Epilepsie nach Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall können epileptische Anfälle auftreten - manchmal direkt, manchmal erst Monate später. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Frühanfälle sind meist eine Reaktion auf die akute Hirnschädigung. Spätanfälle sprechen eher für eine dauerhafte erhöhte Anfallsbereitschaft und sollten neurologisch abgeklärt werden.

Auf dieser Seite erfahren Sie, woran Sie epileptische Anfälle nach einem Schlaganfall erkennen, wie sie behandelt werden und was Angehörige im Notfall tun können.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach einem Schlaganfall können epileptische Anfälle auftreten – manchmal sofort, manchmal erst Monate oder Jahre später.
  • Ein einzelner Frühanfall bedeutet nicht automatisch, dass eine Epilepsie besteht.
  • Spätanfälle haben ein hohes Risiko, erneut aufzutreten, und gelten häufig als Hinweis auf eine Post-Stroke-Epilepsie.
  • Nicht jeder epileptische Anfall ist ein Krampfanfall. Manche Anfälle wirken wie kurze Abwesenheit, Verwirrtheit oder fehlende Ansprechbarkeit.
  • Es gibt verschiedene Anfallsformen – nicht alle sind leicht als Epilepsie zu erkennen.
  • Epilepsie lässt sich in den meisten Fällen gut mit Medikamenten behandeln.
  • Angehörige können bei einem Anfall viel helfen wenn sie Ruhe bewahren, die Umgebung sichern und den Anfall beobachten.
  • Dauert ein Anfall länger als fünf Minuten: sofort 112 rufen




Was ist Epilepsie nach einem Schlaganfall?

Nach einem Schlaganfall kann geschädigtes Hirngewebe die elektrische Aktivität der Nervenzellen verändern. Dadurch können epileptische Anfälle entstehen. Dabei geben Nervenzellen im Gehirn plötzlich zu viele Signale gleichzeitig ab. Diese elektrische Überaktivität kann sich auf einzelne Hirnbereiche beschränken oder auf größere Bereiche ausbreiten.

 

Von einer Epilepsie spricht man nicht automatisch nach jedem einzelnen Anfall. Entscheidend ist, ob ein erhöhtes Risiko für weitere Anfälle besteht. Nach einem Schlaganfall ist deshalb besonders wichtig, wann der Anfall auftritt: innerhalb der ersten Woche oder erst später.

 

Woran erkenne ich eine epileptischen Anfall nach Schlaganfall?

Viele Menschen denken bei Epilepsie zuerst an einen Krampfanfall mit Sturz, Bewusstlosigkeit und Zuckungen. Das kann vorkommen – ist aber nur eine mögliche Form. Epileptische Anfälle können sehr unterschiedlich aussehen.

 

Mögliche Anzeichen sind:

  • plötzliche Zuckungen an Armen, Beinen, im Gesicht oder am ganzen Körper
  • Bewusstlosigkeit oder fehlende Ansprechbarkeit
  • ein starrer Blick oder kurze „Abwesenheit“
  • Verwirrtheit, ungewöhnliches Verhalten oder nestelnde Bewegungen
  • Sprachstörungen während oder nach dem Anfall
  • vorübergehende Schwäche oder Lähmung nach dem Anfall
  • ungewöhnliche Wahrnehmungen, zum Beispiel Kribbeln, Gerüche, Sehstörungen oder ein aufsteigendes Unwohlsein

 

Nicht jeder Anfall ist von außen sofort als epileptischer Anfall erkennbar. Gerade nach einem Schlaganfall können kurze Bewusstseinspausen, Verwirrtheit oder vorübergehende Sprachprobleme leicht mit anderen Schlaganfall-Folgen verwechselt werden.

 

Wichtig zu verstehen: Ein einzelner epileptischer Anfall bedeutet nicht automatisch, dass dauerhaft eine Epilepsie besteht. Von Epilepsie spricht man erst dann, wenn sich Anfälle wiederholen oder wenn Untersuchungsergebnisse auf ein erhöhtes Risiko für weitere Anfälle hinweisen.

