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Projektinformationen

STROKE OWL

Unter dem Projektnamen STROKE OWL will die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bis 2020 in ihrer Heimatregion Ostwestfalen-Lippe den Beweis antreten, dass die Betreuung von Schlaganfall-Patienten durch Schlaganfall-Lotsen in der Nachsorge die Lebensqualität der betroffenen Patienten erhöht. Darüber hinaus ist es Ziel des Projekts, mit der Lotsenbetreuung die Gefahr der Wiederholung eines Schlaganfalls deutlich zu senken. STROKE OWL ist damit ein Meilenstein in der deutschen Gesundheitspolitik. Gefördert wird das großangelegte Projekt aus dem Innovationsfonds der Bundes.

Unter dem Projektnamen STROKE OWL will die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bis 2020 in ihrer Heimatregion Ostwestfalen-Lippe den Beweis antreten, dass ein Case-Management-System mit Schlaganfall-Lotsen nicht nur die Lebensqualität der betreuten Patienten erhöht, sondern sich auch präventiv die Zahl der Rezidive reduzieren lässt.
Diese Sekundärprävention soll sich darüber hinaus auch gesundheitsökonomisch positiv auswirken.

 

Der Projekttitel STROKE OWL bedeutet: Sektorenübergreifend organisiertes Versorgungsmanagement komplexer chronischer Erkrankungen am Beispiel Schlaganfall durch Schlaganfall-Lotsen in der Pilotregion Ostwestfalen-Lippe (kurz: STROKE steht aber auch für die engl. Bedeutung „Schlaganfall")

So arbeiten Schlaganfall-Lotsen

  • Der Schlaganfall-Lotse nimmt den Patienten bereits auf der Stroke Unit (Schlaganfall-Station) unter Berücksichtigung bestimmter Bedingungen in sein Betreuungsprogramm auf. Er besucht ihn anschließend in der Reha-Klinik und zu Hause.
  • Schlaganfall-Lotsen haben Erfahrung in der Behandlung von Schlaganfall-Patienten. Sie haben einen pflegerischen oder therapeutischen Hintergrund und im Idealfall eine Case Management Weiterbildung absolviert. Case Management (Fall-Begleitung) ist eine im Sozial- und Gesundheitswesen anerkannte Methodik, die zum Einsatz kommt, wenn komplexe Versorgungspläne mit vielen Dienstleistern zu organisieren sind.
  • Der Lotse informiert und berät den Patienten und seine Angehörigen. Er dokumentiert die Behandlungen und koordiniert die Maßnahmen, unterstützt bei der Beantragung von Hilfsmitteln, der Suche nach einem Pflegedienst oder bei notwendigen Umbaumaßnahmen zu Hause. Er achtet auf die Therapietreue der Patienten, auf die Kontrolle von Risikofaktoren und motiviert sie zur Änderung ihres Lebensstils (z.B. durch ein Raucherentwöhnungsprogramm).
  • Der Lotse betreut den Patienten ein Jahr lang. Er ersetzt keinen Hausarzt, sondern ist eine optimale Unterstützung und Ergänzung zum Hausarzt.
     

Antragsteller und Projektleitung

 

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Schulstraße 22
33330 Gütersloh

Dr. Georg Galle
E-Mail: stroke.owl@schlaganfall-hilfe.de
 

Projektstart, Laufzeit und Finanzierung

 

Den offiziellen „Startschuss" für STROKE OWL gab Ingrid Fischbach, Patientenbeauftragte der Bundesregierung und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, in ihrer Keynote zur 4. Lotsentagung Schlaganfall am 5. Oktober 2017 in Gütersloh, gemeinsam mit Dr. Brigitte Mohn (Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe) und Dr. Michael Brinkmeier (Vorstandsvorsitzender). Die ersten Patienten werden voraussichtlich im Frühjahr 2018 in das Projekt aufgenommen.

Die Projektlaufzeit ist vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2020. Die wissenschaftliche Evaluation erfolgt laufend sowie abschließend nach diesem Zeitraum.

Das Projekt wird mit 7,1 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Bundes gefördert.
 

Schlaganfall-Patienten in OWL

  • ca.6.000 bis 7.000 Schlaganfälle ereignen sich jährlich in OWL
  • rund 2.000 Patientinnen und Patienten werden in den kommenden drei Jahren in das Lotsen-Programm eingeschlossen
     

Personalbedarf für das Projekt

Voraussichtlich wird es 14 hauptamtliche Schlaganfall-Lotsen geben. 2 pro Kreis betreuen jeweils 70 bis 80 Patienten. Voraussichtlich sind 9 Mitarbeiter im Projektmanagement sowie zwei „Study Nurses" (wissenschaftliche Mitarbeiter für die Evaluation) tätig.
 

Wissenschaftliche Evaluation

Die Universität Bielefeld wertet Gesundheitsdaten, Lebensqualität und Selbständigkeit der Patienten zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus und vergleicht die Werte mit einer gematchten Vergleichsgruppe aus Krankenkassen-Daten. Erwartet wird, dass die lotsenbetreuten Patienten bessere Gesundheitsdaten aufweisen und vor allem deutlich weniger wiederholte Schlaganfälle erleiden.
 

