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Schlaganfall-Hilfe und Forscher ermuntern zu guten Vorsätzen

Neujahr als Chance

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29. Dezember 2011: Schlaganfall-Hilfe und Forscher ermuntern zu guten Vorsätzen

Gesund leben heißt besser und länger leben. Gute Vorsätze zum neuen Jahr machen deshalb Sinn. Nur: In drei Monaten sind 50 Prozent der Vorsätze vergessen, besagt eine nüchterne Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ist dem Geheimnis erfolgreicher Vorsätze auf den Grund gegangen.

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Nach einer aktuellen Befragung der Schlaganfall-Hilfe glauben rund 82 Prozent der Deutschen, ihr Schlaganfall-Risiko selbst beeinflussen zu können (Schlaganfall-Barometer 2/2011). Doch offenbar schützt Wissen nicht vor Torheit. Mediziner gehen davon aus, dass rund 70 Prozent der Schlaganfälle auf eine ungesunde Lebensweise zurückzuführen sind.

Warum fällt es vielen so unsagbar schwer, sich vernünftig zu verhalten? Psychologen nennen vor allem zwei Gründe für das Scheitern guter Vorsätze.

  • Oft seien die Rahmenbedingungen ungünstig: Ziele nicht klar definiert, Zeitpunkte ungünstig gewählt oder das Vorhaben geheim gehalten. Das senke die Hemmschwelle zum Ausstieg.
  • Und dann ist da noch die eigene Persönlichkeit, die viele Menschen nicht wirklich kennen, meint der Persönlichkeitsforscher Jaap Denissen.


Gute Vorsätze bedeuten häufig einen Wandel des Lebensstils. Dies setzt Eigenschaften wie Offenheit für Neues oder Gewissenhaftigkeit voraus. Jaap Denissen ist Professor für Psychologie mit dem Forschungsschwerpunkt Persönlichkeitsentwicklung. An der Berliner Humboldt-Universität entwickelt sein Team Persönlichkeitstests (www.psytests.de), die dem Anwender Aufschluss über sein Profil geben. Viele glauben sich zu kennen und sind am Ende doch überrascht. „Grundsätzlich ist es so, dass Selbst- und Fremdeinschätzung nicht besonders stark zusammenhängen," sagt Denissen.

Wer seine Persönlichkeit gut kennt, kann sich realistische Ziele setzen, möglicherweise Fehler leichter verzeihen und bei einem Scheitern im ersten Anlauf auf einen zweiten Versuch hinarbeiten. Langfristig hält Jaap Denissen Persönlichkeitsänderungen für möglich, wenn auch nur durch kontinuierliche und disziplinierte Arbeit am eigenen Selbst. Neue und bessere Gewohnheiten könnten zu einer Art „zweiten Natur" werden. „Daran sollte man bei guten Vorsätzen für das neue Jahr unbedingt denken," motiviert der Forscher.

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat in ihrem Online-Portal neben Interviews mit Experten wie Jaap Denissen viele Informationen und nützliche Tipps bereitgestellt, die das Einhalten der guten Vorsätze erleichtern können. Lesen Sie hier mehr dazu.

Informationspaket

Download-Bilder zur honorarfreien Veröffentlichung unter Nennung der Quelle Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

 

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Spendenübergabe der Weihnachts-CharityGala

„Passauer Runde" hilft Kindern mit Rekordergebnis

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Initiatorin Claudia Gugger-Bessinger (2. v.li.) mit Liz Mohn, Präsidentin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Regierungspräsident Heinz Grunwald und Dr. Ralf Krause.

21. Dezember 2011: Spendenübergabe der Weihnachts-CharityGala

20.244,06 Euro sind der stolze Spendenerlös der 6. Weihnachts-CharityGala der „Passauer Runde“ Anfang Dezember. Initiatorin Claudia Gugger-Bessinger übergab die Spendensumme heute an den Ev. Kindergarten im Weinleitenweg (Passau) und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe für ihre Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe.

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Initiatorin Claudia Gugger-Bessinger (2. v.li.) mit Liz Mohn, Präsidentin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Regierungspräsident Heinz Grunwald und Dr. Ralf Krause.

„Wir möchten mit dieser außergewöhnlichen Spendenaktion Nächstenliebe zeigen und das Lebensumfeld von Kindern verbessern,“ erklärte die Initiatorin anlässlich der Übergabe. Sie freute sich gemeinsam mit den Spendenempfängern über das beste Ergebnis seit Einführung dieser Charity-Veranstaltung.

Für den Evangelischen Kindergarten im Weinleitenweg nahm Dr. Ralf Krause die Spende in Empfang. Der Orthopäde engagiert sich ehrenamtlich für den Kindergarten. Die Spende soll zur Anschaffung von Unterrichtsmaterialien für die Förderung der Sprachkompetenz eingesetzt werden. Ein Teilbetrag von 1.000 EURO wird an die Körperbehindertenschule am Grubweg in Passau zur Unterstützung eines sehbehinderten 6-jährigen Mädchens gehen.

Die andere Hälfe des Spendenerlöses kommt schlaganfallbetroffenen Kindern und ihren Familien in ganz Deutschland zugute. Die Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe organisiert regelmäßige Seminare und Familiencamps, führt Fachfortbildungen durch und hat im September den ersten Kinder Schlaganfall-Lotsen eingeführt. Er berät und begleitet betroffene Familien bundesweit.
Rund 300 Kinder in Deutschland sind jährlich von einem Schlaganfall betroffen, ein Drittel davon bereits im Mutterleib oder während der Geburt. In der Bevölkerung und selbst in der Fachwelt ist dies kaum bekannt. Eltern sind nach der Diagnose häufig auf sich allein gestellt. Liz Mohn, die Gründerin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, setzt sich seit vielen Jahren für eine bessere Betreuung der Familien ein. Sie hatte die Schirmherrschaft über die Weihnachts-CharityGala der „Passauer Runde“ übernommen.

Die „Passauer Runde“ ist ein auf privater Basis gegründetes, hochkarätig besetztes Netzwerk mit führenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Schulen, Ärzteschaft, Politik, Kunst, Kultur und Medien aus Passau und der Region. Ziel der „Passauer Runde“ ist es, aktiv für die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Belange der Dreiflüssestadt einzutreten. Die „Passauer Runde“ leistet auch humanitäre Hilfe, im Besonderen für Kinder auf lokaler und internationaler Ebene. Höhepunkt der Aktivitäten ist die alljährliche „Große Weihnachts-CharityGala“, welche jeweils ein konkretes Projekt im In-und Ausland finanziell unterstützt.
Nähere Informationen zur Passauer Runde und der Weihnachts-CharityGala unter www.passauer-runde.

Kontakt

"Passauer Runde"
Claudia Gugger-Bessinger
Rennweg 18
94034 Passau

E-Mail: info@passauerrunde.de
Internet: www.passauer-runde.de

Informationspaket

Bild: Weihnachts-CharityGala 2011 - Initiatorin Claudia Gugger-Bessinger (2. v.li.) mit Liz Mohn, Präsidentin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Regierungspräsident Heinz Grunwald und Dr. Ralf Krause.

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Schlaganfall-Selbsthilfe gründet Landesverband Niedersachsen

Soziale Isolation verhindern

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20. Dezember 2011: Schlaganfall-Selbsthilfe gründet Landesverband Niedersachsen

In Wolfenbüttel hat sich jetzt der Schlaganfall Landesverband Niedersachsen e. V. gegründet. Der Verband will die soziale Isolation von Schlaganfall-Betroffenen verhindern. Zum 1. Vorsitzenden wählten die Mitglieder Ullrich Weber aus Burgdorf.

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In Niedersachsen ereignen sich jährlich mehr als 25.000 Schlaganfälle. Ein Jahr nach dem Schlaganfall bleiben rund 64 Prozent der überlebenden Patienten pflegebedürftig. Der Schlaganfall ist damit der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Die Betroffenen haben häufig große Schwierigkeiten, den Weg zurück in ein „normales“ Leben zu finden.

Selbsthilfegruppen sind für viele Betroffene eine wichtige Hilfe. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat seit ihrer Gründung 1993 ein enges Netzwerk von Betroffenen, Angehörigen und Experten aufgebaut. Unter dem Dach der Schlaganfall-Hilfe entstanden deutschlandweit mehr als 480 Selbsthilfegruppen. Vorrangiges Ziel ist dabei, Schlaganfall-Betroffenen die Teilhabe am sozialen Leben zu erleichtern.

