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Gesundheit im Alter

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Es gibt viele Risikofaktoren für Krankheiten. Der größte ist immer noch das Alter. Doch nicht älter zu werden wäre auch keine Lösung. Worauf kommt es also an, wenn man sich im Alter möglichst lange seine Lebensqualität erhalten möchte. Ist ein Heim immer unumgänglich oder kann es zunächst andere Lösungen geben? Und wirkt Rehabilitation auch im hohen Alter? Unser Themenschwerpunkt beleuchtet diese Fragen aus medizinischer, pflegerischer und rechtlicher Sicht.

Es gibt viele Risikofaktoren für Krankheiten. Der größte ist immer noch das Alter. Doch nicht älter zu werden wäre auch keine Lösung. Worauf kommt es also an, wenn man sich im Alter möglichst lange seine Lebensqualität erhalten möchte. Ist ein Heim immer unumgänglich oder kann es zunächst andere Lösungen geben? Und wirkt Rehabilitation auch im hohen Alter? Unser Themenschwerpunkt beleuchtet diese Fragen aus medizinischer, pflegerischer und rechtlicher Sicht.

Weitere Themen

Bessere Versorgung auf dem Land

Innovationsfonds fördert Telemedizin-Projekt im Nordosten

Die Schlaganfall-Lotsen der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sind nicht das einzige neurologische Projekt, das durch den Innovationsfonds des Bundes gefördert wird. Prof. Dr. Heinrich Audebert von der Charité Berlin will gemeinsam mit Partnern die Versorgung von Patienten in Nordostdeutschland durch Telemedizin verbessern.

 

Die Schlaganfall-Lotsen der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sind nicht das einzige neurologische Projekt, das durch den Innovationsfonds des Bundes gefördert wird. Prof. Dr. Heinrich Audebert von der Charité Berlin will gemeinsam mit Partnern die Versorgung von Patienten in Nordostdeutschland durch Telemedizin verbessern.

Es geht nicht nur, aber zu einem großen Teil um Schlaganfall-Patienten. Deshalb engagiert sich auch die Deutsche Schlaganfall-Hilfe mit ihrem Vorsitzenden Dr. Michael Brinkmeier im Beirat dieses Projekts. Dabei können Ärzte sich durch Telemedizin mit spezialisierten Kollegen in einem großen Zentrum beraten, zum Beispiel bei der Beurteilung eines CT- oder MRT-Bildes. Gerade beim Schlaganfall kann so die Diagnose und die Therapie der Patienten verbessert werden.

Im Nordosten Deutschlands - Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern – sind viele Regionen dünn besiedelt. Das hat Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung. Krankenhäuser sind häufig klein und wenig spezialisiert. In dem gerade angelaufenen Projekt ANNOTeM („Akutneurologische Versorgung in Nordostdeutschland mit telemedizinischer Unterstützung") sind elf regionale Kliniken telemedizinisch angebunden. Lediglich drei von ihnen verfügen über eine eigene Neurologie. In den anderen Häusern werden neurologische Patienten durch Internisten behandelt.

Die elf Kliniken können sich rund um die Uhr in einem großen, neurologischen Zentrum Rat einholen. Auch vor Ort wird die Behandlung durch umfangreiche Verbesserung der Struktur- und Prozessqualität gestärkt. Den telemedizinischen Bereitschaftsdienst teilen sich die Berliner Charité, das Unfallkrankenhaus Berlin sowie die Universitätsklinik Greifswald. In der Epilepsie-Diagnostik werden sie unterstützt durch das Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg.

Drei Jahre wird das Projekt laufen. In dieser Zeit wollen Audebert und Kollegen nachweisen, dass neurologische Patienten in strukturschwachen Regionen von einer telemedizinischen Vernetzung profitieren. „Ich erwarte, dass wir insgesamt die Sterberate senken, weniger Patienten einen Pflegegrad erhalten und in Pflegeheime versorgt werden", so der Projektleiter. Ein Beispiel: Wenn ein Schlaganfall-Patient, der für die neue Therapie-Option der Thrombektomie infrage kommt, schnell identifiziert wird, können ohne Zeitverzögerung die Verlegung in ein großes Zentrum und der Eingriff erfolgen. Studien belegen, dass Patienten dadurch deutlich geringere Folgen davontragen.

Das Projekt wird in Kooperation mit den beteiligten Krankenkassen (AOK, Barmer und TK) auch eine Kostenrechnung anstellen. Zeichnet sich ab, dass die Evaluation der Behandlungseffekte positiv ausfallen wird, bestünde die Möglichkeit, sich bis 2020 mit den Kostenträgern auf eine Übernahme des telemedizinischen Netzwerkes in die Regelversorgung zu einigen. Dann gäbe es – wie häufig in solchen öffentlich geförderten Projekten - keinen abrupten Abbruch, sondern die telemedizinische Versorgung der Patienten könnte nahtlos fortgesetzt werden. Sicher werden auch andere, ländlich geprägte Regionen den Verlauf dieses Projektes interessiert verfolgen.


