Schlaganfallhilfe
Notfallwissen
Kindlicher
Schlaganfall

Newsletter

Die App gegen den Schlaganfall

20.000er-Marke geknackt

Die App gegen den Schlaganfall

20.000 Nutzer von Smartphones und Tablet-PCs haben jetzt die kostenlose Schlaganfall-App installiert. Kernstück der App ist der so genannte FAST-Test. Mit ihm können Laien einen Schlaganfall-Verdacht prüfen und den Notruf auslösen.

 

20.000 Nutzer von Smartphones und Tablet-PCs haben jetzt die kostenlose Schlaganfall-App installiert. Kernstück der App ist der so genannte FAST-Test. Mit ihm können Laien einen Schlaganfall-Verdacht prüfen und den Notruf auslösen.

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat die App mit Unterstützung von Bayer HealthCare entwickelt und im April 2014 auf den Markt gebracht. Aktuelle Nachrichten sind ebenso verfügbar wie umfangreiches Wissen zum Schlaganfall. Die App funktioniert wie ein mobiler Notfall-Begleiter. Der sogenannte FAST-Test erklärt anschaulich, wie mit einfachen Aufgaben ein Verdacht auf Schlaganfall geprüft werden kann. Der Test wurde um eine Audiobegleitung in Deutsch, Englisch und Türkisch erweitert. Damit im Notfall schnell gehandelt werden kann, ist ein Notruf mittels eines einzigen Tastendrucks möglich.

Die App ist kostenlos erhältlich Apple Store (Apple iOS) bzw. im bzw.Google Play Store (Android) unter dem Stichwort „Schlaganfall-Hilfe". Weitere Informationen unter schlaganfall-hilfe.de/app

 

„Mein Recht auf Selbstbestimmung“

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

„Mein Recht auf Selbstbestimmung"

Immer mehr Menschen regeln nicht nur ihren Nachlass, sondern treffen auch Vorsorgeregelungen für eine schwierige medizinische Lebenslage, in der sie nicht mehr selbst für sich sprechen können. Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht heißen die entsprechenden Instrumente. Wer sollte sie abschließen und warum? Im Umfeld von Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag sind viele Menschen sensibilisiert für die existenziellen Fragen am Ende des Lebens. Mario Leisle sprach mit Dr. Klaus Kobert.

 

Immer mehr Menschen regeln nicht nur ihren Nachlass, sondern treffen auch Vorsorgeregelungen für eine schwierige medizinische Lebenslage, in der sie nicht mehr selbst für sich sprechen können. Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht heißen die entsprechenden Instrumente. Wer sollte sie abschließen und warum? Im Umfeld von Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag sind viele Menschen sensibilisiert für die existenziellen Fragen am Ende des Lebens. Mario Leisle sprach mit Dr. Klaus Kobert. Der Mediziner und Bioethiker blickt auf langjährige Erfahrungen als Notarzt und Intensivmediziner  zurück. Seit 2005 ist er hauptamtlicher KIinischer Ethiker in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

  • Herr Dr. Kobert, was sind die wichtigsten Gründe, eine Patientenverfügung zu machen?

Das wichtigste Argument ist, dass man dort seinen Willen festhalten kann für den Fall, dass man ihn später selber nicht mehr zum Ausdruck bringen kann. Es geht um mein Recht auf Selbstbestimmung, das ich hier wahrnehmen kann. Es hat auf der anderen Seite auch große Vorteile für die gesetzlichen Vertreter, die dann etwas haben, woran sie sich orientieren können. Das gilt ebenso für die behandelnden Ärzte. Die können in der Regel nicht wissen, was das für ein Mensch ist, der vor ihnen liegt. Wie er denkt und was sich in dieser Situation wohl wünschen würde.
 

  • Inwiefern ist der Arzt an eine Patientenverfügung gebunden?

Das ist im Gesetz klar geregelt. Ein Arzt ist an die gemachten Verfügungen gebunden, wenn sie die konkrete Situation präzise erfassen. In der Praxis sieht es natürlich so aus, dass eine Verfügung selten hundertprozentig auf die Situation zutrifft, die man als Patient erlebt. Dann muss man sich zusammensetzen mit Ärzten, Pflegenden, Angehörigen oder dem gesetzlichen Vertreter und gemeinsam überlegen, wie man die Patientenverfügung im Sinne des Patienten zu deuten hat. Ich erlebe seit vielen Jahren eine klare Entwicklung, dass immer weniger Ärzte Vorbehalte gegen Patientenverfügungen haben. Zu wissen, was Wille des Patienten ist, gibt auch dem Arzt Sicherheit.
 

