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Schlägt das Pendel langsam um?

Neue Studie zur Thrombektomie macht Hoffnung

Schlägt das Pendel langsam um?

Vor gut zwei Jahren war die Begeisterung groß. Thrombektomie sollte vielen Schlaganfall-Patienten helfen, eine neue Generation von Kathetern versprach große Erfolge. Doch es folgten Rückschläge mit ernüchternden Studienergebnissen. Fachleute vermuteten die Gründe in einem schlechten Studiendesign. Jetzt steht eine neue Studie vor der Veröffentlichung, die Patienten wieder Hoffnung macht.

Vor gut zwei Jahren war die Begeisterung groß. Thrombektomie sollte vielen Schlaganfall-Patienten helfen, eine neue Generation von Kathetern versprach große Erfolge. Doch es folgten Rückschläge mit ernüchternden Studienergebnissen. Fachleute vermuteten die Gründe in einem schlechten Studiendesign. Jetzt steht eine neue Studie vor der Veröffentlichung, die Patienten wieder Hoffnung macht.

 
Der Neuroradiologe Dr. Uwe Dietrich bei einer Thrombektomie.

Worum geht es genau? Die Standardtherapie bei einem ischämischen Schlaganfall, also dem Verschluss eines Gefäßes im Gehirn, ist die so genannte Lyse. Diese medikamentöse Auflösung des Gerinnsels kann in der Regel bis zu 4,5 Stunden nach dem Schlaganfall angewandt werden. Aus den USA kam vor einiger Zeit eine neue Therapieoption, die Thrombektomie. Bei dieser endovaskulären Methode wird ein Katheter in die Leiste eingeführt. Ein Neuroradiologe schiebt einen hauchdünnen Draht durch die Gefäße bis in das Gehirn und zieht den Thrombus heraus.

Erste Studien wiesen hervorragende Ergebnisse aus, dann folgten Rückschläge. Es gab allerdings relevante Einwände. Besser ausgewählte Patienten mit großen, gut erreichbaren Thromben könnten vom Katheter profitieren. Und die eingesetzten Systeme waren nicht die modernen „Retriever", die mittlerweile genutzt werden, sondern ältere Systeme. In nicht-kontrollierten Studien lieferten die modernen Retriever-Systeme bereits deutlich bessere Ergebnisse als die alten.

Auf der World Stroke Conference in Istanbul Ende Oktober wurden jetzt die Ergebnisse der so genannten MR CLEAN-Studie vorgestellt. 500 Patienten mit großem Gefäßverschluss nahmen an der Studie teil. Die Hälfte der Patienten erhielt nur eine Lyse, die andere Hälfte wurde zusätzlich mit einem Stent-Retriever behandelt. Ergebnis: Die Katheterbehandlung konnte bei acht von zehn Patienten die Durchgängigkeit der Arterie wieder herstellen. 90 Tage nach dem Schlaganfall waren 33% der Patienten quasi beschwerdefrei gegenüber 19% in der „nur Lyse"-Gruppe, ein Erfolg also für die Thrombektomie.

Ein neues Allheilmittel gegen den Schlaganfall wird die Thrombektomie dadurch nicht. Doch Verfechter der Methode fühlen sich bestätigt, dass deren Erfolg offenbar entscheidend von der eingesetzten Technik und der Auswahl der Patienten abhängt. Neuere Systeme liefern bessere Ergebnisse, und die Therapie scheint nur für große Verschlüsse geeignet. Bleibt zu hoffen, dass weitere Studien folgen, um diese Ergebnisse zu bestätigen.

Weitere Themen

Projekte der Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe

 

Aufklärung, Forschung und Information - damit will die Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe Familien mit betroffenen Kindern helfen. Lesen Sie im aktuellen Projektbericht, wie wir das tun.

 

Ganz frisch erschienen ist der Projektbericht der Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe für das zweiten Halbjahr 2014.

Lesen Sie von vielen schönen Momenten und bewegenden Ereignissen, wie etwa die Gala Münstarity, die 60.000 Euro für die Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe erbrachte und es Dr. Ronald Sträter an der Uniklinik Münster ermöglicht, in den nächsten zwei Jahren seine Sprechstunde für schlaganfallbetroffene Kinder aufrechtzuerhalten.

