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Rekordverdächtiges Engagement

 

Das mittelfränkische Städtchen Ansbach macht dem Rest der Republik vor, wie man mit geringen Mitteln die Schlaganfall-Versorgung verbessert. Seit Ende November gibt es dort 64 ausgebildete, ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer.

 

Das mittelfränkische Städtchen Ansbach macht dem Rest der Republik vor, wie man mit geringen Mitteln die Schlaganfall-Versorgung verbessert. Seit Ende November gibt es dort 64 ausgebildete, ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer.

Entwickelt von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, durchgeführt vom Bayerischen Roten Kreuz und finanziert vom Rotary Club Ansbach wurden die Schulungen eine große Erfolgsgeschichte. Dr. Udo Feldheim, niedergelassener Neurologe und ehemaliger Präsident der Ansbacher Rotarier, hatte von dem Projekt der Schlaganfall-Hilfe gehört und den Stein ins Rollen gebracht. Damit habe er eine „Revolution" im Landkreis ausgelöst, sagte die stellvertretende Oberbürgermeisterin Elke Homm-Vogel bei der Übergabe der Zertifikate.

Es war die mittlerweile 4. Schulung in Ansbach, aus der nun 14 neue Schlaganfall-Helfer hervorgingen. Damit ist Ansbach gewissermaßen die „Hauptstadt" der Schlaganfall-Helfer. Die Ehrenamtlichen möchten Schlaganfall-Betroffene im Alltag unterstützen und Angehörige entlasten. Entwickelt wurde die Idee von der Schlaganfall-Hilfe, die nun regionale Partner in ganz Deutschland für die Einführung von Schlaganfall-Helfern sucht. Bisher gibt es Helfer in fünf Bundesländern, erste Kommunen haben bereits eine zweite Schulung durchgeführt. Mit vier Schulungen allerdings zeigen die Ansbacher ein einmaliges, rekordverdächtiges Engagement.

Darüber freute sich besonders Initiator Dr. Udo Feldheim, der als Neurologe den großen Bedarf in der Nachsorge sieht. Ansbach ist flächenmäßig der größte Landkreis Bayerns. Das Ehrenamt, so der stellvertretende Landrat Stefan Horndasch, spiele hier eine besondere Rolle. Für den Bereich des Schlaganfalles sei jetzt eine Lücke geschlossen worden. Elmar Stegmeier von der Schlaganfall-Hilfe ließ durchblicken, dass es darüber hinaus bereits Interessenten außerhalb der Landkreisgrenzen für weitere Projekte gebe.

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Zehn neue Schlaganfall-Helfer

 

Jetzt gibt es auch im Nordkreis Gütersloh ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer. Steinhagens Bürgermeister Klaus Besser überreichte die Zertifikate.

 

Jetzt gibt es auch im Nordkreis Gütersloh ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer. Steinhagens Bürgermeister Klaus Besser überreichte die Zertifikate.

Jährlich sind im Kreis Gütersloh rund 1.000 Menschen von einem Schlaganfall betroffen. Über 60 Prozent der Betroffenen brauchen dauerhaft Unterstützung. Viele sind ohne Hilfe von außen überfordert. Pflegende Angehörige opfern sich häufig bis zur Erschöpfung auf.

Neun Frauen und ein Mann absolvierten jetzt erfolgreich vier Wochenend-Schulungen zum ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer. Die Diakonie im Kirchenkreis Halle e.V. und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hatten das Programm angeboten. Cornelia Woge, Pflegedienstleitung in der Diakoniestation Steinhagen, wird die Betreuung und die Einsätze der Schlaganfall-Helfer koordinieren.

Bundesweit sind mittlerweile rund 250 ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer im Einsatz. Immer mehr regionale Träger interessieren sich für das Modell der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und bieten in Kooperation mit der Stiftung Schulungen an.

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Schlaganfall-Helfer: Projekte in Deutschland

 

Eine Übersicht aktueller Projekte und Ansprechpartner in den Regionen finden Sie an dieser Stelle.

 

Eine Übersicht aktueller Projekte und Ansprechpartner in den Regionen finden Sie an dieser Stelle.

Die Karte mit den Schlaganfall-Helfern vor Ort () können Sie sich hier herunterladen.

 

Nordrhein-Westfalen

  • Essen:

Ansprechpartner/in:
Landesverband der Aphasiker NRW e. V.
Schlaganfallbüro Ruhr
Christiane Mais
Laarmannstr. 21
45359 Essen

Telefon: 0201 6099-422
Telefax: 0201 6099-424
E-Mail: aphasie@versanet.de
 

  • Gütersloh:

Ansprechpartner/in:
Diakonie Gütersloh e. V.
Christine Dröge
Fachberatung für Senioren- und Ehrenamtsarbeit
Carl-Bertelsmann-Str. 105 – 107
33332 Gütersloh

Telefon: 05241 9867-3520
Telefax: 05241 9867-7520
E-Mail: christine.droege@diakonie-guetersloh.de
 

  • Oberbergischer Kreis:

Ansprechpartner/in:
OASe - Offene Arbeit für Senioren
der Stadt Wiehl
Elke Bergmann
Homburger Str. 7
51674 Wiehl

Telefon: 02262 797123
Telefax: 02262 797121
E-Mail: oase@wiehl.de

 

Berlin

Ansprechpartner/in:
Geschäftsstelle der Berliner Schlaganfall-Allianz e. V.
c/o Centrum für Schlaganfallforschung Berlin (CSB)
Anne Kathrin Pawelzik, M. A.
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Charité Universitätsmedizin

