Stroke OWL

Ein Modell für ganz Deutschland

Das Projekt "STROKE OWL" soll zeigen: Die Betreuung von Schlaganfall-Patienten durch professionelle Lotsen erhöht die Lebensqualität der betroffenen Patienten.

STROKE OWL - Über das Projekt

Mit dem Projekt STROKE OWL will die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bis 2020 in ihrer Heimatregion Ostwestfalen-Lippe den Beweis antreten, dass die Betreuung von Schlaganfall-Patienten durch professionelle Lotsen die Lebensqualität der betroffenen Patienten erhöht. Darüber hinaus ist es Ziel des Projekts, mit der Lotsenbetreuung das Risiko eines weiteren Schlaganfalls deutlich zu verringern. STROKE OWL ist damit ein Meilenstein in der deutschen Gesundheitspolitik. Gefördert wird das groß angelegte Projekt aus dem Innovationsfonds des Bundes. 

Projekt-Website

Warum ist das Thema so relevant?

Ein Schlaganfall verändert das Leben der Betroffenen von einer Sekunde auf die andere. Die Auswirkungen können vielfältig sein. Eine halbseitige Lähmung, Sprachschwierigkeiten, aber auch Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme gehören zu den häufigsten Folgen.
„Die Akut-Versorgung von Schlaganfällen funktioniert in Deutschland hervorragend. Doch die Situation nach dem Klinik-Aufenthalt überfordert häufig die Betroffenen und deren Angehörige“, sagt Dr. Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Schlaganfall- Hilfe.

„Nach einem Schlaganfall gibt es sehr viel zu erledigen und es tauchen ständig neue Fragen auf“, weiß auch Projektleiter Dr. Georg Galle. 

Die Schlaganfall-Lotsen sind für Betroffene und Angehörige da

Die Stiftung nimmt bis zu 2.000 schlaganfallbetroffene Patienten in ihr Projekt „STROKE OWL – Schlaganfall-Lotsen für Ostwestfalen-Lippe“ auf. Die Patienten aus Ostwestfalen- Lippe sollen jeweils ein Jahr lang von insgesamt 17 professionellen Schlaganfall-Lotsen begleitet werden.

Sie beraten die Betroffenen und Angehörigen und unterstützen bei der Kommunikation mit Ärzten und Krankenkassen. Ziel des Projekts STROKE OWL ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und das Risiko auf einen weiteren Schlaganfall zu minimieren.

Leider kann nicht jeder Patient in das Projekt aufgenommen werden

Um den Erfolg nachweisen zu können, wird das Projekt wissenschaftlich begleitet. Deswegen gelten für die Auswahl der teilnehmenden Patienten einheitliche, festgelegte Richtlinien. „In Ostwestfalen-Lippe gibt es etwa 6000 Schlaganfälle pro Jahr. Das heißt, dass wir leider nicht jeden Schlaganfall-Betroffenen aufnehmen können. Wer infrage kommt, wird direkt in der Stroke Unit angesprochen, ob er teilnehmen möchte“, sagt Galle. Der Projektleiter betont: „Mit dem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag, die Erfolge einer intensiven Patienten-Begleitung nachzuweisen. Langfristig wünschen wir uns, dass jeder Schlaganfall- Betroffene einen Lotsen zur Seite gestellt bekommt.“

Avatar

Kontakt zu Georg Galle

Avatar

Kontakt zu Anja Kottmann