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Das gute Gefühl der Sicherheit

Sommerzeit ist Urlaubszeit

Das gute Gefühl der Sicherheit

Los geht´s mit den Sommerferien und dem langersehnten Urlaub. Zahnbürste und Badehose liegen bereits im Koffer. Doch was gehört eigentlich in eine gut sortierte Reiseapotheke? Und wie verhalte ich mich bei einem Notfall am Urlaubsort oder unterwegs?
Ein Gefühl der Sicherheit - für gesunde, aber auch besonders für Menschen mit Gesundheitsrisiken und Vorerkrankungen – bieten wir Ihnen mit Informationen und unseren kostenlosen "Minis" aus unserem "Sommer-Special".

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Die unsichtbaren Folgen des Schlaganfalls

 

Er spricht klar und deutlich. Er humpelt nicht. Er kann den Lenker seines Mountainbikes mit beiden Händen fest umklammern. Für Außenstehende wirkt Peter Schermann vollkommen gesund. Doch er selbst merkt jeden Tag, dass nichts mehr so ist wie früher. Peter Schermann spürt die Folgen seines Schlaganfalls jeden Tag.

 

Er spricht klar und deutlich. Er humpelt nicht. Er kann den Lenker seines Mountainbikes mit beiden Händen fest umklammern. Für Außenstehende wirkt Peter Schermann vollkommen gesund. Doch er selbst merkt jeden Tag, dass nichts mehr so ist wie früher.

Am Ostermontag 2017 änderte sich das Leben des damals 29-Jährigen von einer Sekunde auf die andere. „Mein bester Freund Daniel wollte mich morgens zu einer lockeren Trainingseinheit abholen. Ich stand mit meinem Kaffee in der Küche und konnte plötzlich nicht mehr richtig sprechen und mich nicht koordiniert bewegen", erinnert sich Schermann. „Zum Glück rief Daniel sofort den Notarzt." In der Klinik stand die Diagnose schnell fest: Schlaganfall.

Mit einer Sportverletzung hätte Schermann rechnen können. Aber mit so einer Diagnose - niemals. „Mir war von Anfang an klar, dass es nichts bringt, sich darüber zu ärgern oder zu fragen ‚Warum ich?‘. Ich konnte nur mein  Bestes geben, möglichst schnell wieder physisch und mental fit zu werden", sagt er.

Hartes Training für Körper und Geist

Täglich hartes körperliches Training war er gewohnt: Früher Basketballer, fasste er sich  mit 26 Jahren ein Herz und wechselte aufs Rad. „Mit 1,90 Metern bin ich eigentlich zu groß und war als ehemaliger Basketballer auch zu kräftig gebaut für den Radsport. Aber ich hatte eine neue Leidenschaft gefunden, habe viel trainiert und bin recht schnell auch erfolgreich Rennen in ganz Europa gefahren", erzählt Schermann. Nach dem Schlaganfall durfte er nur mit ganz leichten Trainingsfahrten anfangen, heute ist er bei den Rennen meist wieder in der Spitzengruppe dabei.

Seinen Geist gezielt trainieren zu müssen, war dagegen völlig neu für den Diplom- Volkswirt der als Risikomanager bei einer Fondsgesellschaft in Luxemburg arbeitet: „Schule, Studium, Herausforderungen im Job - das fiel mir immer alles relativ leicht. Ich konnte sehr schnell lesen, mir viel merken, schnell denken und Lösungen finden. Für mich war das völlig selbstverständlich. Deswegen war ich oft ungeduldig und hatte wenig Verständnis für Menschen, die Dinge nicht so schnell erfasst und verstanden haben." Von einem Tag auf den anderen lernte er die andere Seite kennen."

