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Vorhofflimmern

Die medikamentöse Therapie

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Um das Schlaganfall-Risiko zu reduzieren, ist vielen Fällen die Einnahme von Medikamenten nötig. Die häufigsten Medikamentengruppen sind hier die sogenannten Blutgerinnungshemmer (Fachbegriff: Antikoagulantien) sowie die Antiarrhythmika, die zur Stabilisierung des Herzrhythmus verordnet werden.

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Um das Schlaganfall-Risiko zu reduzieren, ist vielen Fällen die Einnahme von Medikamenten nötig. Die häufigsten Medikamentengruppen sind hier die sogenannten Blutgerinnungshemmer (Fachbegriff: Antikoagulantien) sowie die Antiarrhythmika, die zur Stabilisierung des Herzrhythmus verordnet werden.

Für beide Gruppen gilt:
Sie müssen besonders sorgfältig dosiert werden, sprich: «Jeden Tag streng nach Plan» eingenommen werden.

Der behandelnde Arzt legt die notwendige Menge an Tabletten mit Hilfe regelmäßiger Kontrolluntersuchungen exakt fest. Sie, als Patient, sind nun gefragt: Sie selbst tragen dafür Sorge, dass Sie die Tabletten regelmäßig einnehmen!

Legen Sie zunächst einen Zeitpunkt fest, an dem Sie die Tabletten jeden Tag einnehmen wollen. Bauen Sie sich Gedächtnisbrücken, wie beispielsweise ein Aufkleber am Spiegel im Badezimmer oder ein Zettel an der Kaffeemaschine.

Weiterer Tipp: Bereiten Sie ihre Medikamente für die ganze Woche in Tagesdispensern vor. So haben Sie einen guten Überblick

Wichtig: Sollten Sie die Einnahme einmal vergessen haben, so nehmen Sie auf keinen Fall am nächstenTag die doppelte Menge. Dies könnte zu vermeidbaren Komplikationen führen. Wenden Sie sich in diesem Fall vertrauensvoll an Ihren Arzt. Er sagt Ihnen, was zu tun ist.

Besonderheiten Antiarrhythmika:

  • Antiarrhythmika verlangsamen zumeist den Herzschlag
  • Hier ist die verordnete Dosis besonders gut einzuhalten. Besprechen Sie potentielle Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt und nehmen Sie die Kontrolltermine wahr.


Besonderheiten Antikoagulantien:

  • durch die verlangsamte Blutgerinnung können leichte Verletzungen stärker Bluten,  das ist aber noch normal (Neigung zu blauen Flecken nimmt zu) – Es empfiehlt sich daher, im Alltag etwas umsichtiger zu sein, um Stöße und Verletzungen weitestgehend zu vermeiden.
  • Bei einer  guten Einstellung  der Medikamente ist die Blutungsgefahr allerdings relativ gering und ein guter  Schutz bspw. vor einem Schlaganfall gegeben. Auch  hier ist die enge Zusammenarbeit mit dem Arzt deshalb besonders wichtig.

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Vorhofflimmern

Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Das so genannte Vorhofflimmern ist eine spezielle Form der Herzrhythmusstörung. Es äußert sich durch einen unregelmäßigen Herzschlag und es erhöht das Schlaganfall-Risiko ganz massiv. Diese unregelmäßigen Herzschläge sind meist nicht direkt spürbar (Herzstolpern oder Herzklopfen). Dadurch sind sie besonders gefährlich.

 

Bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen sind besonders gefährlich für die Entwicklung eines Schlaganfalls.

Das so genannte Vorhofflimmern ist eine spezielle Form der Herzrhythmusstörung. Es äußert sich durch einen unregelmäßigen Herzschlag und es erhöht das Schlaganfall-Risiko ganz massiv. Diese unregelmäßigen Herzschläge sind meist nicht direkt spürbar (Herzstolpern oder Herzklopfen). Dadurch sind sie besonders gefährlich.

 

Wie arbeitet das Herz?

