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Viele Schlaganfälle sind vermeidbar

Bundesweiter "Tag gegen den Schlaganfall" am 10. Mai

Viele Schlaganfälle sind vermeidbar

Mehr als 130.000 Schlaganfälle pro Jahr könnten in Deutschland verhindert werden, allein durch die Vermeidung und Kontrolle von Risikofaktoren. Der bundesweite „Tag gegen den Schlaganfall" am 10. Mai 2016 steht deshalb unter dem Motto „Stopp den Schlaganfall - mit Nachdruck gegen Hochdruck!"

Mehr als 130.000 Schlaganfälle pro Jahr könnten in Deutschland verhindert werden, allein durch die Vermeidung und Kontrolle von Risikofaktoren. Der bundesweite „Tag gegen den Schlaganfall" am 10. Mai 2016 steht deshalb unter dem Motto „Stopp den Schlaganfall - mit Nachdruck gegen Hochdruck!"

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Großartiges Engagement

 

Am Wochenende luden Liz Mohn und Bertelsmann nach Berlin zum Rosenball. 600 Gäste erlebten eine rauschende Ballnacht und bescherten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ein einmaliges Spendenergebnis. Mehr dazu in Wort und Bild finden Sie hier.

Am Wochenende luden Liz Mohn und Bertelsmann nach Berlin zum Rosenball. 600 Gäste erlebten eine rauschende Ballnacht und bescherten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ein einmaliges Spendenergebnis. Mehr dazu in Wort und Bild finden Sie hier:


Für kleine große Ziele kämpfen

Kinderneurologisches Zentrum der SANA-Klinik Düsseldorf

Eine Süßigkeitentüte aufreißen, die Schuhe zubinden und mit beiden Händen essen – dafür trainieren schlaganfallbetroffene Kinder im Kinderneurologischen Zentrum der SANA-Klinik Düsseldorf. Um diese Ziele zu erreichen, wird Therapie durch den Einsatz von Botulinumtoxin ergänzt.

 

Eine Süßigkeitentüte aufreißen, die Schuhe zubinden und mit beiden Händen essen – dafür trainieren schlaganfallbetroffene Kinder im Kinderneurologischen Zentrum der SANA-Klinik Düsseldorf. Um diese Ziele zu erreichen, bieten Oberarzt Thomas Becher und sein Team eine Therapie, die durch den Einsatz von Botulinumtoxin ergänzt wird.

Therapie kann und soll Spaß machen – das ist Thomas Becher wichtig. Als Voraussetzung dafür sieht der Oberarzt gemeinsam vereinbarte Ziele. Deshalb lautet eine seiner ersten Fragen an die kleinen Patienten: „Was nervt dich im Alltag?". „Ab dem Grundschulalter können Kinder sehr gut berichten, woran sie arbeiten möchten", sagt Thomas Becher, „fast immer geht es um Selbstständigkeit." Sind die Ziele festgelegt, wird ein Weg gesucht, sie zu erreichen.

 

Zehn Betten hat die neuropädiatrische Station, in der Kinder und Jugendliche mit Schlaganfall stationär im Rahmen einer elftägigen Blocktherapie behandelt werden, nach einer umfangreichen ambulanten Diagnostik und Behandlung. Die Kinder und Jugendlichen werden von einem Team aus Therapeuten der Psychomotorik, der Heilpädagogik, der Physiotherapie und der Ergotherapie sowie Kinderkrankenschwestern behandelt, das von Oberarzt Thomas Becher geleitet wird.

„Wir bieten eine Hemi-Intensiv-Therapie", sagt Thomas Becher und distanziert sich bewusst von dem Begriff der Forced-Used-Therapie. Letztere sieht vor, einzig die betroffene Hand zu trainieren, während die nicht betroffene Hand immobilisiert wird. „Der Alltag der Patienten aber zeigt, dass die betroffene Hand meist als Assistenzhand genutzt wird – so wie ein Rechtshänder die linke Hand unterstützend verwendet", erklärt der Oberarzt, „aus diesem Grund arbeiten wir hauptsächlich an den beidseitigen Fähigkeiten. Nur bei ganz kleinen Kindern geht der Trend wieder zur Forced-Used-Therapie."

