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Eine Revolution der Schlaganfall-Therapie

88. Neurologen-Kongress

Deutschlands Neurologen feiern – nicht sich selbst, sondern eine neue Therapieform des Schlaganfalls. Die mechanische Thrombektomie hat sich nach fünf positiven Studien in wenigen Monaten durchgesetzt. Am Wochenende ging der Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Düsseldorf zu Ende. Mehr als 6.000 Teilnehmer verzeichnete er, Thema Nummer 1 war die Thrombektomie. Doch nach der Freude kommt die Arbeit, denn es gibt einige Fragen zu klären. Wer wir die Behandlung künftig durchführen? Und wie viele Patienten können davon profitieren?

 

Deutschlands Neurologen feiern – nicht sich selbst, sondern eine neue Therapieform des Schlaganfalls. Die mechanische Thrombektomie hat sich nach fünf positiven Studien in wenigen Monaten durchgesetzt. Am Wochenende ging der Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Düsseldorf zu Ende. Mehr als 6.000 Teilnehmer verzeichnete er, Thema Nummer 1 war die Thrombektomie. Doch nach der Freude kommt die Arbeit, denn es gibt einige Fragen zu klären. Wer wir die Behandlung künftig durchführen? Und wie viele Patienten können davon profitieren?

 

Neurologen und Neuroradiologen berichten, dass jetzt manche Patienten geheilt die Klinik entlassen, die noch vor ein paar Jahren schwer behindert gewesen wären. Das erklärt ein Stück weit die Euphorie insbesondere der Ärzte, die noch Zeiten miterlebt haben, in denen es kein Mittel gegen den Schlaganfall gab. So wie der Essener Prof. Hans-Christoph Diener, Pressesprecher der DGN: „Als ich 1975 meine Facharztausbildung zum Neurologen begann, war der Schlaganfall das ungeliebte Kind in der Neurologie. Die meisten Patienten mit Schlaganfall wurden in einer Klinik für Innere Medizin abgelegt. Dann wurde abgewartet, ob der Patient das Ereignis überlebt oder nicht."

Bisher war die Thrombolyse die Standardtherapie bei einem Gefäßverschluss im Gehirn. Bis zu 4,5 Stunden nach dem Schlaganfall haben die Ärzte eine Chance, ein Gerinnsel medikamentös aufzulösen. Die Erfolgsquote liegt hier bei 40 bis 50 Prozent. Bei der mechanischen Thrombektomie kann ein großer Gefäßverschluss mittels eines Katheters entfernt werden, der in die Leiste eingeführt wird. Die Erfolgsquote hierbei liegt den neuen Studien zufolge bei 70 bis 90 Prozent. Fast alle Patienten erhalten zusätzlich eine Thrombolyse.
Welche Erfolge man mit der Thrombektomie allein erzielen würde, ist noch ungewiss. Ebenso wie viele Schlaganfall-Patienten künftig davon profitieren können? Von rund 10.000 Patienten war nach den ersten erfolgreichen Studien die Rede. Bisher waren es die Patienten mit großen Verschlüssen. Und das Motto „Time is brain" gilt prinzipiell auch für die Thrombektomie. Je früher die Patienten behandelt werden, desto besser die Chancen. Doch möglicherweise kann mancher Patienten auch jenseits eines Zeitfensters von 8 Stunden noch profitieren. Da in den Studien keine vermehrten Blutungen auftraten, kann die Therapie jedenfalls als relativ risikoarm betrachtet werden.

Nun ist es an den Fachgesellschaften, Rahmenbedingungen wie Leitlinien aufzustellen. Damit möglichst alle Patienten, die dafür infrage kommen, künftig von der neuen Methode profitieren und die Qualität der Behandlung gesichert ist. Dabei werden sicher manche Fragen kontrovers diskutiert. Solte man die Behandlung zentralisieren in großen Kliniken, die dann durch entsprechend hohe Fallzahlen mehr Erfahrung sammeln können? Was würde das für die künftige Einweisungs- und Verlegungspraxis bedeuten? Müssen mehr Spezialisten ausgebildet werden?
Durchgeführt wird die Thrombektomie in der Regel nicht von Neurologen, sondern von Neuroradiologen. Viele Teilnehmer des DGN-Kongresses waren überrascht von den Zahlen, die die Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) dort vorstellte. Demnach wird die Thrombektomie aktuell bereits in 130 Zentren durchgeführt, die meisten mit überregionaler Stroke Unit. Rund 80 Prozent dieser Zentren führen schon jetzt jährlich mehr als 50 Thrombektomien durch. Reichlich Erfahrung ist also schon vorhanden. Eine gute Basis dafür, dass künftig noch mehr Patienten von der neuen Therapie profitieren können.

