Nadine Hunting

Vorsorge nicht vergessen

Pünktlich zum Jahreswechsel fassen zahlreiche Menschen gute Vorsätze. Gesundheitsthemen sind dabei traditionell beliebt. Nicht nur 2023 ein lohnendes Ziel: Regelmäßig Vorsorge-Untersuchungen, wie den Gesundheits-Check-up, wahrnehmen. Nadine Hunting, Präventionsexpertin der Schlaganfall-Hilfe, erklärt, warum Sie den Check-up nicht versäumen sollten und was Sie bei der Untersuchung erwartet.

  • Warum ist der Gesundheits-Check-up wichtig?

Beim Check-up untersucht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie auf Risiko-Faktoren und Früh-Symptome von Herz-Kreislauf-, Nieren- oder Diabeteserkrankungen. Denn werden diese rechtzeitig erkannt und behandelt, lässt sich Schlimmeres, wie ein Schlaganfall, häufig noch vermeiden. 

  • Ich fühle mich fit. Ist die Vorsorge-Untersuchung wirklich nötig?

Das ist das Tückische: Die Betroffenen bemerken ihre Vorerkrankungen oft nicht. So hat eine Schweizer Studie gezeigt, dass zwei Drittel aller Schlaganfall-Betroffenen unter einem der typischen Risiko-Faktoren, wie Diabetes, Vorhofflimmern, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck leiden, ohne es zu wissen. Der Gesundheits-Check-up ist also auf jeden Fall sinnvoll.

  • Wer kann am Check-up teilnehmen?

Ab einem Alter von 35 Jahren haben gesetzlich Krankenversicherte alle drei Jahre Anspruch auf den Gesundheitscheck. Zwischen dem 18. und dem 35. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Vorsorge-Untersuchung einmalig. Besonders wichtig ist der Gesundheits-Check-Up, wenn in Ihrer Familie bereits entsprechende Erkrankungen aufgetreten sind.  

  • Wie läuft ein Gesundheits-Check-Up ab?

Die Vorsorge-Untersuchung beginnt mit der sogenannten Anamnese. Das heißt, Ihr Arzt oder Ihre Ärztin befragt Sie zu wichtigen medizinischen Informationen, wie zum Beispiel zu vorhandenen Beschwerden und Erkrankungen in Ihrer Familie. Außerdem wird Ihr Impfstatus überprüft. Dann folgt eine gründliche körperliche Untersuchung: Beispielsweise werden Herz, Lunge und Halsschlagader abgehört und Ihr Blutdruck gemessen. Bei Versicherten ab 35 Jahren und jüngeren mit erhöhtem Risiko wird zudem eine Blut- und Urin-Probe genommen. So kann das ärztliche Fachpersonal unter anderem Ihre Cholesterin- und Blutzuckerwerte überprüfen. Anschließend bespricht Ihr Arzt oder Ihrer Ärztin mit Ihnen die Ergebnisse und verordnet, wenn nötig, eine geeignete Behandlung.