Die Therapie beider Hände wird unterstützt durch den Einsatz von Botulinumtoxin und das Tragen von Funktions-Orthesen aus Silikon. „Viele Schlaganfall-Patienten leiden unter einem typischen Beugemuster", erklärt Thomas Becher, „ein gebeugter Ellbogen, eine abgespreizte Hand, deren Innenfläche nach unten zeigt, da die Betroffenen keine Drehbewegung im Ellbogen machen können." Botulinumtoxin bewirkt, dass die Spastik abnimmt. Die Lähmung bleibt. „Es ist aber die Spastik, die für die Funktionsbeeinträchtigung meist eine größere Rolle spielt", erklärt der Oberarzt. Durch die Injektion von Botulinumtoxin erreicht Thomas Becher, dass die Kinder mit ihrer Hand besser greifen können. Dieser Effekt verbessert sich noch einmal, wenn die Kinder eine Silikon-Handorthese tragen. Sie bewirkt, dass der Daumen der Kinder aus der Hand herausgehalten und das Handgelenk in eine gute Position gebracht wird. Seit mehreren Jahren arbeiten Thomas Becher, eine Ergotherapeutin und ein Orthopädietechniker gemeinsam an der Weiterentwicklung der Silikon-Orthesen. „Es ist vielleicht etwas ungewöhnlich, wieviel Zeit und Energie wir in die Orthesen stecken", sagt Thomas Becher, „wenn wir aber sehen, was sie in Kombination mit den anderen Therapiemethoden bewirken, ist es das wert." 


Motivationsstrategien helfen

 

Zum „Tag gegen den Schlaganfall" am 10. Mai empfiehlt Motivationsexperte und Diplom-Psychologe Rolf Schmiel eine Strategie in Form von drei Schritten, die Betroffene bei der Akzeptanz und der Umstellung gewisser Lebensgewohnheiten nach der Diagnose unterstützen kann.

Berlin/München/Gütersloh/Bonn, 04. Mai 2016. Vorhofflimmern ist eine Erkrankung, die viele Betroffene kaum bemerken und die sie zunächst auch nicht einschränkt. Da mit der Diagnose „Vorhofflimmern" jedoch das Risiko für einen Schlaganfall steigt, sollten Betroffene Maßnahmen zur Schlaganfallprävention ergreifen: Das können Änderungen einiger Lebensgewohnheiten sein, wie eine herzgesunde Ernährung, oder – sollten neben Vorhofflimmern noch weitere Risikofaktoren für einen Schlaganfall vorliegen – auch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten. Im Gegensatz zu Erkrankungen wie Diabetes, wo sich der Behandlungserfolg direkt anhand der Blutzuckerwerte nachvollziehen lässt, ist der Effekt von Maßnahmen zur Schlaganfallprävention nicht direkt messbar. Die zentrale Frage ist daher: Wie schaffen es vor allem ältere Betroffene, die womöglich zusätzliche behandlungs-bedürftige Erkrankungen haben, bestimmte Gewohnheiten nachhaltig zu ändern?

Zum „Tag gegen den Schlaganfall" am 10. Mai empfiehlt Motivationsexperte und Diplom-Psychologe Rolf Schmiel eine Strategie in Form von drei Schritten, die Betroffene bei der Akzeptanz und der Umstellung gewisser Lebensgewohnheiten nach der Diagnose unterstützen kann.

