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Autofahren nach dem Schlaganfall – In wenigen Schritten sicher mobil

 

Ein Mann sitzt im Rollstuhl und steht mit diesem vor einer geöffneten Fahrertür eines Autos.

Sich einfach hinter das Steuer setzen und los fahren, das ist für die meisten Menschen selbstverständlich und alltäglich. Auch nach einem Schlaganfall weiterhin mit dem Auto mobil zu sein, ist durchaus möglich, dennoch gilt es Einiges zu beachten. 

Ein Mann sitzt im Rollstuhl und steht mit diesem vor einer geöffneten Fahrertür eines Autos.  

Sich einfach hinter das Steuer setzen und los fahren, das ist für die meisten Menschen selbstverständlich und alltäglich. Autofahren ist für alle Altersgruppen von großer Bedeutung, um flexibel und schnell die täglichen Dinge des Lebens zu erledigen. Mobil sein trotz Schlaganfall, mit ein paar persönlichen Vorkehrungen ist das durchaus wieder möglich. Wie, das lesen Sie in unserer Checkliste.

Die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) schreibt vor, dass Betroffene selber Vorsorge für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr treffen. Das bedeutet, sich durch Vorlage von bestimmten Gutachten amtlich die Eignung bestätigen zu lassen.

Wer aber fahruntauglich ist und sich trotzdem hinters Steuer setzt, gefährdet sich und andere, macht sich strafbar und verliert zudem seinen Versicherungsschutz. Einfach darauf zu vertrauen, dass die Behörde nichts vom Schlaganfall mitbekommt, kann schlimme Folgen haben.
Der Gesetzgeber verlangt von jedem Führerscheinbesitzer, „in geeigneter Weise Vorsorge" zu treffen. Erschreckend wenig Patienten nehmen sich das zu Herzen. Zudem werden Schlaganfall-Patienten von widersprüchlichen oder falschen Auskünften verunsichert.

Ein Schlaganfall bedeutet nicht, dass man nicht mehr Auto fahren darf. Beachten Sie folgende Hinweise und in wenigen Schritten besitzen Sie wieder einen gültigen Führerschein.

Schritt eins: Gutachten einholen

Lassen Sie Ihre Fahrtauglichkeit überprüfen. Holen Sie zuerst ein fachärztliches Gutachten ein. Das können der Entlassungsbericht einer Reha-Klinik und das Gutachten eines Neurologen mit verkehrsmedizinischer Qualifikation sein. Der Arzt beurteilt, ob weitere Maßnahmen notwendig sind. Dazu zählen beispielweise zusätzliche Fahrstunden, der Besuch beim Augenarzt oder neuropsychologische Untersuchungen. Die Adressen von Ärzten mit verkehrsmedizinischer Qualifikation erfahren Sie von Ihrem Hausarzt oder Neurologen oder dem Gesundheitsamt, TÜV oder der Führerscheinstelle.

Schritt zwei: Behörde informieren

Informieren Sie Ihre Führerscheinstelle und legen Sie dort Ihr ärztliches Gutachten vor. Ihr Gutachten darf nicht älter als sechs Monate sein und sollte eine Aussage über Ihre Fahreignung enthalten. In Einzelfällen ordnet die Behörde zusätzlich eine medizinisch-psychologische Untersuchung an, die sogenannte MPU. Die MPU können Sie bei einer amtlich anerkannten Untersuchungsstelle des TÜV oder der DEKRA vornehmen lassen.

Schritt drei: Fahrzeug umbauen

Können Sie sich nach einem Schlaganfall nur noch eingeschränkt bewegen? Dann lassen Sie prüfen, ob Ihr Fahrzeug umgerüstet werden muss. Im gesamten Bundesgebiet gibt es spezielle KFZ-Betriebe, die Autos maßgeschneidert umbauen. Dort können Sie zum Beispiel das Gaspedal von rechts nach links verlagern und einen Knopf am Lenkrad anbringen lassen. Die Umbaumaßnahmen müssen Sie durch den TÜV oder die DEKRA abnehmen lassen. Mit einem umgerüsteten Fahrzeug müssen Sie außerdem eine Fahrprobe ablegen.

