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Schlaganfall-Lotsen

Startschuss für ein Leuchtturmprojekt

Schlaganfall-Lotsen

Ingrid Fischbach (Mitte) gab gemeinsam mit Dr. Brigitte Mohn (Kuratoriumsvorsitzende der Deutschen Schlaganfall-Hilfe) und Dr. Michael Brinkmeier (Vorstandsvorsitzender) den Startschuss für STROKE OWL.

Staatssekretärin Ingrid Fischbach gab den Startschuss für STROKE OWL. Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung ist überzeugt vom Erfolg des Projektes der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Schlaganfall-Lotsen sollen in den kommenden drei Jahren 2.000 Patienten in Ostwestfalen-Lippe betreuen. Ziel ist es, das Modell auf ganz Deutschland zu übertragen.

 
Ingrid Fischbach (Mitte) gab gemeinsam mit Dr. Brigitte Mohn (Kuratoriumsvorsitzende der Deutschen Schlaganfall-Hilfe) und Dr. Michael Brinkmeier (Vorstandsvorsitzender) den Startschuss für STROKE OWL.

Staatssekretärin Ingrid Fischbach gab den Startschuss für STROKE OWL. Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung ist überzeugt vom Erfolg des Projektes der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Schlaganfall-Lotsen sollen in den kommenden drei Jahren 2.000 Patienten in Ostwestfalen-Lippe betreuen. Ziel ist es, das Modell auf ganz Deutschland zu übertragen.

140 Fachleute aus ganz Deutschland waren in Gütersloh zusammengekommen, um über eine optimierte Schlaganfall-Versorgung zu beraten. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Vorstellung des Projektes STROKE OWL. „Die Schlaganfall-Lotsen sind ganz wichtig in unserem System", sagte die Patientenbeauftragte bei der 4. Lotsentagung Schlaganfall in Gütersloh. „Es darf aber nicht bei diesem Leuchtturmprojekt bleiben, sie müssen in die Regelversorgung übergehen."

Der Projektname ist ein so genanntes Akronym, entstanden aus dem sperrigen Titel „Sektorenübergreifend organisiertes Versorgungsmanagement komplexer chronischer Erkrankungen am Beispiel Schlaganfall durch Schlaganfall-Lotsen in der Pilotregion Ostwestfalen-Lippe". Auch wenn der volle Titel es nicht vermuten lässt: im Mittelpunkt steht der Mensch. Das Modellprojekt in Ostwestfalen-Lippe soll den Beweis antreten, dass Schlaganfall-Patienten durch die Begleitung eines Lotsen besser rehabilitieren, eine höhere Lebensqualität haben und seltener wiederholte Schlaganfälle erleiden. Fischbach: „Ich sage einen großen Dank an die Schlaganfall-Hilfe. Was Sie hier tun ist ein leuchtendes Beispiel für Patientenorientierung."

Der Bund fördert das Projekt mit 7,1 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds. Wissenschaftlich begleitet wird es durch die Universität Bielefeld. Sie wird die Gesundheitsdaten der Teilnehmer mit anderen Schlaganfall-Patienten vergleichen, die nicht durch Lotsen begleitet werden. Ermöglicht wird das durch die Krankenkassen, die Partner im Projekt sind. Sie liefern anonymisierte Daten ihrer Versicherten. Erste Erkenntnisse werden bereits im Frühjahr 2019 erwartet.

Der Innovationsfonds des Bundes fördert Versorgungsprojekte, die ein hohes Potenzial haben, in die Regelversorgung übernommen zu werden. Sollten die Deutsche Schlaganfall-Hilfe und ihre Partner mit STROKE OWL den Beweis antreten, dass Lotsen-betreute Patienten deutlich besser versorgt sind, wird eine zukünftige Übernahme der Kosten durch Krankenkassen sehr wahrscheinlich. Dann könnten schon in wenigen Jahren Schlaganfall-Patienten in ganz Deutschland durch Lotsen betreut werden.

Fakten zum Projekt STROKE OWL

 
Die Partner des Projekts STROKE OWL kamen auf der 4. Lotsentagung Schlaganfall in Gütersloh zusammen.

Antragsteller und Projektleitung

  • Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

 

Projektlaufzeit

  • 1. Oktober 2017 bis 30. September 2020


Projektfinanzierung

  • Das Projekt wird mit 7,1 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Bundes gefördert.

