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Das Experteninterview

„Ich erwarte, dass wir wiederholte Schlaganfälle verhindern"

Experten-Interview

Prof. Dr. Matthias Sitzer ist Chefneurologe am Klinikum Herford in Ostwestfalen-Lippe. Seine Klinik beteiligte sich an einem Modellprojekt der Deutschen Schlaganfall-Hilfe mit Schlaganfall-Lotsen. Im Interview mit der Schlaganfall-Hilfe schildert er seine Erwartungen und Erfahrungen. Und er erklärt, weshalb sich ein Akutmediziner so stark für die Nachsorge seiner Patienten einsetzt.

 

 

Prof. Dr. Matthias Sitzer ist Chefneurologe am Klinikum Herford in Ostwestfalen-Lippe. Seine Klinik beteiligte sich an einem Modellprojekt der Deutschen Schlaganfall-Hilfe mit Schlaganfall-Lotsen. Im Interview mit der Schlaganfall-Hilfe schildert er seine Erwartungen und Erfahrungen. Und er erklärt, weshalb sich ein Akutmediziner so stark für die Nachsorge seiner Patienten einsetzt.

  • Herr Prof. Sitzer, der Schlaganfall-Lotse soll die Versorgung der Patienten verbessern. Wo sehen Sie Potenzial?
    Da ist zum einen der sozialmedizinische Bereich, der noch nicht optimal organisiert ist. Dafür gibt es im Grunde keine Institution in unserem Gesundheitswesen. Oft liegt es im Bemühen der Patienten und ihrer Angehörigen, einzufordern, was ihnen zusteht.
  • Sehen Sie hier das Arbeitsfeld des Schlaganfall-Lotsen?
    Ja. Der Hausarzt hätte sicherlich die notwendigen Kompetenzen, doch er ist zeitlich häufig nicht in der Lage, die Versorgung in diesem Bereich zu optimieren. Der Lotse kann dem Patienten Zugang zu allen notwendigen Leistungen ermöglichen. Ein zweiter wichtiger Auftrag ist die Unterstützung bei einer Lebensstiländerung.
  • Zum Beispiel?
    Es geht um eine individualisierte Prävention, das ist für mich die Hauptfunktion des Lotsen. Wenn sie Plakate aufhängen, auf denen steht: „Rauchen ist ungesund!", wird kaum jemand das Rauchen aufgeben. Unsere Lotsin hat es geschafft, dass sich alle Raucher unter ihren Patienten das Rauchen abgewöhnt haben. Ohne die vertrauensvolle Begleitung hätte das nicht so funktioniert. Das sehe ich als großen Erfolg.
  • Seit einem Jahr arbeitet die Schlaganfall-Lotsin an Ihrer Klinik. Wie sind Ihre Erfahrungen?
    Absolut positiv. Die Patienten nehmen das Angebot dankbar an. Wir haben den Eindruck, dass die vorgeschlagene medikamentöse Sekundärprävention im Wesentlichen eingehalten wird. Und kein Patient dieser Gruppe hatte einen wiederholten Schlaganfall.
  • Wo sehen sie Schwachstellen?
    Knackpunkte liegen in der Kommunikation. Der Lotse muss seine Rolle im System finden. Da soll eine neue Funktion etabliert werden in einem Bereich, für den bisher  die Hausärzte allein verantwortlich waren. Ich kann nachvollziehen, dass das auch Irritationen hervorruft.
  • Als Akutmediziner könnten Sie sich eigentlich zurücklehnen, wenn Sie die Patienten aus Ihrer Klinik entlassen.
    Da habe ich eine andere Vorstellung. Es muss Menschen im System geben, die sich für den Patienten über Sektorengrenzen hinweg verantwortlich fühlen. Da gibt es übrigens auch einen Ansatz seitens der Kostenträger. Sie wollen die Effektivität einer Stroke Unit auch messen anhand der Überlebensrate, dem Behinderungsgrad und der Anzahl wiederholter Schlaganfälle innerhalb des ersten Jahres nach der Akutbehandlung.
  • Darauf haben Sie nur bedingt Einfluss.
    Das ist der Punkt. Wenn ich mitverantwortlich bin, muss ich auch eine Einflussmöglichkeit haben. Der Lotse übernimmt in diesem Modell die sozialmedizinische Betreuung und das Lifestyle-Coaching. Und im medizinischen Bereich wird die Behandlung immer komplexer und individueller, da sind wir Ärzte gefordert. Ich glaube, dass sich viele Hausärzte freuen, wenn sie bei bestimmten Fragen einen fachärztlichen Rat einholen können.
  • Was wird die wissenschaftliche Auswertung der Lotsentätigkeit ergeben?
    Ich erwarte auf jeden Fall, dass sich die Wiederholungshäufigkeit von Schlaganfällen deutlich verringern lässt und wir das beweisen können.

