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Erster Schlaganfall-Lotse in Hamburg

Kooperation von Stiftung und AOK

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In Hamburg wird der Schlaganfall-Lotse Realität. Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die AOK Rheinland/Hamburg haben eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Grundlage ist das durch die Stiftung entwickelte qualitätsgesicherte Case Management.

 

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In Hamburg wird der Schlaganfall-Lotse Realität. Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die AOK Rheinland/Hamburg haben eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Grundlage ist das durch die Stiftung entwickelte qualitätsgesicherte Case Management.

Betroffene werden künftig nach einem Schlaganfall durch ein regionales Netzwerk niedergelassener Ärzte, Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken besser versorgt. Das Versorgungsnetz garantiert ein leitliniengerechtes und qualitätsorientiertes Behandlungsprogramm. Ziel ist es, häufig auftretende schwere Behinderungen und Folgeerkrankungen zu vermeiden, ebenso wie das Auftreten eines zweiten Schlaganfalls.

Dafür wird die AOK Rheinland/Hamburg in Zusammenarbeit mit der Stiftung und den beteiligten Ärzten und Kliniken modellhaft in Hamburg ein Konzept umsetzen. Grundlage ist das „Qualitätsmodell Integrierte Schlaganfall-Versorgung (QuIS)", das die Stiftung mit einem bundesweiten Experten-Netzwerk entwickelt hat. Die Vorteile dieser Integrierten Versorgung (IGV) für den Patienten liegen in der spürbar hohen Versorgungsqualität, etwa in fest vereinbarten Behandlungs-terminen mit kurzen Wartezeiten. Dieses Vorgehen verschafft ihm zusätzlich Sicherheit und trägt entscheidend zu seiner Aufklärung bei.


Mehr als 6.000 Hamburger erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall, in ganz Deutschland sind es 250.000 Menschen. Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für erworbene Behinderungen im Erwachsenenalter. Unter den Todesursachen in Deutschland steht er an dritter Stelle.

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Case Management

qualitätsgesichertes Case Management

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Das deutsche Gesundheitssystem steht vor der Herausforderung, die Qualität der Schlaganfall-Versorgung bei gleichzeitiger Kosteneffizienz zu gewährleisten. Ein Kennzeichen des Systems ist eine starke Fragmentierung in die einzelnen Sektoren, wodurch erhebliche Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitspotentiale ungenutzt bleiben.
Der Schlaganfall ist eine der großen Volkskrankheiten und angesichts der demografischen Entwicklung zunehmend von Bedeutung. Zudem ist der Schlaganfall eine Erkrankung mit unterschiedlichen Anforderungen hinsichtlich Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation und Nachsorge. Die Folgen des Ereignisses sind für die Betroffenen und deren Angehörigen vielfältig und diese beeinflussen häufig die Aktivitäten des täglichen Lebens.

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Das deutsche Gesundheitssystem steht vor der Herausforderung, die Qualität der Schlaganfall-Versorgung bei gleichzeitiger Kosteneffizienz zu gewährleisten. Ein Kennzeichen des Systems ist eine starke Fragmentierung in die einzelnen Sektoren, wodurch erhebliche Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitspotentiale ungenutzt bleiben.
Der Schlaganfall ist eine der großen Volkskrankheiten und angesichts der demografischen Entwicklung zunehmend von Bedeutung. Zudem ist der Schlaganfall eine Erkrankung mit unterschiedlichen Anforderungen hinsichtlich Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation und Nachsorge. Die Folgen des Ereignisses sind für die Betroffenen und deren Angehörigen vielfältig und diese beeinflussen häufig die Aktivitäten des täglichen Lebens.

Transparenz schaffen im System

Ziel der Stiftung ist es, mehr Transparenz im System zu schaffen, um eine effektivere Integration der Leistungssektoren zu erreichen. Gleichzeitig soll eine patientenorientierte Verbesserung der Schnittstellen erreicht werden. Um Schlaganfall-Versorgungsprozesse in Deutschland nachhaltig zu optimieren und ökonomisch tragfähig zu machen, hat die Stiftung ein „Qualitätsmodell Integrierte Schlaganfall-Versorgung" (QuIS) auf Grundlage einer fundierten Analyse und unter Mitwirkung namhafter Experten entwickelt. Das verfügbare Wissen ist systematisch und mit hohem methodischem Anspruch in Anlehnung an zentrale Versorgungsziele aufbereitet worden

Qualität als Basis für den Prozess

Mit dem Projekt sollen in einer Modellregion durch die Einführung des sektorenübergreifenden Qualitätsmodells Schlaganfälle verhindert und gleichzeitig die Effizienz und Effektivität der Versorgung von der Akutphase über die Rehabilitation bis in die Nachsorge erhöht werden. Eine steigende Versorgungsqualität für die Versicherten (bessere Kommunikation, kürzere Wartezeiten, Sicherheit, Zufriedenheit etc.) soll realisiert werden und Doppeluntersuchungen sowie die Risiken und ökonomischen Ineffizienzen der Multimedikation sollen minimiert werden.

Durch den Aufbau eines strukturierten Daten- und Prozessmanagements werden die Leistungsanbieter in die Lage versetzt, die Versorgungsinhalte konsistent über alle Bereiche hinweg zu dokumentieren und für die Versorgungssteuerung und Qualitätsverbesserung zu nutzen.

Die Operationalisierung des Qualitätsmodells erfolgt durch die Einführung und Etablierung eines qualitätsgesicherten Case Managements. Case Management wird in diesem Kontext als ein (klinisches) System definiert, in dem ein Einzelner oder eine Gruppe von Menschen über eine bestimmte Zeitspanne oder den gesamten Betreuungsverlauf hinweg die Verantwortung für die Koordination der Versorgung eines Patienten oder einer Gruppe von Patienten übernimmt.

Ein abgestimmtes Schlaganfall-Case Management ist also Teil des Qualitätsmodells Integrierte Schlaganfall-Versorgung und soll dabei helfen, sowohl auf der Prozess- als auch auf der Einzelfallebene die Versorgung weiter zu verbessern.