Wie alle chronischen Erkrankungen kann auch die Diagnose Vorhofflimmern für einige Betroffene ohne große Änderungen der Lebensgewohnheiten einhergehen. Für manch andere Patienten bedeutet die Diagnose Vorhofflimmern eine größere Umstellung der Lebensgewohnheiten und womöglich eine zusätzliche und gegebenenfalls langjährige Medikamenteneinnahme. Das ist der Fall, wenn zusätzlich zur Diagnose Vorhofflimmern weitere behandlungsbedürftige Erkrankungen oder Risikofaktoren vorliegen, wie Bluthochdruck oder Diabetes. Gerade für Letztere können die vom Experten Rolf Schmiel empfohlenen drei Motivationsschritte hilfreich sein. Diese können möglicherweise helfen, liebgewonnene Gewohnheiten leichter aufzugeben. Diplom-Psychologe und Motivationsexperte Rolf Schmiel empfiehlt eine dreistufige Strategie, die die Patienten individuell an ihre Bedürfnisse anpassen können. Sie kann helfen, Veränderungen im Alltag dauerhaft zu meistern. „Nachhaltig lassen sich Verhaltensweisen oft nur durch den Austausch mit anderen ändern – entweder im Einzelgespräch mit einem Vertrauten oder aber in einer Gruppe." Als Drittes sollten Vorsätze mit positiven Anreizen verbunden werden. „Wichtig ist, die Strategie so anzupassen, dass sie einem zusagt. Jeder Mensch ist schließlich anders."

1. Das Gespräch mit einem Vertrauten - Sorgen ausdrücken und Unterstützung finden

Am Anfang steht das Gespräch mit einem Vertrauten, beispielsweise einem engen Freund, der den weiteren Weg nach der Diagnose mitgeht. „Je nach Bedürfnis des Patienten kann das aber auch der Arzt, ein Therapeut oder der Sportcoach sein, der einem durch regelmäßigen persönlichen Austausch das Gefühl der Überforderung nimmt", so Schmiel. „Ganz gleich, welche Methode der Einzelne wählt: Ängste auszusprechen erleichtert generell die Verarbeitung und ist der erste Schritt zu einer nachhaltigen Lebensumstellung."

Gerade die Kommunikation mit dem Arzt spielt eine große Rolle: Immerhin empfiehlt der Arzt womöglich einen Plan, der den Patienten im Alltag vor Herausforderungen stellt: mehr Bewegung und weniger Alkohol, eine ausgewogene, „herzgesunde" Ernährung, Stressabbau, kein Nikotin und eventuell eine regelmäßige Einnahme der Medikamente. „Hier unterstützt die ‚Initiative Schlaganfallvorsorge‘ Menschen in Gesundheitsfragen, damit sie selbst aktiv werden und möglichst bis ins hohe Lebensalter gesund bleiben", erklärt Dr. Barbara Keck, Geschäftsführerin der BAGSO Service Gesellschaft. Unter www.schlaganfall-verhindern.de finden Interessierte nützliche Informationen. Außerdem können dort kostenlos die Aufklärungsbroschüre „Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern. Erkennen. Handeln. Vorbeugen." sowie ein Flyer heruntergeladen werden. Zur Verbesserung der Erkennung von Vorhofflimmern können folgende Tipps für Betroffene hilfreich sein:

  • Lernen, den eigenen Puls selbst zu ertasten
  • Das eigene Risiko für Vorhofflimmern ab einem gewissen Alter und beim Vorliegen von Risikofaktoren mit dem Hausarzt besprechen
  • Die Notwendigkeit einer weiterführenden Diagnostik mit dem Hausarzt klären

2. Motivation durch "Gleichgesinnte" - Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt in der Gruppe

„Zusätzlich zum Gespräch mit einem festen Vertrauten kann es helfen, sich mit Menschen auszutauschen, die gleiche Erfahrungen machen", so Schmiel. Der zweite Schritt führt daher zu Interessensgruppen, in denen Betroffene nicht nur Gleichgesinnte finden, sondern auch Hilfsbereitschaft und Solidarität. Das können Herzsportgruppen sein, sowie Koch- oder Abnehmtreffs, die über Zeiten hinweghelfen, in denen die nötige Motivation fehlt. Gemeinschaften bieten Identifikation, Tipps und Vorgaben, um sich daran zu orientieren. „Die Gruppe fungiert dabei als wohlwollende ‚Kontrollinstanz‘, die einen unterstützt", erklärt der Psychologe. Interessierte können ihren Arzt nach Abnehmtreffs in der Region fragen. Auch die Krankenkasse kann dazu wertvolle Tipps geben. Sportvereine sind eine gute Anlaufstelle, um nach geeigneten Herzsportgruppen zu fragen.

