Prävention lohnt sich

Drei Maßnahmen könnten in 25 Jahren 94 Millionen vorzeitige Todesfälle weltweit verhindern: Vermeidung von Bluthochdruck, Reduktion der Salzzufuhr sowie Vermeidung von trans-Fettsäuren.

Bluthochdruck, ein zu hoher Salzkonsum und ungesättigte trans-Fettsäuren erhöhen das Risiko für Schlaganfälle und die meisten Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Forscher aus London berechneten nun, welche Auswirkungen eine Beeinflussung dieser Risikofaktoren auf die Sterblichkeit hat. Sie fanden abermals heraus, wie wichtig eine gesunde Lebensweise und die Vermeidung von Bluthochdruck, übermäßigem Salzkonsum sowie Transfettzufuhr sind.

Die Studie zeigte, dass eine antihypertensive Therapie (Einsatz von Bluthochdruck senkenden Medikamenten) bei 70% der Bluthochdruck-Patienten zwischen 2015 und 2040 39,4 Millionen vorzeitige Todesfälle verhindern würde. Eine Reduktion der Salzzufuhr um 30% würde weitere 40 Millionen Todesfälle verhindern und die Vermeidung von trans-Fettsäuren 14,8 Millionen Todesfälle. Sofern alle drei Parameter zusammen vermieden werden würden, könnten weltweit 94,3 Millionen vorzeitige Todesfälle in 25 Jahren verhindert werden. Als „vorzeitig“ werden dabei Todesfälle vor dem 70. Lebensjahr bezeichnet. Für die Berechnungen nutzten die Forscher Studien und Berechnungen aus aller Welt zu diesem Thema.

Wie hängen Bluthochdruck, ein zu hoher Salzkonsum und Transfette mit der Entstehung von Schlaganfällen zusammen?

Ein chronisch hoher Blutdruck verursacht Schäden an den Gefäßwänden und fördert die Entstehung von Ateriosklerose. Dies birgt die Gefahr, dass ein verengtes Blutgefäß verstopft oder ein angeschwemmtes Gerinnsel zu einem Gefäßverschluss führt – es kommt zu einem Schlaganfall. Ein hoher Blutdruck erhöht das Schlaganfallrisiko bis um das Fünffache. Erhöhter Konsum von Salz ist wiederum ein Risikofaktor für die Entwicklung eines Bluthochdrucks. Auch eine hohe Zufuhr von trans-Fettsäuren wirkt nachteilig auf die Gesundheit, da das Risiko für eine Fettstoffwechselstörung steigt. Diese führt zu cholesterinhaltige Ablagerungen an den Gefäßwänden und somit abermals zu Arteriosklerose. Auch gehen Fettstoffwechselstörungen mit erhöhten LDL-Werten („böses“ Cholesterin) und erniedrigten HDL-Werten („gutes“ Cholesterin) einher. Während HDL vor ateriosklerotischen Plaques in den Gefäßen schützt, führt hingegen eine hohe LDL-Konzentration zu diesen gefährlichen Ablagerungen in den Arterien.