„Die Selbsthilfe ist ein wichtiger Baustein der Nachsorge, da der Schlaganfall die Menschen auf vielfältige Weise trifft,“  erklärt Ullrich Weber von der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Burgdorf, Vorsitzender des neuen Landesverbandes. Sein Ziel ist die enge Vernetzung der Selbsthilfegruppen in Niedersachsen sowie eine starke Interessenvertretung in Politik und Gesundheitswesen. Darüber hinaus dient der Landesverband der Koordination, der Betreuung und dem Ausbau der Schlaganfall-Selbsthilfe. Der Verband will auch einen Beitrag zur Gesundheitsförderung, zur Prävention des Schlaganfalls und zur Rehabilitation Betroffener leisten. Geplant ist eine breite Öffentlichkeitsarbeit über den Schlaganfall, dessen Risikofaktoren und Warnzeichen.

Weitere Mitglieder im Vorstand neben Ulrich Weber sind Dietmar von Berlepsch aus Nienburg, Joachim Krohn aus Hambergen, Reiner Dannehl aus Peine, Erika Heppner-Rätze aus Wolfenbüttel, Hans-Peter Böttcher aus Osterholz-Scharmbeck, Stephan Friess aus Burgdorf und Jürgen Kehlenbeck aus Schwarme.

Kontakt:

Schlaganfall Landesverband Niedersachsen e.V.
Ullrich Weber
Nachtigallenweg 15
31303 Burgdorf

Telefon: 05136 82727
E-Mail: weber-burgdorf@arcor.de

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Schlaganfall-Barometer 2/2011

Jeder Zweite kennt einen Betroffenen

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14. Dezember 2011: Schlaganfall-Barometer 2/2011

Die Hälfte der Deutschen hat bereits Erfahrungen mit einem Schlaganfall im direkten Umfeld gemacht. Dies ist ein Ergebnis des Schlaganfall-Barometers 2/2011. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe befragt regelmäßig 1.000 Bundesbürger zu ihrem Wissensstand rund um den Schlaganfall.

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Die Hälfte der Deutschen hat bereits Erfahrungen mit einem Schlaganfall im direkten Umfeld gemacht. Dies ist ein Ergebnis des Schlaganfall-Barometers 2/2011. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe befragt regelmäßig 1.000 Bundesbürger zu ihrem Wissensstand rund um den Schlaganfall.

Guten Rat in Gesundheitsfragen holen sich die Deutschen nicht nur bei ihrem Arzt, sondern  auch bei ihrem Apotheker, gaben 44 Prozent an. Weniger Vertrauen scheinen dagegen viele in ihre Chefs zu haben. Was die Fürsorge ihres Arbeitgebers angeht, so glauben 43 Prozent der Beschäftigten, dieser kümmere sich kaum oder gar nicht um ihre Gesundheit.

Die gesundheitliche Aufklärung der vergangenen Jahre scheint Früchte zu tragen. Über 81 Prozent der Befragten waren der Meinung, ihr Schlaganfall-Risiko durch eine entsprechende Lebensweise beeinflussen zu können. Das Wissen um die Folgen eines Schlaganfalls ist dagegen noch weniger verbreitet. Nur einer Minderheit von 30 Prozent ist bewusst, dass auch die Depression eine häufige Folge der Erkrankung ist.

Ihr Bild von der Schlaganfall-Versorgung in Deutschland mussten ebenfalls viele Befragte gerade rücken. So glauben zwei Drittel der Deutschen, dass mindestens jeder zweite Schlaganfall-Patient eine stationäre Rehabilitation erhält. Tatsächlich ist es nicht einmal jeder Dritte. Und bei der Steuerung der gesamten Versorgungskette setzen sie (zu) viel Vertrauen in ihren Hausarzt. 48 Prozent verlassen sich darauf, dass er den gesamten Prozess steuert. Das ist aufgrund unseres in Sektoren gegliederten Gesundheitssystems bisher gar nicht möglich.
 

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Unternehmen, Künstler und Prominente engagieren sich

100.000 Euro für Aktion „Kinder Schlaganfall-Hilfe"

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2. Dezember 2011: Unternehmen, Künstler und Prominente engagieren sich

Einen Scheck in Höhe von 100.000 EUR nahm in Berlin Dr. Brigitte Mohn, die Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, aus den Händen von Karsten Engel, Leiter Vertrieb Deutschland der BMW Group, entgegen. Die Spende soll die Versorgung schlaganfallbetroffener Kinder und ihrer Familien verbessern.

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Rund 300 Gäste folgten gestern Abend der Einladung der BMW Group zur feierlichen Eröffnung des BMW Kunstadventskalenders 2011. 24 zeitgenössische Künstler haben dafür Werke erschaffen, unterstützt von prominenten Paten und Unternehmen. An jedem Tag der Adventszeit wird ein Werk in den Städten Berlin, München und Köln präsentiert.

Der Künstler Andreas Kuhnlein erschuf das erste Werk, Tatort Kommissar Miro Nemec enthüllte es im Rahmen des Gala-Abends. Gemeinsam mit seiner Band und der Schauspielerin Anja Kruse sorgte der Münchner auch für die musikalische Unterhaltung.

Den Spendenscheck nahm Dr. Brigitte Mohn gemeinsam mit den schlaganfallbetroffenen Kindern Jule, Eric und Max entgegen. Die drei engagieren sich als Kinderbotschafter für die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. „Ich bewundere euch dafür, wie ihr mit eurer Erkrankung umgeht," so Mohn, die sich sichtlich über die große Spende freute. „Sie wird dazu beitragen, vielen Kindern und Eltern eine Perspektive zu geben."

In Deutschland sind jährlich rund 300 Kinder von einem Schlaganfall betroffen. Ein Drittel der kindlichen Schlaganfälle geschieht im Mutterleib oder während der Geburt. Die Schlaganfall-Hilfe hat im September den ersten Schlaganfall-Kinderlotsen angestellt. Er wird deutschlandweit betroffene Familien beraten und begleiten. Die Spende aus dem BMW Kunstadventskalender wird unter anderem zur Finanzierung dieses Modellprojekts eingesetzt.

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Bild: Scheckübergabe (1 MB) - Dr. Brigitte Mohn (links) und die Kinderbotschafter der Schlaganfall-Hilfe Max, Eric und Jule (von links) nahmen den Spendenscheck von Carsten Engel entgegen. Rechts Moderatorin Miriam Pede.
Foto: Mario Leisle

Kinder und Schlaganfall

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Diabetes verstärkt die Schlaganfall-Problematik

Mehr Information und Begleitung erforderlich

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11. November 2011: Diabetes verstärkt die Schlaganfall-Problematik

Gerade junge Diabetiker haben ein deutlich erhöhtes Schlaganfall-Risiko. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich des Weltdiabetestages, am Montag den 14. November, hin.

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Einer kanadischen Studie zufolge haben junge Diabetiker im Alter von 30 bis 44 Jahren ein nahezu 6-fach erhöhtes Schlaganfall-Risiko. In dem 5-jährigen Beobachtungszeitraum erlitten insgesamt 9,1 Prozent aller Diabetiker einen Schlaganfall. Insgesamt weisen 16 bis 24 Prozent aller Schlaganfall-Patienten einen bisher nicht erkannten Diabetes auf. Häufig fällt die Prognose dieser Patienten schlechter aus, die Sterblichkeit ist höher und öfter kommt es zu bleibenden Behinderungen.

Angesichts einer zunehmenden Fast-Food-Mentalität in Deutschland sehen Wissenschaftler große Probleme auf die Gesellschaft zukommen. Der Typ 2-Diabetes, die häufigste Form des „Zuckers", entsteht ganz wesentlich durch unausgewogene Ernährung. Dabei wären rund 70 Prozent der Schlaganfälle zu verhindern – bei regelmäßiger Kontrolle der Risikofaktoren Diabetes und Bluthochdruck, ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung. Nach einer bundesweiten Umfrage der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ist mehr als 80 Prozent der Deutschen sogar bewusst, dass sie ihr Risiko selbst beeinflussen können (Schlaganfall-Barometer 2/2011).

„Das Problem ist: zu wenige verhalten sich danach, " sagt Prof. Dr. Bernd Ringelstein, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung. „Die Umstellung der Lebensgewohnheiten fällt vielen extrem schwer. Deshalb brauchen sie eine intensive Begleitung, vor allem aber eine sehr früh einsetzende Erziehung in Richtung eines gesunden Lebensstils, " plädiert der Mediziner für mehr Beratungs- und Betreuungsangebote von Patienten außerhalb der Kliniken und eine verbesserte Prävention. In Deutschland leben derzeit rund 6 Millionen Typ-2-Diabetiker.