Anfall oder Schlaganfall?

Manche epileptischen Anfälle können die Symptome eines Schlaganfalls  verursachen, die einem Schlaganfall ähneln – zum Beispiel plötzliche Lähmungen oder Sprachstörungen nach dem Anfall  Diese vorübergehende Schwäche wird als Todd-Parese bezeichnet. Umgekehrt kann ein Schlaganfall selbst einen epileptischen Anfall auslösen. Für Laien ist der Unterschied oft nicht sicher zu erkennen.  
 

Im Zweifel gilt: Bei plötzlich auftretenden Schlaganfall-Symptomen oder Unsicherheit gilt immer Notruf 112 wählen.



Welche Anfallsformen gibt es nach einem Schlaganfall?

Epileptische Anfälle können sehr unterschiedlich verlaufen – je nachdem, welcher Bereich des Gehirns betroffen ist.
 

  • Fokale Anfälle

Fokale Anfälle beginnen in einem bestimmten Bereich des Gehirns und betreffen zunächst nur ein Körperteil, zum Beispiel einen Arm oder das Gesicht. Das Bewusstsein kann dabei erhalten bleiben oder beeinträchtigt sein. Ein fokaler Anfall kann sich auf das ganze Gehirn ausweiten.

 

  • Generalisierte Anfälle

Generalisierte Anfälle betreffen von Beginn an beide Gehirnhälften. Sie gehen meist mit Bewusstlosigkeit einher. Typische Formen sind Muskelkrämpfe am gesamten Körper (tonisch-klonische Anfälle)  

 

  • Anfälle ohne sichtbare Krämpfe - Absence (deutsch: Abwesenheit)

Nicht jeder epileptische Anfall zeigt sich durch Krämpfe. Manche Betroffene starren kurz ins Leere, reagieren nicht, wirken abwesend oder verwirrt. Danach setzen sie eine Tätigkeit manchmal fort, ohne sich an den Anfall zu erinnern.
 

  • Aura

Manche Betroffene bemerken vor einem Anfall ein Warnzeichen, eine sogenannte Aura. Das können ungewöhnliche Wahrnehmungen wie Kribbeln, seltsamen Gerüchen, Sehstörungen oder einem aufsteigenden Unwohlsein sein. Eine Aura ist bereits Teil des epileptischen Geschehens.

 

Was ist der Unterschied zwischen Frühanfall und Spätanfall?

Bei epileptischen Anfällen nach einem Schlaganfall unterscheiden Fachleute  zwischen frühen und späten Anfällen – und dieser Unterschied ist für die Prognose und Behandlung entscheidend:
 

  • Frühanfall innerhalb der ersten Woche
     

Frühanfälle treten innerhalb der ersten sieben Tage nach dem Schlaganfall auf. Sie entstehen meist als direkte Reaktion auf die akute Hirnschädigung.
 

Typisch für Frühanfälle:
 

  • sie treten als direkte Reaktion auf die akute Hirnschädigung auf
  • betrifft etwa 3 bis 6 Prozent der Schlaganfall-Betroffenen
  • das Risiko weiterer Anfälle ist niedriger als bei Spätanfällen
  • sie bedeuten nicht automatisch eine dauerhafte Epilepsie
  • beeinflusst das Rehabilitationsergebnis in der Regel nicht
  • medikamentöse Behandlung ist nicht immer nötig
  • wenn Medikamente eingesetzt werden, geschieht dies häufig zeitlich begrenzt und nach neurologischer Einschätzung
     
  • Spätanfall: nach der ersten Woche nach dem Schlaganfall
     

Spätanfälle treten später auf – also nach der ersten Woche, manchmal erst Monate oder Jahre nach dem Schlaganfall. Sie können entstehen, wenn sich im geschädigten Hirngewebe dauerhafte Veränderungen gebildet haben.
 