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Unter Stress schlägt der Schlaganfall härter zu

88. Neurologen-Kongress

Stress ist ungesund, das ist bekannt. Doch führt er auch zum Schlaganfall? „Dafür gibt es keinen Beweis", sagte Prof. Dr. Matthias Endres auf dem 88. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. „Doch gestresste Menschen haben ein schlechteres Outcome". Wer leicht unter Stress gerät, sollte nach einem Schlaganfall besondere Vorsorgemaßnahmen treffen.

Stress ist ungesund, das ist bekannt. Doch führt er auch zum Schlaganfall? „Dafür gibt es keinen Beweis", sagte Prof. Dr. Matthias Endres auf dem 88. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. „Doch gestresste Menschen haben ein schlechteres Outcome". Wer leicht unter Stress gerät, sollte nach einem Schlaganfall besondere Vorsorgemaßnahmen treffen.

 

 

Endres beschäftige die Frage, welche Folgen eine erhöhte Herzfrequenz hat. Für den Herzinfarkt ist der Zusammenhang klar. 2006 beispielsweise, als die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland stattfand, zählte man an den Spieltagen der deutschen Nationalmannschaft deutlich mehr Herzinfarkte. Je mehr für die Mannschaft auf dem Spiel stand, desto mehr Infarkte wurden registriert.

Gibt es ähnliche Mechanismen beim Schlaganfall? Um diesen Zusammenhang zu untersuchen, stellten die Forscher der Berliner Charité zunächst Laborversuche an. Anschließend analysierten sie vorhandene Daten von Schlaganfall-Patienten. Ergebnis: Es ergab sich kein Beleg, dass gestresste Menschen häufiger einen Schlaganfall erleiden. Doch es zeigte sich, dass Menschen mit dauerhaft erhöhter Herzfrequenz deutlich häufiger an einem wiederholten Schlaganfall versterben oder – wenn sie ihn überleben – schwerere Behinderungen erleiden. Endres konnte sogar eine Formel aufstellen. Pro erhöhtem Herzschlag stieg das Risiko der Patienten, am zweiten Schlaganfall zu versterben, um 4 Prozent. „Chronischer Stress erhöht den Schlaganfall-Schaden", fasste Endres das Ergebnis seiner Analyse zusammen.

Welche Konsequenz ergibt sich daraus für Patienten? Für die meisten ist ein Schlaganfall ohnehin der sprichwörtliche „Schuss vor den Bug". Stressempfindliche Schlaganfall-Patienten sollten sich darüber hinaus konkret Gedanken über eine deutliche Stressreduktion machen. Ärztliche oder psychologische Hilfe und strukturierte Programme könnten ihnen das Leben retten.

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Ärzte können immer besser helfen

88. Neurologen-Kongress

Bildquelle: dgn.org

23. September 2015: 88. Neurologen-Kongress

Düsseldorf ist vier Tage lang das Zentrum der deutschen Neurologie. Mehr als 6.000 Teilnehmer werden beim 88. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie erwartet. Noch bis Samstag findet er in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt statt. "Mensch im Blick - Gehirn im Fokus" lautet der diesjährige Titel, unter dem 500 Vorträge gehalten werden. Die Neurologie ist eine rasant wachsende Disziplin, die ständig neue Erkenntnisse hervorbringt - auch zur Volkskrankheit Schlaganfall.

 
Bildquelle: dgn.org

Düsseldorf ist vier Tage lang das Zentrum der deutschen Neurologie. Mehr als 6.000 Teilnehmer werden beim 88. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie erwartet. Noch bis Samstag findet er in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt statt. "Mensch im Blick - Gehirn im Fokus" lautet der diesjährige der Titel, unter dem 500 Vorträge gehalten werden. Die Neurologie ist eine rasant wachsende Disziplin, die ständig neue Erkenntnisse hervorbringt - auch zur Volkskrankheit Schlaganfall.


