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Geschichte der Stiftung

Für das Leben - gegen den Schlaganfall

1993

Im Januar erhält Stifterin Liz Mohn die offizielle Urkunde zur Anerkennung ihrer Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Die ersten Mitarbeiter nehmen ihre Arbeit auf.

 1994

Die erste Stroke Unit Deutschlands wird an der Universitätsklinik Essen eröffnet. Wohltätigkeitsaktionen ebnen den Weg zur Gründung weiterer Stroke Units. Erstmals treffen sich alle Schlaganfall-Spezialisten, die als Regionalbeauftragte für die Stiftung tätig sind.

 1995

Stroke Units müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um zertifiziert zu werden. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe entwickelt ein Zertifizierungsverfahren und führt es in Deutschland ein. Die erste Präventionsstudie wird initiiert mit dem Ziel, Risikofaktoren zu analysieren und Schlaganfällen vorzubeugen.

 1996

„Ein Schlaganfall kostet oft das Leben, dieser Test nur 10 Minuten"- unter diesem Motto steht eine Aufklärungskampagne, an der 20 Millionen Bundesbürger teilnehmen. Über einen Fragebogen wird das individuelle Schlaganfall-Risiko der Teilnehmer ermittelt.

 1997

Das Schlaganfall-Info-Mobil - das rollende Aufklärungs- und Beratungscenter beginnt seine Tour durch Deutschland, macht auf den Marktplätzen der Republik halt und wird bis zum Jahr 2005 über 60 000 Menschen in über 1 500 Einsatzorten erreichen. Um wirkungsvolle Schlaganfall-Aufklärung und -vorbeugung betreiben zu können, werden Daten über Verbreitung, Verlauf und Sterblichkeit beim Schlaganfall benötigt. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe initiiert daher mit der Universität Essen eine in Europa einzigartige Schlaganfall-Datenbank.

 1998

Noch mehr Aufklärung in den Regionen: Ärzte werden auf regionaler Ebene für eine aktuelle und praxisorientierte Aufklärung vor Ort geschult.

 1999

Erstmals findet am 10. Mai ein bundesweiter Aktionstag gegen den Schlaganfall statt. Den Startschuss geben der damalige Bundespräsident Roman Herzog und die Präsidentin der Stiftung, Liz Mohn.

 2000

Die bundesweite Aufklärungskampagne „Arterien - alles im Fluss?" geht an den Start. Über 200.000 Menschen werden ihr persönliches Risiko testen lassen.

 2001

Noch mehr Service und Information für Betroffene: Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe richtet ein Service- und Beratungszentrum ein. Kinder und Schlaganfall - der erste Erfahrungsaustausch für Eltern von Kindern mit Schlaganfällen findet in Vechta statt. Viele Menschen engagieren sich inzwischen in den vielfältigsten Projekten für die Schlaganfall-Aufklärung. Um dieses Engagement besser zu würdigen, ruft Liz Mohn den Ehrenamtspreis ins Leben.

 2002

Regionales Netzwerk: Der Aufbau regionaler Schlaganfall-Büros beginnt. Damit kommen Informationen noch schneller zu den Betroffenen

 2003

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute: Die Stiftung setzt sich dafür ein, die Versorgungskette zu optimieren und startet das Leitprojekt Schlaganfall-Management. „Ich doch nicht" - oder doch? Erneut startet ein breit angelegter individueller Risikotest. Die flächendeckende Versorgung von Schlaganfall- Patienten ist noch nicht erreicht. Abhilfe schafft das telemedizinische Pilotpojekt TEMPIS

 2004

Ein weiteres Element zur Verbesserung der Notfall-Versorgung wird eingeführt: Der Schlaganfall-Patienten-Pass, der alle im Notfall wichtigen Patientendaten beinhaltet, geht an den Start. QuIS und QuIK - das eine ein Pilotprojekt zur Integrierten Versorgung, das andere ein Innovationspreis für herausragende Schlaganfall-Versorgung - werden ins Leben gerufen.

 2005

Prävention auf neuer Basis: Das jahrelang erfolgreiche Info-Mobil wird durch den Schlaganfall-Testkoffer ersetzt - der Koffer ist mobiler, noch schneller einsetzbar und preisgünstiger als das Info-Mobil.

 2006

Im Pilotprojekt „Stroke Angel" werden moderne Technologien zur Verbesserung der Schnittstelle zwischen präklinischer und klinischer Versorgung getestet. Eine spezielle Software ermöglicht dem Rettungsteam eine schnelle Diagnose, die sofort an die Klinik übermittelt wird, wo die Behandlung des Patienten nach Einlieferung ohne Verzögerung beginnt (durchschnittliche Zeitersparnis: 23 Minuten).

