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Für einen Gewinn an Lebensqualität

300 Schlaganfall-Patienten haben einen Lotsen

 

In Ostwestfalen-Lippe werden jetzt 300 Patienten durch einen Schlaganfall-Lotsen betreut.

Die Lotsen begleiten die Patienten ein Jahr lang. Sie beraten, koordinieren Behandlungen, unterstützen in sozialrechtlichen Fragen und achten darauf, dass Therapieempfehlungen eingehalten werden.

In Ostwestfalen-Lippe werden jetzt 300 Patienten durch einen Schlaganfall-Lotsen betreut. Ziel ist es, Patienten und Angehörigen nach der plötzlichen Erkrankung mit oft schwerwiegenden Behinderungen langfristig eine hohe Lebensqualität zu erhalten. Die Lotsen begleiten die Patienten ein Jahr lang. Sie beraten, koordinieren Behandlungen, unterstützen in sozialrechtlichen Fragen und achten darauf, dass Therapieempfehlungen eingehalten werden.

Schlaganfall-Lotsen sind ein Modellprojekt der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe gemeinsam mit der Maternus-Klinik Bad Oeynhausen, dem Klinikum Herford, dem Ev. Krankenhaus Bielefeld und dem St. Elisabeth Hospital Gütersloh. Im Sommer werden erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung vorliegen. Gefördert wird das Projekt durch das Gesundheitsministerium NRW. In Ostwestfalen-Lippe erleiden jährlich etwa 6.000 Menschen einen Schlaganfall.

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Selbsthilfe-Sprechertreffen 2015

Wissensaustausch in Wuppertal

Das SHG-Sprechertreffen 2015 fand im Helios Klinikum Wuppertal statt.

„Das sind Informationen, die uns sonst keiner gibt. Bravo!" ruft Eric Beyers von der Selbsthilfegruppe Wesel. Auf dem Treffen der jungen Selbsthilfe-Sprecher lassen sich die Teilnehmer nicht einfach von Expertenvorträgen berieseln, sie sind wissbegierig und aktiv dabei.

 
Das SHG-Sprechertreffen 2015 fand im Helios Klinikum Wuppertal statt.

„Das sind Informationen, die uns sonst keiner gibt. Bravo!" ruft Eric Beyers von der Selbsthilfegruppe Wesel. Auf dem dreitägigen Treffen der jungen Selbsthilfe-Sprecher lassen sich die Teilnehmer nicht einfach von Expertenvorträgen berieseln, sie sind wissbegierig und aktiv dabei.

Vom 23. bis 25. März fand bereits zum dritten Mal das von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe organisierte Treffen statt ‒ dieses Jahr im Helios Klinikum Wuppertal. Zehn Selbsthilfegruppen und der Schlaganfall-Landesverband NRW hatten sich angemeldet. Sie hörten Expertenvorträge zu neuen Therapieansätzen, zu der beruflichen Wiedereingliederung und der Finanzierung der Selbsthilfegruppenarbeit. Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war aber auch der Austausch der Selbsthilfegruppen untereinander.

SHG-Arbeit: Ein Blick in die Runde

Was haben wir in unserer Selbsthilfegruppe 2014 erreicht? Was planen wir für 2015? Diesen Fragen stellen sich die Selbsthilfegruppen auf dem Wuppertaler Treffen. Ein allgemein bekanntes Problem ist, dass zu Beginn eines Jahres viel geplant, später aber nur ein Bruchteil davon umgesetzt wird. „Das liegt daran, dass wir als Leiter wenig Unterstützung aus der Gruppe bekommen", berichten mehrere Selbsthilfesprecher. Sandra Rösemeier, Projektleitung „Junger Mensch und Schlaganfall" bei der Schlaganfall-Hilfe und Organisatorin des Sprecher-Treffens, weist auf einen bewährten Lösungsweg hin: „Aufgaben vergeben und so Mitglieder fest einbinden". Aber auch die Akquise neuer Gruppenmittglieder sei hilfreich, denn „ein frischer Wind tut immer gut".