Faszination Gehirn: gerade einmal 1,4 Kilogramm bringt es auf die Waage, doch die haben es in sich. 100 Milliarden Nervenzellen sind hier zuhause, verbunden durch 5,8 Millionen Kilometer Nervenbahnen. Mit Formel-1-Geschwindigkeit rasen die Informationen durch dieses Netz. Dass in diesem komplexen System selbst kleine Defekte schwerste Konflikte hervorrufen können, kann man sich vorstellen.
 
1993, im Gründungsjahr der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, zählte Deutschland lediglich 1.270 Fachärzte für Neurologie. 2014 waren es bereits fünf mal so viele: 6.095. Damit machte Kongresspräsident Prof. Dr. Ralf Gold (Bochum) zur Eröffnung deutlich, wie sehr die Bedeutung dieses Wachstumsfaches zugenommen habe. Ein Ende der Entwicklung ist kaum absehbar angesicht der demographischen Entwicklung mit zunehmend mehr hochbetagten Menschen. Demenzen, aber auch Schlaganfälle werden zunehmen.
 
Neben zahlreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt der Kongress auch neue Therapieverfahren. Als „Revolution in der Schlaganfall-Therapie" bezeichnete Prof. Gold die Thrombektomie, die in diesem Jahr durch mehrere hervoragende Studienergebnisse einen Durchbruch erzielte. Dabei wird Schlaganfall-Patienten ein Blutgerinnsel im Gehirn mechanisch mit einem Katheter entfernt.

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Der Weg des Medikaments

Von der Einnahme bis zur Ausscheidung

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Paracelsus: „Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei"

Dieses Zitat belegt sehr schön, dass eigentlich alles, was man zu sich nimmt, bei einer zu großen Menge, dem Körper Schäden zufügen kann. Bei Medikamenten  wird die Menge, mit der die positiven Effekte erreicht werden, in klinischen Studien sehr genau getestet. Es ist dabei wichtig und  notwendig, im Gespräch mit dem Arzt, alle Vorerkrankungen anzusprechen und in der Folge die verordnete Dosis auch genau einzuhalten.


 

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Paracelsus: „Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei"

Dieses Zitat belegt sehr schön, dass eigentlich alles, was man zu sich nimmt, bei einer zu großen Menge, dem Körper Schäden zufügen kann. Bei Medikamenten  wird die Menge, mit der die positiven Effekte erreicht werden, in klinischen Studien sehr genau getestet. Es ist dabei wichtig und  notwendig, im Gespräch mit dem Arzt, alle Vorerkrankungen anzusprechen und in der Folge die verordnete Dosis auch genau einzuhalten.

Die Resorption (Aufnahme) eines Medikamentes

Medikamente können über verschiedene Wege dem Organismus zugeführt werden. Die häufigste Art der Zuführung ist die Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt in Form von Tabletten. Durch den Verdauungsvorgang zerfällt das Medikament im Magen-Darm-Trakt in seine Einzelteile und die Wirksubstanz wird freigesetzt und in den Körper aufgenommen. Die Wirksubstanz wird durch das Blut im Körperkreislauf verteilt

Nun erfolgt eine Filterung in der Leber –  je nach Substanz geht hier bereits ein großer Teil des Wirkstoffes durch die Entgiftungsfunktion der Leber verloren.  Dieser sogenannte „first-pass-Effekt“ bestimmt unter anderem , wie viel Wirksubstanz in einer Tablette enthalten sein muss, damit überhaupt  ein Effekt im Körper erzielt werden kann.

Einzelne Medikamente werden durch diesen Effekt vollständig zerstört und können daher  nicht geschluckt werden, sondern müssen anderweitig verabreicht werden, z.B. gespritzt, über die Haut, in Form von Pflastern, Sprays oder Salben. Eine andere Möglichkeit diesen Effekt zu überlisten ist die Verabreichung einer Vorstufe (sog. Prodrug) des wirksamen Medikamentes. Diese Vorstufe wird erst durch Stoffwechselvorgänge im Organismus in das eigentlich wirksame Medikament umgewandelt und kann so wirken. Andere Wirksubstanzen können vom Darm nicht aufgenommen werden und müssen dafür an eine spezielle Trägersubstanz (sog. Transporter) gekoppelt werden, damit sie in den Kreislauf gelangen können.

