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Modellprojekt „Schlaganfall-Lotsen für OWL“

Erster Zwischenbericht der Schlaganfall-Lotsen

 

Das Modellprojekt „Schlaganfall-Lotsen für OWL" steckt nicht mehr in den Kinderschuhen. Seit Anfang des Jahres betreuen fünf Schlaganfall-Lotsen circa 120 Patienten in Ostwestfalen-Lippe. Die Lotsen aus Bielefeld, Herford, Bad Oeynhausen und Gütersloh stellten jetzt der Fachöffentlichkeit ihre Arbeit vor. Außerdem wurde die neu entwickelte Lotsen-App präsentiert.

Das Modellprojekt „Schlaganfall-Lotsen für OWL" steckt nicht mehr in den Kinderschuhen. Seit Anfang des Jahres betreuen fünf Schlaganfall-Lotsen circa 120 Patienten in Ostwestfalen-Lippe. Die Lotsen aus Bielefeld, Herford, Bad Oeynhausen und Gütersloh stellten jetzt der Fachöffentlichkeit ihre Arbeit vor. Außerdem wurde die neu entwickelte Lotsen-App präsentiert.

 
Konsortium des Lotsen-Projektes

„Es geht darum, Sektorengrenzen zu überwinden und Versorgung aus einem Guss zu bieten", betont Dr. Michael Brinkmeier, Geschäftsleiter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, in seinem Begrüßungswort.
Schlaganfall-Patienten in Deutschland sind im Akutfall und in der Reha überwiegend gut versorgt. Schwierig hingegen gestaltet sich häufig die Versorgung nach der Entlassung. An diesem Punkt setzt das Lotsenprojekt an. Noch in der Akutklinik nimmt der Lotse den Patienten in sein Betreuungsprogramm auf. Er koordiniert die Versorgung und berät Patienten und deren Angehörige bis zu einem Jahr. „Welche Hilfsmittel brauche ich? Welche Risikofaktoren begünstigen einen weiteren Schlaganfall und wie kann ich gegen sie angehen? Bei diesen Fragen unterstützen wir", erklärt Petra Tarrach-Rieks, Schlaganfall-Lotsin im Ev. Krankenhaus Bielefeld. „Die Krankheitsbewältigung beginnt oft erst zu Hause. Wir führen Gespräche mit den Patienten, aber ebenfalls mit den Angehörigen und vermitteln Kontakte zu Selbsthilfegruppen." Jana Schwarze, Lotsin in der Maternus-Klinik Bad Oeynhausen, berichtet: „Die Patienten freuen sich, dass auch nach dem Krankenhausaufenthalt die Betreuung gewährleistet ist." Das Ziel steht fest: „Wir wünschen uns, dass das Lotsen-Projekt nach dem Projektende im Juli 2015 weitergeführt wird", sagt Dr. Michael Brinkmeier.

 
Die Schlaganfall-Lotsinnen Lisa Stapperfenne, Anke Siebdrat, Petra Tarrach-Rieks, Sabine Bruning und Jana Schwarze (v.l.) testen die neue App

Als technisches Hilfsmittel steht den Lotsen von nun an eine Lotsen-App zur Verfügung. Über ein Touchpad oder die Tastatur können die Lotsen Informationen rund um ihre Patienten festhalten. Patientendaten, Versorgungsplan, Risikofaktoren, Medikationsplan. Was zuvor eine Ansammlung an Papier bedeutete, kann mit ein paar Klicks passwortgeschützt abgerufen werden. Die App wurde in enger Abstimmung mit den Schlaganfall-Lotsen entwickelt. „Im Lotsenprojekt ist der Mensch für den Menschen da", erklärt Uwe Borchers vom Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft, Gastgeber der Fachtagung. „Das Zusammenspiel von Mensch und Technik ermöglicht dem Lotsen mehr Zeit für den Patienten."

Gefördert wird das Projekt „Etablierung einer sektorenübergreifenden optimierten Schlaganfall-Versorgung in der Region Ostwestfalen-Lippe" durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter Nordrhein-Westfalen mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Das Fördervolumen beträgt 885.000 Euro.

