Medikationsplan schafft Überblick
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Medikationsplan schafft Überblick

Der Umgang mit mehreren Medikamenten stellt Schlaganfall-Patientinnen und Patienten oft vor Herausforderungen. Deshalb haben viele von ihnen Anspruch auf einen Medikationsplan. Darauf verweist die Schlaganfall-Hilfe anlässlich des Welttags der Patientensicherheit am 17. September.

Wer drei oder mehr verordnete Medikamente über mindestens vier Wochen einnimmt oder anwendet, hat Anspruch auf einen Medikationsplan. Dieser soll helfen, unerwünschte Wechselwirkungen von Arzneimitteln besser zu erkennen und Einnahmefehler zu vermeiden.

Medikationsplan digital oder ausgedruckt

Seit 2016 gilt diese gesetzliche Regelung, doch noch immer ist sie nicht allen Berechtigten bekannt. Das zeigt sich gerade bei Klinikaufenthalten. Patientinnen und Patienten, die keinen Plan erhalten haben, sollten ihn bei ihren Ärzten oder vor Entlassung aus der Klinik anfordern. Den Medikationsplan gibt es digital oder auf Wunsch ausgedruckt.

Den Mediaktionplan aktuell halten

„Patientinnen und Patienten sollten darauf achten, dass der Plan stets aktuell ist und ihn immer dabei haben“, sagt Dr. Michael Brinkmeier, Vorstand der Schlaganfall-Hilfe. „Gerade bei komplexen, chronischen Erkrankungen wie dem Schlaganfall ist der Medikationsplan eine wichtige Alltagshilfe und eine gute Grundlage für das Arztgespräch.“

Initiative "Medikationsplan schafft Überblick"

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ist Partnerin der Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“. Ziele dieses Bündnisses sind eine bessere Patienteninformation und mehr Austausch in Arztpraxen und Apotheken über die angewendeten Medikamente.

Ein Muster-Medikationsplan und weitere Informationen sind zu finden auf www.medikationsplan-schafft-ueberblick.de.