Achtsamkeit kann jeder

Achtsamkeit kann jeder

Gesünder leben heißt achtsamer sein. Doch was meint dieser Modebegriff eigentlich? Präventionsexpertin Miriam Hilker erklärt „Achtsamkeit“ und verrät, warum sie jeder anwenden kann.

  • Was ist Achtsamkeit?

Da gibt es viele Definitionen. Vereinfacht kann man sagen, es ist eine besondere Aufmerksamkeit, ein Bewusstsein für Körper, Geist, Seele und sein tägliches Handeln.

  • Das klingt esoterisch...

Ist es aber nicht. Letztlich geht es darum, bewusster zu leben und so Stress zu reduzieren. Das löst körperliche und psychische Reaktionen aus, die Studien zufolge auch Schmerzen und Angst lösen und vor Depressionen schützen können. Das Wohlbefinden wird allemal gesteigert.

  • Ganz praktisch: Wie lebe ich achtsamer?

Sie beginnen nach dem Aufwachen. Stehen Sie nicht gleich auf, sondern bleiben Sie mit geöffneten Augen liegen, konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem und besinnen Sie sich darauf, heute alles möglichst bewusst zu tun.
 

  • Und wenn der Tag seinen üblichen Lauf nimmt?

Dann können Sie sich trotzdem in vielen Situationen besinnen: Beim Zähneputzen, Autofahren oder Warten vor dem Aufzug. Hören Sie in sich hinein, wie es Ihnen gerade geht und wie sich Ihr Körper anfühlt. Fassen Sie es am besten für sich in Worte.
 

  • Kann man Achtsamkeit lernen?

Ja, das kann jeder lernen, es bedarf jedoch viel Übung. Nehmen Sie sich zu Beginn einfach vor, sich dreimal am Tag auf Ihre neue Achtsamkeit zu konzentrieren. Das ist ein guter Einstieg.
 

  • Wie ist es beim Essen?

Da ist Achtsamkeit besonders wichtig, bei jedem Bissen. Achten Sie beim Kauen z.B. auf die Konsistenz und den Geschmack der Nahrung. Schauen Sie sich die Lebensmittel vorher genau an. Was sehen und riechen Sie? So lerne ich auch, zu registrieren, wann ich satt bin.
 

  • Und abends?

Da reflektieren Sie vor dem Einschlafen, wie achtsam Sie heute gelebt haben. Und überlegen, was Sie morgen vielleicht anders machen könnten.