Telefon: 030 450560648
Telefax: 030 450560952
E-Mail:  info@schlaganfall-allianz.de

 

Bayern

  • Ansbach:

Ansprechpartner/in:
Bayerisches Rotes Kreuz
Kreisverband Ansbach
Ferdinand Czermack
Henry-Dunant-Str. 10
91522 Ansbach

Telefon: 0981 46115-0
Telefax: 0981 46115-20
E-Mail: info@kvansbach.brk.de

 

Schleswig-Holstein

  • Kiel:

Ansprechpartner/in:
Schlaganfall-Ring
Schleswig-Holstein e.V.
Jürgen Langemeyer
Dahlmannstr. 1
24103 Kiel

Telefon: 04106 652429
E-Mail: langemeyer@schlaganfall-sh.de

 

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Erste Schlaganfall-Helfer in Schleswig-Holstein

Ehrenamtliche Unterstützer

Was als Modellprojekt vor drei Jahren in Nordrhein-Westfalen begann, weitet sich nun aus. Ende September erhielten die ersten 25 ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer in Schleswig-Holstein ihre Zertifikate. Der Schlaganfall-Ring Schleswig-Holstein organisierte die Ausbildung. Partner waren die Ärztekammer und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Letztere unterstützte die Ausbildung auch finanziell.

 

Was als Modellprojekt vor drei Jahren in Nordrhein-Westfalen begann, weitet sich nun aus. Ende September erhielten die ersten 25 ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer in Schleswig-Holstein ihre Zertifikate. Der Schlaganfall-Ring Schleswig-Holstein organisierte die Ausbildung. Partner waren die Ärztekammer und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Letztere unterstützte die Ausbildung auch finanziell.

Nach einem Schlaganfall ist nichts mehr, wie es war. Die Betroffenen werden mit Fragen und Problemen konfrontiert, viele Angehörige sind durch die Betreuung stark belastet. Hier können Schlaganfall-Helfer Unterstützung bieten - durch praktische Hilfen, Gespräche, Entlastung von Angehörigen und Vermittlung weiterer Unterstützungsangebote.

Als Modell-Projekt begann die Idee der ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer 2013 in Nordrhein-Westfalen. Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die Hochschule für Gesundheit Bochum zogen im vergangenen Jahr nach Abschluss ihres Projekts ein positives Fazit. Der Einsatz ehrenamtlicher Schlaganfall-Helfer trug zu einer besseren Lebensqualität von Betroffenen und ihren Angehörigen bei.

Mittlerweile haben weitere Schulungen in Nordrhein-Westfalen stattgefunden, auch im bayerischen Ansbach wurde ein Projekt gestartet. Nach dem zweitägigen Seminar in Bad Segeberg sind nun auch im hohen Norden die ersten ehrenamtlichen Helfer unterwegs. Der Schlaganfall-Ring Schleswig-Holstein richtete sein Angebot nicht nur an engagierte Laien, sondern auch an Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen.

So kamen neben den Laien zahlreiche Medizinische Fachangestellte, Therapeuten, Mitarbeiter aus Pflegeeinrichtungen und einige Ärzte in Bad Segeberg zusammen. Die Profis sind in ihrem Arbeitsalltag immer wieder mit dem hohen Informationsbedarf von Schlaganfall-Patienten konfrontiert.

Aufgrund der großen Nachfrage sucht der Schlaganfall-Ring Schleswig-Holstein aktuell nach weiteren Terminen für Anfang 2017. Interessierte für die kommenden Schulungen können sich auf der Internet-Seite des Rings in eine Warteliste eintragen.

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Bald Schlaganfall-Helfer in Bayern

 

Der Kreis Ansbach in Mittelfranken erhält ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer. Das Bayerische Rote Kreuz und der örtliche Rotary Club sind die Projektpartner der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. Sie hatte das Modell gemeinsam mit der Hochschule für Gesundheit Bochum entwickelt.

 

Der Kreis Ansbach in Mittelfranken erhält ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer. Das Bayerische Rote Kreuz und der örtliche Rotary Club sind die Projektpartner der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. Sie hatte das Modell gemeinsam mit der Hochschule für Gesundheit Bochum entwickelt.

Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer bieten alltagspraktische Hilfen an wie Einkaufen oder eine gemeinsame Freizeitgestaltung (Spiele, Gespräche, Ausflüge). Sie entlasten pflegende Angehörige, die so mehr Zeit zur Erholung und für eigene Aktivitäten haben. Außerdem stehen sie beratend zur Seite und geben Orientierung zu verschiedenen Fragen rund um den Schlaganfall. Ein Modellprojekt in Nordrhein-Westfalen hat gezeigt, dass der Einsatz von Schlaganfall-Helfern zu einer höheren Lebensqualität von Betroffenen beiträgt und pflegende Angehörige besser mit ihrer Belastung umgehen können.

Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe sucht nun in ganz Deutschland regionale Partner, die das Modell vor Ort umsetzen möchten. In Gütersloh und Lünen (beides Nordrhein-Westfalen) haben erste Schulungen stattgefunden. Jetzt wird das Projekt erstmalig auch in Bayern umgesetzt. Auf einer Versammlung in der Ansbacher Karlshalle stellte Stefan Stricker, Projektleiter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, den örtlichen Akteuren das Projekt vor.