Schritt vier: Fahrtauglichkeit überprüfen

Gewinnen Sie wieder Fahrsicherheit und nehmen Sie Fahrstunden bei einer Behindertenfahrschule. Dort sind die Fahrlehrer speziell geschult, verfügen über langjährige Erfahrung und bereiten Sie gegebenenfalls gezielt auf die Prüfung vor. Die Fahrprüfung legen Sie dann beim TÜV oder bei der DEKRA ab.

Die Entscheidung

Eine Hand liegt auf einem Lenkrad.  

Haben Sie das fachärztliche Gutachten, eventuell die MPU sowie die Fahrprobe durchlaufen und bei der Führerscheinstelle eingereicht, entscheidet die Behörde, ob Sie weiter Auto fahren dürfen. Achten Sie darauf, dass Sie eine Bestätigung für Ihr abgegebenes Gutachten erhalten. Bis auf wenige Ausnahmen werden Führerscheine der Klasse zwei für Lastkraftwagen und für das Führen von Fahrzeugen der Fahrgastbeförderung wie zum Beispiel Bus, Taxi oder Straßenbahn nicht wieder zugelassen.

Welche Kosten können entstehen?

Planen Sie für das fachärztliche Gutachten je nach Umfang 300 bis 600 Euro ein. Eventuell kommen noch Kosten für ein neuropsychologisches Gutachten hinzu. Benötigen Sie aufgrund eines Fahrzeugumbaus einen neuen Führerschein, entstehen Ihnen sowohl für den neuen Führerschein als auch für die Umrüstung des Fahrzeugs weitere Kosten. Für die Fahrprobe zahlen Sie dann beim TÜV oder bei der DEKRA zwischen 200 bis 300 Euro. Hinzu kommen zwischen 70 und 100 Euro pro Fahrstunde bei einer Fahrschule.

Rechtzeitig Kostenbeihilfe beantragen

Sind Sie infolge einer Behinderung dauerhaft auf Ihr Fahrzeug angewiesen, um zu Ihrer Ausbildungsstätte oder zu Ihrem Arbeitsplatz zu gelangen? Dann versuchen Sie, Kostenbeihilfe zu beantragen. Informieren Sie sich beim Arbeitsamt oder beim Rentenversicherungsträger.
Wichtig: Informieren Sie sich rechtzeitig. Grundsätzlich müssen Sie alle Anträge gestellt haben, bevor Sie eine Leistung in Anspruch nehmen.

Unser Tipp: Beantragen Sie einen Behindertenausweis!

Nach einem Schlaganfall können Sie beim Versorgungsamt (Bezeichnung je nach Bundesland unterschiedlich) einen Behindertenausweis beantragen. Wird in Ihrem Ausweis „aG" (Abkürzung für außergewöhnlich Gehbehindert) vermerkt, dürfen Sie Behindertenparkplätze nutzen. Als Besitzer eines aG-Ausweises sind Sie zu 100 Prozent von der KFZ-Steuer befreit. Mit Merkzeichen „G" haben Sie 50 Prozent KFZ-Steuer-Befreiung.
Wenn Sie von der KFZ Steuer befreit sind oder eine Ermäßigung erhalten haben, dürfen nur Sie persönlich als Fahrzeughalter oder zusammen mit einer Begleitperson das Fahrzeug benutzen. Das heißt, Sie dürfen das steuerbegünstigte Fahrzeug nicht anderen Personen überlassen.
 

Zeigen Sie Verantwortungsbewusstsein, haben Sie ein sicheres Fahrgefühl und seien Sie rechtlich abgesichert.

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Hilfsmittel fördern die Mobilität

 

Eine Frau geht auf einen Rollator gestützt neben einem Mann her, der seine Hand auf ihre legt,

Um die Mobilität zu fördern, gibt es eine Vielzahl von Hilfsmitteln, die das Leben erleichtern. Allerdings sollte man sich nicht zu sehr auf die kleinen Helfer verlassen. Oberstes Ziel ist, möglichst ohne deren Unterstützung zu leben, denn ansonsten können zum Beispiel krankengymnastische Bemühungen zur Wiederherstellung einer möglichst hohen Selbständigkeit behindert werden.