Warum braucht Deutschland Schlaganfall-Lotsen?

Der Schlaganfall ist mit 270.000 Betroffenen jährlich eine der großen Volkskrankheiten in Deutschland. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die Zahl weiter steigen. Der Schlaganfall ist auch der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Fast zwei Drittel der Überlebenden sind dauerhaft auf Unterstützung, Therapie, Hilfsmittel oder Pflege angewiesen. So stellt sich die Versorgungssituation von Schlaganfall-Patienten in Deutschland dar:

Notfallversorgung
...ein hervorragend strukturiertes und organisiertes Rettungswesen, schnell und zuverlässig wie in kaum einem anderen Land.

Akutversorgung
...auf einem hohen Qualitätsniveau. Über 300 zertifizierte Stroke Units (Schlaganfall-Spezialstationen) und telemedizinische Netzwerke für ländliche Gebiete sorgen für eine fast flächendeckend hervorragende Versorgung. Probleme gibt es an den Schnittstellen zur Rehabilitation und Nachsorge.

Rehabilitation
...kann ebenfalls fast ausschließlich auf evidenzbasierte, wissenschaftlich fundierte Therapiekonzepte setzen, diese bedeuten für Betroffene eine hervorragende Vorbereitung auf die Rückkehr in den Alltag. Probleme gibt es an den Schnittstellen zur Nachsorge.

Nachsorge
...hier besteht nach wie vor viel Potenzial für Verbesserungen und neue Versorgungskonzepte.

  • Lange Therapie-Pausen nach der Klinik sorgen dafür, dass erste Erfolge wieder verlorengehen – schlimm für den Patienten, extrem teuer für das System. (1)
  • Die weitere Rehabilitation der Patienten ist abhängig vom sozialen Status und den familiären Verhältnissen. Ein großer Teil der Patienten ist mit der selbständigen Organisation der weiteren Behandlung überfordert. (2)
  • Eine große WHO-Studie hat gezeigt, dass sich nach kurzer Zeit nur noch 50 Prozent der chronisch kranken Patienten therapietreu verhalten. Insbesondere Schlaganfall-Patienten brauchen Anleitung, Beratung und Motivation, sonst ist die Gefahr für einen zweiten, oft deutlich schwereren Schlaganfall sehr groß. (3)
  • Rund ein Drittel der Patienten, so schätzen Ärzte und Psychologen, entwickelt nach dem Schlaganfall eine depressive Erkrankung. Häufig wird sie nicht erkannt und behandelt. (4)

Quellen:

(1) Online-Umfrage 2013 der Schlaganfall-Hilfe: Mehr als ein Drittel der Patienten hatte 14 Tage nach Entlassung aus der stationären Reha noch keine Verordnung für weitere Therapien

(2) „Luxemburg-Studie" 2015: viele Schlaganfall-Patienten sind in der Nachsorge orientierungslos und zeigen depressive Tendenzen; eindeutiger Zusammenhang mit dem Bildungs- und Einkommensniveau; http://orbilu.uni.lu/handle/10993/19752

(3) ADHERENCE TO LONG-TERM THERAPIES - Evidence for action (WHO, 2003); http://www.who.int/chp/knowledge/publications/adherence_full_report.pdf

(4) Die Inzidenz von 1/3 aller Schlaganfall-Patienten mit einer Post Stroke Depression wird in der wissenschaftlichen Literatur am häufigsten genannt. Praktiker gehen davon aus, dass die PSD mindestens 1/3 der Patienten trifft.
 

Das können Schlaganfall-Lotsen erreichen

  • Therapietreue erhöhen und dadurch das Rehabilitationsergebnis und die Lebensqualität des Patienten nachhaltig verbessern
  • Pflege verhindern oder Pflegeaufwände verringern
  • einen längeren Verbleib in der eigenen Wohnung ermöglichen
  • einen wiederholten Schlaganfall verhindern durch wesentliche Unterstützung in der Sekundärprävention

 

Ansprechpartner

Ansprechpartner

 

Leitung Projekt
Dr. Georg Galle
E-Mail: stroke.owl@schlaganfall-hilfe.de


Kommunikation und Marketing
Anja Kottmann
E-Mail: stroke.owl@schlaganfall-hilfe.de

Leitung Projekt:
Dr. Georg Galle, Email: stroke.owl@schlaganfall-hilfe.de

STROKE OWL
Kommunikation und Marketing:
Anja Kottmann; Email: stroke.owl@schlaganfall-hilfe.de

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Konsortial- und Projektpartner

STROKE OWL

Im Projekt STROKE OWL wird die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe als Konsortialführer von verschiedene Partnern unterstützt.

Im Projekt STROKE OWL wird die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe als Konsortialführer von verschiedene Partnern unterstützt.