An drei Wochenenden werden Interessierte auf ihren Einsatz vorbereitet. Sie erhalten Basiswissen zum Schlaganfall, zu sozialrechtlichen Fragen und zu Grundlagen der Kommunikation. So können sie hilfreiche Tipps geben und Ansprechpartner vermitteln (Pflegeberatung, Selbsthilfe). Die Finanzierung des Projekts sichert der Rotary Club Ansbach. Die Koordination vor Ort übernimmt der Ortsverband Ansbach des Bayerischen Roten Kreuzes.

Für die Schirmherrschaft des Projekts in Ansbach konnten die Rotarier die Bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm sowie die Oberbürgermeisterin der Stadt Ansbach Carda Seidel, gewinnen. Barbara Stamm wird auch zur Übergabe der ersten Ausbildungszertifikate am 19. November erwartet. Die Pläne der Ansbacher Rotarier gehen noch weiter: Zwei weitere Schulungen sollen folgen. Ziel ist es, bis Mitte kommenden Jahres 80 bis 100 ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer für den Kreis Ansbach auszubilden.

Für Interessente bietet das Rote Kreuz Ansbach einen Infoabend an am Montag, 19. September, 19:30 Uhr in seinen Räumen in der Henri-Dunant-Str. 10.

 

Anfragen und Kontakt

E-Mail: info@kvansbach.brk.de
Tel.: 0981  46115-0

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Schulung der Schlaganfall-Helfer NRW

 

Voller Stolz nahmen zehn Schlaganfall-Helfer aus NRW ihre Zertifikate entgegen. Von nun an bieten sie für Schlaganfall-Betroffene und deren Angehörige ihre Unterstützung an.

 

Voller Stolz nahmen Ende Juni zehn Schlaganfall-Helfer aus NRW ihre Zertifikate entgegen. Von nun an bieten sie für Schlaganfallbetroffene und deren Angehörige ihre Unterstützung an.

An drei Wochenenden - insgesamt 45 Wochenstunden - wurden die angehenden Schlaganfall-Helfer in Lünen zu den Themen „Akutphase Schlaganfall", „Grundlagen von Rehabilitation und Therapie", „Kommunikation im Umgang mit Betroffenen" sowie „Sozialrecht" unterrichtet. Die Schulungen fanden in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Aphasiker NRW, dem Landesverband Schlaganfall NRW und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe statt.

Als Schlaganfall-Helfer werden die Zertifikatträger sich von nun an in verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens um die Belange von Schlaganfall-Betroffenen und deren Angehörigen kümmern. Sie sind Ansprechpartner für zum Beispiel persönliche Probleme aber auch sozialrechtliche Fragen.

Das Konzept zur Schulung ehrenamtlicher Schlaganfall-Helfer ist in einem Modellprojekt entwickelt worden, das die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in Kooperation mit der Hochschule für Gesundheit in Bochum durchgeführt hat.

Kontakt zu einem Schlaganfall-Helfer sowie weitere Informationen zum Projekt gibt es bei Stefan Stricker (Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe): 05241 977049.

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Gütersloher Schlaganfall-Helfer sind ausgebildet

Zertifizierte Unterstützer

13 ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer bieten im Kreis Gütersloh von nun an ihre Unterstützung an. In fünf Ausbildungsblöcken wurden die Ehrenämtler geschult und auf die praktische Arbeit vorbereitet. In der Diakonie Gütersloh erhielten sie jetzt ihre Zertifikate.

13 ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer bieten im Kreis Gütersloh von nun an ihre Unterstützung an. In fünf Ausbildungsblöcken wurden die Ehrenämtler geschult und auf die praktische Arbeit vorbereitet. In der Diakonie Gütersloh erhielten sie jetzt ihre Zertifikate.

Christine Dröge von der Diakonie Gütersloh zeigte sich bei der Zertifikatübergabe an die 13 Schlaganfall-Helfer beeindruckt: „Wir hatten zu Beginn der Schulung nicht damit gerechnet, dass so viele Menschen teilnehmen." Für die Ausbildung zum Schlaganfall-Helfer hatten die Ehrenamtlichen verschiedenste Beweggründe: einige von ihnen sind selbst betroffen oder haben einen Schlaganfall im Angehörigenkreis erlebt. Eins aber verbindet alle: sie haben den Wunsch, zu verändern und möchten helfen, Versorgungslücken zu schließen. Auch nach Abschluss der Ausbildung wird ein Austausch unter den Schlaganfall-Helfern stattfinden, um von den Erfahrungen des jeweils anderen zu lernen.

Das Konzept zur Schulung ehrenamtlicher Schlaganfall-Helfer ist in einem Modellprojekt entwickelt worden, das die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in Kooperation mit der Hochschule für Gesundheit in Bochum durchgeführt hat. Nach Beendigung dieses Modellprojektes arbeitet die Stiftung nun in Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Partnern daran, in vielen weiteren Kommunen Schlaganfall-Helfer zu etablieren. Im Kreis Gütersloh wird das Projekt mit der Diakonie Gütersloh durchgeführt. Stefan Stricker von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hob bei der Zertifikatübergabe die Vorreiterrolle der Gütersloher Schlaganfall-Helfer hervor: „ Sie sind Teil des ersten Kurses, der die Schlaganfall-Helfer-Ausbildung abgeschlossen hat. Ihre Erfahrungen fließen in das Gesamtkonzept mit ein." Ende Juni schließen weitere Schlaganfall-Helfer in Lünen ihre Ausbildung ab.