„Auf keinen Fall darf man es persönlich nehmen, wenn Menschen nicht zu Treffen erscheinen oder sich nicht an Abmachungen halten", fährt Sandra Rösemeier fort. „Das hat auch viel mit dem Krankheitsbild Schlaganfall zu tun." Alles in allem überwiegt aber folgende Erkenntnis: Die Selbsthilfegruppen haben sich im vergangenen Jahr tolle Aktionen ausgedacht, zum Beispiel ein Imagefilm, gemeinsame Urlaube, Broschüren und die Organisation von Informationsveranstaltungen.

Lehrstunde für Experten und Betroffene

 
Für die Referenten gab es von den Teilnehmern großes Lob.

Wie wichtig die Informationen der Experten für die Teilnehmer sind, lässt sich an den interessierten Nachfragen und lebhaften Diskussionen erkennen. „Mir hat wirklich der Kopf geraucht. Ich habe von Ihnen noch einmal gelernt, wie wichtig das Thema ‚berufliche Wiedereingliederung` ist und wofür ich arbeite", bedankt sich Referent Manfred Smeja bei seinen Zuhörern.
 

Botox in der Spastik-Therapie

 
Prof. Dr. Gerhard Reichel behandelt Spastiken mit Botox.

Am ersten Tag stößt Prof. Dr. Gerhard Reichel mit seinem Vortrag „Mehr Bewegung ‒ Botulinumtoxin als zentraler Bestandteil einer Spastik-Therapie" auf großes Interesse. Der Professor ist Chefarzt des Kompetenzzentrums für Bewegungsstörungen an der Paracelsusklinik Zwickau. Er injiziert Schlaganfall-Betroffenen die im Volksmund als Botox bekannte Flüssigkeit, um verkrampfte Muskeln zu entspannen. Von oralen Medikamenten in der Spastik-Behandlung rät der Neurologe ab, weil Tabletten im ganzen Körper und nicht punktuell wirken. Mehrere Teilnehmer erkundigen sich, ob Botulinumtoxin auch jetzt noch eine Behandlungsmöglichkeit für sie biete. Und ja, auch Jahre nach einem Schlaganfall kann diese Art der Therapieform einen Rückgang der Spastik bewirken.

Neurostimulation bekämpft Fußheberschwäche

 
Magret Crosberger kann mithilfe von Neurostimulation besser laufen.

Am zweiten Tag geben sich die Experten gewissermaßen die Klinke in die Hand. Dr. Thorsten Böing von Otto Bock Health Care stellt die Neurostimulation ActiGait vor. Dabei handelt es sich um ein Hilfsmittel, mit dem Schlaganfall-Patienten, die unter einer Fußheberschwäche leiden, geholfen werden kann. Es ist ein implantierbarer Stimulator, der die unzureichende Kontrolle der Fußhebung während des Gehens kompensiert. Eine Teilnehmerin aus der SHG Wuppertal nutzt den Stimulator. Unter dem Staunen aller Anwesenden zeigt sie, welche Schwierigkeiten ihr das Laufen bereitet, wenn sie ActiGait ausstellt und welchen Fortschritt das Einschalten bewirkt. Explizit weist Dr. Böing aber darauf hin, dass die Neurostimulation nur für eine geringe Zahl der Schlaganfall-Betroffenen in Frage kommt. 

Berufliche Wiedereingliederung

 
Manfred Smeja beantwortete jede Frage zur beruflichen Wiedereingliederung.

Mit viel Geduld stellt sich Manfred Smeja von ReIntegro Köln den zahlreichen Fragen zum Thema „berufliche Wiedereingliederung". Nach einem Schlaganfall ist eine Rückkehr an den Arbeitsplatz für die meisten Betroffenen nicht möglich und fehlt daher als feste Komponente im Leben. In der Gruppendiskussion berichten die Teilnehmer von einem Dschungel an Informationen, Problemen mit der Agentur für Arbeit und dem Wunsch, wieder eine Tätigkeit aufzunehmen. Manfred Smeja gibt zu, dass es selbst für einen Profi schwierig sei, den Überblick zu behalten. Er empfiehlt den Teilnehmern, sich an einen Reha-Fachberater zu wenden und sich vorab genau zu überlegen, was sie möchten, um dann konkrete Wünsche zu äußern.