3. Kleine Schritte zum individuellen Ziel - und nicht vergessen, Erfolge zu feiern

Jeder, der schon einmal versucht hat, ein längerfristiges Ziel zu erreichen, kennt den psychologischen Trick: Das große Ziel in der Ferne wird greifbar, wenn man sich kleine Etappenziele setzt. Rolf Schmiel empfiehlt daher drittens, sich jeweils eine Zeitspanne von drei Monaten zu stecken, um Vorhaben zu verwirklichen. „Je kurzfristiger bzw. schneller die Vorsätze umsetzbar sind, desto höher ist die Motivation, auf das nächste Ziel hinzuarbeiten." Das kann zum Beispiel sein, sich über die nächsten drei Monate strikt an die Einnahme der Medikamente zu halten, einmal die Woche zum Sport zu gehen oder ähnliches. Diät- und Schritttagebücher können helfen, Ernährungsdaten oder sportliche Aktivitäten Tag für Tag zu dokumentieren; auch in Abnehmgruppen kann der Gewichtsverlust gemessen und festgehalten werden. Wer sich damit wohlfühlt, kann Apps oder digitale Fitnessarmbänder nutzen, um Fortschritte festzuhalten.

Auf keinen Fall sollte dabei vergessen werden, sich für erreichte Etappenziele etwas Gutes zu tun. Denn das Erreichen der selbstgesteckten Ziele zu feiern, kann zusätzlich anspornen und motivieren, durchzuhalten. Psychologen nennen das „positives Konditionieren". Worin die Belohnung besteht, entscheidet jeder selbst: ein Wellnesstag, sein Lieblingsessen kochen, der Ausflug mit Freunden oder die Shoppingtour. Nach den ersten Fortschritten folgt das nächste Etappenziel. Mit Hilfe dieser dreistufigen Strategie kann langsam die Akzeptanz der chronischen Erkrankung, die langfristige Lebensumstellung oder Therapie gelingen.

Kontakt

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Mario Leisle, Pressestelle
Carl-Miele-Straße 210, 33311 Gütersloh
Tel.: 05241 9770-12, Fax: 05241 9770-712
E-Mail: presse@schlaganfall-hilfe.de
    

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. (BAGSO)
Ursula Lenz, Pressereferat
Bonngasse 10, 53111 Bonn
Tel.: 0228 249993-18, Fax: 0228 249993-20
E-Mail: lenz@bagso.de


Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Eszter Viragh, Public Affairs
Arnulfstraße 29, 80636 München
Tel.: 089 12142-7036, Fax: 089 12142-262
E-Mail: eszter.viragh@bms.com
    

Pfizer Deutschland GmbH
Dr. Henry Werner, Unternehmenskommunikation
Linkstraße 10, 10785 Berlin
Tel.: 030 550055-51088
E-Mail: presse@pfizer.com


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Jeder Mensch übernimmt in seinem Leben Verantwortung, warum also nicht über das Lebensende hinaus?

Wenn Sie Ihre Liebsten versorgt wissen und erfahren haben, wie tief der Schlaganfall in das Schicksal von Menschen eingreifen kann, dann können Sie mit Ihrem Testament große soziale Verantwortung beweisen. Ihr Nachlass kann dazu dienen, dass künftig weniger Menschen einen Schlaganfall erleiden oder mit seinen schlimmen Folgen leben müssen.

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