In den Schulungen lernen die angehenden Helfer Grundlagen zu medizinischen Aspekten des Schlaganfalls, Sozialrecht und Gesprächsführung. In Gütersloh stehen nun zertifizierte Schlaganfall-Helfer bereit, Betroffene und deren Angehörige im Alltag zu entlasten, bei der Freizeitgestaltung zu unterstützen und praktische Hilfen zu vermitteln.

Kontakt zu einem Schlaganfall-Helfer im Kreis Gütersloh

Frau Christine Dröge (Diakonie Gütersloh): 05241 98673520.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es bei Stefan Stricker (Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe): 05241 977049.

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Schlaganfall-Helfer drücken die Schulbank

 

13 engagierte Menschen haben in Gütersloh die Ausbildung zu ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfern aufgenommen. Jetzt absolvierten sie den dritten von fünf Schulungsblocks.

 

13 engagierte Menschen haben in Gütersloh die Ausbildung zu ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfern aufgenommen.Jetzt absolvierten sie den dritten von fünf Schulungsblocks. Im Juni werden sie ihre Zertifikate erhalten und mit der praktischen Arbeit beginnen.

Entwickelt wurde das Projekt durch die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in Kooperation mit der Hochschule für Gesundheit in Bochum. Koordiniert wird es im Kreis Gütersloh künftig durch die Diakonie Gütersloh. Die angehenden Schlaganfall-Helfer sollen Schlaganfall-Betroffene und deren Angehörige im Alltag entlasten, bei der Freizeitgestaltung unterstützen und praktische Hilfen vermitteln. Als Rüstzeug erhalten sie dafür Grundlagenschulungen zu medizinischen Aspekten des Schlaganfalls, zum Sozialrecht und in Gesprächsführung.

Im Kreis Gütersloh sind jährlich rund 1.100 Menschen von einem Schlaganfall betroffen. Verschiedene Initiativen in der Nachsorge sollen ihre Versorgung verbessern. Einige Patienten werden durch die Gütersloher Schlaganfall-Lotsin betreut, deren Arbeit künftig durch die ehrenamtlichen Helfer ergänzt wird. Zudem hat sich jetzt ein Schlaganfall-Netzwerk ambulanter Therapeuten gebildet.

Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer sind ein Modell, das die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe gerne in vielen Kommunen etablieren möchte. Am 23./24. April startet in Lünen eine weitere Schulung, bei der noch freie Plätze sind. Interessenten wenden sich an Stefan Stricker, Tel. 05241-9770-49, E-Mail stefan.stricker@schlaganfall-hilfe.de

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Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer für Gütersloh

 

Rund 20 Interessierte besuchten diese Woche den Infoabend für angehende Schlaganfall-Helfer in Gütersloh. Die ersten meldeten sich gleich für die Schulung an. Diakonie Gütersloh und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bilden die Ehrenamtlichen gemeinsam aus.

 

Mit so großem Interesse hatten die Organisatoren gar nicht gerechnet. Rund 20 Interessierte besuchten diese Woche den Infoabend für angehende Schlaganfall-Helfer in Gütersloh. Die ersten meldeten sich gleich für die Schulung an. Diakonie Gütersloh und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bilden die Ehrenamtlichen gemeinsam aus.

Vor drei Wochen hatten Stefan Stricker (Schlaganfall-Hilfe) und Christine Dröge (Diakonie) in der örtlichen Presse das Projekt vorgestellt. Es geht darum, Schlaganfall-Betroffene im Alltag zu unterstützen, ihnen Hilfen und Ansprechpartner zu vermitteln und Angehörige zu entlasten. Dafür erhalten die Ehrenamtlichen eine Basis-Schulung über mehrere Wochenenden verteilt. Vermittelt werden medizinische und sozialrechtliche Grundlagen, Kommunikationstipps sowie eine Übersicht regionaler Hilfeangebote.

Das Modell der ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer wurde in den vergangenen zwei Jahren durch die Schlaganfall-Hilfe und die Hochschule für Gesundheit Bochum gemeinsam erprobt. Die Erfahrungen waren positiv, Betroffene und Angehörige berichteten anschließend von einer Entlastung. Nun will die Stiftung das Modell in Deutschland verbreiten und sucht dazu Organisationen, die es in ihrer Kommune einführen möchten. Die Diakonie macht mit dem Kreis Gütersloh den Anfang. Anfang März beginnen die Schulungen.

Kontakt für weitere Nachfragen: stefan.stricker@schlaganfall-hilfe.de

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Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer gesucht

 

Anette Harnischfeger (links) ist bereits ausgebildete Schlaganfall-Helferin. Ebenso wie die Projektleiter Stefan Stricker und Christine Dröge hofft sie, dass sich viele Interessenten für die Ausbildung melden.

Diakonie Gütersloh e.V. und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe starten im Februar 2016 ein gemeinsames Projekt: sie bilden ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer aus.

 
Anette Harnischfeger (links) ist bereits ausgebildete Schlaganfall-Helferin. Ebenso wie die Projektleiter Stefan Stricker und Christine Dröge hofft sie, dass sich viele Interessenten für die Ausbildung melden.

Diakonie Gütersloh e.V. und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe starten im Februar 2016 ein gemeinsames Projekt: sie bilden ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer aus.

Jährlich sind im Kreis Gütersloh rund 1.100 Menschen von einem Schlaganfall-betroffen. In der Klinik sind sie gut versorgt. Doch nach der Entlassung sind viele von ihnen ohne Hilfe von außen überfordert. Pflegende Angehörige opfern sich häufig bis zur Erschöpfung auf.

