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aktuelle Auswertung von Behandlungsergebnissen

Akutbehandlung auf höchstem internationalem Niveau

Studie belegt hohen Behandlungsstandard bei Schlaganfall an neurologischen Kliniken

Patienten mit einem Schlaganfall erhalten in Deutschland eine Akutbehandlung auf höchstem internationalem Niveau. Eine aktuelle Auswertung von Behandlungsergebnissen zeigt, dass die Lysetherapie in Stroke Units ähnlich erfolgreich ist wie in den klinischen Studien, in denen sie erprobt wurde. Aktuell gibt es in Deutschland 259 Stroke Units, die durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zertifiziert wurden.

 

Patienten mit einem Schlaganfall erhalten in Deutschland eine Akutbehandlung auf höchstem internationalem Niveau. Eine aktuelle Auswertung von Behandlungsergebnissen zeigt, dass die Lysetherapie in Stroke Units ähnlich erfolgreich ist wie in den klinischen Studien, in denen sie erprobt wurde. Aktuell gibt es in Deutschland 259 Stroke Units, die durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zertifiziert wurden.

Die aktuellen Studienergebnisse veröffentlichte die baden-württembergische AG Schlaganfall in Kooperation mit den Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim aktuell im British Medical Journal. Darüber berichten jetzt gemeinsam die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). Die Untersuchung zeigte auch: Je kürzer die Zeitspanne vom ersten Auftreten von Schlaganfallsymptomen bis zum Behandlungsbeginn (Lyse) – auch „Time to Treatment" genannt – ist, desto günstiger sind die Behandlungsergebnisse für den Patienten. Für die DSG und die DGN bestätigt sich durch diese Ergebnisse erneut das Konzept der zertifizierten Stroke Units.

Stroke Units sind spezielle neurologische Stationen, in denen eine optimale Versorgung von Patienten mit akuten Schlaganfällen und insbesondere auch die Lysetherapie erfolgen. Sie kommt jedoch nur für bestimmte Patienten in Frage, die sehr früh nach Beginn akuter Schlaganfallsymptome in die Stroke Unit eingeliefert werden. Diese erhalten dabei eine Infusion mit einem Enzym, das Blutgerinnsel in Blutgefäßen des Gehirns auflöst. Vorher muss jedoch durch eine Computer- oder Kernspintomographie sichergestellt werden, dass der Schlaganfall nicht Folge einer Hirnblutung ist. „In diesem Fall könnte eine Lysetherapie fatale Folgen haben", warnt Professor Joachim Röther, Chefarzt der Neurologischen Klinik an der Asklepios Klinik Altona und Pressesprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). „In den klinischen Studien, die seit den 90er-Jahren den Nutzen der Lysetherapie belegt haben, gab es deshalb feste Regeln, die ein hohes Niveau sichergestellt haben. Bislang war nicht klar, ob die Behandlung unter den Bedingungen des klinischen Alltags in einer Vielzahl von Stroke Units die gleichen guten Ergebnisse erzielt", berichtet Professor Röther.

Um die Behandlungsqualität zu verbessern, hatten sich im Jahr 2000 Neurologen aus Baden-Württemberg zur „Arbeitsgemeinschaft Schlaganfall" zusammengeschlossen und sich im Jahr 2002 die „Arbeitsgruppe Schlaganfall" bei der Geschäftsstelle Qualitätssicherung im Krankenhaus (GeQiK) konstituiert. Unter Leitung von Professor Werner Hacke, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg, wurden die Behandlungsergebnisse der Jahre 2008 bis 2012 analysiert. Sie konnten dabei auf die Daten der GeQiK zurückgreifen, der alle Krankenhäuser des Bundeslandes Informationen zur stationären Behandlung von Schlaganfallpatienten mitteilen müssen. Die Angaben umfassten meist auch den Schweregrad des Schlaganfalls, den Zeitpunkt der Lysetherapie und das Behandlungsergebnis bei Entlassung aus dem Krankenhaus.

