Regierungspräsidentin Thormann-Stahl setzt af Prävention

Risikotest bei der Bezirksregierung

Ist der Blutdruck in Ordnung? Bewege ich mich genug? Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe testete Mitarbeiter der Bezirksregierung Detmold auf ihr Schlaganfall-Risiko.

Viele Menschen kennen ihren Blutdruck nicht. Dass der Blutfett- oder Zuckerwert gemessen wurde, ist oft Jahre her – wenn es überhaupt jemals gemacht wurde.

Schlaganfall-Risiko testen

Das will die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ändern. Deswegen geht es mit dem „Testkoffer“ in Unternehmen und Institutionen, um das Schlaganfall-Risiko der Mitarbeiter zu testen.

10 Minuten Zeit nehmen

Jetzt waren die Gesundheitsberater im Auftrag der Stiftung bei der Bezirksregierung Detmold zu Gast.

„Schlaganfälle sind der häufigste Grund für erworbene Behinderungen im Erwachsenenalter“, erklärte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl vor mehr als 200 Mitarbeitern. Auch unter den Kollegen bei der Bezirksregierung gebe es Betroffene. Deswegen appellierte sie, die Prävention ernst zu nehmen. Viele der Zuhörer folgten dem Aufruf und nahmen sich zehn Minuten Zeit für den Risikotest.

Weil nichts weh tut, ist man gesund?

„Einige schätzen ihren gesundheitlichen Zustand falsch ein. Weil ihnen nichts weh tut und sie sich gesund fühlen, denken sie, es sei alles in Ordnung. Dabei sind ihre Werte längst im kritischen Bereich“, erklärt Miriam Mashkoori, Präventionsexpertin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Das kann schwerwiegende Erkrankungen wie einen Schlaganfall zur Folge haben. „Deswegen ist so wichtig, rechtzeitig vorzubeugen. Mit viel Bewegung, ausgeglichener Ernährung und im Zweifel auch entsprechenden Medikamenten, zum Beispiel gegen Bluthochdruck, kann jeder sein Risiko erheblich reduzieren.“

Check-up 35

Sie rät, ab 35 Jahren regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchen beim Hausarzt zu gehen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten alle drei Jahre.