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Rehabilitation nach Schlaganfall...

..zurück ins Leben

Etwa zwei Drittel der Patienten, die einen Schlaganfall überleben, haben körperliche Einschränkungen und sind auf fremde Hilfe angewiesen. Damit die Betroffenen wieder einen möglichst selbstbestimmten Alltag leben können, ist die Phase der Rehabilitation überaus wichtig.

 

Etwa zwei Drittel der Patienten, die einen Schlaganfall überleben, haben körperliche Einschränkungen und sind auf fremde Hilfe angewiesen. Damit die Betroffenen wieder einen möglichst selbstbestimmten Alltag leben können, ist die Phase der Rehabilitation überaus wichtig.

Bereits direkt nach dem Schlaganfall-Ereignis - wenn der Zustand des Patienten stabilisiert ist - beginnen rehabilitative Maßnahmen. Ein Experten-Team arbeitet gemeinsam an dem übergeordneten Ziel, die Selbstständigkeit des Betroffenen wiederherzustellen.

Um optimale Wirksamkeit zu entfalten, muss die richtige Rehabilitation zum passenden Zeitpunkt einsetzen. Bedeutsam ist daher die frühzeitige Planung. Es ist wichtig, so früh wie möglich mit dem behandelnden Arzt zu sprechen, ob eine Rehabilitation in Frage kommt. Denn um zu entscheiden, ob eine Rehabilitation eingeleitet werden soll, muss der behandelnde Arzt die folgenden Punkte berücksichtigen:

Rehabilitationsfähigkeit

 

Basis für die Beurteilung der Rehabilitationsfähigkeit (körperliche und seelische Verfassung des Patienten) sind die Ergebnisse der medizinischen Untersuchungen und der neurologischen Testverfahren. Die Motivation bzw. Motivierbarkeit und die Belastbarkeit für die Teilnahme an einer Rehabilitation sind gegeben, wenn der Patient die Maßnahme akzeptiert und die Therapie- und Übungsmaßnahmen durchgeführt werden können.

Rehabilitationsprognose

Die Rehabilitationsprognose enthält medizinische Wahrscheinlichkeitsaussagen über die Erreichbarkeit der individuell definierten Rehabilitationsziele. Grundlagen für die Erstellung der Prognose sind:

  • die Erkrankung,
  • der bisherige Krankheitsverlauf,
  • das Kompensationspotenzial (die persönliche Ausgleichsfähigkeit),
  • die Rückbildungsfähigkeit.

Die Prognose wird im Hinblick auf die geeigneten unterschiedlichen Rehabilitationsmaßnahmen gegeben und bezieht sich auf einen begrenzten Zeitraum. Dabei sind die individuellen Ressourcen des Patienten (Alter, Fitness, allgemeiner Gesundheitszustand, Psyche und persönliches Umfeld) zu beachten und zu fördern. Die Rehabilitationsprognose und das Angebot spezieller Therapien sind die Grundlagen für die Auswahl der Rehabilitationsklinik.

Rehabilitationsziele

 

Zunehmend wichtiger wird auch die frühzeitige Formulierung von Rehabilitationszielen. Vor allem als Begründung bei der Antragstellung verlangen die Kostenträger bereits frühzeitig Aussagen darüber, was für den einzelnen Patienten mit der Rehabilitation erreicht werden soll. Mögliche Rehabilitationsziele sind beispielsweise Rückkehr ins Arbeitsleben oder das Erlernen alltagspraktischer Fähigkeiten. Gleichzeitig muss der behandelnde Arzt auch anhand der persönlichen Voraussetzungen des Patienten die in Frage kommende Phase der Rehabilitation einschätzen oder entscheiden, ob für den Patienten eine Geriatrische Rehabilitation geeigneter scheint.

Sind alle diese Punkte für den Patienten geklärt und wird vom behandelnden Arzt eine Rehabilitation befürwortet, wird vom Krankenhaus die angestrebte Rehabilitation organisiert. In der Regel erfolgt dies durch die Zusammenarbeit von Ärzten und Krankenhaussozialdienst.

 

Adressen von Rehabilitationskliniken

Wenn Sie eine passende neurologische Rehabilitationsklinik in Ihrer Nähe suchen, dann nutzen Sie doch einfach unsere Adressübersicht.