Unser Herzschlag entsteht durch elektrische Signale. Auslöser und Taktgeber für diese Signale ist der sogenannte Sinusknoten. Er erzeugt elektrische Impulse die dazu führen, dass sich die Vorhöfe des Herzens zusammenziehen. Dabei pumpen sie das Blut in die Herzkammern. Das elektrische Signal wandert von den Vorhöfen in die Mitte des Herzens zum sogenannten AV-Knoten (Atrio-Ventrikular-Knoten) und dann zu den Kammern.  Auch die Kammern ziehen sich durch das elektrische Signal zusammen und pumpen das Blut weiter zur Lunge und in den Körper. Bei einem normalen Herzschlag ziehen sich also zuerst die Vorhöfe und dann die Kammern zusammen. Der AV-Knoten hat die Aufgabe den richtigen Takt an die Kammern weiterzugeben. So bleibt das Herz in einem regelmäßigen Rhythmus.  

 

Was passiert wenn das Herz aus dem Takt gerät?

Es gibt viele Formen von Herzrhythmusstörungen. Ursache sind zum Beispiel falsche oder nicht richtig übertragenen elektrische Impulse im Herzen. Solche Rhythmusstörungen machen sich bemerkbar als Aussetzer, Herzklopfen, Herzrasen oder Herzstolpern. Andere Anzeichen können Unruhe, Schwindel, Kurzatmigkeit, Müdigkeit oder Schwächegefühl sein.  
Das Vorhofflimmern ist die häufigste Form der Herzrhythmusstörung. Dabei treten ungeordnete elektrische Impulse in den Vorhöfen auf. Der Herzschlag gerät mit über 100 Schlägen pro Minute aus dem natürlichen Takt. Das ist zwar nicht direkt lebensbedrohlich, kann jedoch zu gefährlichen Folgeschäden wie einem Schlaganfall führen. Denn das unregelmäßige Schlagen führt zu gestörten Blutströmungen. Dadurch können sich Blutgerinnsel im Herzen bilden, die mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangen. Dort  besteht die Gefahr, dass sie eine Arterie verstopfen (Embolie) und einen Schlaganfall auslösen.
Vorhofflimmern tritt mit zunehmendem  Alter verstärkt auf.

Neben dem Lebensalter begünstigen auch andere Faktoren das Vorhofflimmern.

 

  • Bluthochdruck,
  • Herzmuskelschwäche,
  • koronare Herzkrankheiten,
  • Diabetes mellitus,
  • Übergewicht
  • und übermäßiger Alkoholkonsum.

 

Parallel zur Verringerung der genannten Risikofaktoren für das Vorhofflimmern können Medikamente wie Blutgerinnungshemmer und /oder Antiarrhythmika das Risiko des Vorhofflimmerns mindern. Durch die Gabe von Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen, so genannte Blutverdünner,  kann das Schlaganfall-Risiko um bis zu 70 Prozent reduziert werden.

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Vorhofflimmern - Herz ausser Takt

Eine Aufklärungskampagne

Das rechtzeitige Erkennen, die gezielte Therapie nach dem neuesten Stand der Wissenschaft und das Einhalten des Therapieplans durch Sie als Patienten können die Prognose und Ihre Lebensqualität verbessern. Das setzt gut informierte Patienten und Ärzte voraus.

Weitere Informationen finden Sie hier

 

 

Das rechtzeitige Erkennen, die gezielte Therapie nach dem neuesten Stand der Wissenschaft und das Einhalten des Therapieplans durch Sie als Patienten können die Prognose und Ihre Lebensqualität verbessern. Das setzt gut informierte Patienten und Ärzte voraus.

Hier setzt „Vorhofflimmern – Herz außer Takt“ an: In Zusammenarbeit mit Kardiologen aus Kliniken und Praxis starten bundesweit Beratungstage für Patienten und Interessierte. Sie bieten Vorträge und Informationen zur Erkrankung, Therapie und Prävention sowie Gespräche mit Experten. Zusätzlich bietet Ihnen „Vorhofflimmern – Herz außer Takt“ Gesundheits-Checks und viele praktische Tipps: Zum Beispiel wie Sie  Bewegung einfach in den Alltag integrieren können.  

Die Kampagne „Vorhofflimmern - Herz außer Takt“ wird vom Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET), von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe  sowie vom Gesundheitsunternehmen Sanofi  getragen. Das Ziel: die Versorgung von Patienten mit Vorhofflimmern zu optimieren.

Weitere Informationen finden Sie hier