Jetzt sollen ihnen Schlaganfall-Helfer Unterstützung bieten. Das können alltagspraktische Hilfen sein wie Einkaufen oder eine gemeinsame Freizeitgestaltung (Spiele, Gespräche, Ausflüge). Pflegende Angehörige werden so entlastet und können diese Zeiten zur Erholung und für eigene Aktivitäten nutzen. Darüber hinaus verfügen Schlaganfall-Helfer über Basiswissen in der Nachsorge. Sie können viele hilfreiche Tipps geben und Ansprechpartner vermitteln (Pflegeberatung, Selbsthilfe).

In einem Modellprojekt mit der Hochschule für Gesundheit Bochum hat die Deutsche Schlaganfall-Hilfe Ausbildung und Einsatz von Schlaganfall-Helfern bereits getestet, mit positivem Ergebnis. Die Befragung der betreuten Familien ergab: der Einsatz ehrenamtlicher Schlaganfall-Helfer trägt zu einer besseren Lebensqualität von Betroffenen und ihrer Angehörigen bei. Angehörige fühlen zwar weiterhin teilweise eine starke Belastung, lernen jedoch, besser damit umzugehen und eigene Bedürfnisse stärker wahrzunehmen. Bei den Betroffenen ist festzustellen, dass ihre emotionale Belastung abnimmt.

Nach erfolgreicher Testphase soll das Modell mit den bestehenden Schulungsmodulen nun ausgeweitet werden. Dafür sucht die Deutsche Schlaganfall-Hilfe deutschlandweit regionale Partner. Träger im Kreis Gütersloh ist die Diakonie Gütersloh e.V. . Diplom-Pädagogin Christine Dröge wird die Ausbildung, Betreuung und späteren Einsätze von Schlaganfall-Helfern koordinieren. An fünf Wochenenden von März bis Juni 2016 werden die Schulungen der Helfer stattfinden. Die Teilnahme ist kostenlos. Finanziert wird das Projekt durch Eigenmittel der Diakonie, der Schlaganfall-Hilfe und durch externe Unterstützer.

 

Informationen zum Projekt

Christine Dröge
Tel. 05241 9867-3520
E-Mail: christine.droege@diakonie-guetersloh.de

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Schlaganfall-Helfer haben Potenzial

 

Verantwortlich für das Projekt: Prof. Dr. Kerstin Bilda (Hochschule für Gesundheit Bochum) mit Dr. Michael Brinkmeier (links) und Stefan Stricker (beide Deutsche Schlaganfall-Hilfe)

Abschluss des Projekts „Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer" – Ende Juli 2015 endet offiziell die Förderung durch das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium. Ein erstes Fazit fiel positiv aus.

 
Verantwortlich für das Projekt: Prof. Dr. Kerstin Bilda (Hochschule für Gesundheit Bochum) mit Dr. Michael Brinkmeier (links) und Stefan Stricker (beide Deutsche Schlaganfall-Hilfe)

Abschluss des Projekts „Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer" – Ende Juli 2015 endet offiziell die Förderung durch das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium. Ein erstes Fazit fiel positiv aus.

21 Ehrenamtliche - Frauen und Männer unterschiedlichen Alters – absolvierten im Frühjahr 2014 die 11 Schulungstage, konzipiert durch die Hochschule für Gesundheit Bochum und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Anschließend betreuten sie Schlaganfall-Betroffene und ihre Angehörigen in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens.

Nach einem Schlaganfall ist nichts mehr, wie es war. Die Betroffenen werden mit Fragen und Problemen konfrontiert, viele Angehörige sind durch die Betreuung stark belastet. Hier können Schlaganfall-Helfer Unterstützung bieten - durch praktische Hilfen, Gespräche, Entlastung von Angehörigen und Vermittlung weiterer Unterstützungsangebote.
 

 
Kleine Geschenke gab es für die Ehrenamtlichen zum Abschluss des Projekts.

Jetzt feierten die Beteiligten den Abschluss des Projekts in Gütersloh. Einig waren sich alle, dass dieses Modell viel Potenzial hat. Wie die Idee weitergeführt und in die Breite getragen werden kann, wird in den kommenden Wochen mit verschiedenen Partnern erörtert. Eine Berichterstattung zur wissenschaftlichen Auswertung des Modells folgt.

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Schlaganfall-Helfer: Teilnehmer ziehen erste positive Bilanz

 

Die Schlaganfall-Versorgung ist in Deutschland sehr gut geregelt. In der Nachsorge fühlen sich jedoch viele Betroffen und Angehörige überfordert. Die neuen Schlaganfall-Helfer sollen da unterstützen. Mitte Januar trafen sich die Helfer, um eine erste Bilanz zu ziehen.

Die Schlaganfall-Versorgung im Notfall und in der Akutphase ist in Deutschland sehr gut geregelt. In der Nachsorge fühlen sich jedoch viele Betroffen und Angehörige überfordert. Die neuen Schlaganfall-Helfer unterstützen daher Menschen nach einem Schlaganfall und ihre Familien. Mitte Januar trafen sich die Helfer, um eine erste Bilanz zu ziehen.

Die „geschulten Schlaganfall-Helfer" sind ein Modellprojekt der Hochschule für Gesundheit Bochum und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Gefördert wird es mit Mitteln des Gesundheitsministeriums Nordrhein-Westfalen und ist deshalb zunächst auf dieses Bundesland begrenzt. 21 Ehrenamtliche nahmen im Frühjahr 2014 an mehreren Schulungen teil. Seit Sommer 2014 betreuen sie Betroffene und Angehörige, unterstützen und entlasten sie im Alltag.

