Zu den Herzwochen im November erklärt Ihnen unser Präventions-Experte Bastian Henschke daher, wie Sie die Herzrhythmusstörung rechtzeitig erkennen können.
Bastian Henschke ist Präventions-Experte der Schlaganfall-Hilfe.
Warum betrifft eine Störung im Herzen auch das Gehirn?
Bei Vorhofflimmern ziehen sich die Herzvorhöfe nicht mehr im geregelten Takt zusammen. Dadurch fließt das Blut in den Vorhöfen langsamer und es können Blutgerinnsel entstehen. Gelangt ein solches Gerinnsel mit dem Blutstrom ins Gehirn, kann es dort die Blutversorgung blockieren. Die Folge kann ein Schlaganfall sein.
Woran kann ich Vorhofflimmern erkennen?
Mögliche Anzeichen sind ein stolpernder oder rasender Herzschlag. Auch Unruhe, Schwindel, Atemnot, Brustschmerzen oder ein Schwächegefühl können ebenfalls Symptome von Vorhofflimmern sein. Manche Menschen spüren jedoch nichts. Doch auch dann besteht ein Schlaganfall-Risiko. Deshalb ist es wichtig, den Puls regelmäßig zu überprüfen – besonders ab 65 Jahren oder wenn Sie Bluthochdruck haben.
Wie messe ich meinen Puls richtig?
Bleiben Sie zunächst fünf Minuten entspannt sitzen. Legen Sie dann Zeige- und Mittelfinger innen auf das Handgelenk, unterhalb des Daumens. Zählen Sie die fühlbaren Schläge 30 Sekunden lang. Nehmen Sie diese Zahl mal zwei: Das ergibt die Schläge pro Minute. Messen Sie Ihren Puls regelmäßig, denn eine einzelne unauffällige Messung schließt Vorhofflimmern nicht aus. Achten Sie dabei auch darauf, ob die Abstände gleichmäßig sind. Ist der Puls unregelmäßig oder ungewöhnlich hoch, lassen Sie dies ärztlich untersuchen. Ob tatsächlich ein Vorhofflimmern vorliegt, zeigt erst eine ärztlich beurteilte EKG-Aufzeichnung.
Wie lässt sich das Schlaganfall-Risiko senken?
Bei Vorhofflimmern beurteilt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt das persönliche Schlaganfall-Risiko. Dabei spielen beispielsweise Alter, Bluthochdruck, Diabetes und frühere Schlaganfälle eine Rolle. Je nach Ergebnis kommen Medikamente infrage, die die Blutgerinnung hemmen. Bei der Entscheidung wird auch das Blutungsrisiko berücksichtigt. Sie selbst können die Behandlung unterstützen: Bewegen Sie sich regelmäßig, essen Sie abwechslungsreich viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten und verzichten Sie auf Zigaretten und Alkohol. Auch die Behandlung eines erhöhten Blutdrucks ist wichtig.
- Verstehen & VermeidenBasisinformationen zum Thema Schlaganfall
- Medien- und WarenkorbInformationsmaterial als Download und zum Bestellen.
- Wissen hilft weiterUnterstützen Sie unsere Arbeit durch Ihre Spende.