Zunächst einmal zeigen die Ergebnisse, dass die Behandlungsmöglichkeiten an den 49 Stroke Units in Baden-Württemberg gut angenommen werden. „Bei insgesamt 12 Prozent der Patienten wurde eine Lysetherapie durchgeführt, im Jahr 2012 waren es sogar 14 Prozent", berichtet Professor Hacke. „Das ist eine der weltweit höchsten Behandlungsraten". Jede sechste Lyse konnte innerhalb von 90 Minuten nach dem Beginn der Symptome begonnen werden. Bei diesem frühen Beginn erzielt die Lysetherapie die besten Ergebnisse. In den früheren klinischen Studien kam im Durchschnitt auf 4,5 Patienten einer, der später ohne größere bleibende Schäden aus der Klinik entlassen werden konnte, berichtet Professor Hacke. Diese „Number needed to treat" war auch der wichtigste Qualitätsindikator der Arbeitsgemeinschaft. Ihre Auswertung ergab, dass die Kliniken in Baden-Württemberg in den Jahren 2008 bis 2012 ebenfalls eine „Number needed to treat" von 4,5 erreichten, wenn die Patienten innerhalb von 90 Minuten behandelt werden konnten. Und das, obwohl auch viele ältere Patienten über 80 Jahre eine Lyse erhielten.

Allerdings treffen auch viele Patienten später in der Klinik ein. Zwei Drittel der Lysen konnten erst zwischen der 90. und 180. Minute durchgeführt werden. Die „Number needed to treat" verschlechterte sich: Nur bei etwa einem von sechs Patienten („Number needed to treat" von 6,4 ) war das Behandlungsergebnis gut. Dieser Wert war vergleichbar mit dem in klinischen Studien. Auch zwischen der 181. und 270. Minute ist eine Lysetherapie noch Erfolg versprechend, zeigte die Auswertung und bestätigte damit die Ergebnisse der klinischen Studien. Die „Number needed to treat" stieg jedoch auf 18 an. In klinischen Studien lag sie sogar bei 21,4. „Diese Ergebnisse zeigen, dass wir weiterhin Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung betreiben müssen", sagt Professor Hacke. „Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute!"

Für Professor Hans-Christoph Diener, Direktor der Klinik für Neurologie am Uniklinikum Essen und Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) bestätigen die Ergebnisse, dass sich die Einrichtung von Stroke Units bewährt hat. „Die Behandlung kann dort auf hohem internationalem Niveau und mit den gleichen Erfolgsaussichten wie in den klinischen Studien durchgeführt werden." Dies sei letztlich auch der Zertifizierung durch die DSG zu verdanken. Professor Diener: „In den derzeit 259 zertifizierten Stroke Units werden 70 bis 80 Prozent aller Patienten mit akuten Schlaganfällen in Deutschland behandelt." Auch diese hohe Zahl weist auf eine sehr gute Schlaganfallversorgung in Deutschland hin, zeigt aber auch, dass es ländliche Regionen gibt, in denen weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, um auch dort eine Stroke-Unit-Versorgung zu gewährleisten.

Beipackzettel richtig lesen

So verstehen Sie Ihr Medikament besser

Beipackzettel richtig lesen

Jedes Medikament verfügt über eine Packungsbeilage, auch Beipackzettel oder im Volksmund „Waschzettel" genannt. Hersteller sind dazu nach einer europäischen Richtlinie und dem deutschen Arzneitmittelgesetz verpflichtet. Beipackzettel sollen aufklären. Studien belegen aber das Gegenteil – häufig verunsichern sie Patienten. Die Folge: Patienten nehmen die Medikamente gar nicht erst ein oder setzen sie aufgrund des Beipackzettels ab.

 

Jedes Medikament verfügt über eine Packungsbeilage, auch Beipackzettel oder im Volksmund „Waschzettel" genannt. Hersteller sind dazu nach einer europäischen Richtlinie und dem deutschen Arzneitmittelgesetz verpflichtet. Beipackzettel sollen aufklären. Studien belegen aber das Gegenteil – häufig verunsichern sie Patienten. Die Folge: Patienten nehmen die Medikamente gar nicht erst ein oder setzen sie aufgrund des Beipackzettels ab.

Wie häufig sind Nebenwirkungen?
Nebenwirkungen können auftreten, müssen es aber nicht. Um ein Gefühl für die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen zu bekommen, finden Sie hier die die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Formulierungen und ihre Bedeutungen.