Probewohnen in der Reha

 

Im beschützten Rahmen der Rehaklinik sind Schlaganfall-Betroffene gut versorgt. Doch wie gut kommen sie nach der Entlassung zurecht? In der Celenus Klinik Hilchenbach können Patienten das vor ihrer Entlassung ausprobieren.

 

Im beschützten Rahmen der Rehaklinik sind Schlaganfall-Betroffene gut versorgt. Doch wie gut kommen sie nach der Entlassung zurecht? In der Celenus Klinik Hilchenbach können Patienten das vor ihrer Entlassung ausprobieren.

Die Klinik im Siegerland bietet ihren Patienten diese Möglichkeit im letzten Drittel der stationären Rehabilitation. Ehemalige Stationszimmer wurden umgebaut und miteinander verbunden. So entstand eine „normale" Wohnung, in die Patienten probeweise für drei bis vier Tage aus ihrem Krankenzimmer ziehen können.

Die Wohnung ist bewusst nicht behindertengerecht ausgestattet, mit einer hohen Küchenzeile, einer Badewanne und einer Duschwanne mit hohem Einstieg. Sie hat ein übliches Schlafzimmer und ein Wohnzimmer mit Stolperfallen wie Teppichen. „Auch die pflegerische Unterstützung wird in dieser Zeit so weit heruntergefahren, wie sie nach der Entlassung sein wird", berichtet Manja Weisgerber, Leiterin der Ergotherapie.

Notwendige Hilfsmittel stehen selbstverständlich zur Verfügung. Der Umgang mit ihnen wird während des Probewohnens trainiert. Ist geplant, dass Angehörige nach der Entlassung die Pflege teilweise oder ganz übernehmen, ziehen sie auch mit dem Betroffenen in die Probewohnung ein. Zuvor erhalten sie eine Einführung durch Pflegekräfte der Klinik.

Über 300 Patienten haben bereits am Probewohnen teilgenommen, rund zwei Drittel von ihnen mit Betreuungsperson. Die Erfahrungen sind positiv. Notwendige Wohnraumanpassungen, die Hilfsmittelauswahl und der häusliche Versorgungsbedarf lassen sich so besser einschätzen. „Unsere Patienten erlangen Sicherheit sowie ein größtmögliches Maß an Selbstständigkeit", sagt Manja Weisgerber. „Und sie erhalten Gewissheit darüber, was sie erwartet, wenn sich die Kliniktür hinter ihnen schließt."


Ehrung für Schlaganfall-Lotsen

 

Schöne Auszeichnung für die Schlaganfall-Lotsen in Ostsachsen: in Augsburg erhielt das Team jetzt den Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) 2017.

 

Schöne Auszeichnung für die Schlaganfall-Lotsen in Ostsachsen: in Augsburg erhielt das Team jetzt den Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) 2017.

Stellvertretend für das SOS-Care-Team nahm Schlaganfall-Lotse Uwe Helbig (Bildmitte) von der Uniklinik Dresden den Preis entgegen. Er ist mit 2.500 Euro dotiert. Seit 2011 arbeiten an der Uniklinik Dresden Schlaganfall-Lotsen, um die Nachsorge der Patienten zu verbessern. Nach erfolgreicher Projektphase konnte das Modell auf mehrere Kliniken in der Region Ostsachsen ausgeweitet werden. Die AOK Plus übernahm die Vergütung, die Schlaganfall-Lotsen sind damit Teil der Regelversorgung in der Region geworden. Ein wesentlicher Grund der Jury für die Preisvergabe: „Diese Innovation hat Vorbildcharakter." 

Dank an AOK Plus

„Wir sind als kleines SOS-Care-Team mächtig stolz auf diesen Ritterschlag der DGCC", erklärte Uwe Helbig in seiner Dankesrede. „Wir fühlen uns bestätigt in unserer Arbeit der letzten Jahre und freuen uns besonders, mit der AOK PLUS einen Partner gefunden zu haben, der innovative Versorgungsformen fördert und mitgestaltet." Nächstes Ziel sei es, die intensive Nachbetreuung künftig allen Betroffenen in der Region anbieten zu können.

Case Management nach Schlaganfall ist ein Versorgungsmodell, das mit dem Ziel eingeführt wurde, die Therapietreue von Patienten zu erhöhen und ihr Rehabilitationsergebnis zu verbessern. Insbesondere sollen Lotsen die so genannte Sekundärprävention stärken und dafür sorgen, dass Patienten keine wiederholten Schlaganfälle erleiden. Die Lotsen nehmen ihre Patienten bereits auf der Stroke Unit (Schlaganfall-Station) in ihr Betreuungsprogramm auf und begleiten sie ein Jahr lang.