 

Die 21 geschulten Schlaganfall-Helfer haben auf dem Abschlussworkshop in Bochum eine sehr positive Zwischenbilanz gezogen. „Das Ergebnis hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen", berichtet Stefan Stricker von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. „Das hat uns darin nur bestärkt, das Projekt weiterzuführen und in die Fläche zu bringen."

Auch die befragten Helfer äußerten sich sehr positiv. Es sei eine äußerst sinnvolle Arbeit und das positive Feedback der Patienten und Angehörigen täte gut, waren sich die Teilnehmer einig. Zufrieden zeigte man sich auch an der Hochschule für Gesundheit Bochum, die das Projekt wissenschaftlich begleitet. „Die bisherigen Ergebnisse unterstützen das positive Feedback", betont Stricker. In den kommenden Wochen und Monaten wird die Hochschule weitere wissenschaftliche Daten auswerten.

Im Juni 2015 sollen dann die Endergebnisse der Evaluation präsentiert werden. „Wie es mit dem Projekt anschließend weitergeht ist noch nicht sicher", stellt Stricker klar. Die Förderung der Landesregierung laufe schließlich noch bis Juli dieses Jahres. „Wir sind in Gesprächen mit potentiellen Partnern, da wir das Projekt gerne weiterführen möchten. Spruchreif ist allerdings noch nichts", betont er abschließend.

Die Einführung der ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer stieß in ganz Deutschland auf großes Interesse. Aus vielen Bundesländern und Regionen erreichten die Deutsche Schlaganfall-Hilfe Anfragen, auch dort ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer auszubilden.

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Interview zum NRW-Pilotprojekt Schlaganfall-Helfer

„Da fehlt bisher einfach was"

So fing im Frühjahr 2014 alles an: Stefan Stricker (im Bild rechts) von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe und Prof. Dr. Kerstin Bilda (Hochschule für Gesundheit Bochum) übergaben dem ersten Schlaganfall-Helfer Thomas Fritz in Bochum seinen Schulungsordner. Fritz erlitt selbst einen Schlaganfall.

Die Schlaganfall-Versorgung im Notfall und in der Akutphase ist in Deutschland sehr gut geregelt. Geht es jedoch in die Nachsorge, tun sich Lücken auf. Das von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen geförderte Pilotprojekt des Schlaganfall-Helfers soll diese Lücke schließen.

 
So fing im Frühjahr 2014 alles an: Stefan Stricker (im Bild rechts) von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe und Prof. Dr. Kerstin Bilda (Hochschule für Gesundheit Bochum) übergaben dem ersten Schlaganfall-Helfer Thomas Fritz in Bochum seinen Schulungsordner. Fritz erlitt selbst einen Schlaganfall.

Die Schlaganfall-Versorgung im Notfall und in der Akutphase ist in Deutschland sehr gut geregelt. Geht es jedoch in die Nachsorge, tun sich Lücken auf. Das von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen geförderte Pilotprojekt des Schlaganfall-Helfers soll diese Lücke schließen. Matthias Bröenhorst befragte  Projektmitarbeiter Stefan Stricker, wie das funktionieren soll.

 

  • Herr Stricker, was genau ist ein Schlaganfall-Helfer?

Der Schlaganfall-Helfer ist ein ehrenamtlicher Helfer, der in der Nachsorge aktiv wird und dem Betroffenen bzw. den Familien zur Seite steht. Beispielsweise wenn es um erste Schritte nach dem Verlassen der Rehaklinik geht oder auch, wenn es um Fragen rund um den Schlaganfall geht. Fragen, die das alltägliche Leben betreffen. Sei es nun das Ausfüllen eines Schwerbehindertenausweises oder die Informationsvermittlung bei einem behindertengerechten Umbau der Wohnung. Viele Schlaganfallbetroffene oder auch Angehörige fühlen sich in diesen Lebenssituationen überfordert. Hier kann der Schlaganfall-Helfer unterstützen.

 

  • Woher weiß er denn, wie es Schlaganfall-Betroffenen geht?

Naja, wir haben nicht wenige Helfer, die selbst betroffen sind oder betroffene Angehörige haben. Dann ist die Kommunikation natürlich eine ganz andere. Auch das Verständnis für die Probleme ist anders. Die Menschen gehen viel sensibler auf die Betroffenen ein und können so, unter Umständen, die Probleme schneller und besser lösen. Wir haben da einige Erfahrungen gemacht, die das bestätigen.  

 

  • Wie kam es zu der Idee des Schlaganfall-Helfers?

Die gibt es schon seit Längerem. Wenn man sich mit dem Versorgungsverlauf nach einem Schlaganfall beschäftigt, kommt man zu der Erkenntnis, dass vor allem im menschlichen Bereich etwas fehlt. Bei der Betreuung, in der Nachsorge oder auch bei der Begleitung. Vor circa drei Jahren kam die Hochschule für Gesundheit in Bochum auf die Stiftung zu. Die Landesregierung hatte einen Projektaufruf gestartet, in den das Projekt des Schlaganfall-Helfers sofort gut reinpasste. Da haben wir nicht gezögert und ja gesagt.

 

  • Wie sehen denn die Rahmenbedingungen des Projektes aus?

Zurzeit wird das Projekt über Mittel der EU gefördert, die dem Land NRW zur Verfügung gestellt werden. Die ersten Schlaganfall-Helfer sind von März bis Mai 2014 ausgebildet worden. Inzwischen gibt es 21 aktive Schlaganfall-Helfer. Die Förderung läuft noch bis Ende Juli 2015.

