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Kommen Sie nach dem Schlaganfall ins Gespräch!

Tipps für Betroffene und Angehörige

Eine Frau beim Telefonieren.

Nach einem Schlaganfall kann die Kommunikation zwischen Betroffenen, Angehörigen und dem Umfeld erschwert sein. Selbstverständlichkeiten wie Gespräche, Telefonate und Bestellungen beispielsweise im Supermarkt werden dann zum Problem. Sozialer Rückzug ist oft eine Folge.

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe möchte Schlaganfall-Betroffene und ihre Angehörigen mit diesen Kommunikationstipps aktiv unterstützen. Sie können sie individuell je nach Schweregrad und Form der Einschränkungen nutzen.

Eine Frau beim Telefonieren.  

Nach einem Schlaganfall kann die Kommunikation zwischen Betroffenen, Angehörigen und dem Umfeld erschwert sein. Selbstverständlichkeiten wie Gespräche, Telefonate und Bestellungen beispielsweise im Supermarkt werden dann zum Problem. Sozialer Rückzug ist oft eine Folge.

Die Gesprächspartner müssen vertraute Gesprächsgewohnheiten verändern, um sich verständigen zu können. Ausgebildete Fachkräfte wie Logopäden und Sprachheilpädagogen helfen.

 Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe möchte Schlaganfall-Betroffene und ihre Angehörigen mit diesen Kommunikationstipps aktiv unterstützen. Sie können sie individuell je nach Schweregrad und Form der Einschränkungen nutzen.
 

 Kommunikationstipps für Schlaganfall-Betroffene

  • Signalisieren Sie durch ein Wort oder Zeichen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben.
  • Halten Sie Blickkontakt, damit Sie Gesten aufnehmen können.
  • Haben Sie Geduld mit sich und Ihrem Gesprächspartner.
  • Informieren Sie fremde Gesprächspartner über Ihre Sprachschwierigkeiten oder halten Sie eine erklärende Karte bereit.
  • Inhalt vor Form! Achten Sie nicht auf sprachliche Formfehler. Wichtig ist, dass Sie vermitteln, was Sie wollen.
  • Setzen Sie nichtsprachliche Kommunikation ein (Gestik, Mimik, Gegenstände, Zeichnen oder Schreiben).
  • Haben Sie Mut sich mitzuteilen, ergreifen Sie die Initiative! Ihr Gesprächspartner wird Ihnen weiterhelfen.
Ein Mann beugt sich zu einer sitzenden Frau und lächelt sie an.  

Kommunikationstipps für Angehörige

  • Sprechen Sie in kurzen, einfachen Sätzen.
  • Sichern Sie Verständnis (»Hast du das gemeint?«).
  • Stellen Sie Blickkontakt her und halten Sie ihn (gegebenenfalls auch durch Berühren).
  • Setzen Sie nichtsprachliche Kommunikation ein (Gestik, Mimik, Gegenstände, Zeichnen oder Schreiben).
  • Wiederholen Sie Nichtverstandenes (gegebenenfalls anders ausdrücken).
  • Lassen Sie dem Betroffenen Zeit für seine Antwort.
  • Warten Sie auf Hilfesignale, fragen Sie erst dann: »Soll ich dir weiterhelfen?«
  • Nutzen Sie prägnante Schlüsselworte (»Lass uns über die Reha sprechen.«).
  • Ihr Gegenüber ist ein gleichwertiger Gesprächspartner, vermeiden Sie »Babysprache«!
  • Sprechen Sie in Gegenwart des Betroffenen nicht über ihn.

 

Diese Kommunikationstipps sind hier auch als Faltblatt im pdf-Format erhältlich.