Mit Forschung und Menschlichkeit gegen den Schlaganfall

Dr. Love-Preet Kalra vom RKH Klinikum Ludwigsburg forscht an Bluttests, die Hirnblutungen schon vor der Einlieferung in die Klinik erkennen und damit die Behandlung von Schlaganfall-Betroffenen beschleunigen sollen. 

„Ich wollte schon immer forschen, schon als Schülerin“, erinnert sich Dr. Love-Preet Kalra. Gleichzeitig war ihr früh klar, dass sie sich für andere Menschen einsetzen möchte. Da lag die Wahl des Studienfaches nah: Medizin. 
 

 

Für ihre Doktorarbeit zog es Dr. Kalra ins Ausland. Aufgrund ihrer Sprachkenntnisse erhielt sie die Möglichkeit, in Indien zu forschen. „Das war eine sehr spannende Erfahrung“, sagt sie rückblickend. Nach dem Studium und einer einjährigen Station an der Universitätsklinik Gießen, führte ihr Weg Dr. Love-Preet Kalra schließlich an das RKH Klinikum Ludwigsburg. Denn dort kann sie neben ihrer Facharztausbildung in der Neurologie in einem spannenden Forschungsprojekt mitwirken. 
 

 

Konkret arbeitet Dr. Kalra an Bluttests, die mithilfe moderner Schnelltestgeräte eine sichere Diagnose von Hirnblutungen bereits vor Einlieferung in die Klinik ermöglichen. So könnten Patientinnen und Patienten mit Schlaganfall, egal ob durch Hirnblutung oder Hirninfarkt verursacht, künftig schneller die richtige Behandlung erhalten. Zusätzlich zu ihrer Forschung schult die Ärztin für das Projekt Rettungskräfte und wirbt Fördergelder ein, um die notwendige Ausstattung von Rettungswagen und Rettungshubschraubern zu finanzieren – zum Teil in ihrer Freizeit.
 

 

Doch die Mühe lohnt sich. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie zeichnete Dr. Love-Preet Kalra kürzlich für ihre Forschung mit dem renommierten Robert Wartenberg-Preis aus. Auch international ist man bereit auf Dr. Kalra aufmerksam geworden. Die World Stroke Organization wählte sie für das Programm „Future Stroke Leaders“ aus, das talentierte Nachwuchskräfte der Schlaganfall-Versorgung fördert.
 

 

Auch in ihrer Freizeit engagiert sich Dr. Kalra für neurologische Patientinnen und Patienten. So ist sie Mitglied im Verein INCERAS e.V., der unter anderem Krankenhäuser in Ländern des Globalen Südens unterstützt, zum Beispiel mit Gerätespenden. Sie selbst war bereits in Sierra Leone, um eine Spende von CT-Geräten zu übergeben. „Diese Erfahrungen berühren mich menschlich sehr“, berichtet sie.
 

 

Bei all diesen Aufgaben verliert die Ärztin ihre Patientinnen und Patienten in Ludwigsburg nicht aus dem Blick. Viele positive Rückmeldungen zeigen ihr, dass sich Betroffene bei ihr gut aufgehoben und Angehörige verstanden fühlen.

Mir ist es sehr wichtig, wie wir mit den Patientinnen und Patienten umgehen.
Dr. Love-Preet Kalra

„Das spüren die Menschen.“

 



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