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Schlaganfall am Steuer

Gefahr für Betroffene und andere Straßenverkehrsteilnehmer

Eine Nahaufnahme von der Symptom-Checkkarte.
Unsere Symptomkarte im Scheckkartenformat

Wenn im Winter und Frühjahr die tiefstehende Sonne, Schneeregen oder Nebel das Fahren mit dem Auto erschweren, steigt die Zahl der Verkehrsunfälle. Doch nicht immer sind Wetter und Straßenlage Auslöser eines Unfalls, auch ein plötzlicher Schlaganfall am Steuer kann zu einem Verkehrsunfall führen.

Eine Nahaufnahme von der Symptom-Checkkarte.  
Unsere Symptomkarte im Scheckkartenformat

Wenn im Winter und Frühjahr die tiefstehende Sonne, Schneeregen oder Nebel das Fahren mit dem Auto erschweren, steigt die Zahl der Verkehrsunfälle. Doch nicht immer sind Wetter und Straßenlage Auslöser eines Unfalls, auch ein plötzlicher Schlaganfall am Steuer kann zu einem Verkehrsunfall führen.

Ein Schlaganfall kann „schlagartig" handlungsunfähig machen, kann sich aber auch andeuten. Bemerkt ein Autofahrer bei sich oder einem Mitreisenden typische Anzeichen eines Schlaganfalls wie plötzliche Seh- oder Sprachstörungen, Lähmungen, Schwindel oder plötzlich eintretende starke Kopfschmerzen, sollte er keinesfalls weiterfahren. Dann gilt es, sofort am Straßenrand anzuhalten, das Warnblinklicht einzuschalten, den Notruf 112 zu wählen und den Verdacht auf Schlaganfall mitzuteilen. Denn im Falle eines Schlaganfalls am Steuer besteht nicht nur höchste Gefahr für den Betroffenen sondern auch für die anderen Teilnehmer im Straßenverkehr.

Was Sie für Betroffene tun können, bis weitere Hilfe eintrifft, erfahren Sie im Abschnitt „Notfallhandeln – Erste Hilfe-Maßnahmen".

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Notfallhandeln

Erste-Hilfe Maßnahmen

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Im Notfall richtig und sicher reagieren. Beachten Sie die folgenden Handlungshinweise im Falle eines Schlaganfalls und helfen Sie damit dem Betroffenen.

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Im Notfall richtig und sicher reagieren. Beachten Sie die folgenden Handlungshinweise im Falle eines Schlaganfalls und helfen Sie damit dem Betroffenen.

  • den Betroffenen nach Möglichkeit nicht allein lassen, ihn beruhigen und ihm signalisieren, dass der Arzt unterwegs ist
  • beengende Kleidung lockern
  • bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage, Oberkörper leicht erhöht
  • Atemwege frei halten, gegebenenfalls Zahnprothesen entfernen
  • Vitalwerte wie Puls und Atmung kontrollieren
  • keine Getränke oder Medikamente anreichen – Schluckstörung!
  • bei Herz- odere Atemstillstand: sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten

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Rettungskette

Was passiert nach dem Notruf?

Ein Mann wird auf einer Trage von zwei Sanitätern das Treppenhaus hinuntergetragen. Eine Angehörige begleitet ihn und trägt eine Tasche.

Durch den Eingang des Notrufs bei der Rettungsleitstelle wird der Notarzt beziehungsweise der Rettungsdienst alarmiert. Dieser versorgt den Betroffenen vor Ort und bringt ihn idealerweise so schnell wie möglich in ein für Schlaganfall-Betroffene spezialisiertes Krankenhaus.

Ein Mann wird auf einer Trage von zwei Sanitätern das Treppenhaus hinuntergetragen. Eine Angehörige begleitet ihn und trägt eine Tasche.  