Weitere Themen

Spielerisch rehabilitiert?

 

Helfen Spielekonsolen bei der Rehabilitation? Eine neue Analyse mehrerer Studien liefert darauf eine eindeutige Antwort: Jein.

 

Helfen Spielekonsolen bei der Rehabilitation? Eine neue Analyse mehrerer Studien liefert darauf eine eindeutige Antwort: Jein.

Eine so genannte Metaanalyse untersuchte den Nutzen der Spielkonsole Wii in der Schlaganfall-Rehabilitation. Sechs Studien wurden analysiert, in denen die Effekte der Wii in Kombination mit konventioneller Rehabilitation verglichen wurden mit ausschließlich konventionellen Übungstherapien.

In einigen Bereichen zeigte die „Wii-Gruppe" Vorteile, in anderen nicht. Im Vergleich zu den klassischen Therapien war die Therapietreue bei Einsatz der Wii jedoch höher. Die Schlussfolgerung könnte lauten: Wer für diese Art der Beschäftigung etwas übrig hat, bei dem kann sie eingesetzt werden und zeigt dann einen nicht dramatischen, aber doch nachweisbar positiven Effekt.

Zu bedenken ist dabei: die Wii wurde als Spielekonsole für den breiten Markt entwickelt, therapeutische Zwecke standen nie im Vordergrund. Im Bereich moderner Therapiegeräte und –software gab es in den vergangenen Jahren viele Neuentwicklungen, die sich wohl deutlich besser für die Rehabilitation eignen.

Das vorliegende Studienergebnis stützt die Beobachtungen vieler Rehabilitationskliniken, die zunehmend computergestützte Übungen in Ergo- und Physiotherapie einsetzen. Viele Patienten motiviert der spielerische Charakter der Rehabilitation, sie üben deutlich mehr.

(J Am Med Direc Assoc 2015; elektronisch am 4. August 2015)


Sandra lernt laufen

Neurostimulation nach Schlaganfall

Jahre nach dem Schlaganfall wieder auf die Beine kommen? Mit diesem Thema hatte Sandra Ameling abgeschlossen. Bis sie auf einer Reha-Messe von einer neuen Technik erfuhr. Dann nahmen die Dinge ihren Lauf.

Jahre nach dem Schlaganfall wieder auf die Beine kommen?

 

Mit diesem Thema hatte Sandra Ameling abgeschlossen. Bis sie auf einer Reha-Messe von einer neuen Technik erfuhr. Dann nahmen die Dinge ihren Lauf.

Ein dreiviertel Jahr danach sitzt Sandra Ameling im Patienten-Café der Johanniter Ordenshäuser in Bad Oeynhausen. Drei Wochen stationäre Rehabilitation wurden ihr bewilligt. Schon einmal war sie hier, fünf Jahre ist das her, kurz nach ihrem Schlaganfall. „Damals kam ich liegend an und liegend wieder raus", erinnert sie sich. Doch jetzt steht die Reha unter anderen Vorzeichen, dieses Mal will sie die Klinik aufrecht gehend verlassen. Vier Wochen zuvor wurde Sandra Ameling im Diakoniekrankenhaus Annastift in Hannover ein modernes Implantat zur Neurostimulation (ActiGait) eingesetzt. Das Gerät soll dafür sorgen, dass sie trotz ihrer Halbseitenlähmung ohne Hilfsmittel laufen kann.