Darüber hinaus weist Manfred Smeja auf die verbreitete Unwissenheit über den Schlaganfall hin. Er ermutigt die Betroffenen, potentielle Arbeitgeber aufzuklären und ihnen die Angst zu nehmen. So könne im Dialog zum Beispiel eine reduzierte Arbeitszeit vereinbart werden. „Ein Schlaganfall ist nicht nur eine Halbseitenlähmung. Die Betroffenen leiden häufig unter kognitiven Problemen und sind daher nicht mehr voll belastbar", sagt Manfred Smeja, „für Außenstehende ist das aber nicht ersichtlich."

Finanzierung der Selbsthilfe

 
Sandra Rösemeier erklärt, wie Selbsthilfe finanziert werden kann.

Viele Selbsthilfegruppen verzichten bewusst auf Mitgliederbeiträge, um Interessierten den Weg in die Gruppe zu erleichtern. Aber Raumkosten, Schulungen, Tagungsbesuche und gemeinsame Reisen müssen finanziert werden. Dafür führt Sandra Rösemeier verschiedene Möglichkeiten auf: „Ein niedriger Mitgliedsbeitrag schreckt kaum jemanden ab und hilft eine finanzielle Basis zu schaffen", sagt sie. Außerdem weist sie darauf hin, dass jede Selbsthilfegruppe Anspruch auf eine Pauschalförderung oder eine Projektförderung habe, die sie bei der Krankenkasse beantragen kann.

Um Spender und Sponsoren zu animieren, ist die Kreativität der Selbsthilfegruppen gefragt. Die SHG Gütersloh geht mit gutem Beispiel voran: Sie hat erreicht, dass bei einem nahe gelegenen Supermarkt die Pfandbons für sie gespendet werden können und für ein Grillfest bat die Gruppe einen Metzger um eine Fleischspende.


Dr. Buschfort informiert in der Aatalkinik

 

Therapieleitung Anke Hess und ärztl. Direktor Prof. Buschfort vor der Aatalklinik Wünnenberg

Dr. Rüdiger Buschfort ist neuer Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Schwerpunkte seiner Arbeit sind der Schlaganfall, die Rehabilitation und Demenz.

 
Therapieleitung Anke Hess und ärztl. Direktor Prof. Buschfort vor der Aatalklinik Wünnenberg

Dr. Rüdiger Buschfort ist neuer Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Aber nicht nur dieses Amt übernimmt der 52-Jährige von seinem Vorgänger Prof. Tackmann. Seit Juni 2014 ist Dr. Buschfort Chefarzt und ärztlicher Direktor der Aatalklinik Wünnenberg. Schwerpunkte seiner Arbeit sind der Schlaganfall, die Rehabilitation und Demenz. Die Zukunftsfähigkeit von Therapien ‒ das ist dem Facharzt für Neurologie, Geriatrie und Rehabilitationswesen wichtig.

Er setzt sich dafür ein, dass bestehende Therapiekonzepte weiterhin effektiv und bezahlbar bleiben. Mit der Einführung eines Armlabors an der Aatalklinik hat er bereits den ersten Schritt getan. Durch ein apparatgesteuertes Therapieverfahren wird Patienten ermöglicht, auch über die Arbeit mit einem Therapeuten hinaus Reha-Übungen durchzuführen.

Zuvor war Dr. Buschfort Chefarzt an der Maternus-Klinik in Bad Oeynhausen. Mit ihm wechselte Ergotherapeutin Anke Hess an Aatalklink. Sie übernahm die therapeutische Leitung.

Regionalbeauftragte setzten sich ehrenamtlich für die Beratung von Schlaganfall-Betroffenen und deren Angehörigen ein.


