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Junger Mensch und Schlaganfall

Keine erkennbare Ursache ist die bessere Nachricht

Experten-Interview

Unser Themen-Schwerpunkt im Dezember - warum trifft es auch junge Menschen? Und wie sind ihre Perspektiven? Der Neurologe Dr. Lars Kellert vom Uniklinikum München hat jetzt Forschungsarbeiten weltweit ausgewertet. Wir haben ihn im Klinikum Großhadern besucht. In unserem Video erklärt er die wichtigsten Erkenntnisse.

Unser Themen-Schwerpunkt im Dezember - warum trifft es auch junge Menschen? Und wie sind ihre Perspektiven? Der Neurologe Dr. Lars Kellert vom Uniklinikum München hat jetzt Forschungsarbeiten weltweit ausgewertet. Wir haben ihn im Klinikum Großhadern besucht. In unserem Video erklärt er die wichtigsten Erkenntnisse.

 

 

 

Weitere Themen

Ein künstliches Gleichgewichtsorgan

"MovEAid"

Laufen trotz halbseitiger Lähmung? Klingt zunächst unmöglich. Muss es aber nicht, glaubt man Anna Vonnemann, Erfinderin von „MovEAid".

 

Laufen trotz halbseitiger Lähmung? Klingt zunächst unmöglich. Muss es aber nicht, glaubt man Anna Vonnemann, Erfinderin von „MovEAid".  

Etwa die Hälfte aller Schlaganfall-Patienten ist halbseitig gelähmt. Dindia Guntmann bereits seit ihrer Kindheit. Drei Monate vor ihrer Geburt erlitt sie einen Schlaganfall. Die Folge: eine teils halbseitige Lähmung. Die Ärzte prognostizierten ihr ein Leben im Rollstuhl. Doch statt an einen Rollstuhl gefesselt zu sein macht die 26-Jährige heute Luftsprünge. Möglich gemacht hat dies ihre Mutter – sie entwickelte ein künstliches Gleichgewichtsorgan.

"MovEAid" nennt Anna Vonnemann ihre Erfindung. 15 Jahre lang tüftelte die freie Malerin, ohne technische Vorkenntnisse, zu Hause an ihrem eigenen Küchentisch, um das Gerät zu entwickeln. Ein Problem bei einer halbseitigen Lähmung ist, dass die Informationen zur Wahrnehmung der eigenen Körperhaltung fehlen und nicht zum Gehirn geleitet werden. Sie sind aber eine Grundvoraussetzung für das Gehen.

Diese Aufgabe übernimmt die Erfindung der 67-Jährigen. Durch Sensoren erkennt das Gerät in Echtzeit Lage, Haltungs- und Bewegungsfehler. Über am Körper angebrachte Elektroden bekommt der Träger, bei einer falschen Haltung, leichte Stromstöße, um diese anschließend auszugleichen. Vereinfacht gesagt: "MovEaid" funktioniert wie ein künstliches Gleichgewichtsorgan.

Zusammen mit der technischen Universität Berlin haben Mutter und Tochter das Gerät weiterentwickelt. Mit ihrer Erfindung waren die beiden sogar in der Vox-Sendung "Die Höhle der Löwen" und warben um zusätzliches Geld. Mit Erfolg - Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmyer investierten in das Projekt, damit zukünftig mehr Menschen das Gerät benutzt können. Bislang darf "MovEAid" nur Dindia tragen, denn dem Gerät fehlt die offizielle medizinische Zulassung. Wann und ob das Gerät auf den Markt kommen wird ist bisher noch unklar.

 


Gewinner wurden ausgezeichnet

Deutscher Innovationspreis

(v.l.n.r.): Willi Daniels, Initiator des Deutschen Innovationspreises; Markus Roepke, Sponsorenvertreter TQ; Birgit Härtle, Sponsorenvertreterin Boehringer Ingelheim; Dr. Andreas Lenz, Mitglied des Bundestages; Berthold Knabe, Preisträger; Stefan Stricker, Referent Selbsthilfe Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und Mitglied der Jury; Meike Hörnke, in Vertretung einer Preisträgerin; Ewald Schurer, Mitglied des Bundestages und Mitglied der Jury; Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg und Grußwortsprecher und Jürgen Kammerl, Preisträger.

