Mit weniger Gewicht zu mehr Bewegung

Nach Jennys Schlaganfall war ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Monatelang musste sie künstlich ernährt werden. Als sie endlich wieder essen durfte, hatte Jenny das Gefühl, sie müsste alles nachholen, was sie in den vergangenen Monaten verpasst hatte.

Jenny erzählt uns ihre Geschichte

Das Leben völlig auf den Kopf gestellt

Mein Schlaganfall hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt – sowohl durch die körperlichen Folgen als auch durch die psychischen. Monatelang musste ich künstlich ernährt werden. Als ich endlich wieder essen durfte, hatte ich das Gefühl, ich müsste alles nachholen, was ich in den vergangenen Monaten verpasst hatte.

Entsprechend viel habe ich gegessen, eigentlich ohne darüber nachzudenken, welche Mengen ich zu mir nehme. Das blieb natürlich nicht folgenlos. Ich nahm immer weiter zu. Bei über 100 Kilo habe ich die Reißleine gezogen. So konnte es nicht weitergehen! Ich wollte doch eigentlich wieder fit werden, stattdessen wurde ich immer dicker und unbeweglicher. Noch dazu hätte mein Gewicht sicherlich das Risiko für einen weiteren Schlaganfall erhöht, auch wenn der erste einen ganz anderen Auslöser hatte.

Ein Gefühl für Essen

Also habe ich angefangen, ganz streng Kalorien zu zählen und jede Mahlzeit abzuwiegen. Für mich war das wichtig, um überhaupt ein Gefühl für das Essen zu bekommen. Wie viel sind 100 Gramm Spaghetti? Wie viele Kalorien hat eine Scheibe Käse? Heute kann ich das alles einschätzen, auch ohne ständig abzuwiegen oder zu protokollieren.

Inzwischen ist es für mich unvorstellbar, wie viel ich vor zwei, drei Jahren gegessen habe.

Essensgewohnheiten dokumentieren

Mir hat eine App dabei geholfen, am Ball zu bleiben. In der App hatte ich ganz kompakt sehr viele Informationen zum Thema Ernährung, ohne mir alle Informationen selbst aus dem Internet oder aus Büchern zusammensuchen zu müssen. Außerdem konnte ich meine Essensgewohnheiten und meine Erfolge festhalten.

Disziplin lohnt sich

Man muss sehr diszipliniert sein, aber es lohnt es sich! Ich habe jetzt 30 Kilo abgenommen und es hat sich so viel zum Positiven verändert!

Für meine Pflegekräfte, die mich oft anheben mussten, war meine Gewichtsabnahme eine enorme Entlastung. Früher war ich komplett auf den Rollstuhl angewiesen, heute kann ich wieder drei bis vier Kilometer selbstständig laufen. Die Muskeln müssen das Fett nicht mehr tragen, sondern haben jetzt Kraft für andere Dinge! Außerdem ist es schön, wieder ganz normal shoppen gehen zu können, ohne auf Übergrößen achten zu müssen.

Gemeinsam abnehmen

Was ich super finde: Meinen Freund habe ich mehr oder weniger dazu verdonnert, mit abzunehmen. Er war von der Idee nicht sonderlich begeistert. Mehr Gemüse, weniger Fleisch – das war für ihn schwer vorstellbar. Als dann die ersten Kilos gepurzelt sind, hat ihn das doch motiviert und er achtet jetzt auch auf seine Ernährung.

Es ist schön, das gemeinsam zu meistern.

Wie auch Sie Gewicht verlieren können, haben wir in 5 Tipps von Handlungsempfehlungen zusammengestellt.