Hinweis: Diese Adressübersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Aufnahme einer Rehabilitationsklinik in die Liste ist nicht mit einer Empfehlung oder Wertung seitens der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe verbunden.

 

Zuversichtlich bleiben!

Der Schlaganfall ist ein heftiger Einschnitt in das Leben Betroffener und Angehöriger. Manchmal sind die Folgen gravierend, doch verlieren Sie nicht den Mut! Der Körper und das Gehirn verfügen über erstaunliche Regenerationsfähigkeiten, welche durch die Therapien in der Rehabilitation aktiviert werden.

Unser Service für Sie

Zu den verschiedenen Themen rund um Rehabilitation und Schlaganfall bieten wir Ihnen an dieser Stelle Downloadmaterial auf einen Blick.

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Hilfsmittel zur beruflichen Rehabilitation

 

Das betriebliche Integrationsteam, das Integrationsamt oder Experten der Bundesagentur für Arbeit - es gibt viele Ansprechpartner, an die man sich bei Fragen zur beruflichen Integration wenden kann. Wir geben an dieser Stelle einen ersten Überblick.

 

Das betriebliche Integrationsteam, das Integrationsamt oder Experten der Bundesagentur für Arbeit - es gibt viele Ansprechpartner, an die man sich bei Fragen zur beruflichen Integration wenden kann. Wir geben an dieser Stelle einen ersten Überblick.

Ziel der begleitenden Hilfe

Mit begleitender Hilfe im Arbeitsleben sollen die Eingliederung schwerbehinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt gefördert sowie bestehende Arbeitsverhältnisse gesichert werden. Dadurch sollen schwerbehinderte Menschen in ihrer sozialen Stellung nicht absinken und auf Arbeitsplätzen beschäftigt werden, auf denen sie ihre Fähigkeiten und Kenntnisse voll verwerten und weiterentwickeln können. Über allem steht die Behauptung schwerbehinderter Arbeitnehmer in der Konkurrenz zu anderen Arbeitnehmern (§ 102 Abs. 2 SGB IX).

Was bietet der Markt?

Derzeit gibt es eine große Zahl an Produkten zur Eingliederung schwerbehinderter Menschen am Arbeitsplatz. Bezogen auf den individuellen Arbeitsplatz gibt es z.B. Bildschirmlesegeräte, die bei Schädigungen des Sehnervs Abhilfe schaffen sollen. Einhand-Tastaturen erleichtern Arbeitnehmern mit motorischen Defiziten die Computer-Arbeit. Höhenverstellbare Arbeitstische und Stühle sollen für eine angepasste Sitz- und Blickhöhe sorgen. Auch orthopädische Sicherheitsschuhe zählen zu den arbeitsplatzbezogenen Hilfsmitteln.

Auf der Ebene der Unternehmensinfrastruktur werden zudem barrierefreie Toiletten oder Zugänge, Maschinenanlagen sowie Transportmittel angeboten, wodurch es auch für Arbeitgeber interessant ist, eine Förderung zu beantragen. Installiert werden beispielsweise hierzulande bereits Auffahrrampen, automatische Türen, Treppenlifte oder behinderungsgerechte Sanitäranlagen.

Förderleistungen für Arbeitnehmer und Auszubildende

Ziel der Maßnahmen ist es, Menschen mit Behinderung oder drohender Behinderung bei der Arbeitssuche, bei der Aufnahme einer Beschäftigung und dem Erhalt des Arbeitsplatzes zu unterstützen. Unterschieden wird hierbei zwischen berufsbezogenen und technischen Arbeitshilfen.

Berufsbezogene Arbeitshilfen fallen normalerweise in die Leistungspflicht der Gesetzlichen Krankenversicherung. Träger der beruflichen Rehabilitation bzw. das Integrationsamt kommen auf, wenn diese Hilfsmittel für die Ausübung einer speziellen Berufstätigkeit erforderlich sind (§ 33 Abs. 8 Nr. 4 SGB IX).

Als technische Arbeitshilfen werden laut § 33 Abs. 8 Nr. 5 SGB IX Vorrichtungen und Geräte bezeichnet, die behinderungsbedingte Nachteile bei der Ausübung der Arbeit ausgleichen. Sie werden am Arbeitsplatz installiert, ausschließlich dort benutzt und sind auf die persönlichen Bedürfnisse des behinderten Arbeitnehmers abgestimmt, weshalb der Arbeitnehmer selbst Antragsteller und Eigentümer der technischen Arbeitshilfe.

