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Schlaganfall-Selbsthilfe

Informationsmaterialien, Fortbildungen oder Selbsthilfetage - all das kostet Geld. Krankenkassen unterstützen die Gruppen, und auch vor Ort gibt es Institutionen, die Fördermittel vergeben. Erfahren Sie hier, was Sie bei der Antragsstellung beachten sollten und welche Anlaufstellen es gibt.

 

Informationsmaterialien, Fortbildungen oder Selbsthilfetage - all das kostet Geld. Krankenkassen unterstützen die Gruppen, und auch vor Ort gibt es Institutionen, die Fördermittel vergeben. Erfahren Sie hier, was Sie bei der Antragsstellung beachten sollten und welche Anlaufstellen es gibt.

Förderung durch die Krankenkasse

Gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen und -organisationen können eine finanzielle Förderung über die gesetzlichen Krankenkassen erhalten. Nach § 20h SGB V sollen im Jahr 2017 pro Versicherten 1,08 Euro für die Förderung der Selbsthilfe zur Verfügung gestellt werden.

Regionale Gruppen können Zuschüsse über zwei unterschiedliche Förderarten beantragen: Pauschalförderung und Projektförderung. Der GKV-Spitzenverband hat hierzu einen Leitfaden erstellt. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene sowie Vertretern von Selbsthilfeorganisationen erstellt (den Link finden Sie unten bei den weiterführenden Quellen).

Pauschalförderung jetzt beantragen

Pauschalförderung dient als finanzielle Unterstützung der routinemäßigen Aufgaben. Darunter fallen insbesondere Aufwendungen für Raumkosten, Büromaterialien oder Pflege der Homepage, aber auch regelmäßig erscheinende Verbandsmedien oder Fortbildungen. Ein Antrag muss bis zum 31.03. des jeweiligen Förderjahres an die jeweils federführende Krankenkasse bzw. an die beauftragte Selbsthilfekontaktstelle geschickt werden.

Wer Ihr zuständiger Ansprechpartner ist, können Sie bei Ihrer Krankenkasse erfragen.

Projektförderung

In Abgrenzung zur Pauschalförderung geht es bei der Projektförderung um gezielte und zeitlich begrenzte Vorhaben. Dies sind Aktivitäten, die über routinemäßige Aufgaben hinausgehen, wie beispielweise Vorträge von Referenten, Selbsthilfetage oder Fachworkshops. Ausgeschlossen von einer Förderung sind reine Freizeitaktivitäten wie z. B. Ausflüge, kulturelle Veranstaltungen oder Urlaubsreisen. Die Förderung fällt je nach Krankenkasse unterschiedlich aus. Deshalb kann es sinnvoll sein, Anträge auf Projektförderung bei jeder Krankenkasse zu stellen.

Nähere Informationen erhalten Antragsteller bei den jeweiligen Krankenkassen oder bei der örtlichen Selbsthilfe-Kontaktstelle.

Auch Bürgerstiftungen helfen

Eine Bürgerstiftung fördert Projekte, die von bürgerschaftlichem Engagement getragen sind oder Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Dabei setzt sie sich für neue Formen des gesellschaftlichen Engagements ein. Gründer sind Bürger, die lokale Zwecke fördern und sich nicht ausschließlich finanziell, sondern auch mit Zeit und Wissen einbringen. Darüber hinaus können Kommunen, Banken und Unternehmen als Stifter auftreten, sie sollten aber eine zurückhaltende Rolle spielen. So ist es in den vom Bundesverband der Deutschen Stiftungen verabschiedeten „Zehn Merkmale einer Bürgerstiftung" festgehalten. In den meisten Städten und Kommunen haben sich in den vergangenen Jahren Bürgerstiftungen gegründet. Oft fördern sie auch gesundheitliches Engagement.

Erkundigen Sie sich vor Ort nach einem Ansprechpartner! Wenn Sie unsicher sind, ob es eine solche Stiftung in Ihrem Ort gibt, kann Ihnen die Stadt- oder Gemeindeverwaltung weiterhelfen.

Weiterführende Quellen:

Weitere Themen

Blutverdünner dem Zahnarzt melden

 

Viele Patienten mit Vorhofflimmern sind auf blutverdünnende Medikamente angewiesen. Oft vergessen sie, ihren Zahnarzt zu informieren. Lesen Sie hier, warum dies so wichtig ist.

 

Viele Patienten mit Vorhofflimmern sind auf blutverdünnende Medikamente angewiesen. Oft vergessen sie, ihren Zahnarzt zu informieren. Lesen Sie hier, warum dies so wichtig ist.