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Erfolgreiches Rehaforum Schlaganfall Rhein-Ruhr in Essen

Neue Impulse für die Versorgung

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10. November 2011: Erfolgreiches Rehaforum Schlaganfall Rhein-Ruhr in Essen

Die Rehabilitation und Nachsorge von Schlaganfall-Patienten in der Region Rhein-Ruhr werden verbessert. Auf dem Rehaforum der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und des Medizintechnikunternehmens Otto Bock Healthcare in Essen analysierten Fachleute aus der Region Stärken und Schwächen der Versorgung. Gemeinsam wollen sie nun die Übergänge in die Rehabilitation und Nachsorge verbessern.

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Rund 80 Fachleute aus der Region nahmen an dem Experten-Forum teil, darunter zahlreiche Neurologen, Therapeuten und auch Vertreter von Kostenträgern. Insgesamt bescheinigten die Teilnehmer der Schlaganfall-Versorgung in der Region eine vergleichsweise hohe Qualität. Verbesserungspotenziale sahen sie insbesondere an den Schnittstellen der Versorgungskette. Daran wollen die Beteiligten multiprofessionell weiterarbeiten. Unter Moderation der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe werden sich die Akteure in der Region vernetzen und gemeinsame Qualitätsstandards in Rehabilitation und Nachsorge erarbeiten.

Der Schlaganfall hat im Ballungsraum Rhein-Ruhr eine große Bedeutung. Auf die rund 11 Millionen Einwohner kamen im Jahr 2008 über 53.000 Schlaganfälle. Mit 27 Stroke Units (Schlaganfall-Spezialstationen) in der Region ist deren Akutversorgung im bundesweiten Vergleich gut.

Rund die Hälfte der Patienten hat nach Experteneinschätzungen Rehabilitationsbedarf zur Wiederherstellung von Mobilität und Lebensqualität. Landesweit jedoch erhalten nur rund 28 Prozent eine stationäre Rehabilitation. Im Ballungsraum Rhein-Ruhr schwanken die Quoten dabei zwischen 14 Prozent in Mönchengladbach und 36 Prozent in Mülheim.
Die Versorgungssituation in der Region wird künftig vor weiteren Herausforderungen stehen. Demographisch bedingt wird die Schlaganfall-Häufigkeit in einigen Regionen bis zum Jahr 2025 um 30 Prozent steigen. Diese Zahlen erhob das Institut Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen im Auftrag der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Parallel zum Expertenforum fand in Essen auch ein Ratgeber-Forum statt, das von Schlaganfall-Betroffenen aus ganz Nordrhein-Westfalen besucht wurde. Sie erhielten Informationen und Beratung zu zahlreichen Themen wie Therapien, Hilfsmittel, rechtlichen Aspekten und Alltagsfragen wie „Autofahren nach Schlaganfall".

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29. Oktober 2011: Weltschlaganfall-Tag

Schlaganfall-Hilfe bietet Informationen zur Steigerung der Compliance

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28. Oktober 2011: Weltschlaganfall-Tag: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bietet Informationen zur Steigerung der Compliance
Therapietreue sichert Behandlungserfolg

Bis zu 10 Milliarden Euro Mehrkosten entstehen dem Gesundheitssystem jährlich durch fehlende Therapietreue. „Zu viele Patienten wissen oft nicht um die Gesamtzusammenhänge zwischen ihrer Erkrankung und ihres beinflussbaren Verhaltens auf ihre Gesundheit", sagt Dr. Brigitte Mohn, Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

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Therapietreue sei für den Behandlungserfolg eine große Herausforderung an die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient, so Mohn. Immer noch landen viele Medikamente im Mülleimer und verordnete Hilfsmittel verstauben in der Ecke. Therapietreue ist bei nahezu allen Erkrankungen ausschlaggend für den Behandlungserfolg. Gerade bei Schlaganfall-Patienten sind die kontinuierliche Einnahme von Medikamenten und der regelmäßige Einsatz von Hilfsmitteln entscheidend. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe stellt den diesjährigen Weltschlaganfall-Tag am 29. Oktober unter das Motto „Therapietreue", Fachleute sprechen von „Compliance".  

Leider erreichen laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Durchschnitt nur 50 Prozent der Patienten eine gute Compliance. Aktuellen Studien zufolge ist der Grund hierfür oftmals die mangelnde Information. „Die Patienten in die Therapie einzubinden und sie über die Risiken eines vorzeitigen Abbruchs aufzuklären bedarf einer neuen Dialogform zwischen Arzt und Patient. Hier Patienten ihre eigene Verantwortung in dem Gesundungsprozess bewusst zu machen, ist Ziel unserer Arbeit", sagt Dr. Brigitte Mohn.

Lösungsansätze für mehr Therapietreue gibt es, meint die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Beispiel Medikamente: „Verklausulierte" Formulierungen auf Beipackzetteln trügen häufig eher zur Verunsicherung der Patienten bei, als dass sie zur Einnahme motivierten. Die Schlaganfall-Hilfe hat eine „Übersetzungshilfe" für Beipackzettel erstellt. Diese und andere Services zum Thema „Compliance" stellen wir Ihnen hier zum bereit.

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Teilnehmer des „Gastico-Cups" sammeln 3.500 Euro

Gemeinsam etwas Schönes erleben, um etwas Gutes zu tun

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13. Oktober 2011: Teilnehmer des „Gastico-Cups" sammeln 3.500 Euro

„Gemeinsam etwas Schönes erleben, um etwas Gutes zu tun", lautete das Motto des „Gastico-Cups" zugunsten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Beides ist den 96 Teilnehmern dieser exklusiven Old- und Youngtimer-Ausfahrt Mitte September hervorragend gelungen.

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Zum zweiten Mal organisierte das Cateringunternehmen Gastico der Bertelsmann-Tochter Hotel & Gastronomie Gütersloh GmbH die Ausfahrt durch Ostwestfalen-Lippe. Spenden erbrachten eine Summe von rund 3.500 Euro, die dem Kompetenzzentrum für den kindlichen Schlaganfall zugute kommen wird. Nur wenige Tage vor dem „Gastico-Cup" hat die erste Lotsin für den kindlichen Schlaganfall ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird betroffene Familien bundesweit betreuen. Finanziert wird diese Arbeit aus Spendenmitteln der Schlaganfall-Hilfe.

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„Das macht den Geist unserer Veranstaltung aus, ein unvergessliches Erlebnis für die Teilnehmer mit der Gewissheit zu verknüpfen, so wunderbare Hilfe zu leisten," schwärmt Projektleiterin Birgit Timmer. Aus vielen Teilen Deutschlands reisten die Automobilisten in ihren 48 Liebhaber-Fahrzeugen an. Auf den 160 Kilometer langen Rundkurs durch Ostwestfalen-Lippe gingen unter anderem Fabrikate wie Alvis, Messerschmitt,  Austin Healey, NSU Cabriolet, Triumph, Porsche, Daimler Benz und Jaguar.

Vom Bertelsmann Corporate Center führte der Kurs über das Rittergut Hornoldendorf, Burg Sternberg, Schloss Münchhausen in Hameln und Schloss Brake. Dort besuchte die Gruppe das private Automuseum von Dr. Klaus Otto Räker. Diese und andere Sehenswürdigkeiten befinden sich in Privatbesitz und wurden eigens für diesen Anlass von den Eigentümern zur Besichtigung geöffnet. Ziel der Rundfahrt war am Abend die Automanufaktur Panhorst Classics in Gütersloh. Wolfgang Pfeiffer vom Motorsportclub Gütersloh hatte die landschaftlich reizvolle und anspruchsvolle Strecke geplant und gemeinsam mit seinen Clubkollegen begleitet.  Mit Daniel Schrey aus Rietberg nahm auch ein erfolgreicher Motorsportler teil. Der „Gastico-Cup" soll künftig einmal jährlich die Arbeit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe unterstützen.

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Pöcking gegen den Schlaganfall

Prävention auch für Kommunen und öffentliche Verwaltungen

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6. Oktober 2011: Pöcking gegen den Schlaganfall

Rund 70 Prozent der Schlaganfälle wären zu verhindern, wissen Experten heute. Immer mehr Unternehmen reagieren auf diese Erkenntnis. Und Prävention ist auch für Kommunen und öffentliche Verwaltungen äußerst attraktiv, wie jetzt das Beispiel  der oberbayrischen Gemeinde Pöcking im Landkreis Starnberg zeigt.

