Meike gibt Orientierung
Meike Hörnke ist Traumatherapeutin und systemischer Coach mit langjähriger Führungserfahrung in internationalen Unternehmen. Als Schlaganfall-Betroffene verbindet sie drei Perspektiven: Erlebt – Verstanden – Vermittelt. Erfahrung, fachliche Einordnung und praxisnahe Übersetzung schaffen Orientierung für Betroffene, Angehörige, Fachkräfte und Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei schwankende Energie, Reizüberforderung, veränderte Belastbarkeit und ihre Auswirkungen auf Beziehungen, Alltag und Beruf.
Versorgungslücken schließen
Ärzte prognostizierten Meike, sie könne nicht wieder arbeiten. Vor zehn Jahren gründete sie ihr Unternehmen, um selbst erlebte Versorgungslücken zu schließen, Nachsorge interprofessionell zu vernetzen und anderen den Weg zu erleichtern.
Wenn sich Leistung verändert, braucht es Orientierung – im Leben und im Beruf.
Den Menschen sehen, nicht die Diagnose
Für körperliche, neurologische und neuropsychologische Folgen gibt es spezialisierte Fachdisziplinen. Meike Hörnke ersetzt keine davon, sondern ergänzt die Nachsorge. Ihre eigene Betroffenheit schaffe eine besondere Augenhöhe, sagt sie. Und die therapeutische Fachlichkeit ermögliche ihr die fundierte Einordnung. „Ich verbinde Erkenntnisse verschiedener Disziplinen mit gelebter Erfahrung und übersetzt sie in die konkrete Lebenswirklichkeit.“ Ihre Arbeit versteht sie als Ergänzung zur Therapie.
Ressourcen und Grenzen sehen
Meike möchte motivieren, ohne dabei falsche Versprechungen zu machen. Im Fokus sei der Mensch mit seinen Möglichkeiten, Ressourcen und Grenzen. „Mein Ziel ist, Unsichtbares sichtbar zu machen, Verständnis zu schaffen und Menschen dabei zu unterstützen, ihren eigenen tragfähigen Weg durch tiefgreifende Veränderungen zu finden.“
Bedarf wird zu spät erkannt
Psychosoziale Belastungen werden oft erst Monate nach der Reha sichtbar. Fragen zu chronischer Erschöpfung, Beziehungen oder beruflicher Teilhabe finden zwischen den Zuständigkeiten noch zu wenig Raum. Deshalb möchte sich Meike Hörnke für eine frühzeitige, alltagsnahe psychosoziale Nachsorge einsetzen, die Angehörige einbezieht und Teilhabe jenseits von Leistungsdruck ermöglicht.
Den eigenen Weg finden
Meike Hörnke möchte Menschen weder zu schneller Akzeptanz drängen noch ihnen einen Weg vorgeben. Es gehe ihr nicht um „schneller funktionieren“, sondern darum, Veränderungen zu verstehen, die eigene Belastung besser zu steuern und Orientierung zu finden. „Hoffnung bedeutet für mich nicht, dass alles wieder so werden muss wie früher“, sagt Meike. „Hoffnung entsteht, wenn Menschen verstehen, was mit ihnen geschieht, und wieder Vertrauen in ihren eigenen Weg entwickeln.“