Größtes Hindernis bei einer Halbseitenlähmung ist oft die Fußheberschwäche. Da die Fußspitze beim Gehen nach unten hängt, stolpern die Patienten. Deshalb müssen sie ihr Bein im Gehen stets zur Seite schwenken. Aus Angst vor Stürzen ziehen sich viele zurück oder steigen ganz auf den Rollstuhl um. Den nutzt auch Sandra Ameling. Doch die 41jährige Gütersloherin hat den Ehrgeiz, wieder selbständig zu laufen. Dabei soll ihr die neue Technik helfen.

 

Ein elektronischer Impuls – ausgelöst durch einen Druckschalter unter dem Fuß – sorgt im richtigen Moment dafür, dass sich die Fußspitze hebt. Damit ist die größte Sturzgefahr gebannt. Zwar springt dadurch noch kein Patient aus seinem Rollstuhl, denn die Lähmung besteht weiter und die falsche Körperhaltung hält zunächst an. Doch mit intensivem Training lässt sich das korrigieren. Dazu erhielt Sandra Ameling von ihrer Kasse diese dreiwöchige Reha, die jetzt von ihrer Krankenkasse sogar um zwei Wochen verlängert wurde.

Fünf Tage hatte sie in der Diakoniekrankenhaus Annastift verbracht. Bereits am Tag nach der Implantation haben die Ärzte den Stimulator testweise eingeschaltet. „Das war ein komisches Gefühl. Plötzlich hoben sich die Zehenspitzen, das kannte ich gar nicht mehr", erinnert sich Sandra. Bereits nach kurzer Zeit spürte sie erste Effekte beim Gehen. In der Reha geht es jetzt darum, sich an die neue Technik zu gewöhnen. Grundsätzlich, so der Hersteller, können Patienten auch Jahre nach dem Schlaganfall wieder gehen lernen, wenn die Voraussetzungen stimmen.

Sich wieder frei bewegen können, nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, das wünscht sich Sandra Ameling. Eine Zeit lang musste sie in einem Pflegeheim verbringen. „Da habe ich den Altersschnitt deutlich gesenkt", lacht sie heute. Doch spaßig war diese Zeit nicht, auf keinen Fall möchte sie dorthin zurück. Das selbstbestimmte Leben in der eigenen Wohnung ist das Ziel der gelernten Erzieherin. Dann könnte sie auch wieder mehr Zeit mit ihren beiden Kindern verbringen, die seit dem Schlaganfall bei ihrem Vater leben.

 

Drei Wochen später. Gestern wurde Sandra Ameling aus der Rehaklinik entlassen, nach fünf Wochen intensivem Training. Sie öffnet die Wohnungstür, führt den Besucher in ihr Wohnzimmer, frei laufend, ohne Stock. Die Füße setzt sie gerade voreinander, wenn auch noch ein wenig schleppend. Doch von der kreisenden Beinbewegung vorher kaum noch eine Spur. Die erste Nacht in der eigenen Wohnung war eine Wohltat. Jetzt ist ihr Freund Markus zu Besuch, der gleich nebenan wohnt. Hat sich der Aufwand gelohnt? „Unbedingt", sagt Sandra Ameling. Auch Markus ist total begeistert. „Kein Vergleich zu vorher", meint er. Physio- und Ergotherapie erhält Sandra weiterhin ambulant. Und dennoch wissen beide, dass jetzt noch eine harte Zeit ansteht. „Ich werde jetzt viel üben müssen", sagt sie. „Aber der Anfang ist gemacht."

Über ActiGait

Das ActiGait System bietet nur für eine kleine Anzahl an Schlaganfall-Patienten eine wirkungsvolle Therapie, da bestimmte körperliche Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Bitte sprechen Sie zu diesem Thema Ihren Neurologen an.
Eine Übersicht von Kliniken, die die Implantation des Neurostimulator-Systems durchführt, gibt es unter www.fussheberschwaeche.de.


Die „Young Strokers" aus Gütersloh stellen sich vor

 

Bilder sagen mehr als tausend Worte  ̶  das dachte sich auch die Selbsthilfe-Gruppe „The Young Strokers" aus Gütersloh und präsentiert ihren neuen Imagefilm.

Bilder sagen mehr als tausend Worte  ̶  das dachte sich auch die Selbsthilfe-Gruppe „The Young Strokers" aus Gütersloh und präsentiert ihren neuen Imagefilm.