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Eine Vorreiterrolle in Sachen Prävention nimmt die Gemeinde im Landkreis Starnberg ein. Seit Neuestem bietet Pöcking eine öffentliche Blutdruck-Messstation der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe im Rathaus an. Mit großem Erfolg, wie die positiven Rückmeldungen und die rege Nutzung der Station zeigen. Nicht nur Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Mitarbeiter der Gemeinde nehmen den Service dankbar an. Ein zusätzlicher Imagefaktor für Pöcking, mit dem die Gemeinde auch auf ihrer Homepage wirbt. Am 24. November wird die Errungenschaft in einer Bürgerversammlung der Öffentlichkeit und der Presse vorgestellt.

Bluthochdruck ist eine wesentliche Ursache für den Schlaganfall. Rund 70 Prozent der jährlich über 250.000 Schlaganfälle wären zu verhindern durch einen entsprechenden Lebensstil und die regelmäßige Kontrolle von Risikofaktoren. Die Blutdruck-Messstation der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ist ein Angebot im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Möchten Sie sich in Ihrer Kommune, Institution oder in Ihrem Unternehmen für die Prävention einsetzen? Anja Prager steht für Ihre Fragen zur Verfügung:
Tel. 05241  9770-56
E-Mail: anja.prager@schlaganfall-hilfe.de

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Schlaganfall-Hilfe befragte Bevölkerung

Wissen allein reicht nicht!

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Die meisten Deutschen wissen, was ungesunde Ernährung bewirkt. Doch zu wenige passen ihren Lebensstil an.

19. August 2011: Schlaganfall-Hilfe befragte Bevölkerung

Die Deutschen wissen, wie man gesund lebt. Nur: Viele verhalten sich nicht danach. Zu dieser Erkenntnis kommt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in ihrem Schlaganfall-Barometer 1/2011.

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Die meisten Deutschen wissen, was ungesunde Ernährung bewirkt. Doch zu wenige passen ihren Lebensstil an.

Schlaganfall-Risiko durch eine gesunde Lebensweise selbst beeinflussen können. Dem gegenüber stehen jedoch mehr als 250.000 Schlaganfälle jährlich in Deutschland. Rund die Hälfte davon wäre nach Meinung vieler Präventionsexperten durch gesunde Ernährung, Bewegung und die Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes zu verhindern.

Rund ein Drittel der Bevölkerung informiert sich über Gesundheitsthemen zunehmend im Internet. In der persönlichen Beratung spielt neben dem Arzt der Apotheker die wichtigste Rolle. 40 Prozent der Deutschen geben an, sich bei ihm Rat zu holen. Die medizinische Versorgung in Deutschland bewerten 60 Prozent als gut bis sehr gut, unter den privat Versicherten ist der Anteil noch höher. Verbesserungsbedarf sahen die Befragten vor allem bei Leistungen der Krankenkassen und Wartezeiten für weiterführende Behandlungen.

Dass der Schlaganfall als dritthäufigste Todesursache in Deutschland eine Volkskrankheit ist, beweist eine weitere Zahl: 45 Prozent der Deutschen gaben an, schon persönliche Erfahrungen mit einem Schlaganfall in Familie oder Bekanntenkreis gemacht zu haben.

Das Schlaganfall-Barometer ist eine Befragung im Auftrag der Deutschen Schlaganfall-Hilfe, erstellt durch die Unternehmensgruppe Heitzig & Heitzig. Die Stiftung erfragt damit zweimal jährlich den Wissensstand der deutschen Bevölkerung rund um das Krankheitsbild Schlaganfall.

 

Weitere Informationen dazu, lesen Sie an dieser Stelle.

 

Bild-Download: ungesunde Ernährung (4 MB)

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Ausstellung von Schlaganfall-Hilfe und Flussbett Hotel

„Große Kunst aus kleiner Hand"

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Freuen sich über die ausdrucksstarke Farbenpracht im Flussbettt Hotel (v.l.): Reinhard Dörr (Kaufmännischer Leiter wertkreis), Andrea Hünneke (Geschäftsführerin Flussbett Hotel), Sabine Dawabi (Projektleiterin), Franca Piepenbrock (Geschäftsleitung Schlaganfall-Hilfe) sowie Britta Nikolei mit ihrer schlaganfallbetroffenen Tochter Lisa (11).

15. Juli 2011: Ausstellung von Schlaganfall-Hilfe und Flussbett Hotel

„Kunst und Behinderung" ist ein Thema, das die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die wertkreis Gütersloh gGmbH verbindet. Darüber kamen die beiden Organisationen zu einer neuen Projektpartnerschaft, die ebenso einfach wie wirkungsvoll ist. Farbenfrohe Kunstwerke Schlaganfallbetroffener Kinder schmücken bis zum 20. August die zentralen Räume und Gästezimmer des integrativen Hotels. 

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Freuen sich über die ausdrucksstarke Farbenpracht im Flussbettt Hotel (v.l.): Reinhard Dörr (Kaufmännischer Leiter wertkreis), Andrea Hünneke (Geschäftsführerin Flussbett Hotel), Sabine Dawabi (Projektleiterin), Franca Piepenbrock (Geschäftsleitung Schlaganfall-Hilfe) sowie Britta Nikolei mit ihrer schlaganfallbetroffenen Tochter Lisa (11).

Rund 300 Kinder in Deutschland sind jährlich von einem Schlaganfall betroffen. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe engagiert sich aktiv für Familien mit schlaganfallbetroffenen Kindern und führt unter anderem regelmäßig ein mehrtägiges Familienseminar durch. So wird den Familien durch ein positives Erlebnis ermöglicht, sich aus dem schwierigen Alltag zu lösen und Mut für die Zukunft zu fassen.

Nach einem Schlaganfall haben Kinder oftmals keine Kraft in einer ihrer Hände. Die Kinder werden bei einem professionell angeleiteten Malworkshop angeregt, diese oft vernachlässigte, gelähmte Hand einzusetzen. Denn dies löst Impulse im Gehirn aus, die sich positiv auf den Genesungsprozess und somit auf die Entwicklung des Kindes auswirken können.
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Die Ergebnisse dieser Malworkshops sind unglaublich farbenfroh, kraftvoll und ausdrucksstark, voller Selbstbewusstsein und ungeahnter Ausdruckskraft – kurz gesagt: „Große Kunst aus kleiner Hand". Ab sofort schmücken diese Bilder die Gästezimmer und zentralen Räume im Flussbett-Hotel des wertkreises Gütersloh. Die Bilder können dort auch erworben werden. Der Erlös unterstützt direkt weitere Angebote für betroffene Kinder und ihre Familien. Der Preis beträgt 50 EUR für ein kleines Bild (50 x 60 cm) und 150 EUR für ein größeres (80 x 120 cm), er kann gerne um eine zusätzliche Spende aufgestockt werden. Ein Katalog der Bilder liegt an der Rezeption aus.

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Schlaganfall-Hilfe und AOK kooperieren in Hamburg

Schlaganfall-Patienten künftig besser versorgt

6. Juli 2011: Schlaganfall-Hilfe und AOK kooperieren in Hamburg

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die AOK Rheinland/Hamburg verbessern die Versorgung von Schlaganfall-Patienten in Hamburg. Das Modell des qualitätsgesicherten Case Managements führt die Patienten künftig durch die Versorgungsschritte. Dabei begleitet ein so genannter „Schlaganfall-Lotse" den Patienten durch das Programm.

„Die Folgen eines Schlaganfalls lassen sich in vielen Fällen durch eine strukturierte Behandlung deutlich mildern," sagt Wilfried Jacobs, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. Die Schlaganfall-Hilfe und die AOK Rheinland/Hamburg schlossen dazu eine Kooperationsvereinbarung. Das Fachwissen und die Erfahrung der Partner in der Versorgung von Schlaganfall-Patienten werden in einen neuen Vertrag zur Integrierten Versorgung (IGV) einfließen. „Damit bieten wir eine hochwertige, innovative Versorgung an," so Jacobs.

Betroffene werden künftig nach einem Schlaganfall durch ein regionales Netzwerk niedergelassener Ärzte, Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken besser versorgt. Das Versorgungsnetz garantiert ein leitliniengerechtes und qualitätsorientiertes Behandlungsprogramm. Ziel ist es, häufig auftretende schwere Behinderungen und Folgeerkrankungen zu vermeiden, ebenso wie das Auftreten eines zweiten Schlaganfalls.

