Achtsamkeit kann jeder

Alkohol erhöht das Schlaganfall-Risiko

Alkohol wird als Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen oft unterschätzt. Warum ein maßvoller Genuss wichtig ist und wo die Grenzen liegen sollten, erklärt die Präventionsexpertin der Stiftung Miriam Hilker.

  • Ein Gläschen Wein am Abend, ein paar Bier bei der Party am Wochenende – ist das wirklich so schlimm?

Es gibt sicherlich Faktoren, die das Schlaganfall-Risiko drastischer erhöhen als Alkohol. Aber man sollte die Wirkung nicht unterschätzen! Bereits geringe Mengen Alkohol erhöhen das Risiko. Bei übermäßigem Alkoholkonsum steigt das Risiko deutlich – und zwar sowohl für den ischämischen Schlaganfall, also eine Gefäßverstopfung im Gehirn, als auch für eine Hirnblutung. Generell ist Alkohol ein Zellgift, das man lieber vermeiden sollte.

  • Gibt es einen Grenzwert?

Ja. Bei Frauen liegt dieser zwischen 10 und 12 Gramm reinem Alkohol täglich. Das entspricht etwa 0,3 Liter Bier, 0,15 Liter Wein oder Sekt. Für Männer gelten zwischen 20 und 24 Gramm, also 0,5 Liter Bier, 0,25 Liter Wein oder Sekt als risikoarm. Diese Maximalwerte gelten als Empfehlung für gesunde Menschen ohne genetisches Risiko oder besondere Vorerkrankungen. Bei gewissen Vorerkrankungen oder der Einnahme von bestimmten Medikamenten, ist besondere Vorsicht geboten.

  • Diese Grenzwerte sind im Alltag schnell erreicht. Was kann ich tun, um den Konsum zu reduzieren?

Versuchen Sie doch mal, eine gewisse Zeit ohne Alkohol auszukommen. Die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bietet sich an! Werden Sie kreativ: Vielleicht gibt es demnächst einen leckeren, alkoholfreien Cocktail statt Bier oder Wein. Oder Sie bieten sich bei der nächsten Feier als Fahrerin bzw. Fahrer an – dann hat jeder Verständnis, dass Sie nüchtern bleiben möchten. Je öfter Sie verzichten, desto einfacher wird es Ihnen fallen.

 

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