Typisch für Spätanfälle:
 

  • kann Monate oder Jahre nach dem Schlaganfall erstmals auftreten 
  • sie haben ein deutlich höheres Risiko, erneut aufzutreten
  • erfordert in der Regel eine langfristige oder lebenslange Therapie

 

Nach einem späten epileptischen Anfall kann bereits die Diagnose einer Epilepsie gestellt werden, wenn das Risiko für weitere Anfälle hoch ist. Das beurteilt die behandelnde Neurologin oder der behandelnde Neurologe anhand der Vorgeschichte, der Untersuchungen und des individuellen Risikos.
 

Wie häufig tritt Epilepsie nach einem Schlaganfall auf?

Ein Schlaganfall gehört bei älteren Menschen zu den häufigsten Ursachen für eine neu auftretende Epilepsie. Mehr als ein Drittel aller neu erkannten Epilepsien in dieser Altersgruppe gehen auf einen vorangegangenen Schlaganfall zurück.
 

Je nach Studie, Schlaganfall-Art und Beobachtungszeitraum entwickeln 5 bis 16 Prozent aller Schlaganfall-Betroffenen mindestens einen epileptischen Anfall. Das Risiko hängt von der Art des Schlaganfalls ab: Bei einem Hirninfarkt liegt es bei etwa 5 Prozent, bei einer Hirnblutung bei etwa 8 Prozent – und steigt mit der Schwere der Schädigung.
 

Besonders gefährdet sind Betroffene mit:

  • einem großen Schlaganfall
  • einer Schädigung der Hirnrinde
  • einer Hirnblutung
  • schweren neurologischen Ausfällen
  • früheren epileptischen Anfällen

 

Wodurch entsteht Epilepsie nach Schlaganfall?

Ein epileptischer Anfall entsteht, wenn Nervenzellen im Gehirn übermäßig aktiv sind und zu viele Signale gleichzeitig abgeben. Man kann sich das wie ein elektrisches “Gewitter im Kopf” vorstellen, das klein beginnt und sich auf das ganze Gehirn ausbreiten kann.
 

Nach einem Schlaganfall sind zwei Mechanismen für die Entstehung von Anfällen verantwortlich:

 

Reizung in der Akutphase: 

Direkt nach dem Schlaganfall ist das Gehirn stark belastet. Abgestorbenes Gewebe reizt die umgebenden Nervenzellen. Diese reagieren mit unkontrollierten Entladungen – dem Frühanfall.
 

Dauerhafte Veränderungen im Hirngewebe: 

Im weiteren Verlauf kann sich an der geschädigten Stelle Narbengewebe bilden. Dieses veränderte Gewebe kann dauerhaft als Ausgangspunkt für elektrische Entladungen dienen und so Spätanfälle auslösen – oft erst Monate oder Jahre nach dem Schlaganfall.
 

 

Manche Faktoren können epileptische Anfälle begünstigen. Dazu gehören zum Beispiel:
 

  • Schlafmangel und Erschöpfung
  • Alkoholkonsum oder Alkoholentzug
  • Flackerndes oder blitzendes Licht (photosensitive Reaktion)
  • Fieber und Infekte
  • Starker emotionaler oder körperlicher Stress
  • Störungen im Salz- und Blutzuckerhaushalt (Elektrolytverschiebungen)
     

Nicht jeder Mensch reagiert auf dieselben Auslöser. Ein Anfallskalender kann helfen, Muster zu erkennen.

 

Kann sich eine Epilepsie nach Schlaganfall zurückbilden?

Das hängt davon ab, um welche Art von Anfall es sich handelt. 

  • Frühanfälle treten in der akuten Phase auf und wiederholen sich oft nicht. Sie bedeuten nicht automatisch, dass dauerhaft eine Epilepsie besteht.
     
  • Spätanfällen wiederholen sich in rund 70 Prozent der Fälle.  Deshalb wird nach einem späten Anfall häufig eine längerfristige Behandlung empfohlen. Ob Medikamente dauerhaft nötig sind, hängt von der individuellen Situation ab – zum Beispiel von der Anfallsfreiheit, den Untersuchungsergebnissen, Begleiterkrankungen und möglichen Nebenwirkungen.
     

