Seit 30 Jahren Übungsleiterin
Vor dreißig Jahren hat sie mit einem frischen Übungsleiterschein begonnen, im Breitensport zu wirken – damals mit den Themen Kinderturnen und Mutter-Kind-Turnen zum Beispiel. Dann kam das Erwachsenenturnen dazu, dann Fit ab 60 und Bodyforming. Später spezialisierte sich Heike Maibrink weiter, setzte von den Krankenkassen geförderte Präventionsangebote um.
Begegnungen mit dem Schlaganfall
Seit 2017 ist sie fest beim SV Spexard angestellt. Zuvor hatte der Verein entschieden, künftig auch Reha-Sport anzubieten. Und Heike Maibrink hatte sich weiter spezialisiert und sich Kenntnisse in Orthopädie und Neurologie draufgeschafft. Und zwischenzeitlich hatte die Sportbegeisterte im Privaten Einschneidendes zu verarbeiten: Die Schwiegermutter hatte drei Schlaganfälle erlitten. Das Thema war ihr nicht fremd: auch der damalige Vorsitzende ihres Sportvereins war Schlaganfallpatient.
2021 Schlaganfall-Gruppe etabliert
So erscheint es als konsequente Fügung, dass der SV Spexard im Jahr 2021 auf Initiative der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und des Behindertensportverbandes eine Gruppe mit dem Namen „Sport nach Schlag“ installierte. Nicht minder konsequent war es, Heike Maibrink an die Spitze der Bewegung zu stellen.
Auf die Menschen einlassen
Für die Dauersportlerin ist die Schlaganfallgruppe etwas Besonderes:
Man kennt die Teilnehmenden oft lange, ihre persönlichen Belange, Schicksalsschläge, die Herausforderungen.
Und sie ist überzeugt, dass man sich darauf einlassen müsse. Und wenn es dann mal einfach nötig erscheint, dann „gibt es auch mal eine Stunde, da quatschen wir nur. Und das tut dann gut.“
Gruppe wächst zusammen
Die Gruppe mit aktuell um die 15 Teilnehmende wachse gut zusammen, Mut und Vertrauen seien wichtige Themen für alle. Heike Maibrink kann ihre besondere menschliche Art in der Gruppe „Sport nach Schlag“ wirksam werden lassen – und sie geht darin auf. Ihre Motivation erklärt sie ebenso schnell wie überzeugt: „Weil ich einfach sehe, wie gut Sport ist“.
Manche Abende unterwegs
Einige Abende jede Woche ist sie unterwegs für ihren Sport. Und sie weiß: „Für meinen Mann ist das blöd.“ Telenovelas gucken und lange Abende Stricken sei aber nicht wirklich eine Alternative zu ihrer Herzenssache, sagt die Überzeugungssportlerin. Und außerdem wisse ihr Mann: „Ich komme ja wieder.“