Tipp des Monats von Miriam Hilker

Genuss ohne Reue

Die Adventszeit lockt mit Plätzchen, Lebkuchen und Glühwein. Für viele gehören Gans, Braten oder Raclette zum Weihnachtsfest. Das Ergebnis zeigt sich auf der Waage. Wie Weihnachtsschlemmerei ohne schlechtes Gewissen gelingen kann, erklärt Miriam Hilker, Präventionsexpertin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

  • Was empfehlen Sie, um Weihnachten nicht in die Kalorienfalle zu tappen?

Zunächst mal: Gehen Sie nie mit Hunger zu einer Weihnachtseinladung! Nehmen Sie lieber vorher einen gesunden Snack zu sich. So vermeiden Sie es, zu viel und zu schnell zu essen.

  • Wieso hilft es, sich Zeit zu nehmen beim Essen?

Langsam und bewusst essen hilft, weil das Sättigungsgefühl erst nach ca. 15 bis 20 Minuten einsetzt. Da Weihnachtsessen oft aus mehreren Gängen bestehen, machen Sie am besten Pausen dazwischen. Verzichten Sie auch auf die zweite Portion, wenn Sie eigentlich keinen Hunger mehr haben. Ein anderer Tipp ist, sich nur an die Vorspeisen zu halten – hier bieten sich Salate und leichte Suppen an.

  • Was sollte ich bei der Zubereitung beachten?

Versuchen Sie, viel Gemüse in Ihre Menüs einzubauen. Vielleicht lässt sich auch auf die fettige Sauce verzichten? Oder Sie denken ganz um: Warum nicht einmal mit alten Traditionen brechen und das Weihnachtsessen mit einem modernen, vegetarischen Gericht gestalten?

  • Und wie sieht es mit den Weihnachtsnaschereien aus?

Vermeiden Sie einen Weihnachtsteller voller Süßigkeiten! Schokolade und Co. lassen sich leicht durch Mandarinen, Orangen oder Nüsse ersetzen. Wer auf Plätzchen nicht verzichten kann, sollte sie selbst backen. So weiß man, was drin ist, kann Zuckermengen reduzieren und das typische Weizenmehl gegen Vollkorn austauschen.