Konrad Kreidler

Die Folgen eines schweren Schlaganfalls überwinden und sich wieder ins Leben zurückkämpfen – Konrad Kreidler hat das dank seines großen Kampfgeists geschafft.

Am Morgen des 22. Oktobers 2010 veränderte sich das Leben von Konrad Kreidler von einem Moment auf den anderen. Als er das Bett verlassen wollte, trug ihn sein linkes Bein nicht mehr – er stürzte. Im Krankenhaus folgte dann die Diagnose: Der damals 52-jährige hatte im Schlaf einen Schlaganfall erlitten. Sein Zustand war kritisch.

Konrad Kreidler überlebte, doch die Folgen des Schlaganfalls waren schwerwiegend. Der Familienvater aus Horb am Neckar war halbseitig gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. An Arbeiten war nicht mehr zu denken. Seine in über 30 Jahren aufgebaute Metallverarbeitungsfirma musste Kreidler aufgeben.

Aber Konrad Kreidler resignierte nicht, sondern nahm den Kampf gegen den Schlaganfall auf. Mehrere Reha-Aufenthalte mit Behandlungen wie Physiotherapie, Ergotherapie, Gleichgewichtstraining, Muskel-Botox-Injektionen, Elektrostimulationen und Massagen absolvierte er. Hier lernte er langsam wieder laufen. Auch Zuhause trainiert Kreidler eifrig weiter. Bis heute steht fünf Mal die Woche Therapie auf dem Programm: Neben der Physio- und Ergotherapie auch therapeutisches Reiten, bei dem er an seinem Gleichgewicht arbeitet. Spaziergänge fördern seine Mobilität und Kraft.

Sein Einsatz hat sich für Konrad Kreidler ausgezahlt. 2012 hat er seinen Führerschein neu gemacht. Auch seinem großen Hobby kann er mittlerweile wieder nachgehen und zur Fasnet in der Narrenzunft mitlaufen. Zwar hat sich sein Leben verändert, „aber ich bin zufrieden, wie ich jetzt wieder bin“, resümiert er.

Auch wenn Familie und Freunde Konrad Kreidler stets unterstützten – leicht war dieser Weg für ihn trotzdem nicht. Sein linker Arm und sein linkes Bein mussten alles neu lernen. Dafür hat er durch den Schlaganfall eine wichtige Lektion gelernt: „Man muss an sich glauben und darf nicht aufgeben“, weiß Kreidler heute. Daran erinnert ihn auch sein Armband mit der Aufschrift ‚Du musst kämpfen‘ – eine Botschaft, die er auch anderen Schlaganfall-Betroffenen mitgibt.

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