Dafür wird die AOK Rheinland/Hamburg in Zusammenarbeit mit der Stiftung und den beteiligten Ärzten und Kliniken modellhaft in Hamburg ein Konzept umsetzen. Grundlage ist das „Qualitätsmodell Integrierte Schlaganfall-Versorgung (QuIS)", das die Stiftung mit einem bundesweiten Experten-Netzwerk entwickelt hat. Die Vorteile dieser Integrierten Versorgung (IGV) für den Patienten liegen in der spürbar hohen Versorgungsqualität, etwa in fest vereinbarten Behandlungs-terminen mit kurzen Wartezeiten. Dieses Vorgehen verschafft ihm zusätzlich Sicherheit und trägt entscheidend zu seiner Aufklärung bei.

„Wir haben ein Versorgungskonzept hochwertiger Schlaganfall-Versorgung entwickelt und in der AOK Rheinland/Hamburg einen starken Partner gefunden," freut sich Dr. Brigitte Mohn, Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Sie sieht in dem Modell, dessen Wirksamkeit durch eine wissenschaftliche Begleitung gemessen wird, viel Potenzial. „Für die Menschen in Hamburg wünsche ich mir, dass andere Kostenträger sich anschließen werden," so die Stiftungsvorsitzende.

Mehr als 6.000 Hamburger erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall, in ganz Deutschland sind es 250.000 Menschen. Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für erworbene Behinderungen im Erwachsenenalter. Unter den Todesursachen in Deutschland steht er an dritter Stelle.

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„Mobil nach Schlaganfall"

Qualitätsinitiative für Rehabilitation und Nachsorge gestartet

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4. Juli 2011: „Mobil nach Schlaganfall"

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und das Medizin-technikunternehmen Otto Bock HealthCare haben die Initiative „Mobil nach Schlaganfall" gestartet. Im Fokus steht dabei die Verbesserung der Versorgung von Schlaganfall-Patienten in der Rehabilitation und Nachsorge. Alljährlich erleiden 250.000 Bundesbürger einen Schlaganfall. Nur rund 25 Prozent werden im Anschluss an die Akutbehandlung in eine Rehabilitationsklinik überwiesen.

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Wenn notwendige Leistungen nicht erbracht werden, bringt dies dem zuständigen Kostenträger kurzfristig eine Ersparnis. Gesamtgesellschaftlich jedoch komme es lediglich zu einer Verschiebung, so die Schlaganfall-Hilfe. „Unzureichend rehabilitierte Patienten sind später auf deutlich mehr Hilfeleistungen angewiesen. Der Schlaganfall bleibt somit medizinisch, gesundheitspolitisch und volkswirtschaftlich eine große Herausforderung, ganz abgesehen von den familiären Schicksalen hinter jedem Fall", erklärt Prof. Dr. Karl Einhäupl, Vorsitzender des Stiftungsrats. So werden beispielsweise in Nordrhein-Westfalen nach Berechnungen des Instituts Arbeit und Technik rund 25 Prozent der Schlaganfall-bedingten Pflegeleistungen, das sind 150 Millionen Euro, durch Sozialhilfeträger aufgebracht.

„Medizin, Pflege und Therapie finden in Deutschland auf einem hohen Niveau statt", stellt Dr. Brigitte Mohn fest. Sie ist Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Dennoch sei das Ergebnis für den einzelnen Patienten nicht immer gut. Die starre Sektorisierung des Gesundheitssystems erschwere eine optimale Versorgung. „Es gibt noch immer Brüche in der Versorgungskette. Beispielsweise ist der Weg von der Akutklinik in die Rehaklinik nicht einheitlich geregelt."

In drei Pilot-Regionen Deutschlands veranstalten die Kooperationspartner Deutsche Schlaganfall-Hilfe und Otto Bock HealthCare Rehaforen. Moderiert und wissenschaftlich begleitet analysieren die an der Schlaganfall-Versorgung Beteiligten die Schwachstellen in der Versorgungskette und erarbeiten gemeinsam Lösungen zur Verbesserung.

Der Auftakt fand Ende Juni in Bielefeld statt. Dort trafen sich rund 100 Fachleute zum 1. Rehaforum Schlaganfall Ostwestfalen-Lippe auf Einladung der Schlaganfall-Hilfe und Otto Bock Healthcare. Unterstützung fanden die Veranstalter durch das Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen, das Institut Arbeit und Technik und das Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL (ZIG). Als Schwachstellen identifizierten die Akteure unterschiedliche Qualitätsstandards, fehlende gemeinsame Leitlinien, kaum valide Daten über die Wirksamkeit der Rehabilitation und einen Mangel an Kommunikation an den Übergängen zwischen den Versorgungsstufen.

„Die gemeinsame Initiative mit der Stiftung erfüllt für uns als Unternehmen in der Medizintechnik zwei wichtige Anforderungen: Den offenen, zukunftsorientierten Dialog mit Medizin, Rehabilitation und Kostenträgern zum Wohle des Patienten und die Initiierung einer breiten öffentlichen Wahrnehmung des Themas. Durch unsere tiefe Verwurzelung mit dem Thema Mensch, Mobilität und Behinderung wissen wir um die Notwendigkeit, für die Belange von Betroffenen einzustehen. Die Initiative weist in eine hervorragende Richtung – wir werden aber auch einen langen Atem haben müssen, " erläutert Dr.-Ing. Michael Hasenpusch, Geschäftsführer Technologie und Patient Care bei der Otto Bock HealthCare GmbH, die Motivation zur Partnerschaft.

Unerlässlich sei auf Dauer ein sektorübergreifendes Case Management von der Akutklinik bis zur Nachsorge. Nach Modellrechnungen der Deutschen Schlaganfall-Hilfe führt ein solches Modell langfristig betrachtet zu keiner Kostensteigerung, jedoch zu einem erheblichen Qualitätsgewinn.

In Ostwestfalen werden die Beteiligten nun gemeinsame Qualitätskriterien entwickeln. Diese sollen schon bald auch für andere Regionen Deutschlands nutzbar werden. Im Herbst dieses Jahres sind weitere Rehaforen in den Regionen Dresden und Rhein/Ruhr vorgesehen.

Fakten zu den Folgen des Schlaganfalls

Mit jährlich rund 63.000 Todesfällen ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache. Etwa 60 Prozent der Überlebenden bleiben langfristig behindert. Die lebenslangen Kosten pro Schlaganfall betragen derzeit rund 43.000 EUR. Angesichts der demographischen Entwicklung werden sie deutlich steigen, denn die Altersgruppe der über 60jährigen erleidet ca. 80 Prozent aller Schlaganfälle. Der Anteil dieser Altersgruppe wird von derzeit 25 Prozent auf 33 Prozent in 2030 wachsen. Die Gesundheitsversorgung braucht Lösungsansätze für diese Herausforderung.

Informationspaket

Bildmaterial

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1. Rehaforum Schlaganfall fand in Bielefeld statt

Schlaganfall-Hilfe verbessert Versorgung in OWL

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Berichteten aus den regionalen Arbeitsgruppen (von links): Stephan von Bandemer (Institut Arbeit und Technik), Dr. Olaf Iseringhausen (ZIG OWL), Dr. Josef Hilbert (IAT), Franca Piepenbrock (Schlaganfall-Hilfe) und Dr. Andreas Kannenberg (Otto Bock Healthcare).

28. Juni 2011: 1. Rehaforum Schlaganfall fand in Bielefeld statt

Rund 7.000 Menschen erleiden in Ostwestfalen-Lippe jährlich einen Schlaganfall. Viele von ihnen kämpfen ein Leben lang mit den Folgen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Therapeuten und anderen Beteiligten in der Region soll ihre Versorgung zukünftig verbessern. Darauf einigten sich Fachleute aus ganz OWL im Rahmen des 1. Rehaforums Schlaganfall Ostwestfalen-Lippe.

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Berichteten aus den regionalen Arbeitsgruppen (von links): Stephan von Bandemer (Institut Arbeit und Technik), Dr. Olaf Iseringhausen (ZIG OWL), Dr. Josef Hilbert (IAT), Franca Piepenbrock (Schlaganfall-Hilfe) und Dr. Andreas Kannenberg (Otto Bock Healthcare).

