Social Media Konzept funktionierte
An ihrem Privatleben mit ihrer damaligen Frau ließ die heute 30-jährige die Öffentlichkeit teilhaben, an ihren intensiv gelebten Lifestyle-Themen ebenso. Das Social Media-Konzept funktionierte, die Themen polarisierten: 950.000 Follower hat sich Ina bei Instagram erarbeitet – das ist immerhin knapp die Einwohnerzahl von Köln. Bei Tiktok erreicht sie 450.000 Follower, bei Youtube circa 80.000. Alles lief rund, vieles fand seinen Weg ins Programm von RTL. Bis zu diesem einen Tag vor vier Jahren war alles mehr als gut für Ina Borck.
Lähmung ist noch da
Eigentlich begann alles ganz normal: Man erzählte sich so in den Tag hinein, Ina hatte Freizeit, sie besuchte die Oma, ging zum Sport, bekam „komische Gefühle“, bat um Wasser… Dann verliert sie die Erinnerung. Als sie ihr Bewusstsein wiedererlangte, lag der schlimme Schlaganfall schon hinter ihr, die Spuren dieses Anfalls aber werden sie noch lange begleiten. Halbseitig gelähmt ist sie damals – und auch heute noch gibt es durch die Lähmung Einschränkungen. Damit verbunden sind Unsicherheiten - die Angst, dass wieder etwas passieren könnte.
Social Media als Fulltime-Job
Als Influencerin hat Ina Borck einen Fulltime-Job, lässt sich managen – und ihr neuer Partner (den sie schon lange kannte, aber erst durch die Schlaganfallsituation richtig lieben lernte), kümmert sich um den wirtschaftlichen Part der Social Media-Unternehmung. Es ist Inas beruflicher Lebensinhalt, zu überlegen, was sie posten könnte. Anschließend setzt sie all das kreativ um.
Andere nehmen an Inas Leben teil
Ihre Follower hatte sie vor dem Schlaganfall an ihrem Leben teilhaben lassen – und das ist auch nach dem Schlaganfall nicht anders. Allerdings: zu den bisherigen Lifestyle-Themen gesellt sich nun noch das ihres persönlichen Gesundheitsschicksals. Mit Ina Borck bekommt das Schlaganfall-Thema noch einmal mehr enorme Reichweite.
Ina berichtet von ihren Erfahrungen
Inas Erfolg geht weiter, auch nach dem Schlaganfall. Die Influencerin vermittelt ihren Alltag, ihre Lebensreise. Online trifft sie auf andere Schlaganfall-Betroffene, beantwortet sehr oft Fragen von Menschen, die frisch aus der Reha kommen – und sie wird häufig nach ihrer Zeit im Koma gefragt.
Rehabilitation für das alte Leben
Die zweifache Bestsellerautorin will natürlich weiter erfolgreich sein, arbeitet an sozialen Themen, denkt über die Gründung einer Stiftung nach. Ihr ganz persönliches Ziel ist ihr klar: Sie weiß, dass es das Leben vor dem Schlaganfall nicht noch einmal gibt,
Ich möchte wieder nah an das frühere Leben herankommen, an meine Selbstständigkeit.
Dafür tut sie eine Menge, geht in Therapien – und sie hat sich für eine experimentelle Studie an der Sporthochschule zur Verfügung gestellt.
Aufklärung als Aufgabe
Gesundheit ist ihr ein Herzensthema geworden – auch die mentale Gesundheit, die ebenfalls zum Gegenstand ihrer Arbeit im Netz geworden ist. Ihre Motivation will sie dabei weitergeben, mit ihren Themen einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Zusätzliches Arbeitsfeld ist für sie und ihren Partner der Inklusionssport geworden, der betroffene Schüler auf den Sportplatz holen soll, aber auch nicht nur auf Kinder ausgerichtet ist. Content zu all diesen Themen zu produzieren, das ist Ina Borcks Leben. Und ihr ist mittlerweile klar: „Für meine persönliche Gesundheit würde ich all das hergeben.“