Helfer aus eigener Betroffenheit

Mark Wiethoff aus Herzebrock-Clarholz hatte Glück im Unglück: Sein Schlaganfall ereilte ihn im August 2022 und sprichwörtlich aus heiterem Himmel: „Vorher war ich nie krank gewesen, nicht mal eine Erkältung“, sagt der 61-jährige über sein bis dahin gesundes Leben.

Glück im Unglück

Als Schlaganfall-Patient hatte er wohl noch die Sonnenseite erwischt: „Ich hatte das Glück, den Schlaganfall gut abzufangen. Man entdeckte dabei noch ein Loch im Herzen, das geschlossen werden musste“, beschreibt Mark Wiethoff die Situation heute nüchtern. Er habe keine Ausfallerscheinungen davongetragen, „nach zehn Wochen habe ich wieder gearbeitet, entgegen dem ärztlichen Rat“.

 

Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer gesucht

Der im Unglück Glückliche hatte die Botschaft, die mit seiner Krankengeschichte einherging, verstanden. „So, wie er ausgegangen ist, führte mich mein Schlaganfall dazu, dass ich der Gesellschaft etwas zurückgeben wollte“, sagt der einst Betroffene. Vielleicht war es einfach eine Fügung, dass Mark Wiethoff auffiel, dass die Diakonie in Gütersloh gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer suchte. Jedenfalls meldete sich der Mann beherzt in der Absicht, seine Erfahrungen weiterzugeben.

 

Aus der Betreuung wird eine Freundschaft

Ein von Mark Wiethoff betreuter Schlaganfall-Betroffener lobt die positive Ausstrahlung, die Herzlichkeit, die unermüdliche Motivation des Ehrenamtlers. Der Betreuende wiederum lobt die Dankbarkeit, die Aufgeschlossenheit, den Glauben ans Gute und den starken Willen des Betroffenen zum Positiven. Zwischen den beiden ist aus der eigentlichen Betreuungssituation heraus eine freundschaftliche Verbindung entstanden, von der beide etwas haben. Sicher steht da nach wie vor das Thema des Schlaganfalls ganz oben auf der Agenda. Aber beide treffen sich auch einfach mal so auf eine Stunde zum Kaffee, um übers Leben an sich zu plaudern – ein gutes Stück Normalität haben sie sich so zurückgeholt.

 

Jeder Schlaganfall ist anders

Mark Wiethoff beschreibt, dass sein ehrenamtliches Tun zeitintensiv sei, es ihm aber auch sehr viel gebe. Betroffene freuen sich, wenn er sich kümmert. Man höre einander zu, versuche das Erlittene in den Alltag zu integrieren.

Jeder Schlaganfall äußert sich ja anders, entsprechend muss man auch auf die Betroffenen eingehen.
Mark Wiethoff

Und es müsse einem klar sein, dass ein Schlaganfall nicht nur das Leben des Betroffenen auf den Kopf stellt, sondern auch das der Angehörigen. Auch das hat in Mark Wiethoffs ehrenamtlicher Arbeit eine Bedeutung.

 

Der Mann liebt seine Aufgabe – und seine Familie unterstützt ihn dabei, merkt, dass es Mark Wiethoff guttut, wenn er Gutes tut.

 



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