Kann ein Arbeitnehmer seine Tätigkeit nur mit diesen technischen Arbeitshilfen ausüben oder wird die Arbeit damit weniger belastend und sicherer, können die Kosten in voller Höhe übernommen werden.

Förderleistungen für Arbeitgeber

Arbeitgeber haben ebenfalls vielfältige Möglichkeiten, Zuschüsse zu erhalten. Zu diesen gehören beispielsweise Zuschüsse zur behinderungsgerechten Arbeitsplatzgestaltung durch technische oder bauliche Maßnahmen. Grundsätzlich förderberechtigt sind auch Arbeitsplätze für befristet Beschäftigte sowie für Teilzeitbeschäftigte (§ 73 SGB IX, § 26 SchwbAV). Zudem bieten die Bundesländer regelmäßig zeitlich befristete Sonderförderprogramme für Arbeitgeber an, die über die staatliche Regelförderung hinausgehen.

Grundsätzlich können Arbeitgeber immer bei Neueinstellungen, Schaffung von neuen Ausbildungsplätzen und Erhalt von Arbeitsverhältnissen mit behinderten Menschen Förderung erhalten, wenn behinderungsgerechte Anpassungen bei der Arbeitsplatzgestaltung vorgenommen werden. Generell liegt die Regelförderung bei ca. 60 Prozent der Kosten, es sind jedoch auch individuelle Vereinbarungen möglich.

Wichtige Ansprechpartner

Wenn Sie Fragen zur beruflichen Teilhabe, Arbeitsanpassung, Finanzierung oder Antragstellung haben, wenden Sie sich am besten ein einen der folgenden Ansprechpartner.

Erstens hilft meist schon das betriebliche Integrationsteam weiter, welches als betrieblicher Interessensvertreter und unmittelbarer Ansprechpartner für Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit Behinderung fungiert. Meist gehört ihm ein Vertreter des Betriebs-/Personalrates sowie der Arbeitgeberbeauftragte an.
Die öffentliche Zuständigkeit für dieses Thema liegt beim Integrationsamt. Des Weiteren helfen Reha-Teams, sowohl der Bundesagentur für Arbeit als auch der Renten- bzw. Unfallversicherungen, die im Rahmen des Reha-Managements kostenlose Beratung in allen Fragen der Rehabilitation, vorrangig zum Thema Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, anbieten.

Wer sich nicht sicher ist, wer für Leistungen zuständig ist, kann den Antrag bei einer trägerübergreifenden, kostenlosen Gemeinsamen Servicestelle einreichen. Diese Stellen leiten den Antrag an den entsprechenden Träger weiter.

Weiterführende Quellen

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Hilfsmittel für ein selbstbestimmtes Leben

Rehacare 2016

Volle Messehallen und einigen Neuheiten erwarteten die Besucher auf der REHACARE 2016. Die Düsseldorfer Messe präsentierte Ende September Hilfsmittel und Dienstleistungen rund um ein selbstbestimmtes Leben mit Behinderung oder Pflegebedarf. 910 Unternehmen und Organisationen aus 36 Ländern sorgten für einen Aussteller-Rekord. Auch die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe war mit einem Infostand vertreten. Außerdem haben wir Ausschau gehalten nach interessanten Neuentwicklungen rund um das Leben nach einem Schlaganfall.

Volle Messehallen und einigen Neuheiten erwarteten die Besucher auf der REHACARE 2016. Die Düsseldorfer Messe präsentierte Ende September Hilfsmittel und Dienstleistungen rund um ein selbstbestimmtes Leben mit Behinderung oder Pflegebedarf. 910 Unternehmen und Organisationen aus 36 Ländern sorgten für einen Aussteller-Rekord. Auch die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe war mit einem Infostand vertreten. Außerdem haben wir Ausschau gehalten nach interessanten Neuentwicklungen rund um das Leben nach einem Schlaganfall.

