Let´s talk about Bluthochdruck
Herausforderung an die Arzt-Patienten-Kommunikation
Let´s talk about Bluthochdruck
Etwa 35 Millionen Bundesbürger leiden an Bluthochdruck, dem so gennanten „leisen Killer“. Doch nur 5 Prozent von ihnen gelingt es, ihren Blutdruck gut einzustellen. Die Gründe: Etwa die Hälfte der Betroffenen weiß nicht um ihr Risiko, rund ein Viertel lässt sich nicht behandeln, bei den anderen zeigt die Behandlung keinen Erfolg.
Nach einer Studie der Deutschen Schlaganfall-Hilfe (Schlaganfall-Barometer 2/2011) wissen heute 82 Prozent der Bundesbürger, dass sie ihr Schlaganfall-Risiko selbst beeinflussen können. „Doch eine Lebensstiländerung ist häufig mit Anstrengung und Verzicht verbunden, davor schrecken die Menschen zurück,“ sagt der Kardiologe Prof. Dr. Ulrich Tebbe, Regionalbeauftragter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe und Chefarzt am Klinikum Lippe in Detmold anlässlich des Welthypertonietages an diesem Donnerstag. Deshalb brauche es neue Konzepte, die Patienten zu mehr Therapietreue motivierten.
Doch egal ob sanfte Methoden oder medikamentöse Therapie – Hausärzte stehen vor einer weiteren Herausforderung: Sie müssen Patienten eine Gefahr verdeutlichen die diese erst Jahre später zu spüren bekommen. „Wenn Bluthochdruckpatienten ärztliche Empfehlungen nicht einhalten, liegt das auch daran, dass sie die Zusammenhänge nicht ausreichend verstehen,“ so Prof. Tebbe. Er appelliert daher an seine Kollegen, noch stärker aktiv das Gespräch mit den Patienten zu suchen. Dabei sollten sprachliche und intellektuelle Unterschiede deutlicher berücksichtigt werden.
Auch Patienten können ihren Teil zu einem guten Arztgespräch beitragen. Speziell für Bluthochdruckpatienten hat die Deutsche Schlaganfall-Hilfe Fragebögen zur Vorbereitung auf den Arztbesuch zum Download bereitgestellt:
Sorge für dich
10. Mai: Der Tag gegen den Schlaganfall
Check-Up 35
Die Philosophie rechtzeitig persönliche Risikofaktoren zu erkennen, steckt insbesondere hinter dem Gesundheits-Check-up-35+. Diese Vorsorgeuntersuchung kann von gesetzlich Versicherten ab dem 36. Lebensjahr alle zwei Jahre wahrgenommen werden. Weil der Check vorrangig auf die Erkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Risikofaktoren wie Diabetes und erhöhte Blutfettwerte abzielt, dient er auch der Schlaganfall-Prophylaxe.
Seit 1989 ist er im Programm der Krankenkassen, die Akzeptanz hat in dieser Zeit deutlich zugenommen. Dennoch weist der Deutsche Hausärzteverband darauf hin, dass immer noch deutlich zu wenige Menschen das Angebot in Anspruch nehmen.
Rund 46 Prozent der Frauen und 44 Prozent der Männer nutzten nach Erkenntnissen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung dieses Früherkennungsprogramm in den Jahren 2009/2010. Oder negativ formuliert: Mehr als die Hälfte der Deutschen verzichtet auf eine Leistung, die sie bereits mit ihren Beiträgen bezahlt hat. Eklatant ist der Unterschied zwischen den Altersgruppen. Bei den 35-Jährigen ist die Quote nur etwa halb so groß wie bei den 65-Jährigen.
Finanzielle Vorsorge vs. Gesundheitsvorsorge
Es klingt absurd: Aber wenn man das Vorsorgeverhalten in gesundheitlichen und finanziellen Fragen miteinander vergleicht, so sticht vor allem eine Zahl des Gesamtverbandes der deutschen Versicherer ins Auge: 82 Millionen Bürger verfügen derzeit über 94 Millionen Lebensversicherungsverträge. Die Deutschen machen sich demnach also Gedanken über ihre Zukunft - lassen es dabei jedoch an Konsequenz fehlen.
Mangel an Information, aber auch an Motivation kommen als Ursachen in Betracht. Wie Ärzte und Patienten ihre Rollen definieren, ist nach wie vor stark subjektiv geprägt. In einer Studie der Bertelsmann-Stiftung 2006 gaben lediglich 40 Prozent der niedergelassenen Ärzte an, ihre Patienten aktiv auf Präventionsprogramme hinzuweisen. 25 Prozent sahen es explizit auch nicht als ihre Aufgabe an, sondern forderten die Eigeninitiative der Patienten.