 

  • Was muss ein Schlaganfall-Helfer alles leisten?  

Das wichtigste beim Schlaganfall-Helfer ist, dass er weiß, an wen er bestimmte Dinge oder Anfragen weiterleiten kann. Er sollte ein Grundwissen zu verschiedenen Fragestellungen haben, wobei er nicht alles wissen muss. Immerhin arbeitet er ehrenamtlich und ist kein Fachexperte. Er muss wissen, wo er Informationen besorgen kann, die notwendig sind. Er sollte die Angehörigen oder auch den Betroffenen darauf hinweisen können, wo sie diese Informationen bekommen können. Idealerweise informiert er sich zusammen mit einem Betroffenen oder einem Angehörigen, da er allein manche medizinischen Informationen nicht erhalten darf.

 

  • Der Schlaganfall-Helfer soll also vor allem Betroffenen und Angehörigen Orientierung bieten? Welchen Stellenwert hat er in diesem Bereich für die Betroffenen? Gibt es da schon Erfahrungswerte?

Ja, die bisherigen Ergebnisse der Praxisphase zeigen, dass er eine enorme Bedeutung haben kann. Wir hatten bereits im Vorfeld des Projekts relativ viel positives Feedback aus der Öffentlichkeit, von Betroffenen, betroffenen Familien, aber auch von anderer Seite bekommen. Alle haben bestätig, dass an dieser Stelle eine Lücke in der Versorgung besteht.

 

  • Kann man zufrieden mit dem Projekt sein, so wie es bisher gelaufen ist?

Auf jeden Fall. Das kann man ohne weiteres sagen. All unsere Erwartungen sind nicht nur erfüllt, sondern teilweise auch übertroffen worden.

 

  • Mit welchen Erwartungen war man denn an das Projekt heran gegangen?

Wir hatten ursprünglich das Ziel, 10 bis 15 Schlaganfall-Helfer auszubilden. Es hatte sich aber schon relativ früh gezeigt, dass die Nachfrage so groß ist, dass wir irgendwann bei 21 Anmeldungen lagen. Mehr gingen aufgrund der Gesamtkonstellation der Schulungen nicht. Wir hatten nicht mit einer so hohen Resonanz gerechnet. Das hat uns positiv überrascht und uns zusätzlich darin bestärkt, dass dieses Projekt genau das ist, worauf viele gewartet haben.

 

  • Wäre das Projekt auch möglich gewesen, wenn die Schlaganfall-Helfer nicht ehrenamtlich arbeiten würden?

Nein. In anderen Projekten erproben wir seit einiger Zeit bereits den professionellen Schlaganfall-Lotsen. Er soll Betroffene in der Akutklinik in sein Programm aufnehmen und ein Jahr lang in der Nachsorge begleiten. Wir sehen bereits an diesen Projekten, wie schwer es ist, Schlaganfall-Lotsen zu installieren. Es ist einfach ein finanzielles Problem. Ich glaube, dass es sehr schwierig ist, die Helfer mit einer hauptberuflichen Tätigkeit zu verbinden.

 

  • Welche Rolle hat die Schlaganfall-Hilfe in dem Projekt?

Die Stiftung ist der Projektpartner. Wir haben einen Großteil der Öffentlichkeitsarbeit organisiert, viele Schulungsteilnehmer und Praxisfamilien für die Praxisphase mobilisiert. Einzelne Schulungsmodule und Schulungen wurden von der Stiftung entwickelt. In der Zukunft werden wir die Rolle des Spendenbeschaffers übernehmen, wenn es nicht mehr über öffentliche Mittel gefördert wird.

 

  • Und welche Aufgabe hat die Hochschule für Gesundheit?

Die Leitung des Projekts liegt bei der Hochschule. Sie begleitet das Projekt wissenschaftlich und wertet aus, in wie weit die Schlaganfall-Helfer den Betroffenen und Angehörigen zu mehr Lebensqualität verhelfen können.

 

  • Gibt es da schon erste Ergebnisse?

Ja. Was die Praxisphase angeht, zeigt sich, dass es einen Bedarf an Schlaganfall-Helfern gibt. Viele Betroffene haben auch den Wunsch geäußert, jemanden zu haben, der einfach mal da ist. Jemanden, an den man sich wenden kann. Ähnlich, wie in einer Selbsthilfegruppe. Hier kann der Schlaganfall-Helfer ein wenig unterstützen, gerade die Betroffenen, die nicht mobil genug sind, um eine Selbsthilfegruppe zu erreichen.

 

  • Welche Rolle spielt die Selbsthilfe?

Ein Großteil der Tätigkeiten der Schlaganfall-Helfer werden bereits jetzt von Selbsthilfegruppen geleistet. Unser Ziel ist es, beides zusammen zu führen, um langfristig die Strukturen der Schlaganfall-Selbsthilfe zu stärken und auszubauen.

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NRW-Pilotprojekt Schlaganfall-Helfer

Start in die Praxisphase

Die Ausbildung ist beendet, jetzt läuft die Praxisphase: Die ersten ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer sind seit Anfang Juni in Nordrhein-Westfalen aktiv. 21 Interessierte haben von März bis Mai in Wiehl im Oberbergischen Kreis die elftägige Ausbildung absolviert. Seit Anfang Juni sind die neuen Helfer nun im Dienst.