 

Konsortialpartner

  • Universität Bielefeld (Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie)
  • TK
  • IKK classic
  • OFFIS Institut für Informatik, Oldenburg

 

Weitere Projektpartner

  • AOK Nordwest
  • Barmer
  • DAK
  • Arbeitsgemeinschaft der Betriebskrankenkassen in Ostwestfalen-Lippe (BKK OWL)
  • Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe
  • Verschiedene Ärztenetze in OWL

 

Beteiligte Kliniken

  • Voraussichtlich alle Akutkliniken in OWL mit einer zertifizierten Stroke Unit
  • Voraussichtlich alle neurologischen Rehabilitationskliniken in OWL

 

Schlaganfall-Patienten in OWL

  • 6.000 bis 7.000 Schlaganfälle ereignen sich jährlich in OWL
  • rund 2.000 Patienten werden in den kommenden drei Jahren in das Lotsen-Programm eingeschlossen

 

Personalbedarf des Projektes

  • 14 hauptamtliche Schlaganfall-Lotsen (2 pro Kreis) betreuen jeweils 70 bis 80 Patienten
  • Voraussichtlich 9 Mitarbeiter im Projektmanagement sowie zwei „Study Nurses" (wissenschaftliche Mitarbeiter für die Evaluation)

 

Wissenschaftliche Evaluation

  •  Die Universität Bielefeld wertet Gesundheitsdaten, Lebensqualität und Selbständigkeit der Patienten zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus und vergleicht die Werte mit zwei Vergleichsgruppen von Patienten, deren Alter und Lebensbedingungen den ostwestfälischen Patienten ähneln (Krankenkassen-Daten). Erwartet wird, dass die OWL-Gruppe gesünder abschneidet und vor allem deutlich weniger wiederholte Schlaganfälle erleidet.

Weitere Themen

Sportliche Spende für die Schlaganfall-Hilfe

 

Tolles Engagement beim Lauf-Event „Isselhorster Nacht": 2.383 Euro fließen in die Spendenkasse der Stiftung.

 

Tolles Engagement beim Lauf-Event „Isselhorster Nacht": 2.383 Euro fließen in die Spendenkasse der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Laufen und Schlaganfall-Prävention – das passt irgendwie gut zusammen. So oder ähnlich dachten die Organisatoren des Lauf-Events „Isselhorster Nacht" vor 14 Jahren. Damals beschlossen sie erstmals, mit den Überschüssen der Veranstaltung die Arbeit der Deutschen Schlaganfall-Hilfe zu unterstützen. Aus dieser Idee ist eine schöne Tradition geworden.

50 Sponsoren und freiwillige Helfer kamen jetzt in dem Gütersloher Ortsteil zusammen, um die gelungene Veranstaltung 2017 zu feiern – und den Spenden-Scheck an Dr. Michael Brinkmeier, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Schlaganfall-Hilfe, zu überreichen. Der freute sich sehr über die großzügige Spende. Die Planungen für die „Nacht 2018" laufen bereits auf Hochtouren. Zur 20. Auflage wollen sich die Organisatoren etwas Besonderes überlegen.


Projektleiter vorgestellt

STROKE OWL

Das Großprojekt STROKE OWL der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ist gestartet. Zum Projektleiter berufen wurde Dr. Georg Galle. In den kommenden drei Jahren soll er mit seinem Team in Ostwestfalen-Lippe den Beweis antreten, das Schlaganfall-Lotsen ein Modell für ganz Deutschland sein können.

 

Das Großprojekt STROKE OWL der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ist gestartet. Zum Projektleiter berufen wurde Dr. Georg Galle. In den kommenden drei Jahren soll er mit seinem Team in Ostwestfalen-Lippe den Beweis antreten, das Schlaganfall-Lotsen ein Modell für ganz Deutschland sein können.

Der 54jährige Galle vereint langjährige Management- und Projekt-Erfahrungen mit Kenntnissen aus dem Krankenhauswesen. Erste Berufserfahrungen sammelte er im Verlagswesen. Im internationalen Medienunternehmen Bertelsmann leitete er zahlreiche Großprojekte im Media-Bereich und entwickelte innovative digitale Geschäftsmodelle. Unter anderem war Galle im Jahr 2000 federführend an der Gründung des Online-Lexikons wissen.de beteiligt. Ehrenamtlich engagiert ist er als Mitglied des Verwaltungsrats der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen, der drei Kliniken angehören.