  • Was kann ich denn machen, wenn sich ein Arzt nicht daran hält?

Idealerweise sollten Sie Vorsorgebevollmächtigter sein, damit Sie auch einen rechtlichen Status haben und gleichberechtigt mit einem Auftrag ausgestattet sind. Dann müssen Sie mit dem behandeln Arzt oder dem Behandlungsteam ins Gespräch gehen. Wenn die Positionen gar nicht zueinander finden, gibt es als letzte Möglichkeit den Weg zum Betreuungsgericht. Meine Erfahrung ist, dass es soweit nicht kommen muss. In unseren Kliniken und Einrichtungen machen wir in schwierigen Situationen stets ein klärendes ethisches Fallgespräch mit allen Beteiligten. In den 400 Fallgesprächen, die wir bisher hatten, endete lediglich ein Fall vor dem Betreuungsgericht.
 

  • Gibt es Menschen, die keine Patientenverfügung machen sollten?

Letztendlich ist sie grundsätzlich für jeden volljährigen, einwilligungsfähigen Menschen empfehlenswert. Ich erlebe aber auch, dass sich Menschen intensiv mit dem Thema auseinander setzten und beraten lassen und am Ende sagen: ´Es tut mir leid. Ich kann mir nicht vorstellen, was ich wirklich wollen würde, wenn es mir einmal so schlecht ginge´. Das sind ganz oft gebildete, intelligente Menschen. Wenn man sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat und feststellt, dass man sich nicht festlegen kann, dann sollte man es lassen.
 

  • Was kann, soll oder muss in einer Patientenverfügung stehen?

Man muss vor allem präzise formulieren, Situationen benennen. Wenn ich zum Beispiel in einem Wachkoma liege, wenn ich einen Demenzprozess durchlaufe oder mich im Endstadium einer unheilbaren Krebserkrankung befinde, was möchte ich dann und was möchte ich nicht. Möchte ich wiederbelebt werden oder möchte ich das nicht? Möchte ich intensivmedizinische Maßnahmen oder eine Operation? Das geht bis hin zu den Fragen nach künstlicher Ernährung und Flüssigkeitszufuhr. Es ist natürlich illusorisch, dass man alle Möglichkeiten, in die man geraten kann, aufschreiben kann. Deshalb sollte man drei, vier Situationen konkret benennen, von denen sich etwas ableiten lässt. Ich empfehle auch, dass in einer Patientenverfügung Grundeinstellungen festgehalten werden. Was bin ich für ein Mensch, was ist mir wichtig im Leben? Damit andere sich im Ernstfall ein Bild dieses Menschen machen können für die Fragen, die offen bleiben.
 

  • Ist es ratsam, für eine Patientenverfügung zum Notar zu gehen?

Eine Patientenverfügung ist von vielen Fachdisziplinen berührt. Wenn man viele juristische Fragen sauber klären möchte, ist der Notar sicher eine gute Adresse. Ist viel Medizinisches zu bedenken, wäre vielleicht der Hausarzt eher angeraten. Wichtig ist auch, zu wem ich am meisten Vertrauen habe. Bei der Vorsorgevollmacht ist es in manchen Fällen unabdingbar, zum Notar zu gehen, zum Beispiel wenn man auch den Bereich Immobilien und Grundbesitz erfasst haben möchte. Ich empfehle immer eine fachkundige Beratung.
 

  • Gehören Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht zwingend zusammen?

Es ist ratsam, denn dann ist im Ernstfall sofort jemand da, der für mich eintreten kann. Die Vorsorgevollmacht ist natürlich ein wirkungsvolles Mittelmit weitreichenden Konsequenzen für  das eigene Leben. Wenn Sie keinen Menschen mehr haben, dem Sie voll und ganz vertrauen, sollte man keine Vorsorgevollmacht ausstellen. In dem Fall wird eine gesetzliche Betreuung eingerichtet, was sicher auch eine gute Lösung ist.
 

  • Wo bewahre ich beides auf?

Die Vorsorgevollmacht muss im Original vorgelegt werden. Das heißt, der Bevollmächtigte muss im Bedarfsfall daran kommen. Weiterhin kann man eine Vorsorgevollmacht bei der Bundesnotarkammer registrieren lassen kann. Das kostet 10 bis 20 Euro. Dann gibt es die Möglichkeit, dass man sich eine Karte im Scheckkartenformat zulegt, auf der steht, wo alles zu finden ist. Das empfehle ich immer. Bei der Aufnahme in ein Krankenhaus oder ein Heim ist es natürlich wichtig, die Dokumente vorzulegen. Ich würde dort Kopien hinterlegen.
 