Stufenlos ins Haus

Die Firma Altec aus Singen, bekannt als Hersteller von Rollstuhlrampen, stellte sein neues Modulsystem RLS vor. Ist genügend Platz am Gebäude vorhanden, kann das Rampensystem die Alternative zu einem Lift sein. Die Länge der Rampe richtet sich dabei nach der zu überwindenden Höhendifferenz. Entsprechend der Länge können auch ebene Ruhepodeste, Eck- oder Wendepodeste eingebaut werden.

Eine Alternative zur dauerhaften Installation einer Rampe kann die Mietrampe sein. Vor allem dann, wenn ein Patient nur vorübergehend nicht mobil ist und auf eine baldige Rehabilitation hofft. Darauf hat sich die Kölner AHA! Effekt GmbH spezialisiert, nach eigener Aussage größter Anbieter von Mietrampen bundesweit. Auch AHA arbeitet mit einem Modulsystem, für den Transport können die Elemente quasi zusammengerollt werden. Gezahlt wird je nach Gesamtlänge der Elemente und Mietdauer. Der Aufbau kann in Eigenregie oder durch die Firma erfolgen.

Neue Rollstuhltechnik

 

Sehr gefragt waren auf der REHACARE wie immer die Angebote an Rollstühlen und anderen Gehhilfen. Der Hilfsmittel-Riese Ottobock bot für alle Messebesucher einen Rollstuhl-Reparaturservice an, vor dem sich zeitweise lange Schlangen bildeten. Das Remscheider Unternehmen Motion Solutions (moso) stellte seinen neuen „Co-Seat" vor. Die Sitzfläche dieses Elektro-Rollstuhls bleibt stets in der Ebene, auch beim Fahren an der Schräge passt sie sich an und sogar in engen Kurven gleicht der Stuhl die Fliehkräfte aus.

AAT präsentierte seine neue Schiebe- und Bremshilfe CAMILINO. In Verbindung mit dem neuen Lithium-Ionen Akku ermöglicht der CAMILINO eine Reichweite bis zu 15 Kilometer. Ebenfalls neu der CR 230, der Hersteller nennt es „das Kraftpaket unter den Treppensteigern". Dieser Elektro-Rollstuhl zum assistierten Überwinden von Treppen wurde speziell für stark übergewichtige Menschen entwickelt und soll sogar auf engen Wendeltreppen einsetzbar sein. Zugelassen ist er bis 230 kg.

Training und Therapie

 

Die Firma Reck präsentierte neben ihrem weit verbreiteten Trainingsgerät MOTOmed und anderen bewährten Produkten ebenfalls eine Neuheit. Mit dem Bein-Trainer letto 2 wurde die Anwendung für bettlägerige Patienten weiterentwickelt. Er wird über das Bett gefahren, die Füße des Patienten an die Pedale angeschnallt. So können bereits Patienten in der Frührehabilitation mobilisiert und auf ein Gangtraining vorbereitet werden. Auch in Pflegeheimen ist ein Einsatz denkbar.

 

 

Exoskelette halten zunehmend Einzug in die Rehabilitation von Schlaganfall-Betroffenen. ReWalk Robotics stellte sein am Körper tragbares Roboter-Exoskelett vor, das vor allem für Menschen mit Querschnittlähmung entwickelt wurde. Die mittlerweile sechste Generation des ReWalk Systems wurde konzipiert für die persönliche Nutzung im ganztäglichen Einsatz, sowohl Zuhause als auch draußen.

Sicherheit im Bad

Mehr Sicherheit im Bad will ROTH MOBELI seinen Kunden bieten. Die mobilen Haltegriffe des Unternehmens haften durch Ansaugen (Vakuum-Prinzip). Feuchtigkeit oder Unebenheiten können bei dieser Technik aber dazu führen, dass ein Vakuum unter den Saugnäpfen langsam nachlässt, unbemerkt vom Nutzer. Die Haltegriffe von ROTH MOBELI verfügen deshalb über Schalter an den Saugnäpfen, die sich in solch einem Fall lösen und so den Nutzer sicht- und fühlbar vor der drohenden Gefahr warnen.

