Richtig handeln bei
Schlaganfall
Aktion Kinder
Schlaganfall-Hilfe

Newsletter

Web Content Anzeige

Rauchen und Alkohol - Gefährliche Genussmittel

 

Auch wenn es viele nicht mehr hören können: Genussmittel wie Alkohol und Rauchen können nicht nur süchtig machen, sondern auch ernsthafte Gesundheitsschäden hervorrufen. Immer noch wird der Zusammenhang zwischen Alkohol beziehungsweise Rauchen und Schlaganfall unterschätzt. Dabei handelt es sich um Risikofaktoren, die im Gegensatz zu Alter und Vererbung, durch uns selbst zu beeinflussen sind.

Auch wenn es viele nichtmehr hören können: Genussmittel wie Alkohol und Rauchen können nicht nur süchtig machen, sondern auch ernsthafte Gesundheitsschäden hervorrufen. Immer noch wird der Zusammenhang zwischen Alkohol beziehungsweise Rauchen und Schlaganfall unterschätz. Dabei handelt es sich um Risikofaktoren, die im Gegensatz zu Alter und Vererbung, durch uns selbst zu beeinflussen sind.

Alkohol

 

Weit verbreitet ist die Meinung, dass ein Gläschen in Ehren der Herz-Kreislauf-Gesundheit nicht schaden kann. Tatsächlich haben Studien gezeigt, dass der leichte Alkoholkonsum mit einem etwas geringeren Risiko für einen Schlaganfall verbunden sein kann. Dies gilt aber nur für den Hirninfarkt, also den Schlaganfall, der durch mangelnde Durchblutung der Hirngefäße entsteht. Das Risiko für eine Hirnblutung wird jedoch mit jedem Tropfen Alkohol erhöht. Generell gilt, dass übermäßiger Alkoholkonsum das Risiko für beide Formen des Schlaganfalls erhöht.

Grenzwerte:
Für gesunde Menschen ohne genetisches oder erworbenes Risiko gilt der Konsum von Alkohol als risikoarm, wenn er im folgenden Rahmen bleibt.

  • Für Frauen liegt der Grenzwert zwischen 10 bis 12 Gramm reinem Alkohol täglich. Das entspricht in konkreten Mengen: 0,3 Litern Bier, 0,15 Litern Wein oder Sekt.
  • Für Männer liegt der Grenzwert zwischen 20 bis 24 Gramm reinem Alkohol täglich. Das entspricht in konkreten Mengen: 0,5 Litern Bier, 0,25 Litern Wein oder Sekt.

           
Das Risiko für einen Schlaganfall steigt bei Frauen ab einer Alkoholmenge von 20 Gramm pro Tag deutlich an. Bei Männern steigt das Risiko ab 40 Gramm pro Tag. Diese Menge entspricht einer halben Flasche Wein, einem Liter Bier oder fünf Schnäpsen.

Um eine Gewöhnung oder Sucht zu vermeiden, verzichten Sie an drei bis vier Tagen pro Woche auf alkoholische Getränke.

 

Rauchen

Ein Mann raucht eine Zigarette.  

Rauchen macht krank und erhöht Ihr Schlaganfall-Risiko um das zwei- bis vierfache!  
Denn Zigarettenrauch enthält über 250 schädliche und krebserregende Stoffe wie:

  • Nikotin
  • Teer
  • Blei
  • Arsen oder
  • Kohlenmonoxid.

Diese und andere enthaltene Stoffe führen zu Schädigungen aller Organe. Was viele nicht wissen,  Raucher sterben häufiger an Herz-Kreislauferkrankungen als an Krebs.
Ein Grund dafür liegt darin, dass viele der Schadstoffe besonders die Blutgefäße belasten. Vor allem der süchtig machende Stoff Nikotin führt dazu, dass sich die Arterien verengen und gleichzeitig die Herzaktivität steigt. Die Folge ist eine schlechtere Durchblutung aller Gefäße und ein steigender Blutdruck. Dieser Druck schädigt die Blutgefäße und fördert die Entstehung der Arteriosklerose, auch als Arterienverkalkung bezeichnet.

Zusätzlich verändern die schädlichen Substanzen im Zigarettenrauch die Fließeigenschaften des Blutes. Es wird zähflüssiger und neigt stärker zur Bildung von Blutklümpchen. Diese sogenannten Gerinnsel können ein verengtes oder sehr kleines Blutgefäß verstopfen. Das folgende Gewebe oder Organ erhält keinen Sauerstoff mehr. Ist also ein hirnversorgendes Gefäß verstopft kann das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einem Schlaganfall. Das Schlaganfall-Risiko steigt mit der Anzahl der "Raucherjahre" und der täglichen Zigarettendosis.

Wie unterscheidet sich das Schlaganfall-Risiko von Rauchern und Nicht-Rauchern?
Vielen Studien zeigen, dass Raucher ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko für einen Schlaganfall haben wie Nicht-Raucher. Für Frauen und sehr starke Raucher kann ein noch höheres Schlaganfall-Risiko angenommen werden.

Rauchen gefährdet auch andere
Für Nicht-Raucher, die in ihrem Haushalt regelmäßig Passivrauch ausgesetzt sind, liegt das Schlaganfall-Risiko um 18 Prozent höher als für Menschen ohne Passivrauchbelastung. Das bedeutet, dass in Deutschland mit mehr als 1.800 tödlichen und nicht-tödlichen Schlaganfällen durch Passivrauchen gerechnet werden kann.

Kinder, die zu Hause ständig dem Zigarettenrauch ausgesetzt sind, haben neben Lungenschäden ein erhöhtes Risiko für einen hohen Blutdruck. Dieser kann bis in das Erwachsenenalter bestehen bleiben und dann Risikofaktor für einen Schlaganfall sein.  

Rauchen erhöht nicht nur das Risiko, an einem Schlaganfall zu erkranken. Auch andere Erkrankungen, wie zum Beispiel Atemwegserkrankungen, sind durch das Rauchen bedingt. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Gute Gründe für den Rauchstopp!
Die Aufgabe des Rauchens zeigt schon nach kurzer Zeit positive Effekte auf Ihre Gesundheit. Bereits nach 20 Minuten sinkt der Herzschlag wieder. Nach 48 Stunden verbessern sich Geruchs- und Geschmackssinn und nach einer Woche sinkt der Blutdruck. Nach drei Monaten verbessert sich die Durchblutung und die Kapazität der Lunge steigt deutlich an. Ihr Schlaganfall-Risiko verringert sich auch wenn Sie bereits seit Jahrzehnten rauchen oder wenn schon mal ein Schlaganfall aufgetreten ist.

  • Wieder alles im Fluss: Bereits eine Woche nach Aufgabe des Rauchens sinkt Ihr Blutdruck.
  • Wieder durchatmen: Innerhalb von drei Tagen fällt das Atmen leichter.
  • Wieder mehr Geld: Senken Sie Ihre Kosten durch den Rauchstopp.
  • Wieder fit: Nach dem Rauchstopp sind Sie bald belastbarer.
  • Wieder frisch aussehen: Verfärbungen der Zähne und Finger verschwinden. Die Haut wird reiner. Kein Rauchgeruch mehr in Haaren und Kleidung.
  • Wieder frei: Sagen Sie Nein zur Zigarette und gewinnen Sie die Kontrolle über Ihr Leben zurück.