Die wissenschaftliche Evaluation übernimmt das Institut Arbeit und Technik, Gelsenkirchen und die IT-Infrastruktur die Humance AG, Köln. Praxis-Partner in der Umsetzung des Projektes sind die Maternus-Klinik Bad Oeynhausen, das Sankt Elisabeth Hospital in Gütersloh, Das Ev. Krankenhaus Bielefeld und das Klinikum Herford. Das Projekt ist offen für weitere Partner, insbesondere der Kontakt zu Haus- und Fachärzteverbänden oder therapeutischen Netzwerken aus dem ambulanten Sektor ist willkommen.

Weitere Themen

3.300 Euro erlaufen

 

Felix Krull (links) und Jörg Düning (Mitte) übergeben den Spendenscheck an Dr. Michael Brinkmeier

Tolles Ergebnis für die Organisatoren und die Deutsche Schlaganfall-Hilfe. 3.300 Euro gingen von der „Isselhorster Nacht" an die Stiftung.

 
Felix Krull (links) und Jörg Düning (Mitte) übergeben den Spendenscheck an Dr. Michael Brinkmeier

Tolles Ergebnis für die Organisatoren und die Deutsche Schlaganfall-Hilfe. 3.300 Euro gingen von der „Isselhorster Nacht" an die Stiftung.
 
Ein Sport-Event und eine Gesundheitsstiftung passen gut zusammen, sagen sich die Organisatoren der Laufveranstaltung „Isselhorster Nacht" schon seit vielen Jahren. Deshalb rufen sie ihre Teilnehmer in dem Gütersloher Ortsteil zu Spenden an die Deutsche Schlaganfall-Hilfe auf, so auch in diesem Jahr. Im Rahmen eines Dankeschön-Abends für alle ehrenamtlichen Helfer überreichen die Koordinatoren Felix Krull (links) und Jörg Düning (Mitte) jetzt den Spendenscheck an Dr. Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. Mit dem Geld will die Stiftung die Präventionsarbeit verstärken.


Stryker unterstützt Schlaganfall-Helfer

Spendenaktion mit Neuroradiologen

Mit einer Spende von 3.500 Euro wird das Unternehmen Stryker Neurovascular das Projekt „Geschulte Schlaganfall-Helferinnen und Helfer" der Deutschen Schlaganfall-Hilfe unterstützen. Die Spende kam zustande durch eine Fotoaktion des Unternehmens.

 

Mit einer Spende von 3.500 EUR wird das Unternehmen Stryker Neurovascular das Projekt „Geschulte Schlaganfall-Helferinnen und Helfer" der Deutschen Schlaganfall-Hilfe unterstützen. Die Spende kam zustande durch eine Fotoaktion des Unternehmens auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie vergangene Woche in Köln.

Das Engagement der Neuroradiologen, die sich am Stryker-Stand anlässlich des Welt-Schlaganfalltags fotografieren ließen, „belohnte" Stryker mit einer großzügigen Spende an die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Diese wird damit die Weiterentwicklung des Projekts ehrenamtlich Schlaganfall-Helfer vorantreiben.

Seit Frühjahr läuft das gemeinsame Modellprojekt der Stiftung mit der Hochschule für Gesundheit Bochum in Nordrhein-Westfalen. Die ausgebildeten Helfer sollen Schlaganfall-Betroffene im Alltag unterstützen und vor der Isolation bewahren sowie pflegende Angehörige entlasten. Stryker Neurovascular engagiert sich unter anderem in der Thrombektomie. Bei diesem kathetergestützten Verfahren werden große Gefäßverschlüsse nicht nur medikamentös aufgelöst, sondern durch Neuroradiologen mechanisch mit einem Stent aus dem Gefäß entfernt.


Vom barrierefreien Wohnen bis zur Farbe des Arztrezepts

 

Wer krank oder behindert ist, ist oft im Nachteil. Doch gut informiert kommt man besser durch´s Leben. Wir haben einige praktische Tipps für Sie recherchiert.

Wer krank oder behindert ist, ist oft im Nachteil. Doch gut informiert kommt man besser durch´s Leben. Wir haben einige praktische Tipps für Sie recherchiert.