  • Sehr häufig: betroffen ist mehr als einer von 10 Behandelten
  • Häufig: betroffen sind 1 bis 10 von 100 Behandelten
  • Gelegentlich: betroffen sind 1 bis 10 von 1.000 Behandelten
  • Selten: betroffen sind 1 bis 10 von 10.000 Behandelten
  • Sehr selten: betroffen ist einer oder weniger von 10.000 Behandelten einschließlich Einzelfälle


Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Wenn von 100 Testpersonen zwei durch das Medikament einen Hautausschlag bekommen – das sind zwei Prozent – wird diese Nebenwirkung als häufig bezeichnet. 98 Testpersonen haben das Medikament aber gut vertragen.

Was sind Wechselwirkungen? In einigen Beipackzetteln wird auf Wechselwirkungen hingewiesen, ohne den Begriff zu erklären. Wechselwirkungen heißt: Das Arzneimittel beeinflusst die Wirkung eines anderen Arzneimittels oder Interaktion. Aber auch Nahrungsmittel oder Getränke können Wechselwirkungen auslösen. Beispielhaft sei hier die Milch erwähnt, die die Wirkung von Antibiotika vermindern kann.

Gegenanzeigen oder Kontraindikationen
Gegenanzeige oder Kontraindikation bedeutet, dass das jeweilige Medikament aufgrund bestimmter Umstände nicht eingenommen werden darf. Derartige Gründe können eine chronische Erkrankung wie Rheuma oder auch ein akuter Infekt sein. Auch sind manche Medikamente für Kinder oder betagte Menschen nicht geeignet, sodass hier eine Kontraindikation besteht.

Der richtige Zeitpunkt: Vor/während/nach der Mahlzeit einnehmen – häufig wird die Einnahmezeit eines Medikaments mit Mahlzeiten in Verbindung gebracht. Grund: Der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme kann die Wirkung des Arzneimittels verlangsamen, beschleunigen, verstärken oder vermindern. Auch Nebenwirkungen können in bestimmten Fällen stärker oder schwächer auftreten. Wichtig ist die Regelmäßigkeit, denn nur so ist eine ausgeglichene Konzentration im Blut gewährleistet.

  • Nüchtern: Einnahme 30 - 60 Minuten vor dem Essen schlucken
  • Zum Essen: Einnahme direkt vor, während oder im Anschluss an die Mahlzeit
  • Nach dem Essen: Einnahme frühestens 30 Minuten nach dem Essen


Welche Flüssigkeit ist die richtige? „Mit etwas Flüssigkeit einnehmen" bedeutet nicht, dass man das Medikament mit einem beliebigen Getränk herunter spülen darf. Es wird empfohlen, das Arzneimittel mit einem halben Glas Wasser einzunehmen. Kaffee, Tee, Milch und vor allem Grapefruitsaft können die Wirksamkeit einiger Medikamente negativ beeinflussen. Auf Alkohol gar sollte man generell bei Medikamenteneinnahme verzichten. Und darüber hinaus gilt immer der Satz, den Sie mittlerweile auswendig kennen: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker."
 
 

 

Medizinische Beratung: Prof. Dr. med. Mario Siebler, Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Chefarzt Neurologie der MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr, Essen

Weitere Themen

Notruf 112 gilt in Europa

 

Wer sicher reisen möchte, sollte auf einen medizinischen Notfall vorbereitet sein. Die Stiftung macht darauf aufmerksam, dass die Notrufnummer 112 einheitlich in allen EU-Ländern gilt und bietet umfangreiche Informationen rund ums Notfall-Management auf Reisen.

 

Wer sicher reisen möchte, sollte auf einen medizinischen Notfall vorbereitet sein. Zum Auftakt der Sommerferien macht die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe darauf aufmerksam, dass die Notrufnummer 112 einheitlich in allen EU-Ländern gilt.
Die Stiftung bietet umfangreiche Informationen rund ums Notfall-Management auf Reisen.


Großer Kampagnenerfolg

130 Millionen Menschen erreicht

Ein großer Erfolg war die Kampagne „Schlaganfall kann jeden treffen", die die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zu ihrem 20-jährigen Bestehen initiiert hatte.

 

Ein großer Erfolg war die Kampagne „Schlaganfall kann jeden treffen", die die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zu ihrem 20-jährigen Bestehen initiiert hatte. Mehr als 8,5 Millionen Menschen haben die gedruckten Anzeigen in verschiedenen Magazinen und Zeitschriften gesehen, und allein der TV-Spot hat 120 Millionen Zuschauer erreicht.