  • Im Internet gibt es unzählige Vordrucke von Patientenverfügungen. Welche sollte man nehmen?

Ja, es gibt so um die 270 allein in deutscher Sprache. Darunter sind auch weniger gelungene. Man sollte eine finden, die zur eigenen Weltanschauung passt.
 

  • Das ist nicht leicht.

Richtig. Ich empfehle deshalb, das nicht allein zu Hause zu machen. Am Ende hat man etwas verfügt, was man gar nicht so gemeint hat. Es geht um Fragen von Leben und Tod. Da rate ich ganz dringend zu fachkundiger Beratung.
 

  • An wen wendet man sich dafür?      

Hospizvereine sind die erste Anlaufstelle. Die gibt es mittlerweile in ganz Deutschland. Betreuungsvereine machen es auch öfter, ebenso manche Hausärzte, Rechtsanwälte und Notare.
 

  • Reicht es aus, die Patientenverfügung zu schreiben und dann zur Seite zu legen?

Vom Gesetz her ja. Meine persönliche Empfehlung ist, in zweijährigen Abständen wieder hineinzuschauen. Im Laufe des Lebens ändern sich manche Ansichten. Da sollte man ab und zu überprüfen, ob das, was man damals geschrieben hat, noch Abbild seiner Persönlichkeit und seines Wertesystems ist.
 

  • Darf ich auch verfügen, dass Ärzte mich von meinem Leid erlösen?

Hineinschreiben dürfen Sie alles, es sollte aber mit geltendem Recht vereinbar sein. Die Diskussion um Sterbehilfe ist ja wieder sehr aktuell. Fakt ist: aktive Sterbehilfe ist in Deutschland verboten. Wenn ich einen solchen Wunsch in meine Patientenverfügung schreibe, wird der auf keinen Fall befolgt.
 

  • Klären Sie als Mediziner uns auf: Wie weit dürfen Ärzten am Ende des Lebens gehen?

Das ist ein schwieriges Feld. Ärzte dürfen heute schon sehr viel, wenn es der Situation angemessen ist und dem Willen des Patienten entspricht. Wenn ein Mensch beispielsweise schwer krebskrank ist im Endstadium und er verfügt hat, er will in dieser Situation keine lebensverlängernden Maßnahmen, dürfen Ärzte alle Maßnahmen beenden. Das schließt auch lebenserhaltende Maßnahmen wie künstliche Beatmung, Dialyseverfahren oder Bluttransfusionen ein, bis hin zur künstlichen Ernährung.
 

  • Kann das nicht zu noch mehr Leid führen?

Wenn der Patient es so will und es angemessen ist, darf man ihm auch eine Art Narkose verabreichen. Das nennt sich palliative Sedierung. Dann schlafen diese Menschen über Tage, oft bis sie sterben. Man kann sie auch aufwachen lassen und schauen, ob es nicht vielleicht doch besser geworden ist. Auch das ist erlaubt, man kann unbeabsichtigt das Leben dadurch sogar verkürzen. Das ist dann eine Wirkung, die man in Kauf nimmt, wenn diese Vorgehensweise dem Willen des Patienten entspricht.
 

  • Das hört sich kompliziert an.

Ist es auch, und vieles von dem, was derzeit die Medien berichten, ist falsch oder unscharf. Aber diese Thematik sollte in einer Patientenverfügung keine Rolle spielen. Dort geht es um meine ganz persönlichen Einstellungen.

Haben Sie vielen Dank für dieses Gespräch.

Weitere Themen

WESTFALEN-BLATT hilft Kindern mit Schlaganfall

 

Das WESTFALEN-BLATT ruft seine Leser dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit zu Spenden für die Aktion Kinder-Schlaganfall-Hilfe auf.

 
 

Das WESTFALEN-BLATT ruft mit seiner Aktion "Leser zeigen Herz" dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit zu Spenden für die Aktion Kinder-Schlaganfall-Hilfe auf. Dass auch Kinder vom Schlaganfall betroffen sein können, und das bereits schon im Mutterleib, wissen nur Wenige.

Helfen auch Sie mit einer Spende, um das Leben der Kinder und ihrer Familien zu erleichtern. Danke.

