Kinder haben ein Recht auf Rehabilitation

Mehr Reha-Maßnahmen für Kinder und Jugendliche

Der Internationale Tag der Kinderrechte am 20. November stellt die Kinderrechte in den Mittelpunkt. In Deutschland ist durch einige rechtliche Neuerungen de facto ein Recht hinzugekommen: Das Recht auf Reha.

Die gute Nachricht ist: Die Zahl der genehmigten Reha-Maßnahmen für Kinder steigt. Die schlechte Nachricht: Längst nicht alle rehabedürftigen Kinder beziehungsweise deren Eltern machen davon Gebrauch.

Psychische Erkrankungen, Übergewicht und Asthma gehören zu den Hauptgründen für eine Reha-Maßnahme aber auch seltene Erkrankungen wie der kindliche Schlaganfall gehören dazu. Ein Grund für die seit zwei Jahren steigenden Reha-Zahlen: Die Deutsche Rentenversicherung ist seit wenigen Jahren dazu verpflichtet, eine Kinder- und Jugendreha zu finanzieren, wenn die medizinischen und versicherungstechnischen Voraussetzungen stimmen. „Nur etwa zehn Prozent der Anträge werden abgelehnt“, berichtet Alwin Baumann, Sprecher vom Bündnis Kinder- und Jugendreha gegenüber der Ärzte Zeitung.

Voraussetzung für die Finanzierung durch die Rentenversicherung ist, dass eine Erkrankung einer späteren Ausbildungs- oder Erwerbsfähigkeit im Weg steht. Ist dies nicht der Fall, kann die Reha auch bei den Krankenkassen beantragt werden. Kinder bis zwölf Jahre (zuvor bis zehn Jahre) können von ihren Eltern begleitet werden.

Weitere Informationen unter www.kinder-und-jugendreha-im-netz.de

 

Quelle: Ärzte Zeitung