Die Ausbildung ist beendet, jetzt läuft die Praxisphase: Die ersten ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer sind seit Anfang Juni in Nordrhein-Westfalen aktiv. 21 Interessierte haben von März bis Mai in Wiehl im Oberbergischen Kreis die elftägige Ausbildung absolviert.

Im Rahmen eines Modellprojekts, das mit Mitteln des Landes NRW gefördert wird, hatten die Hochschule für Gesundheit Bochum und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe die Ausbildungspläne erarbeitet und umgesetzt. Die Schlaganfall-Helfer sollen einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Betroffenen und deren Familien leisten. Über ihr Netzwerk vermittelt die Stiftung seit Anfang Juni die Helfer an Patienten und deren Angehörige – innerhalb von zehn Tagen nach Start der Praxisphase waren bereits mehr als 20 Betroffene eingeschlossen.

 
Andrea Grellert-Brandt, Horst Brandt und Patrick Rösemeier (von links) beim ersten Hausbesuch des Schlaganfall-Helfers. Ein behindertengerechtes Fahrrad soll her, damit Horst Brandt wieder mobiler ist. Rösemeier berät und unterstützt bei der Auswahl.

Einer dieser frisch ausgebildeten Schlaganfall-Helfer ist Patrick Rösemeier aus Gütersloh. Den Grund für seinen ehrenamtlichen Einsatz bringt er auf einen ganz einfachen Nenner: „Ich habe Freude daran, Menschen helfen zu können." Und gibt zu, dass er schon während der Ausbildung nicht nur nette Kontakte geknüpft, sondern auch einiges gelernt hat. Speziellen Dank richtet er in diesem Zusammenhang an seinen Arbeitgeber, der ihn für die Ausbildungstage freigestellt hat. „Das war ein tolles Entgegenkommen", findet Rösemeier. „Bei einigen anderen Schlaganfall-Helfern lief das auch so." Gesellschaftliches Engagement wird also offensichtlich auch von Arbeitgebern unterstützt.

Sein Wissen wendete Rösemeier jetzt in Verl (Kreis Gütersloh) bei Horst Brandt erstmals in der neuen Funktion an. Brandt hatte seinen Schlaganfall vor zwei Jahren, im Alter von 48 Jahren. Seitdem ist seine rechte Körperhälfte gelähmt, die rechte Hand kann er im Grunde gar nicht benutzen. Brandt ist für längere Wege auf einen Rollstuhl angewiesen, und das Sprechen fällt ihm sehr schwer. Seine Frau Andrea kümmert sich liebevoll um den Frührentner. Dabei stieß sie nicht nur in der Anfangszeit auf etliche Fragen und Probleme: „Wie viele Nächte habe ich vor dem PC gehockt, um in Internet die Informationen zu finden, die wir brauchten." Sie weiß sehr zu schätzen, dass mit dem Schlaganfall-Helfer nun bestimmtes Wissen quasi jederzeit abrufbar ist.

Sollte Rösemeier in der siebenmonatigen Praxisphase bis Ende 2014 einmal eine Frage nicht beantworten können, stehen Experten der Hochschule für Gesundheit und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe beratend zur Seite. So soll garantiert werden, dass die Schlaganfall-Helfer die erhoffte patientenorientierte Versorgung und individuelle Hilfestellung im Alltag ganz nah am Betroffenen wirklich bieten können.
 

Dabei müsse jeder Schlaganfall-Helfer selbst entscheiden, in welchem Umfang er für „seine" Patienten da ist. „Genau das ist einer der Punkte, die wir jetzt in der Praxisphase herausfinden müssen", sagt Stefan Stricker, der das Projekt seitens der Schlaganfall-Hilfe betreut. Auch die Entscheidung, welcher Schlaganfall-Helfer welchem Betroffenen zur Seite gestellt wird, sei nicht immer ganz einfach. „Die Helfer haben ganz unterschiedliche Qualifikationen", erläutert Stricker. Patrick Rösemeier etwa ist hauptberuflich Mitarbeiter eines Sanitätshauses, kennt sich also hervorragend mit Hilfsmitteln aus. Eine klinische Linguistin, ein Lehrer – ein breites Spektrum unterschiedlicher Fähigkeiten steht zur Verfügung. „Aber natürlich jeder für sich nur in einem lokal eingeschränkten Raum, denn das Ehrenamt soll ja zeitlich in verträglichem Rahmen bleiben." Auch seien einige Helfer nicht uneingeschränkt mobil, da sie selbst mal einen Schlaganfall hatten. „All diese Fragen werden wir nach der Praxisphase beantworten können", ist Stricker optimistisch.

 
Nach elf spannenden Schulungstagen in den Monaten März bis Mai 2014 haben die 21 Schlaganfall-Helferinnen und -helfer in NRW Mitte Mai den Pilotkurs erfolgreich abgeschlossen.

Besonderen Wert legen alle Projektpartner auf die Auswertung der erreichten Ergebnisse. Sowohl die Schlaganfall-Helfer als auch deren „Kunden" halten deshalb laufend ihre Erfahrungen in vorgegebenen Evaluationsbögen fest. Diese werden vom Forscherteam der Hochschule ausgewertet. Bis Ende des Modellprojekts im Sommer 2015 sollen auf diesem Wege der Nutzen des Projekts für die Patienten beziffert und Anregungen für eine Fortsetzung des Projektes gesammelt werden. Ein weiterer, recht neuer Aspekt ist die Tatsache, dass mit dieser Auswertung auch der gesellschaftliche Wert ehrenamtlichen Engagements ermittelt werden kann.