„Wir sind eine Selbsthilfe-Gruppe, die sich an junge Schlaganfall-Patienten richtet", sagt die Sprecherin der Young Strokers, Sandra Rösemeier, „die Altersklasse 18-50 Jahre hat nämlich andere Bedarfe als zum Beispiel ältere Patienten." Reittherapie, Musiktherapie, ein Besuch des WinterWunderVarieté zur Weihnachtsfeier  ̶   der fünfminütige Film zeigt das bunte Programm der Young Strokers. Finanziert wurde er durch Fördermittel der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und weitere Spenden. Im Zentrum steht das Liebespaar Sandra und Markus. Beide hatten mit 35 Jahren einen Schlaganfall. Bei den Young Strokers fanden Sandra und Markus wieder Kraft und Menschen, denen es ähnlich geht. Der Imagefilm zeigt anhand ihrer Geschichte, dass auch junge Menschen einen Schlaganfall erleiden und welche Stütze ihnen eine Selbsthilfe-Gruppe bieten kann.

Den Imagefilm der Selbsthilfe-Gruppe „The Young Strokers" sehen Sie hier:

 


Eine Spendenaktion der kreativen Art

 

Vertreter der SHGs aus Aachen, Eschweiler, Düren und Heinsberg mit Christina Habig (hinten, 3. Von links), Rudolf Henke und Karsten Keuchen (beiden hinten rechts)

In Anlehnung an das Jahr ihrer Gründung spendete das Aachener Orthopädieunternehmen Fendel & Keuchen jeweils 1.945 an vier Selbsthilfegruppen. Mit ihrer kreativen Aktion möchte das Unternehmen Selbsthilfegruppen in ihrer Region fördern und auf die Arbeit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hinweisen.

 
Vertreter der SHGs aus Aachen, Eschweiler, Düren und Heinsberg mit Christina Habig (hinten, 3. Von links), Rudolf Henke und Karsten Keuchen (beiden hinten rechts)

In Anlehnung an das Jahr ihrer Gründung spendete das Aachener Orthopädieunternehmen Fendel & Keuchen jeweils 1.945 an vier Selbsthilfegruppen. Mit ihrer kreativen Aktion möchte das Unternehmen Selbsthilfegruppen in ihrer Region fördern und auf die Arbeit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hinweisen.

Das 70-jährige Firmenjubiläum und den „Tag gegen den Schlaganfall" am 10. Mai nahm das Orthopädieunternehmen Fendel und Keuchen zum Anlass, etwas Gutes zu tun. Im August übergab Geschäftsführer Karsten Keuchen symbolisch jeweils einen Scheck an die Vertreter der Selbsthilfegruppen Aachen, Eschweiler, Heinsberg und Düren.

Die 4 x 1.945 Euro für die Selbsthilfegruppen überwies das Unternehmen an die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Von dort können die Gruppen das Geld für Ausgaben im Rahmen ihrer Selbsthilfearbeit abrufen, wie zum Beispiel für einen Messebesuch oder für die Einladung eines Referenten.

An der feierlichen Scheckübergabe nahm auch Christina Habig von der Stiftung Deutschen Schlaganfall-Hilfe teil. In ihrem Grußwort wies sie auf die Bedeutsamkeit der Selbsthilfearbeit hin. „Selbsthilfegruppen leisten eine äußerst wertvolle Arbeit, um krankheitsbedingte Isolation zu verhindern. Es werden Informationen ausgetauscht, Krisen gemeistert und neue Lebensfreude durch gemeinsame Aktivitäten gewonnen", sagte sie. Dem stimmten auch die weiteren Anwesenden wie Pavle Lederer, Sportwissenschaftler und Leiter der Neurorehabilitation bei Fendel & Keuchen, und Bundestagsabgeordneter Rudolf Henke zu.


Termine und Veranstaltungen

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Termine und Veranstaltungen auf einen Blick.

Testen Sie Ihr Risiko!

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Ermitteln Sie Ihre persönlichen Risikofaktoren mit unserem wissenschaftlich fundierten Schlaganfall-Risiko-Test.

Verschaffen Sie sich eine erste Orientierung über ihr Herz-Kreislauf-Risiko. Beantworten Sie bei unserem wissenschaftlich fundierten Schlaganfall-Risiko-Test 12 Fragen und erhalten Sie sofort Ihr individuelles Risiko-Profil.