Im Projektbericht finden Sie neben noch vielen weiteren Aktivitäten auch Ausblicke auf geplante Aktionen im nächsten Jahr.

 

Sie können den Projektbericht hier herunterladen.


Motivationspreis 2014: Die Jury hat gewählt

 

Die „Qual der Wahl" hatte unsere achtköpfige, interdisziplinär besetzte Motivationspreis Jury. Jeder der 45 eingereichten Vorschläge in vier Kategorien wurde eingehend gesichtet. Wir stellen demnächst Bewerbungen vor.

 

Die „Qual der Wahl" hatte unsere achtköpfige, interdisziplinär besetzte Motivationspreis Jury. Jeder der 45 eingereichten Vorschläge in vier Kategorien wurde eingehend gesichtet. So unterschiedlich die Bewerbungen auch waren, eins haben alle gemeinsam: Jede der vorgeschlagenen Personen hat ein großes Dankeschön für ihr Engagement im Kampf gegen den Schlaganfall verdient und ist der persönliche Schlaganfall-Held für den Vorschlaggeber. Liz Mohn, Präsidentin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, würdigt die Leistung aller Teilnehmer auf einer persönlichen Urkunde.

Am 30. Januar 2015 erfolgt die Preisvergabe der Plätze 1 bis 3 in den Kategorien „Betroffene", „Unterstützer" und „Selbsthilfegruppen" im Science Center Otto Bock in Berlin. In der Sonderkategorie „Kinder" werden alle fünf eingegangenen Bewerbungen ausgezeichnet.

Eine große Auswahl der Bewerbungen ist hier zu sehen. Die Schlaganfall-Hilfe stellt regelmäßig eine Motivationspreis-Bewerbung auf ihrer Internet-Seite vor.
Ein großes Dankeschön geht an alle Teilnehmer und Vorschlaggeber.


Tolle Hilfe durch Guido Maria Kretschmer

 

Das nennt sich Einsatz! 15.000 Euro brachte GMK der Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe ein, indem er sich selbst versteigern ließ.

 

Das nennt sich Einsatz! 15.000 Euro brachte GMK der Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe ein, indem er sich selbst versteigern ließ.

Bei einer Auktion in der Mercedes-Benz-Niederlassung Berlin am Donnerstagabend in Charlottenburg kamen 30.000 Euro zusammen. Aufgeteilt wurde die Summe je zur Hälfte an die Schlaganfall-Hilfe und die Berliner Stiftung Jona, die sich um sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche kümmert. Guido Maria Kretschmer versteigerte drei Mal einen Tag Mode- und Styling-Beratung mit ihm. Mehr als 200 Gäste begrüßte Jürgen Herrmann, Direktor der Mercedes-Niederlassung, zu diesem Event.


Machen Sie den Risiko-Test!

Wie Sie Ihre persönlichen Risiken erkennen können

Der Schlaganfall und der Herzinfarkt weisen nahezu die gleichen Risikofaktoren auf. Ermitteln Sie Ihr persönliches Schlaganfall-Risiko!

 

Der Schlaganfall und der Herzinfarkt weisen nahezu die gleichen Risikofaktoren auf. Mehr als die Hälfte aller Deutschen stirbt an den Folgen einer Herzkreislauferkrankung.

Dieser Risiko-Test basiert auf medizinisch-wissenschaftlichen Grundlagen und ist auf Personen, die 40 Jahre oder älter sind, zugeschnitten. Jüngere Teilnehmer können die Auswertung nutzen, um sich generell über ihr Risiko zu informieren.

Klicken Sie hier, um zum Online Risiko-Test der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zu gelangen und Ihre persönlichen Risikofaktoren zu ermitteln.


WESTFALEN-BLATT hilft Kindern mit Schlaganfall

 

Das WESTFALEN-BLATT ruft seine Leser dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit zu Spenden für die Aktion Kinder-Schlaganfall-Hilfe auf.

 
 

Das WESTFALEN-BLATT ruft mit seiner Aktion "Leser zeigen Herz" dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit zu Spenden für die Aktion Kinder-Schlaganfall-Hilfe auf. Dass auch Kinder vom Schlaganfall betroffen sein können, und das bereits schon im Mutterleib, wissen nur Wenige.

Helfen auch Sie mit einer Spende, um das Leben der Kinder und ihrer Familien zu erleichtern. Danke.

 

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