Durch den Eingang des Notrufs bei der Rettungsleitstelle wird der Notarzt beziehungsweise der Rettungsdienst alarmiert. Dieser versorgt den Betroffenen vor Ort und bringt ihn idealerweise so schnell wie möglich in ein für Schlaganfall-Betroffene spezialisiertes Krankenhaus.

Ein Mensch mit einem akuten Schlaganfall wird idealerweise in einer spezialisierten Klinik mit einer Spezialstation für Schlaganfall-Betroffene, einer so genannten Stroke Unit zu Deutsch Schlaganfall-Einheit  behandelt.

In der Stroke Unit:

Eine Krankenhausmitarbeiterin schiebt einen Patienten in einen Computertomografen.  

Dort wird der Betroffene zunächst körperlich untersucht. Um schnellstmöglich mit einer Therapie beginnen zu können, wird mittels einer Computertomographie (CT) nach dem Hauptgrund für den Schlaganfall gesucht. Mit dieser Röntgenschichtaufnahme können die Ärzte schon in den ersten Stunden feststellen, ob es sich um eine Hirnblutung („Platzen" eines Gefäßes) oder um einen  Hirninfarkt („Verstopfen" eines Gefäßes) handelt.

Neben einer so genannten Basistherapie, die aus einer Überwachung und Behandlung der Atem- und Herzkreislauffunktionen, der Körpertemperatur und des Blutzuckers besteht, gibt es abhängig vom ermittelten Hauptgrund und anderen medizinischen Ausschlusskriterien verschiedene therapeutische Maßnahmen.

Behandlungsschwerpunkte:

Eine Krankenhausmitarbeiterin leuchtet einen Patienten mit einer kleinen Taschenlampe in die Augen.  
  • Die beim Herzinfarkt schon seit längerer Zeit eingesetzte so genannte Thrombolyse wird seit einigen Jahren auch in der Therapie von Hirninfarkten eingesetzt.
    Bei der „Lyse" werden Medikamente in den Körper eingebracht, um Blutgerinnsel aufzulösen. Dahinter steckt die Idee, dass die durch den Verschluss eines Gefäßes von der Versorgung abgeschnittenen Hirnbereiche wieder mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und somit vor dem Absterben bewahrt werden. Wenn die Medikamente über eine venöse Infusion gegeben werden und im ganzen Körper wirken, sprechen Mediziner von einer systemischen Thrombolyse. Dieses Verfahren ist allerdings nur bis zu drei Stunden nach Einsetzen der ersten Symptome des Schlaganfalls möglich.
    Von einer lokalen Thrombolyse spricht man, wenn das Medikament über einen Katheter direkt „vor Ort" in der Arterie verabreicht wird. Dieses Verfahren ist bis zu sechs Stunden nach Einsetzen der Symptome möglich, unterliegt jedoch strengen medizinischen Ausschlusskriterien. Die ersten Stunden und Tage nach einem Schlaganfall verbringt der Betroffene auf der  speziellen Überwachungs- und Therapiestation.
     
  • Ein weiterer Behandlungsschwerpunkt ist die so genannte Sekundärprävention. Ziel ist es, von Anfang an durch Medikamente die Blutgerinnung zu hemmen und dadurch die Bildung von weiteren „Verstopfungen" der Gefäße zu verhindern, also einem weiteren Hirninfarkt vorzubeugen.
     
  • Bei Hirnblutungen oder bei Hirninfarkten, die mit einer Schwellung des Hirngewebes einhergehen, kann eine Operation am Gehirn notwendig sein. Diese kann bei einer Hirnblutung zum Beispiel dem „Ausräumen" von Blutungen dienen; bei Hirninfarkten kann durch eine Entfernung von Teilen des Schädelknochens dem sich ausdehnenden Gehirn Raum geschaffen werden. Der entfernte Teil des Schädelknochens wird dann wieder eingesetzt, wenn sich die Schwellung zurückgebildet hat. Solche Eingriffe sind allerdings selten notwendig.