Auf Einladung der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und deren Kooperationspartner Otto Bock Healthcare berieten in Bielefeld rund 100 Experten aus der Region über Stärken und Schwächen in der regionalen Versorgung von Schlaganfall-Patienten. Parallel erhielten Patienten im Rahmen eines Ratgeberforums umfassende Informationen und Beratung zu ihrem Krankheitsbild.

Prof. Dr. Matthias Sitzer, Chefarzt am Klinikum Herford, betonte, dass die Akut-Versorgung in Deutschland relativ gut entwickelt und ausreichend finanziert sei. Nachholbedarf sah er wie die meisten Teilnehmer in Rehabilitation und Nachsorge. Dr. Thomas Brand, Chefarzt der Marcus Klinik in Bad Driburg, wies darauf hin, dass die Rehabilitation in Deutschland auf „schmalen Schultern" ruhe und wenig wissenschaftliche Unterstützung erfahre.

Ostwestfalen ist zahlenmäßig gut ausgestattet mit stationären Rehabilitationsbetten, wie die von der Schlaganfall-Hilfe durchgeführte Regionalanalyse zeigte. Dennoch erhalten nur gut 30 Prozent der heimischen Patienten eine stationäre Rehabilitation. Medizinischen Studien zufolge haben jedoch rund 50 Prozent der Schlaganfall-Patienten einen dringenden Rehabilitationsbedarf. Zu vermuten ist, dass insbesondere ältere Patienten zu selten eine umfassende Rehabilitation erhalten, obwohl diese auch im höheren Alter viel bewirken kann.

Nicht nur in diesem Punkt gibt es Verbesserungspotenzial. Die Übergänge der Patienten von der Klinik in die Reha und nach Hause verlaufen oft nicht reibungslos. Hier kann ein so genanntes Case Management helfen. Dabei wird ein durchgängiger Versorgungsplan für den Patienten erstellt und im Idealfall durch einen geschulten Schlaganfall-Lotsen koordiniert und begleitet. Die Schlaganfall-Hilfe hat ein solches Modell entwickelt und bereitet seine Einführung in Ostwestfalen-Lippe vor.

Was Ärzten und Therapeuten in der Region grundsätzlich fehlt sind gemeinsame Qualitätsstandards. Insofern lassen sich kaum verlässliche Aussagen darüber treffen, wie wirksam oder erfolgreich die Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten in OWL ist. Auch fehlen gesicherte Erkenntnisse darüber, wie der langfristige Genesungsprozess verläuft.

Ein Auftakt für eine bessere Versorgung in OWL ist mit dem Rehaforum gemacht. Die Schlaganfall-Hilfe wird die Ergebnisse des Forums und der Regionalanalyse gemeinsam mit dem Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft (ZIG) und dem Institut Arbeit und Technik (IAT) auswerten und die nächste Schritte für gemeinsame Richtlinien festlegen.

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Prof Dr. Heinrich Audebert (im Vordergrund) von der Charité Berlin war Gastredner beim 1. Rehaforum Schlaganfall in Ostwestfalen-Lippe.
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Die Ergebnisse des Rehaforums fassten Franca Piepenbrock, Geschäftsleitung der Schlaganfall-Hilfe und Dr. Andreas Kannenberg (Otto Bock HealthCare) zusammen.

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Frühlingsfest zugunsten der Schlaganfall-Hilfe

55.000 Euro gespendet - Lotsen sollen Orientierungshilfe für Betroffene bieten

21. Mai 2011: Frühlingsfest zugunsten der Schlaganfall-Hilfe

Rund 7.000 Menschen erleiden in Ostwestfalen-Lippe jährlich einen Schlaganfall. Viele von ihnen leiden ein Leben lang unter den Folgen. Ein Schlaganfall-Lotse in der Region kann den Betroffenen helfen. Dafür engagieren sich die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und ihre Präsidentin Liz Mohn. Beim diesjährigen „Frühlingsfest" zugunsten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe wurden insgesamt rund 55.000 Euro gespendet

Rund 7.000 Menschen erleiden in Ostwestfalen-Lippe jährlich einen Schlaganfall. Viele von ihnen leiden ein Leben lang unter den Folgen. Ein Schlaganfall-Lotse in der Region kann den Betroffenen helfen. Dafür engagieren sich die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und ihre Präsidentin Liz Mohn. Beim diesjährigen „Frühlingsfest" zugunsten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe wurden insgesamt rund 55.000 Euro gespendet.

Trotz guter medizinischer Versorgung erhalten Schlaganfall-Betroffene nicht immer die optimale Hilfe. „In dieser schweren Lebenssituation brauchen die Betroffenen und ihre Angehörigen jemanden, der sie an die Hand nimmt und durch die gesamte Versorgung leitet", sagt Liz Mohn, Präsidentin der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. „Es fehlt den Menschen häufig an Orientierung und Informationen. Deshalb möchten wir ihnen einen Lotsen für ihre Probleme und alle Fragen an die Seite stellen."

Der Schlaganfall-Lotse gehört zum so genannten Case Management – ein Versorgungsmodell, das die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in ihrem bundesweiten Experten-Netzwerk entwickelt hat. Für Patienten bedeutet es nicht nur mehr Sicherheit und Zufriedenheit.  Der Lotse hilft auch, Wartezeiten zu verkürzen und Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Für die Einführung des Lotsen in Ostwestfalen ist die Schlaganfall-Hilfe zu einem großen Teil auf Spenden angewiesen.

Kaum bekannt ist, dass in Deutschland jedes Jahr sogar rund 300 Kinder vom Schlaganfall betroffen sind. Auch sie und ihre Eltern benötigen dringend Orientierungshilfe. „Dank der Spenden können wir schon im Sommer den ersten Lotsen für den kindlichen Schlaganfall in Deutschland einführen", so Liz Mohn.
 

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Wer bremst - verliert…!

Junge Schlaganfall-Betroffene startet bei Berliner Radrennen

Vanessa Dohren mit einem Fahrrad.
Vanessa Dohren beim Training zum Škoda Velothon Berlin (Foto: privat)

19.05.2011: Wer bremst – verliert …! Junge Schlaganfall-Betroffene startet bei Berliner Radrennen

Am 22. Mai 2011 ist es zum dritten Mal soweit. Über 10.000 Teilnehmer werden zum Škoda Velothon Berlin erwartet. Ein spannendes Radrennen durch die Straßen der Hauptstadt ist garantiert. Neben Radprofis starten vor allem begeisterte Amateure bei dem Rennen, das sich seit seiner Gründung 2008 als zweitgrößtes Radrennen seiner Art in Europa etablieren konnte. Unter den radsportbegeisterten Hobbyfahrern befindet sich in diesem Jahr auch Vanessa Dohren aus Berlin.

Vanessa Dohren mit einem Fahrrad.  
Vanessa Dohren beim Training zum Škoda Velothon Berlin (Foto: privat)

Die heute 32-Jährige hat im Alter von 28 Jahren einen Schlag-anfall erlitten. Eine Ursache ist neben der unglücklichen Kombination von Rauchen und Einnahme der Anti-Babypille wahrscheinlich auch der Stress, dem sie damals aufgrund ihrer beruflichen Situation ausgesetzt war. Inzwischen hat sich Vanessa Dohren sehr gut von den Folgen des Schlaganfalls erholt, lediglich eine leichte Spastik ist geblieben: „Man sieht mir eigentlich gar nichts mehr an. Da muss ich schon einen ganz schlechten Tag haben", berichtet die Wahlberlinerin.

Dass es ihr heute so gut geht, dafür ist sie allen Wegbegleitern wie Ärzten, Therapeuten, Freunden und Familie sehr dankbar. Nur ihren erlernten Beruf als Pferdewirtin musste sie aufgeben, da sich die körperlich anstrengende Arbeit mit der Zeit doch als zu schwer erwies: „Vor allem die Kälte hat mir zu schaffen gemacht", erinnert sich Vanessa Dohren. Momentan nimmt sie in einem Berufsförderungswerk an einer Umschulung zur Industriekauffrau teil, die ihr große Freude bereitet. Da sie zu den Klassenbesten gehört, sieht sie den 2011/2012 anstehenden Prüfungen mit berechtigter Zuversicht entgegen.

Um einen Ausgleich zu ihrer hauptsächlich sitzenden Tätigkeit zu haben, sucht die sportbegeisterte junge Frau immer wieder nach neuen Herausforderungen. So trainierte sie während der Wintermonate eifrig in der „Ersten Rehasportgruppe für junge Schlaganfall-Betroffene" in Berlin. Obwohl sie eine passionierte Radfahrerin ist, lag ihr der Gedanke, an einem Radrennen teilzunehmen, sehr fern. Im vergangenen Jahr lernte sie jedoch bei einem Treffen für junge Schlaganfall-Patienten in Erkner Johannes Reile kennen, der selbst drei Schlaganfälle überstanden hat.