2011 gründete Willi Daniels, seit vielen Jahren eng verbunden mit der Schlaganfall-Hilfe, eine Online Selbsthilfegruppe bei Facebook. Um die Qualität der Online-Selbsthilfe zu steigern, schrieb er den Deutschen Innovationspreis Online Selbsthilfe aus. Jetzt verlieh er zum ersten Mal den Preis.

 
(v.l.n.r.): Willi Daniels, Initiator des Deutschen Innovationspreises; Markus Roepke, Sponsorenvertreter TQ; Birgit Härtle, Sponsorenvertreterin Boehringer Ingelheim; Dr. Andreas Lenz, Mitglied des Bundestages; Berthold Knabe, Preisträger; Stefan Stricker, Referent Selbsthilfe Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und Mitglied der Jury; Meike Hörnke, in Vertretung einer Preisträgerin; Ewald Schurer, Mitglied des Bundestages und Mitglied der Jury; Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg und Grußwortsprecher und Jürgen Kammerl, Preisträger.

2011 gründete Willi Daniels, seit vielen Jahren eng verbunden mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, eine Online Selbsthilfegruppe bei Facebook. Um die Qualität der Online-Selbsthilfe zu steigern, schrieb er den Deutschen Innovationspreis Online Selbsthilfe aus. Jetzt verlieh er zum ersten Mal den von ihm initiierten Preis im Hermann-Beham-Saal im Ebersberger Landratsamt.

Willi Daniels (67) aus Steinhöring engagiert sich seit vielen Jahren in der Selbsthilfe. Nicht ohne Grund, denn mit 48 traf ihn selber der Schlag. Mit der Zeit stellte er fest, dass weniger mobile Menschen oft nicht an der „klassischen" Selbsthilfe teilnehmen können. Deshalb gründete er 2011 eine Online-Selbsthilfe-Gruppe, die sich als wahrer Erfolg erwies. Etwa 5400 Mitglieder zählt seine Gruppe inzwischen. Für sein Engagement wurde Daniels 2014 mit dem Motivationspreis in der Kategorie Selbsthilfe der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ausgezeichnet.

Anstatt sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, machte er weiter und schrieb den Deutschen Innovationspreis Online Selbsthilfe, unter den Mitgliedern der Facebook-Gruppe aus. Sein Ziel ist es, die Qualität in der Online-Selbsthilfe durch neue und innovative Ideen zu steigern.

Die drei überzeugendsten Vorschläge wurden von einer fünfköpfigen Jury (Dr. med. Hans Gnahn, Neurologe; Nadine Lormis, Redaktion REHACARE.de; Alexander Hopman, Geschäftsführer der Stiftung MyHandicap; Ewald Schurer, Mitglied des Bundestags; Stefan Stricker, Referent Selbsthilfe Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe) ausgewählt. Über den mit 1000 Euro dotierten ersten Platz, freute sich Jürgen Kammerl mit seiner Idee einer Video-Chat-Funktion. Platz zwei ging an Berthold Knabe, den dritten Platz belegte Ines Drehse.

Hier geht es zur Schlaganfall Online-Selbsthilfegruppe auf Facebook.


Rekordverdächtiges Engagement

 

Das mittelfränkische Städtchen Ansbach macht dem Rest der Republik vor, wie man mit geringen Mitteln die Schlaganfall-Versorgung verbessert. Seit Ende November gibt es dort 64 ausgebildete, ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer.

 

Das mittelfränkische Städtchen Ansbach macht dem Rest der Republik vor, wie man mit geringen Mitteln die Schlaganfall-Versorgung verbessert. Seit Ende November gibt es dort 64 ausgebildete, ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer.

Entwickelt von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, durchgeführt vom Bayerischen Roten Kreuz und finanziert vom Rotary Club Ansbach wurden die Schulungen eine große Erfolgsgeschichte. Dr. Udo Feldheim, niedergelassener Neurologe und ehemaliger Präsident der Ansbacher Rotarier, hatte von dem Projekt der Schlaganfall-Hilfe gehört und den Stein ins Rollen gebracht. Damit habe er eine „Revolution" im Landkreis ausgelöst, sagte die stellvertretende Oberbürgermeisterin Elke Homm-Vogel bei der Übergabe der Zertifikate.

