Dr Michael Brinkmeier

Kampagne geht weiter

Mit einer Pressekonferenz in Leverkusen startete die von Bayer initiierte Aufklärungskampagne "Rote Karte dem Schlaganfall" jetzt ins siebte Jahr. Rund 150.000 Materialbestellungen gingen in dieser Zeit ein. Impressionen liefert unser kurzes Video.

 

Demnach stiegen die Kosten für Hilfsmittel um rund 84 Millionen Euro, ein Zuwachs von neun Prozent. Bei Heilmitteln verzeichnet die Krankenkasse ein Plus von drei Prozent um 26 Millionen Euro. Die Anzahl der Versicherten, die Heil- und Hilfsmittel erhielten, ist dabei nahezu identisch geblieben. Laut dem Report lässt sich die Kostensteigerung auf das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz zurückführen, dass im April 2017 in Kraft getreten ist wodurch Therapeuten eine höhere Vergütung für ihre Leistungen erhalten.

Zum Verständnis: Heilmittel sind medizinische Maßnahmen wie zum Beispiel Physiotherapie, Krankengymnastik, Logopädie (Sprachtherapie) oder auch Ergotherapie. Hilfsmittel hingegen sind Sachleistungen, die von der Krankenkasse während einer Behandlung erbracht werden. Hierunter fallen unter anderem Hör- und Sehhilfen (Hörgerät, Brille), Rollstühle oder andere Gehilfen, Prothesen, aber auch Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte.

Unterschiede bei Regionen und Geschlechtern

Die Ausgaben für Heil- und Hilfsmittel sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und weisen eine große Spannweite auf. Laut dem Report reicht sie von 50 Euro pro Versichertem in Bremen bis hin zu 82 Euro in Berlin. Medizinisch seien diese Unterschiede nicht erklärbar. Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer, betont daher, dass allein die medizinische Notwendigkeit und nicht regionale Besonderheiten die Verordnung von Heilmitteln bestimmen dürften.

Und auch bei den Geschlechtern deckt der Bericht der Kasse Unterschiede auf. So erhielten etwa 29 Prozent der Frauen ein Hilfsmittel, bei den Männern hingegen nur 22 Prozent. Eine Begründung, lässt sich dem Bericht der Barmer nicht entnehmen.

Physiotherapie größter Kostenpunkt für Heilmittel

Etwa drei Viertel der Heilmittelkosten kommen durch physiotherapeutische Behandlungen zustande. 2016 betrugen die Gesamtkosten der Behandlungen bei Barmer-Versicherten 537 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 17,8 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben für Ergotherapie belaufen sich, im Vergleich dazu, auf rund 104 Millionen Euro. Hier stiegen die Ausgeben nur um viereinhalb Prozent.