Der Medikationsplan: Hilfreich beim Arztgespräch
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Der Medikationsplan: Ihr Begleiter beim Arztgespräch

Bei vielen Medikamenten fällt der Überblick nicht immer leicht. Ein Medikationsplan schafft Übersicht, kann Risiken bei der Arzneimitteltherapie verringern und erleichtert das Arztgespräch – gerade für Menschen nach einem Schlaganfall.

Wie behalte ich bei vielen Medikamenten den Überblick?

Viele Patientinnen und Patienten müssen dauerhaft mehrere Medikamente einnehmen – etwa nach einem Schlaganfall oder bei chronischen Erkrankungen. Damit keine wichtigen Informationen verloren gehen, unterstützt ein Medikationsplan. Er sorgt für Klarheit und erleichtert das Arztgespräch.

 

Was ist ein Medikationsplan?

Ein Medikationsplan ist eine übersichtliche Liste aller Medikamente, die eine Patientin oder ein Patient regelmäßig einnimmt. Neben verordneten Arzneimitteln gehören auch selbst gekaufte Medikamente auf den Plan.

  • Name des Medikaments
  • Wirkstoff und Dosierung
  • Zeitpunkt und Dauer der Einnahme
  • Grund für die Einnahme

So können Ärztinnen und Ärzte schnell erkennen, welche Medikamente eine Patientin oder ein Patient anwendet.

 

Wer hat Anspruch auf einen Medikationsplan?

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan, wenn sie gleichzeitig mindestens drei verordnete Arzneimittel über einen Zeitraum von mindestens 28 Tagen einnehmen oder anwenden.

 

In der Regel erstellt die Ärztin oder der Arzt den Plan, die oder der die Behandlung hauptsächlich koordiniert – meist die Hausärztin oder der Hausarzt. Auch Fachärztinnen, Fachärzte, Kliniken und Apotheken können Änderungen am Plan vornehmen. Bei Änderungen der Medikation sollte der Plan aktualisiert werden.

 

 

Warum ist der Medikationsplan im Arztgespräch so wichtig?

Der Plan bringt gleich mehrere Vorteile:

  • mehr Sicherheit: Doppelverordnungen können leichter erkannt und vermieden werden
  • guter Überblick: Ärztinnen und Ärzte und auch Patientinnen und Patienten sehen alle Medikamente auf einen Blick
  • weniger Risiken: mögliche Wechselwirkungen lassen sich leichter erkennen
  • besser verstehen: Patientinnen und Patienten wissen genauer, wofür ihre Medikamente da sind

Besonders bei komplexen Krankheitsbildern wie nach einem Schlaganfall trägt der Medikationsplan zur sicheren Behandlung bei.

 

Unser Tipp: Nehmen Sie Ihren Medikationsplan bei Arztterminen, Krankenhausaufenthalten und möglichst auch beim Besuch einer Apotheke mit. Prüfen Sie regelmäßig, ob alle Medikamente vollständig und aktuell eingetragen sind – auch selbst gekaufte Arzneimittel.



Häufige Fragen zum Medikationsplan



Die Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“

Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen – hat die Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“ ins Leben gerufen.

Sie klärt Patientinnen und Patienten über ihren Anspruch auf und soll den sicheren Umgang mit ihren Medikamenten zu erleichtern. Ziel ist es, Doppelverordnungen und gefährliche Wechselwirkungen zu vermeiden und die Kommunikation zwischen medizinischem Fachpersonal, Apotheken und Patientinnen und Patienten zu verbessern.

 

Die Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“ wird neben der BAGSO und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe von vielen Partnern getragen und durch die forschenden Arzneimittelhersteller Pfizer, MSD und Novartis unterstützt. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Stefan Schwartze hat die Schirmherrschaft über die Initiative übernommen.

Auf der offiziellen Website finden Sie neben vielen Hintergrundinformationen auch die Möglichkeit, sich einen Medikationsplan herunterzuladen.

www. mediaktionsplan-schafft-ueberblick.de



Quellen