 

Konsortialpartner

  • Universität Bielefeld (Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie)
  Universität Bielefeld
     
  • TK
  Techniker Krankenkasse
     
  • IKK classic
  IKK classic
     
  • OFFIS - Institut für Informatik
  OFFIS Institut für Informatik
     
  • IHP Innovation Health Partners
  IHP Innovation Health Partners

 



Weitere Projektpartner

  • Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe
  • Verschiedene Ärztenetze in OWL
  • AOK Nordwest
  • Barmer
  • DAK
  • Arbeitsgemeinschaft der Betriebskrankenkassen in Ostwestfalen-Lippe (BKK OWL)

 

Kliniken, die sich beteiligen

  • Voraussichtlich alle Akutkliniken in OWL mit einer zertifizierten Stroke Unit sowie voraussichtlich alle neurologischen Rehabilitationskliniken in OWL werden sich beteiligen.

 


Wissenschaftliche Evaluation
Die Universität Bielefeld wertet mit dem Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie (Prof. Dr. Greiner) nach einem hoch wissenschaftlichem Analyseverfahren die Gesundheitsdaten, Lebensqualität und Selbständigkeit der Patienten zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus und vergleicht die Werte mit einer gematchten Vergleichsgruppe aus Krankenkassen-Daten. Erwartet wird, dass die lotsenbetreuten Patienten bessere Gesundheitsdaten aufweisen und vor allem deutlich weniger wiederholte Schlaganfälle erleiden.

 

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Patienten und Angehörige

Stroke OWL

Im Frühjahr 2018 werden voraussichtlich die ersten Patienten in das Projekt STROKE OWL aufgenommen.

Hier finden demnächst Schlaganfall-Patienten, die auf den Stroke Units in Ostwestfalen-Lippe von einem unserer Lotsen kontaktiert worden sind, wichtige Informationen zu dem Projekt STROKE OWL.

Im Frühjahr 2018 werden voraussichtlich die ersten Patienten in das Projekt STROKE OWL aufgenommen.

Hier finden demnächst Schlaganfall-Patienten, die auf den Stroke Units in Ostwestfalen-Lippe von einem unserer Lotsen kontaktiert worden sind, wichtige Informationen zu dem Projekt STROKE OWL.

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Aktuelles

Stroke OWL

Hier finden Sie aktuelle Berichte über den Stand des Projektes.

Hier finden Sie aktuelle Berichte über den Stand des Projektes.

 

 

Schlaganfall - erkennen, handeln, vorbeugen

Gesundheitstag in Beverungen

Zahlreiche Bürger haben sich am 17.03.2018 im Gesundheitszentrum Beverungen über das Thema "Schlaganfall" informiert.
Download kompletter Bericht ()

 

Wichtiger Meilenstein im Lotsen-Projekt STROKE OWL erreicht

Ethikkommission der Universität Bielefeld gibt grünes Licht

Seit Anfang Februar 2018 liegt die Stellungnahme der Ethik-Kommission der Universität Bielefeld zu dem Projektantrag der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe vor.
Download kompletter Bericht ()

 

Mobil für die Patienten im Einsatz

Schlaganfall-Lotsen mit Dienst-PKWs ausgestattet

Am 14. Februar 2018 wurden in Gütersloh den ersten Schlaganfall-Lotsen ihre Dienstwagen übergeben. Damit werden sie im Projekt STROKE OWL für ihre vielfältigen Netzwerk- und Unterstützungsarbeiten zum Wohle zahlreicher Schlaganfall-Patienten unterwegs sein.
Download kompletter Bericht ()

 

Startschuss für Schulung der Schlaganfall-Lotsen

Schlaganfall-Lotsen für Ostwestfalen-Lippe – bald auch bundesweit?

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Gütersloh, leitet gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus dem Gesundheitswesen ein einzigartiges Schlaganfall-Versorgungsprojekt in ihrer Heimatregion Ostwestfalen-Lippe. Bis Herbst 2020 sollen 2.000 Schlaganfall-Patienten durch qualifizierte Schlaganfall-Lotsen betreut werden.
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Presseschau

Stroke OWL

Das Projekt hat in Ostwestfalen-Lippe aber auch überregional bereits große Resonanz gefunden.

Das Projekt hat in Ostwestfalen-Lippe aber auch überregional bereits große Resonanz gefunden. Die Informationen stehen Ihnen als PDF () zur Verfügung.

 

17.4.2018 - Neue Westfälische:    "Vielen Betroffenen geholfen"
     
6.10.2017 - Die Glocke:    "Lotsen-Projekt geht offiziell an den Start"
     
6.10.2017 - Westfalenblatt:   "Schlaganfall: Lotsen helfen"
     
22.9.2017 - Neue Westfälische:   "Schlaganfall-Stiftung startet Mammut-Projekt"
     
20.4.2017 - Neue Westfälische:   "Höchstes medizinisches Niveau"
     
20.4.2017 - Westfalenblatt:   "Schnelle Hilfe bei Schlaganfall"