Thala - Das Gesundheitsmagazin

Thala 3/2015

 

Thala 3/2015 mit dem Special Schlaganfall-Lotsen

Schlaganfall-Lotsen kümmern sich und finden Lösungen. Ein Blick auf das Modell aus verschiedenen Perspektiven lesen Sie in der Thala.

Das Thala-Magazin ist auch ein ideales Geschenk.

Jede Spende hilft

Schlaganfall-Lotse

Begleiten, beraten, vermitteln

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Nach einem Schlaganfall gibt es für Betroffene und Angehörige eine Vielzahl an Problemen zu bewältigen: Wie geht es weiter? Wo müssen Anträge gestellt werden? Was sind die nächsten notwendigen Schritte? Solchen und ähnlichen Fragen stehen sie meist hilflos gegenüber. Hier bietet der Schlaganfall-Lotse Orientierung und konkrete Hilfestellung!

 
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Der Schlaganfall tritt plötzlich und unerwartet ein! Das bedeutet, Patienten und Angehörige sind meist mit der neuen Situation überfordert und stehen vielen Fragen hilflos gegenüber. Wie geht es weiter? Wo müssen Anträge gestellt werden? Was sind die nächsten notwendigen Schritte? Orientierung ist notwendig!

Hier unterstützt der Schlaganfall-Lotse.

Begleiten, beraten, vermitteln: Schlaganfall-Lotsen helfen

In Deutschland ist die Qualität medizinischer, therapeutischer und pflegerischer Leistungen vergleichsweise hoch. Dennoch gibt es Lücken, gerade was eine Vernetzung und sinnvolle Abstimmung der Maßnahmen und Beteiligten in Akut, Reha und Nachsorge betrifft. Eine Verbesserung würde hier vielen Patienten helfen.

Klinikberichte kommen oft zu spät, Therapiepläne sind unzureichend abgestimmt, Termine bei Ärzten und Therapeuten sind nicht zeitnah zu bekommen. Reha-Maßnahmen und Hilfsmittel, Pflegebedarf oder Haushaltshilfen müssen umständlich beantragt werden. Dabei bleiben Patientenrechte und -wünsche zu häufig unberücksichtigt. Zudem verzögern lange Bewilligungs- und Einspruchsverfahren die Behandlung.

Dabei gefährdet jeder Zeitverlust den Therapieerfolg!

  Das Konzept des qualitätsgesicherten Case Managements zielt auf eine effiziente und effektive Versorgung jedes einzelnen Schlaganfall-Betroffenen. Zentral dabei ist der Schlaganfall-Lotse: Er ist direkter Ansprechpartner für Betroffene und Angehörige und begleitet sie bis zu eineinhalb Jahre lang.

Der Lotse berät, koordiniert und stellt den Informationsfluss zwischen allen Beteiligten sicher - damit jeder einzelne Patient optimal behandelt wird. Für mehr Lebensqualität und weniger Folgeschäden!

Schlaganfall-Lotsen sind in Deutschland noch kein Regelangebot. Mit ihren Modellprojekten in verschiedenen Regionen bereiten die Stiftung und ihre Partner derzeitdie flächendeckende Einführung von Schlaganfall-Lotsen vor.
 
Mit dem Lotsenprogramm:
  • werden Patienten umfassend mit Informationen versorgt
  • können Präventivmaßnahmen (2. Schlaganfall) eingeleitet werden
  • können mehr Patienten in ihre gewohnte Umgebung zurück
  • werden gesundheitliche Komplikationen vermieden
  • werden weniger Betroffene zu Pflegefällen

Mehr als 270.000 Schlaganfall-Patienten pro Jahr und deren Angehörige brauchen Unterstützung. Bitte spenden Sie, damit bald jeder Betroffene auf optimale Versorgung und die Hilfe eines Schlaganfall-Lotsen vertrauen kann!

 

Bitte spenden Sie jetzt!

 

 

 

In unserem kleinen Filmbeitrag erhalten Sie einen Einblick, mit welchen Problemen Betroffene zu kämpfen haben. Wie Familie Gabriel geht es vielen Schlaganfall-Betroffenen!

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