Stiftungs-Präsidentin Liz Mohn hatte um Abdruck bzw. Ausstrahlung ausschließlich auf Spendenbasis gebeten, und viele Verlage und Fernsehsender waren gern dazu bereit. So war die Stiftung prominent vertreten: Bei den Printprodukten unterstützten unter anderen GEO Saison, STERN, Brigitte und auto motor und sport die Kampagne. Der Spot – ebenfalls kostenfrei von der Medienfabrik, Gütersloh, erstellt – wurde zum Beispiel von RTL und Vox ausgestrahlt. Dazu kommen etwa eine Million Internet-Besucher, die die auf fünf verschiedenen Internet-Seiten geschalteten Anzeigen sahen.

Frauke Ludowig als Model

 

Einer der zahlreichen Unterstützer der Kampagne ist Frauke Ludowig. Sie hat im TV-Spot mitgewirkt und als Model für die Anzeigenkampagne Gesicht gezeigt. Zum Abschluss der Kampagne kam die Moderatorin nach Gütersloh, um die Präsidentin Liz Mohn wiederzusehen und die Mitarbeiter der Stiftung näher kennenzulernen. Als kleines Dankeschön für ihren Einsatz wurde Ludowig ein gerahmter Druck ihres Anzeigenmotives überreicht. Die TV-Frau betonte, wie gern sie sich für die Schlaganfall-Hilfe engagiert. „Ich hoffe, dass wir auf diesem Wege vielen Menschen vor Augen führen konnten, dass Schlaganfall wirklich jeden treffen kann." Übrigens: Allein die Anzeige mit Frauke Ludowig wurde zehn Mal gedruckt.

Herzlichen Dank an die Mitwirkenden und Unterstützer!

Darsteller TV-Spot:
Inge Börger
Aylin, Henning und Julian Böttger
Margret Crosberger
Hannah Dimon
Jesko Dörmann
Jule Köhler
Frauke Ludowig
Julia Neidel
Adrian Reiß
Doris Schmidt
Daisuke Schneider
David und Michael Seeberger
Frieda Wedler
Hans-Günther Wedler

Verlage:
Bertelsmann Stiftung
Burda Verlag
Diatra Verlag Eltville
Forum CSR
Gruner + Jahr
Guetsel
HBZV Hamburger Buch- und Zeitschriftenverlag
Heimat Krankenkasse
impressum health & science communication
Kern Media Verlag
media communication Verlag im Gesundheitswesen
Medien Innovation
Medienkontor Verlagsgesellschaft
Motor Presse Stuttgart
New Business Verlag
Öko-Test-Verlag
Ringier Publishing
… und weitere…

TV-Sender:
RTL
RTL Nitro
Vox
SuperRTL


Fortbildung für Eltern und Experten

Zwei Seminare, zwei Zielgruppen – ein Erfolg

Ein maßgeschneidertes, hochkarätiges Programm wurde den Eltern von Kindern mit Schlaganfall und Kinderärzten in Seminaren geboten. Epilepsie nach Schlaganfall und die erste Schlaganfall-Spezialstation für Kinder waren besondere Schwerpunkte. Im November gibt es eine Neuauflage.

 

Ein maßgeschneidertes, hochkarätiges Programm wurde jetzt den Eltern von Kindern mit Schlaganfall und Kinderärzten in zwei Seminaren in der Schön Klinik Vogtareuth geboten. Epilepsie nach Schlaganfall und die erste Schlaganfall-Spezialstation für Kinder waren besondere Schwerpunkte. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hatte die Klinik kompetente Referenten gewonnen.
 
„Wir möchten nicht nur den Kindern und ihren Eltern helfen, sondern auch unter Experten das Wissen um den kindlichen Schlaganfall vergrößern", erklärt Sabine Dawabi den Hintergrund der beiden Veranstaltungen. Dawabi ist bei der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe Leiterin des Projektes „Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe". In der Schön Klinik Vogtareuth fand sie einen Partner, der das Thema ebenfalls gern in den Vordergrund rücken möchte. „Für Kinder mit aus einem Schlaganfall resultierender Halbseitenschwäche (Hemiparese) oder Sprachstörung (Aphasie) gab es in der Vergangenheit in Vogtareuth bereits Forschungs- und Versorgungsschwerpunkte, die durch die Kooperation mit der Schlaganfall-Hilfe weiter intensiviert werden können", freuen sich Professor Martin Staudt und Privatdozent Steffen Berweck.