Wichtig ist: Medikamente sollten nie eigenmächtig abgesetzt werden. Jede Änderung der Behandlung sollte mit der Neurologin oder dem Neurologen besprochen werden.

 

Gute Nachrichten zur Behandelbarkeit

Epilepsie nach Schlaganfall  lässt sich in vielen Fällen gut behandeln. Häufig gelingt es, die Anfälle mit einem geeigneten Medikament deutlich zu reduzieren oder ganz zu verhindern. Entscheidend ist, dass das Medikament regelmäßig eingenommen wird und mögliche Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Schlaganfall-Medikamenten ärztlich geprüft werden.

Wie wird Epilepsie nach Schlaganfall behandelt?

Die  Behandlung hängt davon ab,  wann der Anfall aufgetreten ist, wie hoch das Risiko für weitere Anfälle ist, wie häufig und schwer die Anfälle auftreten und welche anderen Medikamente der Betroffene bereits einnimmt. Die behandelnde Neurologin oder der behandelnde Neurologe trifft diese Entscheidung gemeinsam mit dem Betroffenen.

 

  • Medikamente

Antiepileptika, auch anfallsunterdrückende Medikamente genannt, sind die häufigste Behandlung. Sie verringern die überschießende elektrische Aktivität im Gehirn. 
Gerade nach einem Schlaganfall ist wichtig, mögliche Wechselwirkungen zu beachten – zum Beispiel mit Blutverdünnern, Blutdruckmedikamenten oder anderen dauerhaft eingenommenen Arzneimitteln.

 

  • Weitere Verfahren

Wenn trotz gut eingestellter Medikamente weiterhin Anfälle auftreten, sollte die Diagnose in einem spezialisierten Epilepsie-Zentrum überprüft werden. Dort kann geprüft werden, ob weitere Verfahren infrage kommen – zum Beispiel eine Vagusnerv-Stimulation oder in seltenen Fällen ein operativer Eingriff.

 

Medikamente nicht eigenmächtig absetzen

Wichtig: Antiepileptika heilen die Epilepsie nicht – sie unterdrücken Anfälle, solange sie regelmäßig eingenommen werden. Setzen Betroffene die Medikamente eigenmächtig ab, riskieren sie neue Anfälle. Jede Änderung der Medikation sollte nur in Rücksprache mit dem Neurologen erfolgen.

 

Was tun, wenn jemand einen epileptischen Anfall bekommt?

Ein epileptischer Anfall sieht bedrohlich aus und er hört von selbst wieder auf. Die Hauptaufgabe von Angehörigen und Ersthelfern ist es, den Betroffenen vor Verletzungen zu schützen.

Erste Hilfe bei einem epileptischen Anfall

  1. Ruhe bewahren: Versuchen Sie nicht, den Anfall zu stoppen. Das ist nicht möglich.
  2. Zeit im Blick behalten: Merken Sie sich, wann der Anfall begonnen hat. Die Dauer ist für die weitere Behandlung wichtig.
  3. Umgebung sichern: Gefährliche Gegenstände aus der Nähe räumen.
  4. Nicht festhalten: Halten Sie Arme oder Beine nicht fest. Das kann zu Verletzungen führen.
  5. Kopf schützen: Eine Jacke, ein Kissen oder die eigene Hand als Unterlage unter den Kopf legen, um Verletzungen zu vermeiden.
  6. Nach dem Anfall: stabile Seitenlage: Wenn der Betroffene bewusstlos bleibt oder schläft: in die stabile Seitenlage bringen. Achten SIe auf die Atmung.
  7. Nichts in den Mund stecken: Geben Sie keine Gegenstände, Flüssigkeiten oder Medikamente in den Mund, solange die Person nicht bei Bewusstsein ist.
  8. Dabeibleiben: Nach dem Anfall Sicherheit geben, bis die Person wieder orientiert ist. Viele Betroffene sind danach erschöpft, verwirrt oder ängstlich.
  9. Anfall dokumentieren: Wenn möglich: Beginn, Dauer und Verlauf des Anfalls notieren. Das hilft dem Arzt bei der Diagnose und Behandlung.