 

FundraisingBox Logo


Deutschland als Vorreiter in der Selbsthilfe

 

Unser Kollege Stefan Stricker spricht auf dem World Stroke Congress über Selbsthilfe in Deutschland

Deutschlands Schlaganfall-Selbsthilfe kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen. Mit dieser Erkenntnis kehrte Stefan Stricker (Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe) vom 9. World Stroke Congress in Istanbul zurück

 
Unser Kollege Stefan Stricker spricht auf dem World Stroke Congress über Selbsthilfe in Deutschland

Deutschlands Schlaganfall-Selbsthilfe kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen. Mit dieser Erkenntnis kehrte Stefan Stricker (Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe) vom 9. World Stroke Congress in Istanbul zurück. Die Weltschlaganfall-Organisation (World Stroke Organization /WSO) begrüßte dort fast 2.000 Teilnehmer aus 85 Ländern.

Die globale Krankheitsbelastung durch Prävention, Therapie und langfristige Pflege zu reduzieren, das ist das Ziel der WSO. Die Selbsthilfe spielt dabei eine inzwischen zentrale Rolle, denn ohne sie geht es nicht mehr, waren sich viele Teilnehmer einig. Gerade der Austausch mit anderen Betroffenen mache sie so wichtig.

„Deutschland leistet auf diesem Gebiet vorbildliche Arbeit und wird für sein System und seine Arbeit weltweit geschätzt", berichtet Stefan Stricker nach seiner Rückkehr. Mit etwa 470 ehrenamtlich arbeitenden Selbsthilfegruppen bundesweit besitzt Deutschland ein nahezu flächendeckendes Angebot, anders als viele andere Nationen. "Grund dafür ist in den meisten Fällen, dass die nationalen Organisationen entweder nicht die Möglichkeiten haben dies umzusetzen oder schlichtweg den Bedarf nicht sehen", glaubt Stricker.
In diesen Ländern konzentriert sich die Versorgung eher auf große Städte. Die ländlichen Bereiche werden oft kaum versorgt.    

Gerade beim Aufbau eines Selbsthilfe-Netzwerkes könnten andere Länder einiges von Deutschland lernen. So versucht beispielsweise Kroatien, das deutsche System in einer ähnlichen Form auf sich zu übertragen. Auch im Bereich der Unterstützung von Selbsthilfearbeit ist Deutschland vorbildlich. Hier geht es um viele Serviceleistungen und die Unterstützung bei der Gründung von Gruppen. Aber auch, wenn das deutsche System vorbildlich ist und gut funktioniert, ist es nicht perfekt. Von anderen lernen kann auch Deutschland. Gerade die englischsprachigen Länder wie die USA, Kanada, Australien oder England selbst weisen vorbildliche Strukturen auf. „Manche Konzepte oder neue Ideen kann man aus diesen Ländern gut übernehmen", so Stricker abschließend.

Der nächste World Stroke Congress findet 2016 in Indien statt.


Beispielhaftes Engagement von Beckhoff

 

Sandra Rösemeier (2. von links) nahm den Spendenscheck entgegen von (von rechts) Marlies Hillen, Sarah Mersch, Jan Beckhoff und Ina Hillen.

4.316 Euro für die Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe – das ist das tolle Ergebnis einer Tombola der Firma Beckhoff Technik und Design im ostwestfälischen Verl.

 
Sandra Rösemeier (2. von links) nahm den Spendenscheck entgegen von (von rechts) Marlies Hillen, Sarah Mersch, Jan Beckhoff und Ina Hillen.

4.316 Euro für die Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe – das ist das tolle Ergebnis einer Tombola der Firma Beckhoff Technik und Design im ostwestfälischen Verl.

Zum achten Mal fand am 7. November die Veranstaltung „Beckhoff bei Nacht" am Verler Firmensitz statt. Dabei ging es auch um die gute Sache. Zugunsten der Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe rief Beckhoff die Verler Wirtschaft zu Sachspenden für eine Tombola auf. 50 attraktive Preise im Gesamtwert von über 7.000 Euro kamen so zusammen.

Beckhoff-Azubi Sarah Mersch organisierte den Losverkauf. Zusammen mit fünf weiteren Auszubildenden verkaufte sie 2.158 Lose zum Preis von je 2 Euro. Jetzt übergaben Geschäftsführerin Marlies Hillen und ihr Team den Spendenscheck an Sandra Rösemeier von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Die Spende soll helfen, die Beratung und Betreuung betroffener Familien weiter zu verbessern.


