Hirngesundheit – was Sie selbst tun können

Unser Gehirn ist ein wahres Meisterwerk: Es steuert unseren gesamten Körper. Zum Welttag des Gehirns am 22. Juli erklärt Ihnen Bastian Henschke, Präventions-Experte bei der Schlaganfall-Hilfe, wie Sie die Gesundheit Ihres Gehirns fördern können.

  • Warum lohnt es sich, auf die Hirngesundheit zu achten?
     

Weil wir zwar nicht alle Risikofaktoren für Erkrankungen wie Demenz oder Schlaganfall beeinflussen können, aber viele. Dabei gibt es nicht den einen Geheimtipp. Vielmehr wird unsere Hirngesundheit von vielen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören beispielsweise Bewegung, Ernährung, Schlaf, soziale Kontakte und geistige Aktivität. Je mehr dieser Bereiche wir tagtäglich berücksichtigen, desto besser.
 

 

 

  • Und was bedeutet das ganz praktisch für den Alltag?
     

Sie müssen nicht zum Leistungssportler werden, schon moderate körperliche Aktivität im Alltag wirkt sich positiv auf die Hirngesundheit aus. Wichtig ist vor allem, dass Sie sich regelmäßig bewegen. 

 

Bei der Ernährung empfehlen Fachleute den Verzehr von Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, unverarbeiteten Nüssen und Pflanzenölen, wie Leinöl. 

 

Und es gilt: Ihr Gehirn liebt Abwechslung. Probieren Sie ein neues Hobby aus, lernen Sie eine Fremdsprache oder ein Instrument – das fördert die Bildung neuer Verbindungen zwischen den Nervenzellen Ihres Gehirns. 

 

Auch der soziale Kontakt mit Freunden und Familie regt Ihr Gehirn an. Versuchen Sie, dies regelmäßig einzuplanen.
 

 

 

  • Gibt es auch etwas, dass man besser vermeiden sollte?
     

Oh ja. Dauerhafter Schlafmangel und chronischer Stress belasten das Gehirn. Achten Sie daher auf ausreichenden und guten Schlaf. 

 

Gegen Stress helfen gezielte Entspannungstechniken. 

 

Außerdem spielen Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte für die Hirngesundheit eine wichtige Rolle. Nehmen Sie also unbedingt Ihre regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen wahr. So können Sie mögliche Veränderungen früh erkennen und gegensteuern.