Screening-Programme sind in Deutschland nicht unumstritten. Ärzte und Gesundheitsökonomen zweifeln immer wieder deren positive Wirkung an, insbesondere in der Krebsvorsorge. Gegenüber dem Check-up-35+ gibt es dagegen weniger Vorbehalte, auch wenn harte Zahlen zum Erfolg dieser Vorsorgeuntersuchung kaum verfügbar sind. Ärzte sprechen teilweise von der „Awareness", die solche Maßnahmen bei ihren Patienten hervorrufen. Gemeint ist eine verstärkte Achtsamkeit für die eigene Gesundheit.
Amerikaner sind Check-ups gegenüber deutlich aufgeschlossener. Mehrere US-Studien beschreiben, dass sich Patienten durch regelmäßige Checks gesunder fühlen und – offensichtlich auch bedingt durch das „Handauflegen" bei der körperlichen Untersuchung – eine bessere Beziehung zu ihrem Arzt aufbauen. In Deutschland existiert immer noch eine gewisse Skepsis gegenüber standardisierten Screening-Methoden.
Unabhängig von der Zustimmung zur Methode werfen Screenings natürlich insbesondere dann Fragen auf, wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend für den Patienten ausfällt. Wenn beispielsweise Blutdruck, Blutzucker oder Cholesterinwerte erhöht sind. Wie geht der Patient mit diesem Erkenntnisgewinn um? Aufmerksamkeit ist zwar geschaffen, doch wie kommen „Compliance" oder „Adherence" zustande, zu deutsch: Die Einsicht, eine notwendige Veränderung umzusetzen?
WEITERE THEMEN
Der Graf und der Christian in Friedehorst
Geboren um zu leben
Abseits des Bühnengeschehens sorgte auch das „Kinderland" von Unheilig für gute Unterhaltung. Dieser Truck lässt sich zu einem großen Spieleparadies umbauen und geht stets mit der Band auf Reisen. Ein weiterer Höhepunkt: das Puppentheaterstück „Hase und Igel", aufgeführt von Christian Bahrmann, besser bekannt als „Der Christian" aus dem KiKa, wo er das Vormittagsprogramm gemeinsam mit dem KiKANiNCHEN gestaltet. Christian Bahrmann engagiert sich bereits seit vergangenem Jahr stark für die Arbeit der Stiftung und insbesondere für schlaganfallbetroffene Kinder und deren Familien.
Im Vorfeld des Konzerts hatte Friedehorst-Chefarzt Dr. Matthias Spranger Liz Mohn und den Grafen durch das Rehabilitationszentrum geführt. Dabei konnte der Sänger viele Eindrücke von der therapeutischen Arbeit sammeln und traf schlaganfallbetroffene Kinder. Für Liz Mohn ist die Arbeit in Friedehorst nicht neu. Im Jahr 2003 war sie im Rahmen des RTL-Spendenmarathons Projektpatin für die Stiftung RTL gewesen und hatte mit fast einer halben Million Euro Spendengeldern den Bau eines Elternhauses in Friedehorst ermöglicht.
Von seinem Besuch in Friedehorst zeigte sich der Graf stark beeindruckt. „Der Kontakt mit schlaganfallbetroffenen Kindern in Friedehorst – das ist schon jetzt eine bleibende Erinnerung," so der Musiker. Am 9. Juni findet in Berlin der „Rosenball" statt. Der Erlös dieses gesellschaftlichen Ereignisses, zu dem Liz Mohn und die Bertelsmann AG einladen, fließt in die Arbeit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. „Der Graf" und Unheilig werden zu den Top-Acts gehören.
Danke Mama!
Wer seiner Mutter zeigen möchte, dass für ihn jeder Tag Muttertag ist, beschenkt sie nachträglich noch einmal und nimmt an unserer Verlosung von Annemarie Börlind Produkten teil.
Erste Apotheken als Schlaganfall-Stützpunkte qualifiziert
Deutsche Schlaganfall-Hilfe schult Apotheker
Der Hinweis „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ im Anschluss an viele Werbespots hat Kultcharakter. Er hat aber auch einen wichtigen Hintergrund: Laut einer Umfrage (1) der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe suchen rund 40 Prozent der Bundesbürger tatsächlich neben dem Besuch beim Arzt Rat in Apotheken. Jährlich sind mehr als 270.000 Menschen in Deutschland von einem Schlaganfall betroffen. Für Patienten und ihre Familien verändert sich das Leben oft dramatisch, der Beratungsbedarf ist immens. Doch immer noch wissen viele Betroffene nicht, an wen sie sich mit ihren vielfältigen Fragen wenden können.