Eine Frau geht auf einen Rollator gestützt neben einem Mann her, der seine Hand auf ihre legt,  

Um die Mobilität zu fördern, gibt es eine Vielzahl von Hilfsmitteln, die das Leben erleichtern. Allerdings sollte man sich nicht zu sehr auf die kleinen Helfer verlassen. Ziel ist es möglichst ohne deren Unterstützung zu leben. Denn zum Teil behindern sie krankengymnastische Bemühungen zur Wiederherstellung einer möglichen Selbständigkeit.
Oft sind spezielle Hilfsmittel nur für einen begrenzten Zeitraum sinnvoll und notwendig. Wird die Mobilität besser, kann wieder darauf verzichtet werden. Das gilt beispielsweise für Rollstühle, die oft nur in der ersten Zeit nach dem Schlaganfall nötig sind.

Die Anpassung der Hilfsmittel sollten Fachleuten vornehmen. In der Regel übernehmen Hausarzt, Physiotherapeut und Orthopädiemechaniker diese Aufgabe.

Was genau sind Hilfsmittel, wie kommen sie zum Patienten und wie sieht es mit der Finanzierung aus? Unser Hilfsmittelführer hilft Ihnen, einen Überblick zu bekommen.

Rollstuhl

Ist ein Rollstuhl nötig, dann muss er individuell angepasst sein. Sitzhöhe, -breite und -tiefe sowie die Form der Fußstützen und der Rücken- und Armlehnen müssen richtig eingestellt sein. Wenn Patienten dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen sind, sollte ein durchsichtiger Rollstuhltisch angebracht werden. Denn der schränkt das Blickfeld des Patienten beim Manövrieren nicht ein.

Gehhilfen

Wer wieder etwas besser gehen kann, kann einen sogenannte Vierpunktstock nutzen.  Das ist ein Leichtmetallstock mit vier Füßen. Beim Gehen ist auf den Rhythmus "gesundes Bein - Stock - krankes Bein" zu achten.

Allerdings: Bei jeder Anwendung von Stützhilfen wird der Körperschwerpunkt des Patienten auf die gesunde Seite verlagert. Dadurch entsteht ein widernatürliches, unphysiologisches Gangmuster. Das normale Gleichgewichtsgefühl wird unterdrückt. Deshalb sollten normale Gehstöcke erst dann zum Einsatz kommen, wenn nur noch eine Balancehilfe zur Steigerung des Sicherheitsgefühls nötig ist.

Hilfsmittel in Haushalt und Freizeit

Bei einer Halbseitenlähmung sollte immer auch die betroffene Hand mit eingesetzt werden - selbst, wenn es "nur" um das Halten geht. Beim Abwasch zum Beispiel ruhig die kranke Hand mit in das Wasser tauchen, denn das stimuliert. 

Auch "Alltagstricks" helfen manchmal: Reißverschlüsse lassen sich auch von einem Halbseitengelähmten problemlos schließen, wenn am unteren Ende eine Schlaufe angebracht wird. Mit Hilfe der Schlaufe kann die kranke Hand den Reißverschluss festhalten, während ihn die gesunde Hand hochzieht.

Gut für Arbeiten am Tisch ist eine Anti-Rutsch-Unterlage, auf der beispielsweise der kranke Arm liegen kann. Sie dient auch dazu, ein Rutschen von Telefon oder Schreibunterlage zu verhindern. Diese Unterlage ist ebenso wie Schraubverschlussöffner, Küchenreiben, Essbesteck, Kartoffelschäler oder Fixierbretter im Sanitätshandel, in Kaufhäusern oder Haushaltswarengeschäften zu bekommen.

Menschen, die gerne schreiben, sollten sich eine Schreibmaschine oder einen Computer anschaffen.  Lehr- und Arbeitsbücher für das einhändige Schreiben gibt es im Handel.

Bei Schwierigkeiten mit einem normalen Telefon bieten sich Geräte an, die ein Halten des Hörers unnötig machen, wie etwa solche mit einer Freisprechanlage.

Hobbys

Freizeitaktivitäten können und sollten weiterhin verwirklicht werden. Vielleicht muss manches ein bisschen verändert werden, doch auch dafür gibt es Hilfsmittel. Für passionierte Kartenspieler gibt es beispielsweise eine einfache Karten-Haltevorrichtung.