10.000 Euro für Kinder

 

Insgesamt 300.000 Euro sammelte der Berliner „Tagesspiegel" mit der Spendenaktion „Menschen helfen!". 57 sozial Projekte wurden mit Spenden bedacht, darunter auch die Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe. Projektleiterin Sabine Dawabi (Mitte) nahm die Spende entgegen von Annette Kögel (links) und Stefanie Dujardin-Sommer.

Insgesamt 300.000 Euro sammelte der Berliner „Tagesspiegel" mit der Spendenaktion „Menschen helfen!". 57 sozial Projekte wurden mit Spenden bedacht, darunter auch die Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe. Projektleiterin Sabine Dawabi (Mitte) nahm die Spende entgegen von Annette Kögel (links) und Stefanie Dujardin-Sommer.


2. Lotsen-Tagung Schlaganfall

Am 27. Mai in Gütersloh

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe veranstaltet am 27. Mai die 2. Lotsen-Tagung Schlaganfall. Innovative Versorgungsprojekte aus ganz Deutschland werden dort zusammenkommen. Ziel ist es, insbesondere die Nachsorge für Schlaganfall-Patienten zu verbessern.
Jetzt mit Programminformationen!

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe veranstaltet am 27. Mai die 2. Lotsen-Tagung Schlaganfall im westfälischen Gütersloh. Innovative Versorgungsprojekte aus ganz Deutschland werden dort zusammenkommen. Ziel ist es, insbesondere die Nachsorge für Schlaganfall-Patienten zu verbessern. Zur Erstauflage der Tagung im vergangenen Jahr kamen 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland. Vertreter aus Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Berlin stellten in Gütersloh 12 Projekte vor.

Am 27. Mai 2015 soll nun die Fortsetzung folgen. Schlaganfall-Lotsen werden aus ihrer Praxis berichten, auch Patienten kommen zu Wort. Ein wichtiges Thema der Tagung wird die nachhaltige Finanzierung von Lotsen-Projekten sein. Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat ihre Teilnahme bereits zugesagt.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Hier finden Sie das vorläufige Programm () zum Download.

 

Anmeldung und nähere Informationen bei:
Melanie Czerwinski
Tel.: 05241 9770-10
E-Mail: melanie.czerwinski@schlaganfall-hilfe.de


Testen Sie Ihr Risiko!

Schlaganfall-Risiko testen

 

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Thala - Das Gesundheitsmagazin

Thala 1/2015

 

Thala 1/2015 mit dem Special Empowerment

Der mündige Patient ist ein Idealbild. Doch vielen Patienten fehlen wichtige Vorraussetzungen für diese Mündigkeit. Das soll sich ändern. Patienten-Empowerment heißt das relativ neue Modell.

Thala zum 10. Mai 2015

 

Der mündige Patient ist ein Idealbild. Doch vielen Patienten fehlen wichtige Vorraussetzungen für diese Mündigkeit. Das soll sich ändern. Patienten-Empowerment heißt das relativ neue Modell.

Jede noch so kleine Spende hilft

Laufen gegen Schlaganfall

 

Sonntag den 29. März: Claris läuft den Berliner Halbmarathon und gegen Schlaganfall. Die junge Frau aus Glasgow ist an Moyamoya erkrankt und nach einer langen Leidensgeschichte wieder zurück ins Leben gekehrt. Jetzt promoviert sie zum Thema Schlaganfall. Aus der eigenen Betroffenheit heraus, will sie mit sportlichem Einsatz den Menschen helfen, die von der Krankheit schlagartig aus ihrem aktiven Leben gerissen wurden. Dafür hat sie eine Spendenaktion ins Leben gerufen.

Sämtliche Informationen und ihre Geschichte finden sich an dieser Stelle. Jede noch so kleine Spende hilft - bitte spenden auch Sie! Danke.

 

Am Samstag den 13. Juli sind wir bei der Laufveranstaltung „Gütersloh Läuft" dabei.  Gemeinsam wollen wir die Strecke von  4,7 km schaffen und mit sportlichem Einsatz den Menschen helfen, die von der Krankheit schlagartig aus ihrem aktiven Leben gerissen wurden.

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