Corona-Impfung

Corona-Impfung

Wir informieren über den aktuellen Stand der Corona-Impfungen für Schlaganfall-Betroffene.

Die Impf-Priorisierung ist aufgehoben worden. Wer eine Impfung wünscht, kann sich an niedergelassene Ärzte oder die lokalen Impf-Zentren wenden. Vielerorts gibt es auch Sonderaktionen der Städte und Gemeinden.

Kann sich eine Corona-Infektion bei Schlaganfall-Betroffenen anders auswirken?

Grundsätzlich sind die Verläufe einer Corona-Infektion sehr individuell und unterschiedlich ausgeprägt. Bei Schlaganfall-Betroffenen kann es gewisse Faktoren geben, die das Risiko für einen schwereren Verlauf oder ausgeprägtere Spätfolgen erhöhen – dies hängt unter anderem auch von den Ursachen und Folgen des Schlaganfalls ab.
Zum Beispiel:

  1. Bei bestimmten Lähmungen kann es sein, dass die Atmung nicht mehr so kräftig ist wie bei gesunden Menschen. Eine etwas verminderte Lungenleistung kann zu schwereren Auswirkungen einer Corona-Infektion führen.
  2. Das Gehirn ist bereits vorgeschädigt. Bleiben durch eine Corona-Infektion Langzeitfolgen, wie beispielsweise eine chronische Müdigkeit (Fatigue), können diese ausgeprägter sein als bei vorherig gesunden Patienten.

Deswegen hatten Schlaganfall-Betroffene, als noch nicht ausreichend Impfstoff für alle zur Verfügung stand, eine erhöhte Priorisierung.

Was müssen Schlaganfall-Betroffene bei der Impfung beachten?

Schlaganfall-Betroffene mit einer halbseitigen Lähmung sollten sich in den gesunden Arm impfen lassen. Der Lymphabfluss funktioniert auf der gesunden Seite in der Regel besser.

Birgt die Impfung besondere Risiken für Schlaganfall-Betroffene?

Schlaganfall-Betroffene haben allein aufgrund des Schlaganfalls kein erhöhtes Risiko für Impf-Nebenwirkungen. Viele Patienten mit Vorhofflimmern oder Schlaganfällen nehmen allerdings Gerinnungshemmer zur Blutverdünnung.

Diese Patienten sollten Folgendes beachten:

  1. Grundsätzlich rät das Expertengremium der Ständigen Impfkommission auch Patienten unter Antikoagulation (Gerinnungshemmer) zur Covid-19-Impfung.
  2. Die Impfung muss intramuskulär, also in den Muskel, verabreicht werden.  Andere Methoden – zum Beispiel unter die Haut oder in die Venen – kommen nicht infrage.
  3. Bei einer intramuskulären Impfung besteht für Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen, eine erhöhte Gefahr von Einblutungen. Deswegen sollte eine sehr feine Injektionskanüle genutzt werden und die Einstichstelle sollte nach der Impfung mindestens zwei Minuten fest komprimiert werden.
  4. Bei den betroffenen Patienten ist eine verlängerte Nachbeobachtungszeit von bis zu 30 Minuten (statt 15 Minuten) nach der Impfung empfohlen.
  5. Es besteht eventuell die Möglichkeit, die Medikamente vor der Impfung abzusetzen. Dies muss unbedingt in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt geschehen, nicht eigenständig.

Bitte sprechen Sie Ihre individuellen Risiken und Maßnahmen vorab mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

Grundsätzlich ist es wichtig, auch den Impf-Arzt vor Ort über jegliche Vorerkrankungen, Allergien und Medikamenteneinnahmen zu informieren.

Weiterführende Informationen vom Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesregierung und dem Robert-Koch-Institut



Wie funktioniert ein mRNA Impfstoff?

Mit freundlicher Genehmigung der Apotheken-Umschau