Autofahren mit Handicap

Mobilität bleibt das wichtigste Thema für Menschen mit Behinderungen – nicht nur in der Wohnung und im Quartier, sondern auch auf weiteren Entfernungen. Ganz hoch in der Publikumsgunst stehen daher behindertengerechte Umrüstungen von Fahrzeugen. Auf großen Ständen zeigten Volkswagen, Audi und Fiat, wie sie ihre Serienfahrzeuge auf die unterschiedlichsten Bedarfe von Menschen mit Behinderungen umrüsten können.
Ein großes Angebot von Umbauprogrammen für unterschiedliche Marken und Autotypen präsentierte wieder Paravan, der große Auto-Umrüster aus Baden-Württemberg. Kadomo führte auf dem Stand des Landschaftsverbandes Rheinland live eine solche Auto-Umrüstung vor. Und die Petri & Lehr GmbH zeigte mit ihrem neuen Multima EVO Handbediengerät, wie platzsparend Bedienelemente für behinderte Menschen in den immer enger werdenden Fußräumen der Pkw montiert werden können..

Mehr Informationen unter www.rehacare.de.

 
 
 
 

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Neues Internetportal von REHADAT

 

Sie suchen Unterstützung und wollen Sie sich gleichzeitig sozial engagieren? Unter www.rehadat-wfbm.de können Sie jetzt umfangreiche Informationen zu allen anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) und Blindenwerkstätten in Deutschland abrufen.

 

Sie suchen Unterstützung bei der Gartenarbeit, wollen Flyer drucken lassen, suchen einen Anbieter von Bio-Lebensmitteln oder einen Party-Service in Ihrer Nähe? Und mit Ihrer Auftragsvergabe wollen Sie sich gleichzeitig sozial engagieren? Oder Sie sind Arbeitgeber und möchten Ihre Ausgleichsabgabe reduzieren?

Unter www.rehadat-wfbm.de können Sie jetzt umfangreiche Informationen zu allen anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) und Blindenwerkstätten in Deutschland abrufen.
Dort können Sie sich zum Beispiel einen Überblick verschaffen, welche Auftragsarbeiten, Dienstleistungen und Produkte die jeweilige Werkstatt anbietet. Außerdem können sich Nutzer über die Möglichkeiten für behinderte Menschen informieren.

Das Portal REHADAT-Werkstätten wird im Rahmen des Informationssystems REHADAT angeboten. REHADAT ist das deutsche Informationsangebot zu Behinderung und beruflicher Teilhabe.

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Neue Entwicklungen für mehr Lebensqualität

REHACARE 2015

Fotos: Messe Duesseldorf / ctillmann

Auf der REHACARE wurden wieder viele Produkte und Dienstleistungen präsentiert. Neben bekannten und bewährten Hilfen gab es einige Neuheiten zu sehen. Wir haben uns für Sie umgeschaut.

 
Fotos: Messe Duesseldorf / ctillmann

Auf der REHACARE präsentieren im Messezentrum Düsseldorf 754 Aussteller aus 37 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen. Zielgruppe waren Menschen mit Behinderung oder Pflegebedarf und Fachleute aus der Rehabilitation. Neben bekannten und bewährten Hilfen gab es einige Neuheiten zu sehen. Wir haben uns für Sie umgeschaut.

„Design, das Denken verändert" nennen die Modemacherinnen Anastasia Umrik und Kathrin Neumann ihr Projekt „inkluWAS". Mit einer jungen Design-Linie wollen die beiden ihren Teil zur Inklusion beisteuern. Die zwei setzen auf Nachhaltigkeit, arbeiten ausschließlich mit zertifizierten, umweltfreundlichen Textilien und mit inklusiven Betrieben zusammen, die Menschen mit und ohne Behinderung beschäftigen. Von jedem verkauften Artikel spenden sie einen Euro an ein ausgewähltes soziales Projekt. Discounter-Preise gibt es bei inkluWAS natürlich nicht. Doch unter diesen Voraussetzungen sind 20 bis 25 Euro für ein T-Shirt absolut preiswert.

Der Markt der Rollatoren und Gehhilfen ist mittlerweile schwer überschaubar. Wichtig für viele Anwender ist die Flexibilität ihrer Hilfsmittel, insbesondere dann, wenn es häufig mit ins Auto soll oder wenig Platz in der Wohnung vorhanden ist. Die Firma rehastage hat mit dem FOLDY-Walker eine Neuentwicklung vorgestellt. Er kann durch einfache Handgriffe so schmal zusammengefaltet werden, dass er hinter jeden Autositz passt. Das solide Gehgestell wurde insbesondere für den Einsatz auf Reisen konzipiert.