Es war die mittlerweile 4. Schulung in Ansbach, aus der nun 14 neue Schlaganfall-Helfer hervorgingen. Damit ist Ansbach gewissermaßen die „Hauptstadt" der Schlaganfall-Helfer. Die Ehrenamtlichen möchten Schlaganfall-Betroffene im Alltag unterstützen und Angehörige entlasten. Entwickelt wurde die Idee von der Schlaganfall-Hilfe, die nun regionale Partner in ganz Deutschland für die Einführung von Schlaganfall-Helfern sucht. Bisher gibt es Helfer in fünf Bundesländern, erste Kommunen haben bereits eine zweite Schulung durchgeführt. Mit vier Schulungen allerdings zeigen die Ansbacher ein einmaliges, rekordverdächtiges Engagement.

Darüber freute sich besonders Initiator Dr. Udo Feldheim, der als Neurologe den großen Bedarf in der Nachsorge sieht. Ansbach ist flächenmäßig der größte Landkreis Bayerns. Das Ehrenamt, so der stellvertretende Landrat Stefan Horndasch, spiele hier eine besondere Rolle. Für den Bereich des Schlaganfalles sei jetzt eine Lücke geschlossen worden. Elmar Stegmeier von der Schlaganfall-Hilfe ließ durchblicken, dass es darüber hinaus bereits Interessenten außerhalb der Landkreisgrenzen für weitere Projekte gebe.


Testen Sie Ihr Risiko!

Machen Sie den Risikotest!

 

Unser Schlaganfall-Risikotest basiert auf medizinisch-wissenschaftlichen Grundlagen und dient der Aufklärung über Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Unser Schlaganfall-Risikotest basiert auf medizinisch-wissenschaftlichen Grundlagen und dient zur Aufklärung zum Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Thala - Das Gesundheitsmagazin

Thala 4/2017

 

Thala 4/2017 mit dem Special Junger Mensch und Schlaganfall

Unser Themen-Special: Junger Mensch nach Schlaganfall

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Erfahrungsaustausch Jüngere Betroffene

 

„Schlaganfall? Trifft doch nur alte Leute!" Das ist eine weitverbreitete, aber leider falsche Annahme. Auch junge Menschen trifft dieser Schicksalsschlag, oft ganz besonders schwer. Partner, Kinder, Beruf - was soll nur werden? Für diese Menschen und ihre Angehörigen hat die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe den „Erfahrungsaustausch" ins Leben gerufen. In Gesprächen mit Therapeuten und anderen Betroffenen zur Krankheitsbewältigung, Motivation und Akzeptanz zeigen sich neue Perspektiven.

Vom 1. bis 4. März 2018 findet der nächste Erfahrungsaustausch in Duisburg statt. Finanziert wird die Veranstaltung durch Spenden, denn die Teilnehmer selbst können nur einen kleinen Anteil der Kosten übernehmen. Unterstützen auch Sie junge Betroffene auf ihrem Weg zurück ins Leben! Bitte spenden Sie! Danke.

 

Schlaganfall trifft doch nur alte Leute. Das ist eine weitverbreitete, aber leider falsche Annahme. Auch junge Menschen trifft dieser schwere Schicksalsschlag. Im Erfahrungsaustausch können Betroffene und Angehörige untereinander neue Hoffnung schöpfen. In Gesprächen mit Therapeuten und Psychologen zur Krankheitsbewältigung, Motivation und Akzeptanz zeigen sich neue Perspektiven. Ermöglicht und organisiert werden diese Treffen von der Schlaganfall-Hilfe.

Die Durchführung dieses besonderen Erfahrungsaustausches wird durch Spenden finanziert, denn die Teilnehmer selbst können nur einen kleinen Anteil der Kosten übernehmen. Unterstützen auch Sie junge Betroffene auf ihrem Weg zurück ins Leben! Bitte spenden Sie! Danke.

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