Stroke Unit für Kinder eröffnet

Professor Staudt referierte über Epilepsie bei Kindern mit Hemiparese oder Schlaganfall – ein Thema, das für viele Eltern tägliche Realität ist und deshalb besonders interessant. Die teilnehmenden Fachleute konnten viele Anregungen mitnehmen. Auch die jüngst erfolgte Eröffnung der ersten „Interdisziplinären pädiatrischen Stroke Unit" am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München war für beide Seminargruppen hoch spannend. Dr. Lucia Gerstl vom Haunerschen Kinderspital berichtete über das Konzept. „Für uns als Frührehabilitationsklinik war es besonders wichtig, die optimierte Akutversorgung in unserem Seminar mit darzustellen, um im Kreis der Öffentlichkeit und der medizinischen Experten ein stärkeres Augenmerk auf das Thema zu lenken. In der Neurologie ist der Schlaganfall als behandelbare Akuterkrankung inzwischen allgemein bekannt. In der Kinderheilkunde ist das noch längst nicht der Fall. Das Zeitfenster für Interventionen ist bis zur Diagnosestellung zumeist schon verstrichen", mahnt Privatdozent Berweck.
 
Sabine Dawabi von der Schlaganfall-Hilfe freute sich über eine gelungene Veranstaltung. „Wir haben ein paar Familien nach einigen Jahren ‚Sendepause‘ wiedergesehen, das war natürlich sehr erfreulich. Diesen Familien ebenso wie allen neuen Kontakten möchten wir bestmögliche Unterstützung bieten, und mit Partnern wie der Schön Klinik Vogtareuth und unseren Referenten können wir viel erreichen." Wie gut es vielen Kindern und Jugendlichen und deren Eltern tut, vernetzt zu sein, wird auch von dem Leitenden Psychologen in Vogtareuth, Andreas Kirsch, bestätigt. Nicht immer seien Familien zu dieser Öffnung in der Lage, die Schlaganfall-Hilfe tue aber ihr Möglichstes, um den Patienten selbst wie auch den Angehörigen durch maßgeschneiderte Programme größtmögliche Unterstützung zu geben. „Wir ermutigen deshalb Familien, eine erste Kontaktaufnahme zu wagen, mit dem Ziel, sich gegenseitig den Rücken zu stärken", so die einhellige Meinung des Vogtareuther Teams.

Zufriedene Partner

Nicht unerwähnt lassen wollten Prof. Staudt und Priv. Doz. Berweck, dass die Zusammenarbeit in der Vorbereitung der Seminare hervorragend geklappt hat und sie von dem Engagement der Deutschen Schlaganfall-Hilfe nachhaltig beeindruckend waren. „Wenn es das Ziel war, uns lokale Veranstalter weiter anzuspornen, in unseren Aktivitäten für Kinder und Jugendliche noch besser zu werden, so war die Veranstaltung auch in dieser Hinsicht ein Erfolg", resümierten die Beiden.

Im November werden wieder ein Basisseminar und ein Expertenkreis stattfinden, Interessenten wenden sich bitte an sabine.dawabi@schlaganfall-hilfe.de.


Machen Sie den Risiko-Test!

Wie Sie Ihre persönlichen Risiken erkennen können

Der Schlaganfall und der Herzinfarkt weisen nahezu die gleichen Risikofaktoren auf. Ermitteln Sie Ihr persönliches Schlaganfall-Risiko!

 

Der Schlaganfall und der Herzinfarkt weisen nahezu die gleichen Risikofaktoren auf. Mehr als die Hälfte aller Deutschen stirbt an den Folgen einer Herzkreislauferkrankung.

Dieser Risiko-Test basiert auf medizinisch-wissenschaftlichen Grundlagen und ist auf Personen, die 40 Jahre oder älter sind, zugeschnitten. Jüngere Teilnehmer können die Auswertung nutzen, um sich generell über ihr Risiko zu informieren.

Klicken Sie hier, um zum Online Risiko-Test der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zu gelangen und Ihre persönlichen Risikofaktoren zu ermitteln.


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