Ein Auto, das selbsttätig in die Garage fährt? Oder den Blinker setzt, wenn man es ihm sagt? Zwei Messeneuheiten stellte die Firma Paravan vor. Das Schäbische Unternehmen besitzt viel Know-How im Bereich der Fahrzeugumrüstung. Ab November bringt es sein neues „Smart Drive" System auf den Markt. Sämtliche Fahrzeugfunktionen sind dann nicht nur über ein Tablet steuerbar, das System beinhaltet auch eine Spracherkennung. Die App dazu soll es für Android als auch für Apple geben.

Zweite Neuerung ist die automatische Einparkhilfe. Der Fahrer fährt vor die Garage, verlässt den Wagen und aktiviert von außen über einen Touchscreen die Einparkautomatik. Mittels eines Laserscanners berechnet der Wagen ein 3-D-Bild vom Innenraum der Garage. Steht nichts im Wege, parkt der Wagen selbsttätig ein. In Gefahrsituationen lässt sich der Einparkvorgang jederzeit manuell beenden. Der Einsatz des Systems ist aber nur auf privatem Grund erlaubt, nicht im öffentlichen Verkehr.

Ein aktives Sitzmodul hat die Firma Motion Concepts für ihre Rollstühle entworfen. Es soll vor allem der Dekubitusprophylaxe dienen. Das Modul lässt sich so programmieren, dass abwechselnd mal die eine, mal die andere Seite stärker belastet wird und imitiert so das normale Sitzverhalten nichtbehinderter Menschen. Diese Funktion soll insbesondere das Leben von druckempfindlichen Rollstuhlfahrern erleichtern und ihnen mehr Teilhabe ermöglichen. Geschäftsführer Klaus Gierse spricht von einem „riesiegen Gewinn an Lebensqualität, weil solche Patienten bisher oft liegen mussten".

Viele Menschen wollen sich trotz Behinderung die Freude am Radfahren nicht nehmen lassen. Der Markt an Spezialrädern ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Das Manko vieler Räder: Sie sind sehr groß und wenig für den Transport geeignet. Die Firma Hase Bikes hat ihr Liegerad „Kettwiesel" jetzt mit einem Faltrahmen ausgestattet. So kann es mit wenigen Griffen auf ein Format gebracht werden, das auch in Kombi oder Mini-Van passt.

Das Motomed ist ein Trainingsgerät, das aus vielen Rehabilitationseinrichtungen nicht mehr wegzudenken ist. Viele Patienten nutzen es auch in der häuslichen Nachsorge für das Eigentraining. Gerade Menschen mit Halbseitenlähmung ermöglicht es eine gute Kontrolle, wie viel Kraft die gelähmte Körperseite aufbringt. Bisher war das Gerät für das Beintraining und das Armtraining erhältlich. Neu ist jetzt das Motomed Muvi. Es ermöglicht das simultane Training von Armen und Beinen und damit ein effektiveres Trainingsergebnis.

Viele Neuerungen kommen aus dem Ausland und werden auf der REHACARE erstmals einem deutschen Publikum präsentiert. So etwa das Bestic aus Schweden, ein kleiner Tischroboter, dessen Arm einen Löffel hält und seinen Nutzer beim Essen unterstützt. Auf Knopfdruck, der auch mit dem Kopf ausgeführt werden kann, führt Bestic das Essen zum Mund. In ihrer Heimat haben die Erfinder bereits 230 dieser Geräte ausgeliefert.

 

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Neuentwicklungen in der Rehabilitation

REHAB 2015

Schlaganfall-Rehabilitation verändert sich laufend. Was es aktuell Neues gibt, war auf der Messe REHAB in Karlsruhe zu sehen. Wir haben uns umgeschaut.

Schlaganfall-Rehabilitation verändert sich laufend. Was es aktuell Neues gibt, war im Frühjahr 2015 auf der Messe REHAB in Karlsruhe zu sehen. Wir haben uns umgeschaut.