Röhrenförmige Griffverdickungen sind notwendig bei Störungen der Feinmotorik. Sie können über schlecht zu greifende Gegenstände wie Stifte oder Schlüssel gestülpt werden. Wer gerne malt, kann damit Stifte oder Pinsel besser greifen. Wenn nötig gibt es auch Greifhilfen, um weit entferntere Gegenstände packen zu können.

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Auf Reisen

Schlaganfall-Hilfe-Minis geben Reisenden Sicherheit

Der Weg zum Reiseziel sowie der Aufenthalt am Urlaubsort sollen entspannt und erholsam sein. Dazu gehört ein Gefühl der Sicherheit. Das gilt für gesunde, aber auch besonders für Menschen mit Gesundheitsrisiken und/oder Vorerkrankungen. Deshalb hat die Schlaganfall-Hilfe eine Reisecheckliste entwickelt, die Ihnen bei der Urlaubsvorbereitung hilft,

Einen Schlaganfall erkennt man... woran? Und was macht man, wenn man die Symptome erkannt hat?

50 Prozent der Bevölkerung in Deutschland würden bei Entdeckung von Schlaganfall-Symptomen nicht den Notarzt über den Notruf 112 verständigen, viele hoffen, dass die Beschwerden wieder verschwinden. Ein gefährlicher Irrtum. Tritt ein Schlaganfall auf, zählt jede Minute. Daher ist es auch und gerade auf Reisen wichtig:
Nicht warten – starten!
Schlaganfall Symptome = Notruf 112
(gilt in der gesamten EU!)

Damit Sie helfen können und damit Ihnen im Notfall schnell und gezielt geholfen werden kann, haben wir die Schlaganfall-Hilfe-Minis entwickelt.

  • Mini 1: Die Schlaganfall-Symptom-Checkkarte

Wer einen Schlaganfall erleidet nimmt die Symptome oft nicht ernst; Helfenden stellt sich im Notfall die Frage „Was soll ich tun?". Die Symptom-Checkkarte im Kreditkartenformat hilft in diesen Situationen. Fünf Fragen machen es Ihnen ganz leicht, einen Schlaganfall schnell zu erkennen und dann richtig zu handeln.

  • Mini 2: Besonders für Schlaganfall-Betroffene - Der Schlaganfall-Patienten-Pass

Die Angst vor einem weiteren Schlaganfall reist bei vielen Schlaganfall-Betroffenen mit: im Urlaub, in der Freizeit oder beim Einkaufsbummel. Was tun, wenn die ersten Anzeichen spürbar sind? Was tun, wenn die Sprache versagt?

Der Schlaganfall-Patienten-Pass kann helfen. Er beinhaltet alle Erstinformationen, die der Notarzt oder der Rettungsdienst benötigt: Persönliche und medizinische Daten, Medikamente, behandelnder Arzt, aber auch wer im Notfall zu verständigen ist sowie eine Vorsorgevollmacht. Ein Ausweis, der in jeder Lebenslage hilft - und in jede Brieftasche passt.

Unser Service für Sie: Ihr persönlicher Schlaganfall-Patienten-Pass einfach und sicher bei uns auf der Internetseite! In nur fünf Schritten können Sie den Pass bequem ausdrucken.
Was Sie dafür brauchen: persönliche Daten, einen Computer mit Internetzugang, einen Browser, der die Akzeptierung von Cookies aktiviert hat, einen Drucker, eine Schere und etwa fünf bis zehn Minuten Zeit:

  1. Sie geben Ihre persönlichen Daten ein (Name, Geburtsdatum, Adresse etc).
  2. Sie geben die Medikamente ein, die Sie aktuell einnehmen (Dosierung, Einnahme, Unverträglichkeiten).
  3. Sie machen Angaben zu Ihrem ersten oder weiteren Schlaganfällen (Datum, Art des Schlaganfalls, behandelnde Klinik, Angaben zum Hausarzt, Name der Krankenkasse, Versicherungsnummer).
  4. Sie geben Daten für den Notfall ein: Wer soll benachrichtigt werden? Liegen Vorsorge- und Patientenvollmacht vor?
  5. Zum Abschluss haben Sie die Möglichkeit, alles noch mal zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Hier gelangen Sie zur Dateneingabe für den Schlaganfall-Patienten-Pass

 

Für den sicheren Start in den Urlaub: Unsere Reisecheckliste
 
Wir haben für Sie eine Checkliste vorbereitet, die Ihnen beim sicheren Start in den Urlaub hilft: Denken Sie an ausreichende Medikamente! Die Auslandskrankenversicherung! Notruf-Nummern!

