Corona-Impfung

Corona-Impfung

Wir informieren über den aktuellen Stand der Corona-Impfungen für Schlaganfall-Betroffene.

Wann kann ich geimpft werden?

Die Reihenfolge der Personen, die zuerst geimpft werden dürfen, ist bisher in drei Gruppen unterteilt.

  • Gruppe 1 (höchste Priorität), u.a. über 80-Jährige, Menschen in Pflegeheimen, Personal von Intensivstationen, Notaufnahmen oder im Rettungsdienst
  • Gruppe 2 (hohe Priorität), u.a. 70-80-Jährige, Menschen mit Demenz, Transplantationspatienten
  • Gruppe 3 (erhöhte Priorität), u.a. 60-70-Jährige, medizinisch vorbelastete Menschen, Menschen in bestimmten Berufen

Schlaganfall-Betroffene über 70 Jahre gehören somit allein aufgrund des Alters den Gruppen 1 oder 2 an, alle anderen – auch junge Betroffene – gehören zu Gruppe 3.

Wie erhalte ich die Impfung?

Menschen, die in Pflegeeinrichtungen leben oder akut in Kliniken behandelt werden, werden vor Ort geimpft. Alle anderen werden in bundesweiten Impfzentren geimpft.

Die Organisation ist abhängig vom jeweiligen Bundesland. Informationen gibt es auf den Internetseiten der Landesregierungen. Eine Impfung zu Hause – zum Beispiel für bettlägerige Patienten – ist derzeit vor allem aufgrund der Transportbedingungen für den Impfstoff (noch) nicht möglich.

Birgt die Impfung besondere Risiken für Schlaganfall-Betroffene?

Schlaganfall-Betroffene haben allein aufgrund des Schlaganfalls kein erhöhtes Risiko für Impf-Nebenwirkungen. Viele Patienten mit Vorhofflimmern oder Schlaganfällen nehmen allerdings Gerinnungshemmer zur Blutverdünnung.

Diese Patienten sollten Folgendes beachten:

  1. Grundsätzlich rät das Expertengremium der Ständigen Impfkommission auch Patienten unter Antikoagulation (Gerinnungshemmer) zur Covid-19-Impfung.
  2. Die Impfung muss intramuskulär, also in den Muskel, verabreicht werden.  Andere Methoden – zum Beispiel unter die Haut oder in die Venen – kommen nicht infrage.
  3. Bei einer intramuskulären Impfung besteht für Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen, eine erhöhte Gefahr von Einblutungen. Deswegen sollte eine sehr feine Injektionskanüle genutzt werden und die Einstichstelle sollte nach der Impfung mindestens zwei Minuten fest komprimiert werden.
  4. Bei den betroffenen Patienten ist eine verlängerte Nachbeobachtungszeit von bis zu 30 Minuten (statt 15 Minuten) nach der Impfung empfohlen.
  5. Es besteht eventuell die Möglichkeit, die Medikamente vor der Impfung abzusetzen. Dies muss unbedingt in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt geschehen, nicht eigenständig.

Bitte sprechen Sie Ihre individuellen Risiken und Maßnahmen vorab mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

Grundsätzlich ist es wichtig, auch den Impf-Arzt vor Ort über jegliche Vorerkrankungen, Allergien und Medikamenteneinnahmen zu informieren.

Weiterführende Informationen vom Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesregierung und dem Robert-Koch-Institut