Reile hat im vergangenen Jahr per Rad die Alpen überquert und sammelte dabei Spenden für die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Johannes Reile regte Vanessa Dohren dazuan, sich für den Berliner Velothon anzumelden. „Als ich 60 km hörte, habe ich erst einmal nur entsetzt die Augen verdreht", schildert sie schmunzelnd. Doch inzwischen hat sich Vanessa mit der Distanz angefreundet. Vor zwei Monaten kaufte sie sich ein neues Fahrrad und trainiert seither ehrgeizig. Heute ist sie optimistisch, dass sie die geforderte Durchschnittsgeschwindig-keit von 23 km/h auch durchhalten kann. Sie wird in einem Trikot der Schlaganfall-Hilfe an den Start gehen. Damit will sie ein Zeichen setzen, dass man nach erfolgreicher Rehabilitation wieder sehr fit werden kann. Vanessa Dohren weiß zwar noch nicht, wie ihre leicht spastische Hemiparese auf 60 km Fahrradfahren in High-End-Speed reagiert, aber „wer bremst - verliert...!"

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Neues Gesundheits-Portal der Deutschen Schlaganfall-Hilfe informiert Betroffene und Interessierte

 

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10. Mai 2011: Neues Gesundheits-Portal der Deutschen Schlaganfall-Hilfe informiert Betroffene und InteressierteNach einem Schlaganfall ist alles anders.

Das Leben muss neu organisiert werden, plötzlich sind Treppen oder Kleingedrucktes Barrieren, die vorher nicht existierten. Der bundesweite Tag gegen den Schlaganfall will Betroffenen und ihren Angehörigen den Zugang zu einer barrierefreien Versorgung erleichtern.

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Nach einem Schlaganfall ist alles anders. Das Leben muss neu organisiert werden, plötzlich sind Treppen oder Kleingedrucktes Barrieren, die vorher nicht existierten. Der bundesweite Tag gegen den Schlaganfall will Betroffenen und ihren Angehörigen den Zugang zu einer barrierefreien Versorgung erleichtern.

Einfache und verständliche Informationen sind für Betroffene und ihre Angehörigen von großer Bedeutung. Mit ihrem neuen Internet-Portal, wird die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe diesem Bedürfnis gerecht. Los geht´s am 10. Mai, dem bundesweiten Tag gegen den Schlaganfall.

„Schlaganfall-Betroffene stoßen immer noch auf zu viele Barrieren", sagt Dr. Brigitte Mohn, Vorsitzende der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe,  „insbesondere bezüglich des Zugangs zu Informationen. Die Stiftung wird mit dem neuen Portal jetzt auch online als zentraler Ansprechpartner rund um das Thema Schlaganfall wahrgenommen."

Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Schäbitz, Regionalbeauftragter der Stiftung, ist sich sicher, „dass die Schlaganfall-Hilfe mit ihrem neuen Portal einen wertvollen Beitrag zur Krankheitsbewältigung leistet." Dabei sieht der Neurologe aus den von Bodelschwingschen Stiftungen Bethel nicht ausschließlich Betroffene und Angehörige als Zielgruppe des neuen Angebotes. „Neben den Patienten haben Mediziner und andere an der Schlaganfall-Versorgung beteiligte Berufsgruppen Bedarf an adäquat aufbereiteten Informationen. Auch Fachleuten wird die Schlaganfall-Hilfe mit ihrem neuen Portal gerecht, " so der Mediziner.

Aktuelle Studien belegen den Informationsbedarf von Schlaganfall-Betroffenen und ihren Angehörigen. Zwei Drittel der Betroffenen hilft Information bei der Krankheitsbewältigung. Es zeigt sich, dass das Internet insbesondere nach der Entlassung aus der stationären Behandlung zunehmend Bedeutung als Informationsquelle erlangt. So nutzen bereits heute mehr als die Hälfte der Schlaganfall-Patienten das Medium, um sich über ihre Krankheit zu informieren. Diese Entwicklungen waren für das neue Internet-Portal der Schlaganfall-Hilfe grundlegend. Dort finden Betroffene rasch die gewünschten Informationen. Künftig wird es dort auch für Betroffene und Fachleute die Möglichkeit der Vernetzung  geben. Die Umsetzung dieser Community-Funktionen ist für den Herbst 2011 geplant.

Barrierefreiheit bedeutet für die Schlaganfall-Hilfe, dass Betroffene ihr Recht auf Rehabilitation und Information, auf eine geeignete Hilfsmittelversorgung, auf Mobilität und damit auf Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ungehindert in Anspruch nehmen können. Checklisten und Informationen zu diesen Themen sind auch in der Sonderausgabe des Stiftungs-Magazins „Thala" zu finden.

Service

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat zum 10. Mai eine Sonderausgabe ihres Magazins „Thala" aufgelegt. Bestellen können Sie Ihr persönliches Exemplar  kostenlos telefonisch unter 01805 536000 (0,14 EUR/Min., Mobilfunk max. 0,42 EUR/Min.).
Informationen im Internet unter www.schlaganfall-hilfe.de

Bildmaterial und Download-Dokumente finden Journalisten an dieser Stelle.

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Novellierung Telekommunikationsgesetz im Bereich Notruf behindert schnelle Notfallrettung

 

19. April 2011: Novellierung Telekommunikationsgesetz im Bereich Notruf behindert schnelle Notfallrettung

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute wenn es darum geht, Hilfe schnell und effektiv zu gewährleisten und damit dauerhafte Schädigungen der Gesundheit weitgehend abzuwenden. Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe bewirbt deshalb die einheitliche Notrufnummer 112 für eine schnelle Alarmierung.

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute wenn es darum geht, Hilfe schnell und effektiv zu gewährleisten und damit dauerhafte Schädigungen der Gesundheit weitgehend abzuwenden. Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe bewirbt deshalb die einheitliche Notrufnummer 112 für eine schnelle Alarmierung. In manchen Fällen ist der Betroffene Schlaganfall-Patient noch selbst in der Lage, einen Notruf via Mobiltelefon abzusetzen. Eine verbale Kommunikation ist ihm im Notfall jedoch selten möglich, so dass er seinen momentanen Aufenthaltsort in der Regel nicht mehr mitteilen kann. In diesen Fällen ist der Patient darauf angewiesen, dass er von den Notrufzentralen geortet werden kann.
 
Auf Initiative der Björn Steiger Stiftung wird ein solches Ortungsverfahren seit 2006 auf Basis der Funkzellenortung in den deutschen Notrufzentralen praktiziert. Das Verfahren ist bislang das einzige, mit dem Mobilfunkteilnehmer geortet werden können. Allerdings hat die bisherige Funkzellenortung einen Nachteil: Technisch bedingt können Notrufende nicht punktgenau lokalisiert werden. Insbesondere in ländlichen Gebieten können Abweichungen zum eigentlichen Standort von mehreren Kilometern auftreten, was im Notfall eine zeitaufwändige Suche erforderlich macht.
 
Abhilfe bietet hier die schon heute in vielen Mobiltelefonen integrierte GPS-Technik, die bereits in jedem mobilen wie fest installierten Autonavigationsgerät zum Einsatz kommt. Auf dieser Basis könnten auch genaue Standortdaten von Mobiltelefonen an Notfall-Zentralen von Polizei und Feuerwehr übermittelt werden. Diese technische Möglichkeit ist allerdings auch im novellierten Telekommunikationsgesetz nicht vorgesehen. Im Gegenteil: Gemäß dem vom Kabinett und Bundesrat verabschiedeten Gesetz sowie laut Entwurf der Technischen Richtlinie Notruf der Bundesnetzagentur ist die Übermittlung von Standortdaten, die beispielsweise von einem Mobilfunkgerät geliefert werden, nicht zulässig. Die aktuelle Fassung des Telekommunikationsgesetzes sieht ausschließlich die ungenaue Ortung auf Basis der Funkzellenortung vor. Eine Berücksichtigung der heute verfügbaren modernen Technik zur Ortung von Mobilfunkgeräten, mit der die Zeit bis zum Eintreffen von Rettungskräften im Notfall erheblich verkürzt werden kann, ist nicht vorgesehen.
 
Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe schließt sich deshalb der Kritik der Björn Steiger Stiftung an dem novellierten Telekommunikationsgesetz an und fordert die Politik auf, die Vorschläge der Björn Steiger Stiftung zur Gesetzesänderung und Ergänzung im Bereich Notruf im noch laufenden parlamentarischen Beratungsverfahren zum Gesetzentwurf dringend zu berücksichtigen. Um eine wirklich effektive und schnelle Hilfeleistung zum Schutz eines Schlaganfall-Patienten im Notfall zu gewährleisten, ist es notwendig, den Einsatz der heute verfügbaren modernsten Technik (GPS basierte Ortungen) entsprechend gesetzlich zu verankern. Die vorliegende Version des novellierten Telekommunikationsgesetzes greift hier eindeutig zu kurz und trägt den Erfordernissen eines leistungsfähigen Rettungssystems in Deutschland nicht angemessen Rechnung.  
 

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Unterstützung für schlaganfallbetroffene Kinder

10.000 Euro für das „Versorgungszentrum kindlicher Schlaganfall" der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Die Scheckübergabe von der Commerzbank an die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Von links nach rechts: 
Rouven Böser, Tobias Schäfer (beide Commerzbank), Sabine Dawabi (Projektleitung Kinder und Schlaganfall), Franca Piepenbrock (Geschäftsleitung Schlaganfall-Hilfe), Dr. Brigitte Mohn, Max Ackermann (Kinderbotschafter der Schlaganfall-Hilfe) Sonja Beselin (Commerzbank)
Rouven Böser, Tobias Schäfer (beide Commerzbank), Sabine Dawabi (Projektleitung Kinder und Schlaganfall), Franca Piepenbrock (Geschäftsleitung Schlaganfall-Hilfe), Dr. Brigitte Mohn, Max Ackermann (Kinderbotschafter der Schlaganfall-Hilfe) Sonja Beselin (Commerzbank)

13. April 2011: Unterstützung für schlaganfallbetroffene Kinder

Das Kuratorium der Commerzbank-Stiftung spendet erneut 10.000 Euro für das Projekt Kinder und Schlaganfall der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Die Scheckübergabe von der Commerzbank an die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Von links nach rechts: 
Rouven Böser, Tobias Schäfer (beide Commerzbank), Sabine Dawabi (Projektleitung Kinder und Schlaganfall), Franca Piepenbrock (Geschäftsleitung Schlaganfall-Hilfe), Dr. Brigitte Mohn, Max Ackermann (Kinderbotschafter der Schlaganfall-Hilfe) Sonja Beselin (Commerzbank)  
Rouven Böser, Tobias Schäfer (beide Commerzbank), Sabine Dawabi (Projektleitung Kinder und Schlaganfall), Franca Piepenbrock (Geschäftsleitung Schlaganfall-Hilfe), Dr. Brigitte Mohn, Max Ackermann (Kinderbotschafter der Schlaganfall-Hilfe) Sonja Beselin (Commerzbank)

Das Kuratorium der Commerzbank-Stiftung spendet erneut 10.000 Euro für das Projekt Kinder und Schlaganfall der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Heute hat Rouven Böser, Abteilungsdirektor der Commerzbank, Ostwestfalen, den Spendenscheck an Dr. Brigitte Mohn, Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, und PD Dr. Monika Daseking von der psychologischen Kinderambulanz der Universität in Bremen, übergeben. Die Spende fließt in das Versorgungszentrum kindlicher Schlaganfall, das die Stiftung initiiert hat, um betroffenen Familien eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Im Versorgungszentrum kindlicher Schlaganfall wird Expertenwissen gebündelt und kommt den Betroffenen direkt zugute. „Als Teil des Versorgungszentrums kindlicher Schlaganfall soll im August der erste „Schlaganfall-Lotse" für betroffene Familien in Bremen Friedehorst seine Arbeit aufnehmen. Dieser gibt Eltern mit schlaganfallbetroffenen Kindern Orientierung in der schweren Situation und leitet durch den Therapiedschungel.", sagt Dr. Brigitte Mohn.
 
Rouven Böser, Tobias Schäfer (beide Commerzbank), Sabine Dawabi (Projektleitung Kinder und Schlaganfall), Franca Piepenbrock (Geschäftsleitung Schlaganfall-Hilfe), Dr. Brigitte Mohn, Max Ackermann (Kinderbotschafter der Schlaganfall-Hilfe) Sonja Beselin (Commerzbank)

Neben dem Neurologischen Rehabilitationszentrum Bremen Friedehorst und der Universitätsklinik in Münster ist die psychologische Kinderambulanz der Universität Bremen Teil des Versorgungszentrums, das sich unter dem Dach der Schlaganfall-Hilfe formiert hat. PD Dr. Monika Daseking: „Auch wenn das kindliche Gehirn die Folgen eines Schlaganfalls meist gut ausgleichen kann, behalten die betroffenen Kinder neben den körperlichen oft  auch kognitive Beeinträchtigungen zurück. Um diese zu erkennen, führen wir die neuropsychologische Testung durch. Die Ergebnisse helfen - neben der Optimierung der Therapie - den Eltern beispielsweise bei der richtigen Schulwahl."

Dagmar Ritter, Geschäftsführerin der Commerzbank-Stiftung erläutert das Engagement: „Das Versorgungszentrum zum kindlichen Schlaganfall ist eine einmalige Einrichtung in Deutschland. Wir wissen, wie wichtig eine fachmedizinische und verständliche Information für die betroffenen Familien ist. Deshalb unterstützen wir die Arbeit des Schlaganfall-Lotsen und werden unser langjähriges Engagement für die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe auch in Zukunft fortführen."

Jedes Jahr erleiden ca. 200 bis 300 Kinder bundesweit einen Schlaganfall, wobei die Dunkelziffer noch weitaus höher liegt. Nach wie vor sind die Ursachen des kindlichen Schlaganfalls nicht abschließend erforscht und viele Fragen insbesondere zum Wiederholungsrisiko weiterhin ungeklärt.
 

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Zertifizierung von Tele-Stroke-Units

Telemedizin verbessert Schlaganfallversorgung in ländlichen Gebieten

1. März 2011: Zertifizierung von Tele-Stroke-Units

In Deutschland verfügen etwa 180 Kliniken über eine zertifizierte Schlaganfall-Spezialabteilung, eine sogenannte Stroke Unit. Doch in ländlichen Regionen ist der Weg zur nächsten Stroke Unit häufig immer noch sehr weit. Eine telemedizinische Anbindung regionaler Krankenhäuser an überregionale Stroke Units kann hier Abhilfe schaffen.

Telemedizin verbessert Schlaganfallversorgung in ländlichen Gebieten

In Deutschland verfügen etwa 180 Kliniken über eine zertifizierte Schlaganfall-Spezialabteilung, eine sogenannte Stroke Unit. Doch in ländlichen Regionen ist der Weg zur nächsten Stroke Unit häufig immer noch sehr weit. Eine telemedizinische Anbindung regionaler Krankenhäuser an überregionale Stroke Units kann hier Abhilfe schaffen. Sie verbessert die Versorgung von Schlaganfallpatienten auf dem Land sowie deren Heilungsaussichten. Um die Qualität dieser telemedizinisch vernetzten Einrichtungen sicherzustellen, zertifizieren die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) seit Januar 2011 auch sogenannte Tele-Stroke-Units.

„Durch die Zertifizierung telemedizinischer Stroke Units ist die Umsetzung einer hochwertigen flächendeckenden Versorgung von Schlaganfall-Patienten in greifbare Nähe gerückt", erklärt Dr. Brigitte Mohn, Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. „Es ist unser Ziel, bei der Zertifizierung telemedizinischer Stroke Units an den Erfolg des bisherigen Qualitätssiegels anzuknüpfen."

„Die Zertifizierung von Tele-Stroke-Units ermöglicht es auch Krankenhäusern ohne neurologische Abteilung, eine Schlaganfallbehandlung auf hohem Niveau zu etablieren", sagt Professor Dr. med. Otto Busse, Generalsekretär der DSG. Dennoch sei es nach wie vor das Ziel der DSG, in Deutschland eine weitgehend komplette Abdeckung mit neurologisch geleiteten Stroke Units zu erreichen.


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Bisher konnten von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe etwa 180 Stroke Units in Deutschland zertifiziert werden. Der Einsatz moderner Informationstechnologie und das neue Zertifizierungsverfahren sollen die vorhandenen Versorgungslücken schließen.