Aus diesem Grund baut die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe gemeinsam mit Apotheken in ganz Deutschland ein Netz von Schlaganfall-Stützpunkten auf. Dort bekommen Betroffene und ihre Familien bei speziell geschulten Apothekern neben Medikamenten eine kompetente Beratung rund um ihre Erkrankung. Den bundesweiten Auftakt haben jetzt Julia Lücker und Abdellatif Daka von der Steinfurter Apotheke am Bauhaus und Dr. Oliver Skopp von der Apotheke Am Markt in Bielefeld gemacht. Einen Tag lang wurden sie von Experten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe speziell ausgebildet. „Es ist wirklich beeindruckend, mit welchem Engagement sich die Apotheker auf unser Angebot eingelassen haben“, sagte Dr. Jürgen Fröhlich, Bereichsleiter Integrierte Versorgung bei der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, der gemeinsam mit seinen Stiftungskollegen, der Case Managerin Sabine Roebers und Dr. Markus Wagner die Schulungen übernommen hatte. „Zugleich erweitern die Stützpunkte die Reichweite der Stiftungs-Arbeit enorm“, betont Dr. Fröhlich. Die Apotheker verfügen jetzt nicht nur über aktuelles Wissen zum Thema Schlaganfall. Sie können sich auch in die speziellen Probleme schlaganfallbetroffener Familien einfühlen und kennen wichtige Anlaufstellen in ihrer Region. Darüber hinaus machen diese Apotheken gezielte Angebote zur Schlaganfall-Prävention.
Damit jeder sicher sein kann, auch wirklich einen von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe qualifizierten Apotheker vor sich zu haben, werden die Stützpunkt-Apotheken vor Ort durch ein deutlich sichtbares Siegel im Schaufenster kenntlich gemacht. Wo sich Schlaganfall-Stützpunkte befinden, wird die Schlaganfall-Hilfe künftig über ihr Portal www.schlaganfall-hilfe.de und ihr bundesweites Netzwerk verbreiten. Dieses umfasst unter anderem rund 480 Selbsthilfegruppen und 200 Regionalbeauftragte, zumeist Chefärzte an Klinken.
Weitere Informationen finden Sie unter www.schlaganfallstützpunkt.de
(1) Umfrage: Schlaganfall-Barometer Q1 2012
Bestimmen Sie Ihr persönliches Schlaganfall-Risiko
Statistiken geben keine Garantie, aber sie spenden Orientierung. Wer einschätzen möchte, wie konkret sein Risiko ist, einen Schlaganfall zu bekommen, kann in wenigen Minuten bequem von zu Hause aus den Online-Risikotest der Schlaganfall-Hilfe machen. Mit nur zwölf Fragen kommen Sie zum Ziel: Ein wissenschaftlich fundierter Bericht über Ihr persönliches Risikoprofil und Empfehlungen für Ihr Vorsorgeverhalten.
Das neue Thala 1/12
Wer sich rechtzeitig mit seinen persönlichen Risikofaktoren auseinandersetzt, wird es deutlich leichter haben.
Das ist die Philosophie hinter dem Gesundheits-Check-up-35+.
"Sorge für dich" lautet auch das Motto des diesjährigen Tag gegen den Schlaganfall. Mehr darüber finden Sie in unserer Leseprobe.
„Rote Karte dem Schlaganfall"
So lautet der Titel einer Aufklärungskampagne von Bayer HealthCare Deutschland in Kooperation mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und der Sporthochschule Köln. Prominenter Schirmherr ist Fußballstar Michael Ballack von Bayer 04 Leverkusen.
Die bundesweite Kampagne will Aufmerksamkeit für die Risiken des Schlaganfalls erzeugen, insbesondere bei Vorhofflimmern, und zu mehr Prävention motivieren.
Sorge für dich und für andere - bevor es zu spät ist!
Sorge für dich und für andere - bevor es zu spät ist!
Sorge für dich und für andere – bevor es zu spät ist!
Millionen von Menschen sind von ‚stummen‘ Risiken wie Bluthochdruck oder dem gefährlichen Vorhofflimmern bedroht – ohne davon zu wissen! Geben Sie Betroffenen die Chance, ihre Schlaganfall-Risiken rechtzeitig aufzudecken.
Spenden Sie, damit erstmalige oder erneute Schlaganfälle vermieden werden!