Positive Studienergebnisse

Erste Untersuchungen im SOS Care-Netzwerk belegen den positiven Effekt für den Patienten und das Gesundheitssystem. Die betreuten Patienten waren nicht nur gesünder, sondern auch zufriedener und hatten eine höhere Lebensqualität als jene Patienten, die nicht in ein Case Management-Programm eingeschlossen wurden.

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe arbeitet seit Projektbeginn eng mit dem SOS Care Team zusammen. Sie hat jetzt die Förderzusage des Bundes für ein weiteres, großes Modellprojekt mit Schlaganfall-Lotsen in Ostwestfalen erhalten. Dort soll bewiesen werden, dass dieses Versorgungsmodell das Potenzial besitzt, in ganz Deutschland in die Regelversorgung übernommen zu werden.


Basisseminar für betroffene Eltern

Kindlicher Schlaganfall

Marco Vollers im Gespräch mit Eltern

Wenn das Kind einen Schlaganfall erleidet, fühlen sich Eltern ratlos und allein. Die Schlaganfall-Hilfe steht ihnen zur Seite. Am 26. August lädt die Stiftung zum Basisseminar „Kindlicher Schlaganfall" nach Gütersloh. Dort vermitteln Experten den Eltern ein medizinisches Grundverständnis und beantworten Fragen.

 
Marco Vollers im Gespräch mit Eltern

Wenn das Kind einen Schlaganfall erleidet, fühlen sich Eltern ratlos und allein. Die Schlaganfall-Hilfe steht ihnen zur Seite. Am 26. August lädt die Stiftung zum Basisseminar „Kindlicher Schlaganfall" nach Gütersloh. Dort vermitteln Experten den Eltern ein medizinisches Grundverständnis und beantworten Fragen.

Was kann ich tun, damit es meinem Kind besser geht? Wird mein Kind je selbstständig für sich sorgen können? Wie konnte der Schlaganfall nur passieren? Unendlich viele Fragen tun sich auf, aber nur schwer finden Eltern schlaganfallbetroffener Kinder Antworten.

 
Dr. Ronald Sträter

Das Basisseminar „Kindlicher Schlaganfall" bietet die Möglichkeit, andere Eltern mit ähnlichen Erfahrungen kennenzulernen und sich auszutauschen. Es informieren die Experten für den kindlichen Schlaganfall Dr. Ronald Sträter (Universitätsklinikum Münster), der Schlaganfall-Kinderlotse und Musiktherapeut Marco Vollers (Rehazentrum Bremen Friedehorst) und Diplom-Psychologe Ralf Heindorf (Rehazentrum Bremen Friedehorst).

Bereits im Jahr 2000 begann die Schlaganfall-Hilfe mit ersten Projekten zum kindlichen Schlaganfall. Daraus entstand die Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe, deren Ziel es ist, sich für betroffene Familien zu engagieren und die Versorgung schlaganfallbetroffener Kinder zu verbessern. Die Arbeit von Dr. Ronald Sträter, Marco Vollers und Ralf Heindorf wird von der Schlaganfall-Hilfe gefördert.

Wir freuen uns auf Sie!

Die Teilnahme am Basisseminar „Kindlicher Schlaganfall" ist kostenlos und richtet sich ausschließlich an Eltern schlaganfallbetroffener Kinder.

  • Samstag, 26.08.2017
  • Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in Gütersloh
  • von 10 bis 16 Uhr

Um Anmeldung wird gebeten.

Bei Fragen hilft Ihnen gern Sandra Rösemeier weiter.
Tel.: 05241-977019 oder
E-Mail: sandra.roesemeier@schlaganfall-hilfe.de

 

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Unser Schlaganfall-Risikotest basiert auf medizinisch-wissenschaftlichen Grundlagen und dient der Aufklärung über Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Thala 2/2017

 

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Sport bringt Menschen zusammen - hier treffen sie auf Gleichgesinnte, sie können den Alltag vergessen und neue Energie tanken! Bewegung tut gut und Sport macht fit.
Bewegung beugt nicht nur dem Schlaganfall vor, sondern verbindet das Gute mit dem Nützlichen: Egal ob Laufen, Radfahren oder Bergsteigen - holen Sie sich eine Extraportion Motivation und sammeln Sie ganz nebenbei Spenden für ein Projekt der Schlaganfall-Hilfe, das Ihnen am Herzen liegt. Begeistern Sie ihre Freunde und Bekannten dafür, Ihre Idee zu unterstützen.

 

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