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Fehlernährung und Übergewicht

 

Ein Maßband, das um einen Bauch gespannt ist.

In Deutschland nimmt die Zahl übergewichtiger Menschen seit Jahren zu. Derzeit sind hierzulande etwa zwei Drittel der Männer und etwa die Hälfte der Frauen übergewichtig oder fettleibig. Die Ursache ist in vielen Fällen die Kombination von ungesunden Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel.

Ein Maßband, das um einen Bauch gespannt ist.  

In Deutschland nimmt die Zahl übergewichtiger Menschen seit Jahren zu. Derzeit sind hierzulande etwa zwei Drittel der Männer und etwa die Hälfte der Frauen übergewichtig oder fettleibig. Die Ursache ist in vielen Fällen die Kombination von ungesunden Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel.

Übergewicht stellt eine stetige Gefahr für die Betroffene dar. Denn neben Diabetes, Gicht und anderen Stoffwechselerkrankungen  steigert  Übergewicht  das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Arteriosklerose. Ihr Schlaganfall-Risiko steigt damit um das Zwei- bis Dreifache.

Ab wann ist es Übergewicht?

Um das Körpergewicht eines erwachsenen Menschen beurteilen zu können, wird meist der Körpermassenindex, englisch auch Body Maß Index, kurz BMI berechnet.

Für die Berechnung wird das Körpergewicht in Kilogramm, durch die Körpergröße in Metern, mal zwei berechnet. Das klingt komplizierter als es ist.

Ein Beispiel:Ein Erwachsener Mann hat die Körpergröße von 1,75 Meter und einem Körpergewicht von 80 Kilogramm. Nach der Formel rechnet er:  

80 : (1,75 x 1,75) = 26,1

Er hat danach einen BMI von 26,1 kg/m2. Wie aus der Übersicht unten hervorgeht hat er damit Übergewicht .

Ein normales Körpergewicht ist definiert als BMI kleiner als 25 kg/m2. Bei einem BMI von 25 kg/m2 und mehr beginnt Übergewicht. Von Fettleibigkeit, der sogenannten Adipositas spricht man bei einem BMI von 30 kg/m2 und mehr.

Hier eine Übersicht:

  • Untergewicht < 18,5 niedrig
  • Normalgewicht 18,5-24,9 durchschnittlich
  • Übergewicht 25,0-29,9 gering erhöht
  • Adipositas Grad I 30,0-34,9 erhöht
  • Adipositas Grad II 35,0-39,9 hoch
  • Adipositas Grad III ≥ 40,0 sehr hoch

 

Überprüfen Sie mit der folgenden Rechnung einfach selbst, ob Ihr Gewicht im Normalbereich liegt.

Sie benötigen dazu die Zahl Ihres Körpergewichtes und die Länge Ihrer Körpergröße.

Körpergewicht in kg
--------------------------                                            
(Körpergröße in m)2

Was auch die Körperform verrät

 

Der BMI erfasst das Ausmaß des Übergewichts. Die Messung ist allerdings bei Kindern und sehr muskulösen Menschen ungeeignet, da sie verfälschende Werte liefert. Einen deutlicheren Hinweis liefert vor allem die Verteilung des Körperfetts. Sie bestimmt das Risiko für Folge- und Begleiterkrankungen.

 

Aufgrund der Fettverteilungsmuster unterscheidet  man in „Apfel- und Birnentyp".

 

Apfeltyp:

Menschen die dem Apfeltyp entsprechen haben einen großen Bauchumfang mit Fettspeichern an den inneren Organen. Der Apfeltyp ist mit einem hohen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.

 

Birnentyp:

Menschen vom Birnentyp weisen eher Fettpolster an Hüften, Gesäß und Oberschenkeln auf.

 

Der Unterschied diese beiden Typen liegt in den Fettzellen. Solche Fettzellen, die überschüssiges Fett am Bauch sammeln, sind im Vergleich zu den Fettzellen an Hüften und Gesäß sehr stoffwechselaktiv. Sie geben vermehrt Fettsäuren ins Blut ab. Und genau diese freien Fettsäuren unterstützen schädliche Ablagerungen an den Gefäßwänden (Arteriosklerose) und erhöhen das Risiko für Bluthochdruck und damit für einen Schlaganfall. Obwohl sich beim Birnentyp die Fettzellen „nur" im Bereich der Hüften und Oberschenkel sammeln, haben auch Menschn von diesem Typ ein Gesundheitsrisiko – wenn auch geringer als beim Apfeltyp.

Die Bestimmung des Bauchumfangs ist daher ein einfaches, aber aussagekräftiges Instrument zur Ermittlung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mit Hilfe eines Maßbandes können Sie Ihr persönliches Bauchfettrisiko auf einfache Art ermitteln.

 

So wird es gemacht:

  • Stellen Sie sich mit freiem Oberkörper hin.
  • Maßband in Bauchnabelhöhe anlegen und in gerader Linie um den Bauch legen.
  • Bauchumfang in leicht ausgeatmetem Zustand ablesen.

 

Bei Frauen: Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ab einem Bauchumfang von 80 cm und mehr erhöht. Ein deutlich erhöhtes Risiko besteht ab 88 cm.

 

Bei Männer: Ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegt ab einem Bauchumfang von 94 cm und mehr vor. Deutlich erhöht ist das Risiko ab 102 cm.

Was können Betroffene tun?

Bei Herz- und Kreislauferkrankungen hat sich gezeigt, dass eine Gewichtsabnahme das Erkrankungsrisiko deutlich senken kann.

Da Übergewicht und Bewegungsmangel in einem engen Zusammenhang stehen, lässt sich das Schlaganfall-Risiko am besten durch die Kombination einer gezielten Ernährung und sportlicher Betätigung senken.  Bevor Sie aber mit einer Ernährungsumstellung oder einer Sportart  beginnen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt über Ihr Vorhaben. Er weiß auf was Sie dabei achten sollten.