 2007

Ein durchschlagender Erfolg: Die Aufklärungskampagne „Jede Minute zählt: Jeder Schlaganfall ist ein Notfall". Aufklärungs-Spots erreichen viele Menschen und machen deutlich, dass bei Verdacht auf Schlaganfall keine Zeit verloren werden darf.

 2008

„Stroke Angel" geht ab April 2008 in die Regelversorgung. Modifiziert erneut in Bad Neustadt/Saale eingeführt, geht das System schrittweise in die Fläche. QuIS - Qualitätsmodell Integrierte Schlaganfall-Versorgung: Das Handbuch zur Umsetzung wird fertig gestellt.

2009

Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) setzt die Schlaganfall-Hilfe das neue Zertifizierungsverfahren für Stroke Units erfolgreich um.
Bereits 67 der insgesamt 160 zertifizierten Stroke Units sind im Jahr 2009 von LGA InterCert GmbH nach den neuen Qualitätsstandards begutachtet und mit einem Zertifikat ausgezeichnet worden.

2010

„Den Blick schärfen für die Rehabilitation": Am 10. Mai 2010 nimmt die Schlaganfall-Hilfe mit ihrem bundesweiten Netzwerk die Zeit nach dem akuten Schlaganfall in den Fokus. Mit dem Ziel, jedem Schlaganfall-Betroffenen eine adäquate Rehabilitation zu ermöglichen, setzt sie dabei auf eine abgestimmte und integrative Versorgungskette.

2011

Das „Schlaganfall-Magazin" erhält eine komplette Überarbeitung. Es wird bunter, größer, informativer und erscheint im März erstmals als „Thala – Das Gesundheitsmagazin der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. Auch das Internet-Portal der Stiftung wird komplett überarbeitet. Der Relaunch der neuen Seite erfolgt am 10. Mai zum „Tag gegen den Schlaganfall".

2012

Dank finanzieller Unterstützung der Bürgerstiftung Gütersloh kann die Schlaganfall-Hilfe am St. Elisabeth Hospital in Gütersloh die erste Schlaganfall-Lotsin einsetzen. Es wird das Pilotprojekt für eine neue Form der optimierten Versorgung von Schlaganfall-Patienten.
In Leverkusen fällt der Startschuss für die Aufklärungskampagne „Rote Karte dem Schlaganfall", die Bayer Healthcare gemeinsam mit der Deutschen Sporthochschule Köln und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe durchführt.

2013

„Ein Schlaganfall kann jeden treffen!" lautet der Titel der Aufklärungskampagne zum 20-jährigen Jubiläum der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. Sie wird medial die wohl erfolgreichste in ihrer Geschichte. Fernsehsender strahlen den Spot mehr als ein Jahr lang kostenlos aus, über 140 Millionen Zuschauer sehen ihn.
Das Pharma-Unternehmen Boehringer Ingelheim startet unter dem Titel „Herzenssache Schlaganfall" mit einem Schlaganfall-Infobus eine Aufklärungstour quer über die Marktplätze der Republik. Mit an Bord die Projektpartner Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

2014

Zwei große Schlaganfall-Versorgungsprojekte der Stiftung werden durch Mittel der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gefördert. In Ostwestfalen-Lippe betreuen sechs Schlaganfall-Lotsinnen insgesamt 300 Patienten. Und gemeinsam mit der Hochschule für Gesundheit Bochum werden die ersten 11 ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer ausgebildet.
In Berlin starten die Schlaganfall-Hilfe, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen und die Pharma-Unternehmen Pfizer und Bristol Meyers Squibb ihre „Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln."

2015

Erfolgreicher Abschluss des Projekts Schlaganfall-Helfer – erste Partner bieten sich an, auch in ihren Regionen Schlaganfall-Helfer auszubilden. Auch die Schlaganfall-Lotsen ziehen eine positive Bilanz ihrer Arbeit, Die Schlaganfall-Hilfe nimmt Verhandlungen mit den Krankenkassen über ein größeres Folgeprojekt auf.
Die Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe will in den kommenden Jahren an verschiedenen Stellen Deutschlands so genannte Pediatric Stroke Centers entwickeln, Versorgungszentren für den kindlichen Schlaganfall. Ihr Ziel: Kein Kind soll es weiter als 200 km zu einer optimalen Behandlung haben.

2016

Mehr als 290 zertifizierte Stroke Units (Schlaganfall-Spezialstationen) sichern in nahezu allen Regionen Deutschlands eine hervorragende Akutversorgung von Patienten. Rund 450 Selbsthilfegruppen umfasst das Netzwerk der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Über 190 ehrenamtliche Regionalbeauftragte, meist Ärzte an Kliniken, unterstützen die Arbeit. Und 30 regionale Partnerbüros klären Betroffene und Angehörige auf und vermitteln ihnen Hilfen.