 

Bewegung mit dem Roboter

 

Neu in Deutschland ist das HAL von Cyberdyne, entwickelt an einer japanischen Universität. Laienhaft könnte man das Gerät als „Roboterskelett" bezeichnen, das sich die Patienten gewissermaßen anziehen. Elektroden nehmen minimale Bewegungen der Gliedmaßen wahr und verstärken diese. Ein Computer steuert das System. Die Extremitäten werden nur so viel „fremdbewegt" wie nötig. Durch die Wechselwirkung von Eigen- und Fremdbewegung entstehen im Gehirn Trainings- und Lerneffekte.

Cyberdine hat ein Trainingszentrum am Berufsgenossenschaftlichen Uniklinikum Bergmannsheil in Bochum eingerichtet. Private Krankenversicherungen und die Berufsgenossenschaften übernehmen die Therapiekosten bereits. Derzeit wird eine Studie mit Schlaganfall-Patienten durchgeführt. Zwölf Wochen lang erhalten sie hier neben der klassischen Physiotherapie werktäglich Übungen mit dem Hall-System.

Training durch Vibration

Muskeltraining durch Vibration wird bereits seit einiger Zeit in der Schlaganfall-Rehabilitation angewandt. Durch Bewegungseinschränkungen nach einem Schlaganfall leidet auch die Körperhaltung, was zu Folgeschäden führen kann. Mit erfahrenen Therapeuten können Patienten durch das Training auf den Standgeräten verschiedene Muskelpartien trainieren und Spastiken lösen. Auch die gesamte Körperwahrnehmung, so berichten Patienten, soll sich so verbessern.

Unter anderem für Schlaganfall-Patienten wurde von der Firma Galileo die so genannte Wobbel-Funktion entwickelt. Sie führt zufällige Frequenzänderungen durch, auf die sich der Nutzer nicht vorbereiten kann, und erhöht so den Trainingseffekt. Neu sind die Geräte Med Advanced mit erweiterten Funktionen für die intensive Einzeltherapie sowie das Mano 30, eine Ergänzung des Standgeräts für das Training von Armen und Oberkörper. Alle Geräte sollten nur von erfahrenen Therapeuten eingesetzt werden.

Kommunikation auch analog

 

Sprach- und Sprachverständnisstörungen (Aphasien) gehören zu den häufigsten Folgen eines Schlaganfalls. Zur Alltagsunterstützung und für die therapeutische Anwendung wurden bereits zahlreiche Kommunikationshilfen entwickelt. Besonders im Trend in den letzten Jahren ist die digitale Technik. Wie bei handelsüblichen Smartphones und Tablet-PCs geht die technische Entwicklung auch in diesem Bereich schnell voran.

Einen kleinen Kontrapunkt setzt die Firma REHAVISTA. Sie hat die Dynamik ihrer computergestützten Hilfen in die klassische, analoge Variante eines komplexen Kommunikationsbuches übertragen. Der Nutzer kann hier durch die Verknüpfung von Gegenständen und Aktivitäten (in Bildern) komplexere Zusammenhänge ausdrücken. Gedacht ist es vor allem für Patienten, die wenig Erfahrung an Computern haben.

Fernreisen trotz Behinderung

Reisen trotz Behinderung? Das ist schon lange keine Frage mehr, der Markt an Anbietern und Angeboten für barrierefreies Reisen ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Zu den Veranstaltern gehört auch der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. mit seinen BSK Reisen. Jedes Jahr bringt er einen umfangreichen Katalog von Gruppen- und Individualreisen heraus. Lagen die Ziele für behindertengerechte Reisen früher vornehmlich an der deutschen Küste, werden sie jetzt zunehmend exotischer. Neu aufgenommen ins Programm 2015 hat BSK Reisen die Ziele Jamaika und Malta.

Rollstuhl als Therapiegerät

Rollstühle werden meist als reine Hilfsmittel verwandt. Die Firma permobil hat für ihre Neuentwicklung F5 Corpus den Werbeslogan „Weniger Stuhl, mehr Reha" geprägt. Das Modell hat eine besondere Funktion, auf Knopfdruck kann der Nutzer unterstützt aufstehen. Diese Option bietet mehr Möglichkeiten, am Gemeinschaftsleben teilzunehmen, und hat darüber hinaus einen therapeutischen Effekt. Medizinische Vorteile wie eine verbesserte Durchblutung und Druckentlastung liegen auf der Hand. Allerdings hat aufwändige Technik ihren Preis. Wie teuer ein F5 konkret ist, war vom Hersteller leider nicht zu erfahren.

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