Wie Wissenschaft die Basis erreicht

Wie erfährt der Physiotherapeut von den mehr als 3.000 Studien in der neurologischen Reha? In Leipzig wurde ein neuer Ansatz dazu vorgestellt.

2016 veröffentlichte die Deutsche Gesellschaft für Neurorehabilitation (DGNR) ihre neue Leitlinie für die Gangrehabilitation. Sie gibt Ärzten und Therapeuten Empfehlungen, welche Trainingsmethoden bei bestimmten Schädigungsbildern und Therapiezielen anzuwenden sind. Es war ein Kraftakt für die beteiligten Autoren, unzählige Studien mussten ausgewertet werden.

Herausgekommen ist ein Papier, das rund 180 Seiten umfasst. Ein hervorragendes Ergebnis, doch viele fragen zurecht: Wie kommt die Wissenschaft an die Basis? „Viele kennen die Leitlinie gar nicht“, sagt Jakob Tiebel, Therapeut und Produktmanager bei THERA-Trainer. „Und selbst wenn: 180 Seiten sind im Handling eine Herausforderung.“

Tiebel hat sich mit einer Arbeitsgruppe der DGNR daran gemacht, die Inhalte in eine verkürzte und strukturierte Online-Darstellung zu bringen und eine graphische Oberfläche für die Anwendung entwickelt, die sowohl am Rechner, auf dem Tablet und dem Smartphone funktioniert. „So erhalten Ärzte und Therapeuten einen niederschwelligen Zugang zum Kern der Informationen,“ erklärt Tiebel, und erhält dafür viel Applaus von der Basis.

Hier geht es zur neuen App für die Gangrehabilitation: remos.dgnr.de