Arztrezepte und ihre Bedeutung

 
© pixelfokus - Fotolia.com

Rezepte vom Arzt kennen die meisten. Rezept ist aber nicht gleich Rezept. Sie sehen unterschiedlich aus und haben verschiedene Farben. Jede Farbe steht dabei für eine spezielle Funktion und Gültigkeitsdauer.

  • Das vom Arzt am häufigsten ausgestellte Rezept ist rosa. Gesetzlich Versicherte bekommen es beispielsweise für rezept- oder apothekenpflichtige Medikamente oder Maßnahmen wie Physiotherapie. Vier Wochen ist es gültig.
  • Privatpatienten bekommen die blauen Rezepte. Sie gelten drei Monate.
  • Gesetzlich Versicherte erhalten ein blaues Rezept, wenn der Arzt auf Wunsch des Patienten Medikamente verordnet, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden.
  • Das gelbe Rezept ist sieben Tage gütig und gilt für Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, z.B. starke Schmerzmittel.
  • Apothekenpflichtige, aber frei verkäufliche Mittel, bekommt man mit dem grünen Rezept. Eine Gültigkeitsdauer besitzt es nicht.

Heilmittel-Verordnungen, wie zum Beispiel für Physiotherapie, müssen innerhalb von 14 Tagen eingelöst werden. Ausschließlich Verordnungen für medizinische Fußpflege gelten 28 Tage.

Mit dem Taxi zum Arzt

Der Weg zum Arzt ist lang. Für viele Patienten keine Seltenheit. Gerade, wenn man im Alter nicht mehr gut zu Fuß ist, bliebt für viele nur eine Alternative: Taxi fahren - ein meist kostspieliges Vergnügen.

Für notwendige Behandlungen allerdings übernimmt bei Patienten mit Pflegestufe 2 oder 3 die Krankenkasse einen Großteil der Kosten. Vorab muss jedoch ein Antrag gestellt und genehmigt werden. Patienten sollten sich von ihrem Arzt bescheinigen lassen, dass die Taxifahrten und die Behandlungen notwendig sind und diese Bescheinigung bei ihrer Kasse einreichen.

Zuzahlen muss man trotzdem bei jeder Fahrt, in der Regel zehn Prozent, jedoch mindestens fünf und höchstens zehn Euro.

Die Belastungsgrenze für Zuzahlungen liegt deshalb pro Jahr bei zwei Prozent des Bruttogehaltes, für chronisch Kranke nur bei einem Prozent.

Die Kosten für die Abholung eines Rezeptes übernimmt die Kasse nicht. Auch rückwirkend erstattet sie kein Geld.

Altersgerecht umbauen und wohnen

Eine Wohnung finden ist die eine Sache. Eine zu finden, die den Bedürfnissen entspricht eine ganz andere. Gerade eine barrierefreie Wohnung zu finden, ist oft schwer. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert aus diesem Grund bis 2018 den altersgerechten und barrierefreien Umbau mit bis zu 5.000 Euro pro Wohnung.  
Weitere Informationen zu dem Thema erhalten Sie bei der KfW


Machen Sie den Risiko-Test!

Wie Sie Ihre persönlichen Risiken erkennen können

Der Schlaganfall und der Herzinfarkt weisen nahezu die gleichen Risikofaktoren auf. Ermitteln Sie Ihr persönliches Schlaganfall-Risiko!

 

Der Schlaganfall und der Herzinfarkt weisen nahezu die gleichen Risikofaktoren auf. Mehr als die Hälfte aller Deutschen stirbt an den Folgen einer Herzkreislauferkrankung.

Dieser Risiko-Test basiert auf medizinisch-wissenschaftlichen Grundlagen und ist auf Personen, die 40 Jahre oder älter sind, zugeschnitten. Jüngere Teilnehmer können die Auswertung nutzen, um sich generell über ihr Risiko zu informieren.

Klicken Sie hier, um zum Online Risiko-Test der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zu gelangen und Ihre persönlichen Risikofaktoren zu ermitteln.


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