Eine steigende Zahl älterer Menschen nutzt Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung, umgangssprachlich „Blutverdünner" genannt.). Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten dies ihrem Zahnarzt auf jeden Fall mitteilen. Bei zahnmedizinischen Eingriffen mit höherem Blutungsrisiko kann es notwendig sein, das Medikament vorübergehend abzusetzen. Dies sollte immer in Absprache mit dem Arzt erfolgen. So können Komplikationen vermieden werden.

Ob und in welcher Form die Einnahme eines Blutverdünners unterbrochen werden sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Art des geplanten Eingriffs und das damit verbundene Blutungsrisiko, die Grunderkrankung des Patienten sowie das Wirkprinzip des Medikaments. Im Gegensatz zu den einfach abzusetzenden neuen Gerinnungshemmern dauert es bei sogenannten Vitamin-K-Antagonisten mehrere Tage, bis die Wirkung nachlässt bzw. wieder einsetzt. Diese „Therapielücke" gilt es zu schließen, zum Beispiel durch Heparinspritzen. In jedem Fall ist eine sorgfältige Abwägung gemeinsam mit dem behandelnden Arzt unausweichlich.

 

Vorhofflimmern

Die häufigste Ursache für die Einnahme der Blutverdünner ist das Vorhofflimmern, ein unterschätzter Risikofaktor für den Schlaganfall. Von dieser häufigsten Form der Herzrhythmusstörung sind wahrscheinlich zwei bis drei Prozent der Gesamtbevölkerung betroffen, die Dunkelziffer ist hoch. Vorhofflimmern entsteht, wenn sich in den Herzvorhöfen kreisende, sich ständig verändernde Erregungswellen bilden, auch „elektrisches Chaos" genannt. Dadurch schlagen die Vorhöfe nicht mehr rhythmisch, sie „flimmern". Dieses Flimmern hat Einfluss auf die Herzkammern. Der Pulsschlag wird unregelmäßig und das Blut wird nicht mehr richtig weitergepumpt.

Schlaganfall

Wenn das Blut länger im Vorhof steht, können sich Blutgerinnsel bilden. Durch den Blutkreislauf gelangen sie ins Gehirn und können dort kleinere Gefäße verschließen. So erleidet der Betroffene einen Schlaganfall.


Gefährliches Bauchfett

 

Übergewicht erhöht das Schlaganfall-Risiko. Doch ebenso wichtig wie der Body-Mass-Index ist die Frage, wo die Fettpölsterchen sitzen. Zuviel Bauch ist besonders ungesund, wie eine aktuelle Studie aus Spanien bestätigt.

 

Übergewicht erhöht das Schlaganfall-Risiko. Doch ebenso wichtig wie der Body-Mass-Index ist die Frage, wo die Fettpölsterchen sitzen. Zuviel Bauch ist besonders ungesund, wie eine aktuelle Studie aus Spanien bestätigt.

Spanische Neurologen haben 388 Patienten mit ischämischem Schlaganfall (Gefäßverschluss im Gehirn) mit einer Kontrollgruppe verglichen. Sie wollten der Frage auf den Grund gehen, welchen Einfluss der Body-Mass-Index (Verhältnis von Größe zu Gewicht), der Hüftumfang und das Taille-zu-Hüfte-Verhältnis auf das Schlaganfall-Risiko haben.

Insgesamt schnitten Frauen in dieser Studie schlechter ab als Männer. Sowohl ein erhöhter Bauchumfang als auch ein erhöhtes Taille-zu-Hüfte-Verhältnis gingen bei Frauen mit einem drei- bis fünffach erhöhten Risiko für Schlaganfälle einher. Bei Männern dagegen war der Zusammenhang schwächer.

Ein weiteres Ergebnis der Studie mag verblüffen: Männer mit leichtem Übergewicht haben sogar ein geringes Risiko für einen Schlaganfall, sie scheint das Fett zu schützen. Bei Frauen ist dieser Effekt nicht nachweisbar.

Bestätigt hat die Studie einmal mehr die These, dass Bauchfett dem Herz-Kreislauf-System am meisten zu schaffen macht. Wer abnehmen möchte, sollte hierauf besonderes Augenmerk legen.

(Eur J Neurol 2016; doi: 10.1111/ene.13216)


Änderungen in der Pflegeversicherung

 

Zum 1. Januar tritt die nächste Stufe des Pflegestärkungsgesetzes in Kraft. Pflegegrade ersetzen dann die bisherigen Pflegestufen. Was ändert sich sonst für Patienten und Angehörige? Wir geben an dieser Stelle einen ersten Überblick.

 

Zum 1. Januar tritt die nächste Stufe des Pflegestärkungsgesetzes in Kraft. Pflegegrade ersetzen dann die bisherigen Pflegestufen. Was ändert sich sonst für Patienten und Angehörige? Wir geben an dieser Stelle einen ersten Überblick.