Neues von der "Roten Karte"

 

Aktiv dem Schlaganfall vorbeugen. Es gibt neue Infomaterialien die zeigen, wie ohne großen Aufwand der Alltag dementsprechend gestaltet werden kann.

 

Unter dem Titel "Rote Karte dem Schlaganfall" läuft die Aufklärungskampagne von Bayer HealthCare Deutschland in Kooperation mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und der Sporthochschule Köln. Prominenter Schirmherr ist Fußballprofi Michael Ballack von Bayer 04 Leverkusen. Die bundesweite Kampagne will Aufmerksamkeit für die Risiken des Schlaganfalls erzeugen, insbesondere bei Vorhofflimmern, und zu mehr Prävention motivieren.

Bis zu 70 Prozent aller Schlaganfälle in Deutschland könnten vermieden, sind sich Experten einig. Voraussetzungen dafür sind eine gesunde Lebensweise und die Kontrolle von Risikofaktoren. Letztere bestehen vor allem in Bluthochdruck, Diabetes und erhöhten Blutfettwerten, aber auch im Vorhofflimmern - eine Vorerkrankung, die zu häufig nicht diagnostiziert wird. Besonders gefährdet sind auch Menschen, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben. Ein zweiter Hirninfarkt fällt häufig deutlich stärker aus.

Engagement gegen Schlaganfall

kampagne_rote_karte_teilnehmer.png  

Der ehemalige Kapitän der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft engagiert sich als Schirmherr der Aufklärungskampagne „Rote Karte dem Schlaganfall". Der kerngesunde Spitzensportler wird nachdenklich, wenn es um seine Gesundheit geht. „Ein Schlaganfall kann jeden treffen," sagte er auf dem Podium. „Von einem Tag auf den anderen erwischt es dich. Das reißt Familien auseinander." Ballack hat bereits als Jugendlicher Erfahrungen mit einen Schlaganfall gemacht. Betroffen war einer seiner besten Freunde, der bei einem Jugendturnier auf dem Spielfeld umfiel. Für den Profifußballer Antrieb genug, sich jetzt für die bundesweite Kampagne stark zu machen.

Bewegungsprogramm

Auf einer Trainings-DVD zeigt er, wie man auch mit leichtem Training Herz und Kreislauf stärken kann. Hierzu stellt er einfache Übungen vor, die von der Deutschen Sporthochschule Köln speziell für die Prävention solcher  Erkrankungen entwickelt wurden.

 

Vertiefende Lektüre

Die Bilanz der Rote-Karte-Kampagne fällt nach zwei Jahren sehr positiv aus. Neben Veranstaltungen entstand eine Vielzahl von Aufklärungsmaterialien. Die kostenlosen Materialien sind weiterhin zu bestellen oder hier bei uns zum Download erhältlich:

 

Sie lesen lieber an mobilen Geräten? Das E-Book "Rote Karte dem Schlaganfall – Vorbeugen, Behandeln, Nachsorgen" informiert über Möglichkeiten der Schlaganfall-Vorbeugung, Risikofaktoren wie Vorhofflimmern, Symptome eines Schlaganfalls, Handlungswissen für den Notfall sowie über die Themen Leben nach dem Schlaganfall und Sekundärprävention.

Version als:   (11 MB)

Version als: (24 MB)

Mehr zum Thema „Prävention des Schlaganfalls":


Machen Sie den Risiko-Test!

Wie Sie Ihre persönlichen Risiken erkennen können

Der Schlaganfall und der Herzinfarkt weisen nahezu die gleichen Risikofaktoren auf. Ermitteln Sie Ihr persönliches Schlaganfall-Risiko!

 

Der Schlaganfall und der Herzinfarkt weisen nahezu die gleichen Risikofaktoren auf. Mehr als die Hälfte aller Deutschen stirbt an den Folgen einer Herzkreislauferkrankung.

Dieser Risiko-Test basiert auf medizinisch-wissenschaftlichen Grundlagen und ist auf Personen, die 40 Jahre oder älter sind, zugeschnitten. Jüngere Teilnehmer können die Auswertung nutzen, um sich generell über ihr Risiko zu informieren.

Klicken Sie hier, um zum Online Risiko-Test der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zu gelangen und Ihre persönlichen Risikofaktoren zu ermitteln.


Aktuelles in Kürze

Folgen Sie uns bei Facebook

Die Stiftung bei Facebook