Mit dem Projekt sollen in einer Modellregion durch die Einführung des sektorenübergreifenden Qualitätsmodells Schlaganfälle verhindert und gleichzeitig die Effizienz und Effektivität der Versorgung von der Akutphase über die Rehabilitation bis in die Nachsorge erhöht werden. Eine steigende Versorgungsqualität für die Versicherten (bessere Kommunikation, kürzere Wartezeiten, Sicherheit, Zufriedenheit etc.) soll realisiert werden und Doppeluntersuchungen sowie die Risiken und ökonomischen Ineffizienzen der Multimedikation sollen minimiert werden.
Durch den Aufbau eines strukturierten Daten- und Prozessmanagements werden die Leistungsanbieter in die Lage versetzt, die Versorgungsinhalte konsistent über alle Bereiche hinweg zu dokumentieren und für die Versorgungssteuerung und Qualitätsverbesserung zu nutzen.
Die Operationalisierung des Qualitätsmodells erfolgt durch die Einführung und Etablierung eines qualitätsgesicherten Case Managements. Case Management wird in diesem Kontext als ein (klinisches) System definiert, in dem ein Einzelner oder eine Gruppe von Menschen über eine bestimmte Zeitspanne oder den gesamten Betreuungsverlauf hinweg die Verantwortung für die Koordination der Versorgung eines Patienten oder einer Gruppe von Patienten übernimmt.
Ein abgestimmtes Schlaganfall-Case Management ist also Teil des Qualitätsmodells Integrierte Schlaganfall-Versorgung und soll dabei helfen, sowohl auf der Prozess- als auch auf der Einzelfallebene die Versorgung weiter zu verbessern.