Neues Schlaganfall-Netzwerk in Bielefeld stärkt die Nachsorge

Neues Schlaganfall-Netzwerk in Bielefeld stärkt die Nachsorge

Ein neues Schlaganfall-Netzwerk in Bielefeld will die Nachsorge verbessern und Versorgungslücken schließen. Fachleute aus verschiedenen Bereichen arbeiten dafür künftig enger zusammen. Das Netzwerk könnte auch für andere Regionen beispielhaft sein.

Mehr Zusammenarbeit in der Nachsorge

Nach einem Schlaganfall sind viele Akteure an der Versorgung beteiligt: Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, therapeutische Praxen, Beratungsstellen und weitere Unterstützende.

 

In Bielefeld fand jetzt das Auftakttreffen für ein neues Schlaganfall-Netzwerk statt. Die Beteiligten wollen ihre Zusammenarbeit verbessern und die Versorgung nach einem Schlaganfall besser aufeinander abstimmen.

 

Unterschiedliche Fachleute beteiligen sich

Initiiert wurde das Schlaganfall-Netzwerk von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, dem Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft Ostwestfalen-Lippe (ZIG) und dem Zentrum für ambulante medizinische Rehabilitation (ZAR) Bielefeld.

 

An der Auftaktveranstaltung nahmen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Schlaganfall-Versorgung teil, darunter Therapeutinnen und Therapeuten, Fachleute aus Sanitätshäusern, Sozialdiensten und Beratungsstellen.

 

Betroffene und Angehörige sollen leichter Hilfe finden

Das Netzwerk soll den Austausch über Angebote, Zuständigkeiten und Versorgungsbedarfe erleichtern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Übergängen zwischen Akutversorgung, Rehabilitation und dem Leben zu Hause.

 

Wenn die Beteiligten wissen, wer in welcher Phase unterstützt, können auch Betroffene und Angehörige leichter die richtigen Ansprechpersonen finden.

 

Versorgungslücken schließen

Eine gut abgestimmte Nachsorge kann im Alltag nach einem Schlaganfall viel bewirken: Beratung, Therapien, Hilfsmittel und weitere Unterstützung sollen möglichst dann zur Verfügung stehen, wenn sie gebraucht werden.

 

Auch barrierefreies Wohnen, Selbsthilfe und die Rückkehr ins Arbeitsleben gehören zu den Themen des Netzwerks. Ziel ist es, Versorgungslücken frühzeitig zu erkennen und die Teilhabe von Menschen nach einem Schlaganfall zu stärken.

 

Ein Versorgungspfad entsteht

Bei der Auftaktveranstaltung sammelten die Teilnehmenden erste Themen und Wünsche für die Zusammenarbeit. Besonders wichtig waren ihnen regelmäßiger persönlicher Austausch, feste Kontakte und eine bessere Übersicht über bestehende Angebote.

 

Außerdem wollen die Beteiligten einen gemeinsamen Versorgungspfad entwickeln. Er soll zeigen, welche Unterstützung Menschen nach einem Schlaganfall in den verschiedenen Phasen benötigen und welche Ansprechpersonen und Angebote dafür zur Verfügung stehen.