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Bewegung gegen den Schlaganfall
Olympiasiegerin Magdalena Neuner hat dazu viele Tipps
Regelmäßige Bewegung hilft körperlich und geistig fit und gesund zu bleiben – und das in jedem Lebensalter! Leider ist das Alltagsbild vieler Menschen immer stärker geprägt von einer sitzenden und bewegungsarmen Lebensweise. Wer sich wenig bewegt riskiert Gesundheitsgefährdungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.
Mehr Bewegung muss her!
Die zweifache Olympiasiegerin Magdalena Neuner gibt Ihnen Tipps, wie Sie Sport und Bewegung in Ihren Alltag integrieren können.
Bewegungstipps für jedes Alter
Um das Herz-Kreislaufsystem zu stärken und der Entstehung von Erkrankungen wie dem Schlaganfall vorzubeugen, sollten Erwachsene bereits im jungen Lebensalter mindestens 30 Minuten körperlicher Bewegung am Tag nachgehen. Auch im Alter gelten 30 Minuten moderate Bewegung am Tag als empfehlenswert. Man kann und sollte dabei auch ruhig ins Schwitzen kommen.
Magdalenas Tipp: „Bringen Sie Bewegung in Ihren Alltag! Nutzen Sie jede Chance sich zu bewegen, steigen Sie Treppen, statt den Fahrstuhl zu nutzen."
- Fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit oder gehen Sie kurze Strecken zu Fuß, statt mit dem Auto zu fahren. Wenn nötig, machen Sie dabei ruhig kleine Verschnaufpausen.
- Nutzen Sie die Mittagspause für ein wenig Bewegung im Büroalltag.
- Beginnen Sie mit leichter, aber konsequenter körperlicher Bewegung.
- Motivieren Sie Freunde und Familienangehörige – Gemeinsam bringt der Sport mehr Spaß!
Wer schon als junger Mensch sportlich aktiv ist, wird im Erwachsenenalter davon profitieren. Und auch im Alter lohnt es sich wieder aktiv zu werden und zu bleiben.
WICHTIG! Wenn Sie bisher nur wenig oder gar keinen Sport getrieben haben, lassen Sie sich vorab von Ihrem Hausarzt beraten.
Durch körperliche Bewegung können Sie Ihr Gewicht beeinflussen, denn Ihr Energieverbrauch wird durch körperliche Aktivität gesteigert – Mehr Bewegung, mehr Energieverbrauch!
Magdalenas Tipp:„Abwechslung ist wichtig! Stellen Sie sich einen Trainings-Mix zusammen, so behalten Sie den Spaß an der Bewegung."
Abwechslungsreiches Training bringt mehr Spaß. Einen Tag Jogging, den anderen Schwimmen oder Radfahren. Vielleicht finden Sie eine Sportart für die Sie sich dauerhaft begeistern können.
Ausdauersportarten wirken sich besonders günstig auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Besonders geeignet sind:
- Wandern und Nordic-Walking
- Tanzen
- Gymnastik
- Inliner fahren
- Schwimmen und Wassergymnastik
- Ausdauertraining, z.B. Jogging, Aerobic, Radfahren und Skilanglauf
Welche Form der körperlichen Aktivität besonders gesundheitsfördernd ist, ist abhängig von Ihrem Lebensalter und Ihrem aktuellen Fitnesszustand.
Pulsmessung
Wichtig ist, Herz und Kreislauf nicht zu überlasten! Messen Sie beim Sport zwischendurch Ihren Puls. Entweder per Hand oder mit einer Pulsuhr.
Puls selber messen
Legen Sie Zeige- und Mittelfinger an die Innenseite des Handgelenks, einen Zentimeter unterhalb des Daumenballens. Zählen Sie die Herzschläge innerhalb eines Zeitintervalls von 15 Sekunden (Wecker oder Uhr mit Sekundenzeiger). Multiplizieren Sie den gemessenen Wert mit vier. So erhalten Sie Ihren Ruhepuls.
Mit 60 bis 100 Schlägen liegen Sie im Normalbereich.
Ruhepuls ermitteln:
Um die Belastung anhand des Pulses einschätzen zu können, ist es wichtig, dass Sie Ihren individuellen Ruhepuls kennen. Der richtige Zeitpunkt zur Messung des Ruhepulses ist morgens, vor dem Aufstehen. Gehen Sie bei der Messung wie oben beschrieben vor.
Belastungs- oder Trainingspuls ermitteln:
Um den richtigen Trainigspuls zu berechnen gilt die Formel „180 minus Lebensalter" (plus oder minus zehn Schlage Toleranz). Für einen 55-Jährigen sollten der Trainingspuls demnach zwischen 115 und 135 Schlägen pro Minute liegen. Messen Sie Ihren Belastungspuls direkt nach der Belastung 15 Sekunden lang und multiplizieren Sie diesen Wert mit vier.