Wer seinen Alltag nicht mehr komplett selbstständig meistern kann und Unterstützung benötigt, stellt einen Antrag bei seiner Pflegekasse. Diese beauftragt den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit der Begutachtung des Patienten. Bislang erfolgt die Einordnung der Pflegebedürftigkeit in drei Stufen. Dieses System wird zum 1. Januar in fünf Pflegegrade umgestellt. Hauptgrund ist, dass bislang demenzielle Erkrankungen kaum berücksichtigt wurden. Für Versicherte, die bereits Leistungen erhalten, erfolgt die Umstellung automatisch. Eine neue Begutachtung ist dafür nicht erforderlich. Sie genießen einen sogenannten „Bestandsschutz", bekommen also nicht weniger Geld als bisher.

Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff

Inwieweit jemand tägliche Anforderungen selbst bewältigen kann, wird künftig durch die Begutachtung von sechs Dimensionen bewertet  wie z.B. Mobilität oder kognitive und kommunikative Fähigkeiten. Für jeden Bereich werden Punktwerte ermittelt und gewichtet. Daraus ergibt sich eine Empfehlung für die neue Einordnung. Diese Neuerung löst die Berechnung von Pflegeminuten ab, die bislang Standard war. So soll eine individuellere Einstufung der Pflegebedürftigkeit erreicht werden.

Was bedeutet das für Patienten?

Im neuen System werden neben körperlichen Einschränkungen auch psychische Erkrankungen stärker berücksichtigt. Menschen mit körperlichen Einschränkungen werden in den nächst höheren Pflegegrad übergeleitet (z.B. von Pflegestufe I in Pflegegrad II). Bei einer zusätzlich erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz erfolgt direkt eine Einstufung in den übernächsten Pflegegrad (z.B. von Pflegestufe I in Pflegegrad III).

Die Überleitungsregeln sind also bei Personen mit rein körperlichen Einschränkungen und Menschen mit geistigen oder psychischen Einschränkungen unterschiedlich.

Welche Auswirkungen ergeben sich für Angehörige?

Die Pflegeversicherung zahlt für pflegende Angehörige die Rentenversicherungsbeiträge. Zudem erhöhen sich die Rentenansprüche je nach Pflegegrad des Pflegebedürftigen. Dafür müssen ab 2017 folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • der Pflegebedürftige hat mindestens den Pflegegrad 2;
  • die Pflegeperson wendet mindestens 10 Stunden in der Woche für Pflege auf (kann auch für mehrere Pflegebedürftige sein);
  • die zehn Stunden sind auf mindestens zwei Tage verteilt;
  • die Pflegeperson arbeitet nicht mehr als 30 Stunden in der Woche.

Folgen für Schlaganfall-Betroffene

Negativ auswirken könnte sich die Gesetzesänderung für Schlaganfall-Patienten. Betroffene mit vorwiegend körperlichen Schäden, die ab dem kommenden Jahr einen Antrag auf Pflegeförderung stellen, könnten weniger Geld bekommen als bisher. So wurde ein Schlaganfall-Patient, der auf den Rollstuhl angewiesen war, bisher üblicherweise in Pflegestufe 2 eingeordnet. In Zukunft werden Neu-Erkrankte möglicherweise in Pflegegrad 2 eingeordnet, was rund 30 Prozent weniger Pflegegeld bedeuten würde.
 

Ausführliche Informationen hat die Bundesregierung für Sie zusammengestellt: www.pflegestaerkungsgesetz.de


Testen Sie Ihr Risiko!

Machen Sie den Risikotest!

 

Unser überarbeiteter Schlaganfall-Risikotest basiert auf medizinisch-wissenschaftlichen Grundlagen und dient zur Aufklärung zum Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Jetzt den Test machen!

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Thala - Das Gesundheitsmagazin

Thala 4/2016

 

Thala 4/2016 mit dem Special Kinder

Wenn Kinder einen Schlaganfall erleiden, können sie oft noch gar nicht wissen, was ihnen da geschehen ist. Anders ergeht es Eltern und Geschwistern. Sie müssen die Krankheit mittragen.

Das Thala-Magazin ist auch ein ideales Geschenk.

Stiftung fördert Selbsthilfe-Projekte

Förderfonds Selbsthilfe

 

Zu Ihren guten Vorsätzen für 2017 gehört vielleicht auch Ihre Spende für eine gute Sache? Der Förderfonds Selbsthilfe ist definitiv so eine gute Sache: Die Stiftung unterstützt mit dem Förderfonds besondere Projekte von Selbsthilfegruppen, wie z. B. einen Workshop mit einem Musiktherapeuten.

Ihre Spende kommt sicher gut an – vielen Dank!

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