Einfach die Reisecheckliste ausdrucken und "abarbeiten". Dann kann die Reise beginnen.

Gesundheits-Tipps für Reise und Urlaubsaufenthalt

Durch Sommer-Hitze ist das Herz-Kreislaufsystem oft stark belastet und das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden damit erhöht. „Passen Sie Ihre Aktivitäten den Temperaturen an. Überfordern Sie sich nicht.", so Dr. Christian Dohmen, Neurologe.

Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, damit Sie die Reise und den Urlaubsaufenthalt so gut wie möglich genießen können:

  • Wenn Sie unter einer Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems oder Bluthochdruck leiden, dann lassen Sie sich vor einer Reise von Ihrem Hausarzt beraten. Er kann Ihnen sagen, welche Anstrengungen Sie sich zumuten können.
  • Überprüfen Sie, ob Sie noch einen ausreichenden Medikamentenvorrat für die Reise haben, ansonsten den Arzt um Rezeptausstellung bitten.
  • Schließen Sie eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport im Krankheitsfall ab. Eine solche Versicherung kostet nicht viel und schützt Sie im Ernstfall vor hohen Kosten.
  • Vermeiden Sie lange Autofahrten bei extremer Hitze. Besonders die Mittagshitze belastet den Herz-Kreislauf. Genauso belastend: große Temperaturunterschiede durch eine Klimaanlage im Auto. Regeln Sie die Temperatur lieber nicht zu weit herunter.

Thrombose - ein Schlaganfall Risiko!
Stundenlanges Sitzen ohne Bewegung im Auto, Zug oder Flugzeug kann den Blutfluss in den Venen stocken lassen. So bilden sich Blutgerinnsel, die Venen verstopfen und das kann zu einer Thrombose führen.
Unser Tipp:

  • Beine nicht übereinander schlagen und Knie nicht zu stark beugen
  • Fußraum nicht unnötig (durch Gepäck) einschränken
  • bequeme und lockere Kleidung tragen
  • wenn Sie bereits ein Thrombose-Risiko haben, empfehlen wir Stütz-, bzw. Kompressionsstrümpfe oder Thromboseprophylaxestrümpfe
  • Bewegungspausen einlegen:
    • auf der Stelle laufen, leicht federn, Füße dabei von der Ferse auf die Zehen rollen
    • Kniebeugen machen, Rücken gerade halten, so weit Sie hinunter kommen und so oft Sie können
    • eine Fußspitze am Boden aufsetzen, das jeweils andere Bein nach vorne anheben, den Fuß strecken und anziehen
    • abwechselnd mit sanftem Druck von den Fersen auf die Ballen abrollen und umgekehrt
    • beide Fersen bleiben am Boden, Fußspitzen anheben und kräftige Drehbewegungen nach innen und außen machen, 20-30 Mal
    • Füße abwechselnd mit der ganzen Fußsohle am Boden fest heranziehen und wieder vorstrecken. 20-30 Mal.

Trinken, Essen, Medizin

  • Trinken Sie mindestens 2 Liter Flüssigkeit. Die besten Durstlöscher sind Mineralwasser (bei Bluthochdruck natriumarmes Mineralwasser), verdünnte Obstsäfte und kalter Tee.
  • Nehmen Sie leichte Kost zu sich (Obst, Gemüse, Fisch, Vollkornprodukte). Das entlastet den Organismus.
  • Teilen Sie Medikamente auf Reisen zwischen Hand- und Reisegepäck auf! (Falls Sie eines der Gepäckstücke verlieren, haben Sie zumindest noch einen kleinen Vorrat.)
  • Lagern Sie Medikamente am Urlaubsort unbedingt so, wie es der Beipackzettel vorgibt!