Plötzlich war er derjenige, dem alles wieder und wieder erklärt werden musste. Namen von Freunden oder langjährigen Arbeitskollegen vergaß er. Sich drei Dinge zum Einkaufen merken – eine Herausforderung. Komplexen Zusammenhängen konnte er plötzlich kaum noch folgen. „Sonst wusste ich beim Tatort-Schauen meist als erster, wer der Mörder ist, weil die Zusammenhänge für mich offensichtlich waren. Nach dem Schlaganfall konnte ich kaum sagen, was zehn Minuten vorher überhaupt im Film passiert ist. Mit einer eineinhalb-stündigen Geschichte war ich völlig überfordert. Mein Umfeld hat anfangs gedacht, ich wolle sie veräppeln. Ich nahm und nehme diese Sachen mit Humor, denn ändern kann ich sie nicht. Ich kann lediglich versuchen jeden Tag das Beste aus der Situation zu machen, und das gelingt mir immer besser!

Er beschloss, seinen Geist ebenso gezielt zu trainieren wie vorher seinen Körper – und fing klein an: Eine halbe Stunde Vorabend-Krimi statt Tatort. Kinderbücher statt Wirtschafts-Lektüre. Sogar während des Radfahrens trainierte er sein Gedächtnis: Schermann hörte sich Kinder-Hörspiele an. Anfangs nur kleine Abschnitte hintereinander. Immer wieder die gleichen Stellen, bis er sie auswendig konnte. So lernte er, sich wieder besser zu konzentrieren. „Es ist für Außenstehende kaum nachvollziehbar, wie viel Energie das alles kostet. Gerade für Leute, die mich gut kennen, war das manchmal schwer zu verstehen. Ich war immer in Aktion, lief immer auf Hochtouren, egal ob im Job oder beim Sport und es hatte mir bis dahin nie etwas ausgemacht. Nach dem Schlaganfall war ich nach einem10-minütigen Telefonat schon total k.o. und musste eine Pause machen." Er weiß, dass es ein langer Weg sein wird, sein früheres Leistungspensum wieder zu erreichen. Ob er es komplett schaffen wird, ist offen. Auf eigenen Wunsch kehrte er sehr schnell zurück in seinen Beruf, arbeitet inzwischen wieder halbtags. Nach der Arbeit macht er oft einen Mittagsschlaf bevor er mit dem Radtraining beginnt -  vorher undenkbar.

Von Ansprüchen an sich selbst befreit

 

Doch der Schlaganfall traf ihn sogar noch tiefer – in seiner Persönlichkeit, seinen Emotionen. Für Sorgen oder Freuden von Freunden hatte er kaum noch ein offenes Ohr. Bei einem Familienfest musste er gehen. Er konnte die Geschichten der anderen, aber auch die Tipps und gut gemeinten Ratschläge einfach nicht mehr ertragen. „Für meine Familie und meine Freundin war es nicht einfach, damit umzugehen. Ich war und bin zum Teil  egoistisch und habe es einfach nicht geschafft, mich noch auf etwas anderes zu konzentrieren als auf meinen Weg zurück." Er ist froh, dass sie alle zu ihm stehen. Er sei demütig geworden, sagt er. „Ich habe mich durch den Schlaganfall bei allem Ehrgeiz als Sportler von vielen Ansprüchen befreit. Von Ansprüchen Dritter an mich, aber auch von denen an mich selbst. Wenn ich bei einem Rennen mal nicht gut fahre, oder mir der Reifen platzt, dann hake ich das einfach ab. Dann hatte ich eben einen tollen Tag mit netten Menschen und neuen Erlebnissen."
 