Wann sofort den Notruf 112 rufen?

Sofort Notruf 112 wählen, wenn: 

  • der Anfall länger als 5 Minuten dauert
  • mehrere Anfälle kurz hintereinander auftreten
  • die Person sich verletzt hat
  • Atemprobleme auftreten
  • die Person nach dem Anfall nicht wieder zu sich kommt
  • es der erste bekannte Anfall ist.
     

Lieber einmal zu früh den Notruf wählen als einen Notfall zu übersehen.

 

Kann eine Epilepsie nach Schlaganfall weitere Folgen haben?

Bei schweren Anfällen besteht das Risiko von Verletzungen durch Stürze. Betroffene können sich beim Fallen stoßen oder – in seltenen Fällen – auf die Zunge beißen. Deshalb ist es wichtig, nach dem Anfall auf mögliche Verletzungen zu achten.
 

Nach einem Anfall kann es einige Zeit dauern, bis der Betroffene wieder vollständig „zu sich findet". Manche Menschen fühlen sich stunden- oder tagelang erschöpft. Dieser Zustand ist normal und vorübergehend.
Zwischen den Anfällen zeigen sich in der Regel keine gesundheitlichen Auswirkungen. Bei häufigen und schweren Anfällen über viele Jahre können sich jedoch nicht sichtbare Einschränkungen entwickeln - Betroffene können vergesslicher oder unkonzentrierter werden.

 

Was bedeutet Epilepsie für Alltag, Beruf und Autofahren?

Eine Epilepsie-Diagnose kann praktische Konsequenzen haben: Wer Anfälle hat, darf in der Regel nicht Auto fahren.
 

Auch bestimmte Tätigkeiten können gefährlich sein, wenn dabei ein Anfall auftreten könnte. zum Beispiel Arbeiten auf Leitern, an Maschinen, im Wasser oder mit Verantwortung für andere Menschen.
 

Der behandelnde Neurologe berät zu den konkreten Einschränkungen im individuellen Fall. Auch die Deutsche Epilepsievereinigung bietet zudem umfangreiche Beratung zu Alltags- und Rechtsfragen an.

 

Was hilft Betroffenen im Alltag?

  • Führen Sie einen Anfallskalender – er hilft Häufigkeit, Auslöser und Verlauf der Anfälle zu erkennen. Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig ein.
  • Setzen Sie Medikamente nie eigenmächtig ab.
  • Meiden Sie bekannte Auslöser wie Schlafmangel, Alkohol oder starken Stress.
  • Informieren Sie vertraute Menschen über Ihre Epilepsie und die richtigen Erste-Hilfe-Schritte.
  • Tragen Sie einen Notfallausweis mit sich, auf dem Ihre Erkrankung vermerkt sind.
  • Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob ein Notfallmedikament sinnvoll ist.
  • Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt über Einschränkungen – zum Beispiel beim Autofahren.
  • Suchen Sie den Kontakt zu Selbsthilfegruppen für den Austausch mit anderen Betroffenen.

 

Was hilft Angehörigen?

  • Lernen Sie die Erste-Hilfe-Schritte bei einem epileptischen Anfall auswendig.
  • Kennen Sie die Anfallsmuster des Betroffenen – wann muss der Notarzt gerufen werden?
  • Fragen Sie nach einem Notfallausweis und ob ein Notfallmedikament verordnet ist.
  • Ermutigen Sie den Betroffenen zu regelmäßiger Medikamenteneinnahme.
  • Vermeiden Sie übermäßige Fürsorge – fördern Sie Selbstständigkeit, wo es möglich ist
  • Kümmern Sie sich auch um sich selbst – die Begleitung kann belastend sein

 



Häufige Fragen zur Epilepsie nach Schlaganfall



Wo finde ich Unterstützung und Beratung?

Die Deutsche Epilepsievereinigung bietet umfangreiche Beratung, Informationen und Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige. Auch die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und spezialisierte Epilepsie-Zentren stehen als Anlaufstellen zur Verfügung.

 



Quellen