigt – aber sie konnte gerade im Sommer eingeschult werden, in eine reguläre Grundschule, unterstützt durch eine Integrationskraft. Für die Mutter war’s ein Aufatmen: „Nach dem Schlaganfall war Alice ein kompletter Pflegefall. Und nun bei der Einschulung war sie nicht so sehr beeinträchtigt, dass sie in eine Förderschule gemusst hätte.“

 

Alice gibt nie auf

Sarah Pfuhl freut sich sehr über die Kämpfernatur ihrer Tochter. Und ja, ihre Tochter beeindruckt sie:

Der Stolz überwiegt bei mir, weil Alice nie aufgegeben hat. Sie hat in der Klinik, in der Reha durchgezogen, nach Hause wollen war nie eine Option, Alice hatte kein Heimweh.
Sarah Pfuhl, Mama von Alice

Eine gute Schwester

Das Mutter-Tochter-Verhältnis habe sich durch den Schlaganfall verändert – aber nicht nur das, betont Sarah Pfuhl: „Wir hatten vorher schon ein super Verhältnis. Aber der Schlaganfall hat alle enger zusammengeschweißt.“ Und vielleicht, so mutmaßt die Mutter, vielleicht habe ja auch der erwartete Bruder Alice zum Kämpfen motiviert. Die Mutter in der zwanzigsten Woche mit ihrem zweiten Kind – da hatte wohl auch Alice ihre Aufgabe erkannt. Die Mutter ist überzeugt: „Alice will ja eine gute große Schwester sein.“

 



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