Vom Frühchen zur Physiotherapeutin: Daniela Böckers besondere Geschichte

Motiviert durch ihre eigene Geschichte behandelt Daniela Böcker als Physiotherapeutin in ihrer Praxis in Oerlinghausen Kinder und Erwachsene mit neurologischen Erkrankungen.

Daniela Böckers Berufswunsch stand schon früh fest: „Schon im Kindergarten habe ich immer gesagt: Wenn ich groß bin, mache ich mit kranken Leuten Gymnastik“, verrät die Physiotherapeutin schmunzelnd. Dass sie diesen Plan tatsächlich in die Tat umsetzt, hätte ihr damals niemand zugetraut. Denn Böcker kam 1976 als Frühchen mit einem Geburtsgewicht von nur 800 Gramm zur Welt – ihr Überleben war bereits ein echtes Wunder.
 

 

18 Jahre lang benötigte Daniela Böcker selbst regelmäßig Physiotherapie. Heute ist von ihren früheren Einschränkungen nur ein leichtes Hinken geblieben – und sie arbeitet nicht nur in ihrem Traumberuf, sondern ist auch Inhaberin einer eigenen Praxis. Dort behandelt Böcker mit ihrem Team sowohl Kinder als auch Erwachsene mit neurologischen Erkrankungen, zum Beispiel einem Schlaganfall.
 

 

Aufgrund ihrer eigenen Geschichte liegt Daniela Böcker die Arbeit mit ihren kleinen Patientinnen und Patienten besonders am Herzen. Dazu kommt: Physiotherapeutische Praxen, die sich auf die Therapie von neurologisch erkrankten Kindern spezialisiert haben, gibt es nicht an jeder Ecke. Familien kommen daher aus Halle (Westfalen), Detmold oder Bad Lippspringe in Böckers Praxis. Immer wieder hört sie von Eltern: „Wir fahren lieber weiter und haben dafür eine gute Behandlung für unser Kind.“ 
 

 

Doch egal, ob jung oder alt – ein ganzheitlicher Blick ist Daniela Böcker auf alle ihre Patientinnen und Patienten wichtig. Außerdem möchte sie sie ermutigen, an Fortschritte zu glauben. Auch wenn die manchmal Zeit brauchen. 

Neurologische Erkrankungen lehren uns, geduldig zu sein.
Daniela Böcker

„Wir achten auf die kleinsten Entwicklungen. Was für Außenstehende wie ein Wimpernschlag wirkt, bedeutet für die Betroffenen und mich die Welt.“
 

 

An ihrem Beruf reizt Daniela Böcker besonders, dass sie Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen – vom Frühchen übers Schulkind bis zum Erwachsenen – begleiten kann. Und sie sagt: „Es motiviert mich sehr, Menschen dabei zu begleiten, ihre verlorengegangenen Fähigkeiten wiederzuerlangen.“

 



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