Erfolge:

  • Peter Schermann hat bei zahlreichen Rennen vordere Ränge belegt. Allein in den Jahren 2016 und 2017 war er unter anderem Deutscher Meister im Mountainbike Halbmarathon der Amateure, gewann den X-Duatlon in Trier in der Sprintdistanz und wurde deutscher Meister mit der Mannschaft im Cross-Duathlon.
  • Auch dieses Jahr ist für ihn erfolgreich gestartet: Schermann gewann die Algarve Bike Challenge in Portugal und hat in Tschechien nur knapp die WM-Qualifikation im Mountainbike Marathon verpasst. Vor kurzem hat er sich in Norwegen zur MTB Marathon Profi-WM qualifiziert.

www.peterschermann.com


Jahresbericht 2017

Zahlen - Daten - Fakten und die Ergebnisse unserer Projektarbeit

Knapp 6.000 Betroffene und Angehörige erhalten Rat, Zuspruch und Hilfe aus unserem Service- und Beratungszentrum. 308 Stroke Units sind von 95 Prozent der Städte und Gemeinden in Deutschland aus innerhalb von 30 Minuten erreichbar. Unsere Umfrage hat ergeben, dass 92 Prozent der Spender mit dem Service der Stiftung zufrieden sind. Doch nicht nur Zahlen weist der aktuelle Jahresbericht aus. Er birgt auch eine Fülle von Menschlichkeit.

 

Informieren Sie sich über die erreichten Ziele und die geplanten Projekte der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Der Finanzteil unseres Jahresberichts wird stets intensiv durch eine unabhängige Wirtschaftprüfungsgesellschaft geprüft. Deshalb erscheinen unsere Jahresberichte in der Regel zum Halbjahr des Folgejahres.

 

Bestellen Sie den Jahresbericht in unserem Service- und Beratungszentrum unter Telefon 05241 9770-0 oder laden Sie sich den Bericht hier (, 3 MB) kostenfrei herunter. Hier finden Sie zugehörigen, ausführlichen Finanzbericht ().

 


Neues von der Arm- und Handrehabilitation

 

Wie sehr wir im Alltag auf unsere Hand angewiesen sind, merken wir erst, wenn sie ausfällt. Vielen Tausend Schlaganfall-Patienten merken es jeden Tag, denn die Halbseitenlähmung ist eine der häufigsten Folgen. Wir stellen Ihnen moderne Therapie-Ansätze vor. Deutschlands führender Experte in der Arm-Rehabilitation erklärt, welche Maßnahmen Wirkung versprechen.

Wie sehr wir im Alltag auf unsere Hand angewiesen sind, merken wir erst, wenn sie ausfällt. So ergeht es vielen Tausend Schlaganfall-Patienten jedes Jahr, denn die Halbseitenlähmung ist eine der häufigsten Folgen. In unserem Themen-Schwerpunkt stellen wir moderne Therapie-Ansätze vor. Deutschlands führender Experte in der Armrehabilitation erklärt, welche Maßnahmen Wirkung versprechen.


Projekt STROKE OWL

Projekt geht an den Start

 

STROKE OWL ist ein Meilenstein in der deutschen Gesundheitspolitik. Unter diesem Projektnamen will die Stiftung den Beweis antreten, dass die Betreuung von Schlaganfall-Patienten durch Schlaganfall-Lotsen in der Nachsorge die Lebensqualität der betroffenen Patienten erhöht.

Testen Sie Ihr Risiko!

Machen Sie den Risikotest!

 

Unser Schlaganfall-Risikotest basiert auf medizinisch-wissenschaftlichen Grundlagen und dient der Aufklärung über Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
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Thala - Das Gesundheitsmagazin

Thala 2/2018

 

Thala 2/2018 mit dem Special Arm- und Handrehabilitation

Die Leseprobe der aktuellen Ausgabe.

Das Thala-Magazin ist auch ein ideales Geschenk.

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Ein Schlaganfall kann jeden treffen und das Leben komplett verändern. Seit 1993 setzt sich die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe dafür ein, Schlaganfälle zu verhindern, die Betroffenen auf ihrem Weg zurück ins Leben zu unterstützen und die Versorgung der Patienten zu verbessern. Das Beratungs- und Informationsangebot  der Stiftung soll deshalb so viele Menschen wie möglich erreichen.


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