Tipp des Monats von Miriam Hilker

Herbstblues adé

Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, fühlen sich viele oft antriebslos und müde. Wirksame Tipps, wie wir diese Stimmungstiefs überwinden können, gibt hier Miriam Hilker, Präventionsexpertin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

  • Was empfehlen Sie, um nicht ins Novemberloch zu fallen?

Einer der häufigsten Gründe für Stimmungstiefs im Herbst ist der Lichtmangel. Das Schlafhormon Melatonin wird vermehrt ausgeschüttet, am Glückshormon Serotonin mangelt es dagegen. Hier hilft Bewegung im Freien. Ein 30-minütiger Spaziergang reicht selbst bei bewölktem Himmel, um genug Tageslicht zu tanken und den Vitamin D- und Serotonin-Tank wieder aufzufüllen. Auch Tageslichtlampen können eine wirksame Ergänzung sein.

  • Kann man sich gegenseitig aus dem Tief helfen?

Das ist immer eine gute Idee! Gehen Sie unter Leute und treffen Sie sich vermehrt mit Freunden! Anstatt sich zu Hause zu isolieren, sollten Sie feste Treffen mit Freunden oder Familienangehörigen vereinbaren, natürlich alles Corona-konform. Spieleabende, gemeinsame Kino- und Saunabesuche oder Shoppingtrips lassen die Stimmung steigen.

  • Und wenn ich doch mal meine Ruhe brauche?

Ruhepausen braucht der Körper, ganz klar. Eine super Methode zur Beruhigung von Körper und Geist ist die Meditation. Sie wirkt am besten, wenn man täglich übt. Fühlen Sie in sich hinein und achten auf Ihre Atmung, zunächst für 5 bis 10 Minuten am Tag. Wenn das gut funktioniert, können Sie Ihre Meditationszeiten langsam steigern.

  • Und Ihr ganz persönlicher Tipp?

Ein Stückchen dunkle Schokolade - die schmeckt nicht nur gut, sondern macht auch glücklich. Hier ist eine Aminosäure enthalten, die für die Bildung des Glückshormons Serotonin benötigt wird. Je dunkler die Schokolade übrigens, desto besser - auch gegen Heißhunger.