„Mit der Problematik rund um das Entlassmanagement bin ich gut vertraut", erklärt Galle. „Viele Patienten fallen nach dem Klinikaufenthalt in ein tiefes Loch. Mit unseren Schlaganfall-Lotsen kümmern wir uns um die Bedürfnisse der Menschen und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungskontinuität für die Betroffenen." In den nächsten Tagen und Wochen wird es für Georg Galle darum gehen, die Weichen für einen erfolgreichen Projektverlauf zu stellen. Parallel muss die Projektstruktur mit Aufgabenverteilung entstehen, Verträge mit den Beteiligten geschlossen und das Team rekrutiert werden.

14 Schlaganfall-Lotsen werden in allen Kreisen Ostwestfalen-Lippes zum Einsatz kommen. Drei von ihnen arbeiten bereits in dieser Funktion. Das Projektmanagement wird voraussichtlich neun Mitarbeiter umfassen. Schlaganfall-Lotsen betreuen Patienten für etwa ein Jahr nach ihrem Schlaganfall. Sie beraten, unterstützen und koordinieren. Ziel ist, dass Patienten ihre Rehabilitationsziele voll erreichen, eine höhere Lebensqualität haben und keinen wiederholten Schlaganfall erleiden. Kann das Modellprojekt diesen Beweis antreten, bestehen gute Chancen, das System der Schlaganfall-Lotsen in die Regelversorgung zu überführen.


Spastiken lassen sich besser behandeln

90. DGN-Kongress in Leipzig

Sie betreffen nicht nur Schlaganfall-Patienten und schränken häufig die Lebensqualität erheblich ein. Als Spastik bezeichnet wird eine gestörte, sensomotorische Kontrolle, hervorgerufen durch eine Verletzung des Gehirns. Prof. Dr. Jörg Wissel (Berlin) stellte aktuelle Erkenntnisse der Spastik-Behandlung auf dem DGN-Kongress in Leipzig vor.

Sie betreffen nicht nur Schlaganfall-Patienten und schränken häufig die Lebensqualität erheblich ein. Als Spastik bezeichnet wird eine gestörte, sensomotorische Kontrolle, hervorgerufen durch eine Verletzung des Gehirns. Prof. Dr. Jörg Wissel (Berlin) stellte aktuelle Erkenntnisse der Spastik-Behandlung auf dem DGN-Kongress in Leipzig vor.

Häufiges Problem nach Schlaganfall

Spastiken entwickeln sich häufig mit der Zeit. Allerdings, so Wissel, zeigen bereits 20 Prozent der Patienten auf der Stroke Unit Anzeichen einer Spastik. In den ersten drei Monaten nach Schlaganfall steige diese Zahl auf etwa 38 Prozent. Spastiken bewirken unter anderem Muskelverkürzungen. Unbehandelt führen sie deshalb zu einer zunehmenden Verschlechterung der Bewegungsfähigkeit und der Lebensqualität.

Botulinumtoxin ist wirksam

Ab welchem Grad sollten Spastiken behandelt werden? Wissel: „Führen Spastiken zur einer Behinderung der Aktivitäten des täglichen Lebens, sprechen wir von einer behandlungsbedürftigen Spastik." Dies treffe auf rund 25 Prozent aller Schlaganfall-Patienten zu. Seit den 1980er Jahren wird in der Behandlung wird Botulinumtoxin erfolgreich in der Spastik-Behandlung eingesetzt. Ein Medikament, das ansonsten eher durch seinen Einsatz in der Schönheitsbehandlung („Botox") bekannt wurde.

Wer übernimmt die Kosten?

Wissel ist der Meinung, dass die Therapie mit Botulinumtoxin jedem Patienten mit einer behindernden Spastik angeboten werden sollte. Die Verabreichung darf dabei nicht nur einmalig erfolgen, sondern muss in Abständen wiederholt werden. In der stationären Rehabilitation werden die Kosten für diese Behandlung jedoch in der Regel nicht übernommen.

Auch Therapie hilft

 

Auch das mag ein Grund sein, weshalb trotz erwiesener Wirkung immer noch wenige Patienten von der Behandlung profitieren. „Wir wissen nicht genau, wie viele es sind", sagt Wissel. In Stichproben war es lediglich ein Prozent. Ein kleiner, wenn auch schwacher Trost mag sein, dass auch Therapie hilft. Motorische Übungen in Physio- und Ergotherapie, so zeigen Studien, führen zu einem Rückgang der Spastik.


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