Die Verteilung eines Medikaments im Körper

Nach der Aufnahme erfolgt die Verteilung des Medikaments im Körper. Je nach Substanz kann diese alleine transportiert werden, oder muss wieder an eine andere Substanz gekoppelt transportiert werden. Diese Substanzen sind zumeist Eiweiße, weshalb ein Eiweißmangel, z. B.  bei falscher Ernährung, die Verteilung von Medikamenten negativ beeinflussen kann.

Die Verteilung erfolgt über das Blutgefäßsystem im ganzen Körper. Eine Besonderheit gibt es im Gehirn. Die Blutgefäße im Gehirn  haben eine besonders dicht abgeschirmte Wand mit einem speziellen Filter, der sogenannten Blut-Hirn-Schranke, welche gewisse Substanzen gar nicht durch lässt. Somit müssen im Gehirn wirksame Medikamente ganz bestimmte Eigenschaften aufweisen, um dorthin gelangen und wirken zu können

Die Elimination (Ausscheidung) von Medikamenten aus dem Körper

Da Medikamente vom Körper als Fremdstoffe erkannt werden, hat der Organismus im Wesentlichen das Ziel, diese wieder los zu werden. Dies geschieht über unsere Hauptausscheidungsorgane - die Leber und die Nieren. Fettlösliche Substanzen werden über die Leber, wasserlösliche Substanzen bevorzugt über die Nieren entsorgt.

Um die Geschwindigkeit der Ausscheidung abzuschätzen, messen wir heute die sog. Halbwertszeit von Medikamenten. Diese Zeit gibt an, wie lange es dauert, bis die Hälfte eines verabreichten Medikamentes den Organismus wieder verlassen hat. Nach ungefähr fünf Halbwertszeiten kann davon ausgegangen werden, dass keine messbare Wirksubstanzmenge mehr im Körper vorhanden ist. Anderseits lässt diese Zeit Rückschlüsse auf die Wirkdauer eines Medikamentes zu. Eine kurze Halbwertszeit bedeutet somit eine rasche Elimination. Das Medikament muss häufiger eingenommen werden, um wirksam zu sein. Lange Halbwertszeit bedeutet andauernde Wirkung und somit weniger häufige Einnahmezeitpunkte.

Zur Vereinfachung der Einnahme werden heute vor allem Medikamente mit langer Halbwertszeit produziert, damit diese nur einmal pro Tag eingenommen werden müssen. Der Nachteil daran ist vor allem bei Auftreten von Nebenwirkungen zu erkennen. Je länger ein Medikament wirkt, desto länger sind auch dessen Nebenwirkungen zu ertragen.

Die optimale Dosierung eines Medikamentes hängt in großem Ausmaß von der Leistungsfähigkeit der Ausscheidungsorgane ab. Bei Erkrankung der Leber oder der Nieren müssen Medikamente niedriger dosiert werden, um nicht Vergiftungserscheinungen oder Überdosierungen auszulösen. Dies gilt vor allem für ältere Menschen und solche mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion. Die Verstoffwechselung eines Medikamentes wird allerdings auch von unseren Genen bestimmt, so dass es auch bei Gesunden mitunter erhebliche Unterschiede gibt. Daher muss die optimale Dosierung manchmal behutsam und schrittweise erfolgen.

Fazit

Die Verordnung von Medikamenten ist, trotz sorgsam durchgeführter Prüfungen zur Wirksamkeit,  Dosisfindung und Sicherheit immer auch individuell zu betrachten.  Was bei dem einen das Mittel der Wahl ist, kann bei einem anderen Patienten unter Umständen nicht in Frage kommen.  In Studien ermittelte Dosierungsempfehlungen sind Richtwerte und sollten an die  jeweilige körperliche Verfassung des Patienten angepasst sein, insbesondere die Nieren- und Leberfunktionalität, die oftmals begleitend vom  Arzt überprüft wird. Der intensive Austausch mit dem behandelnden Arzt und dem Apotheker ist daher dringend zu empfehlen.

Die vermittelten Informationen ersetzen nicht den Arztbesuch. Sie können aber den Dialog zwischen Arzt und Patient unterstützen.

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Compliance

Was ist das und wie kann sie verbessert werden?

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Compliance: Nutzen Sie Ihre verschriebenen Hilfsmittel und folgen Sie dem Therapieplan

Viele Medikamente werden falsch oder gar nicht eingenommen, Übungsprogramme der Therapeuten aus Bequemlichkeit häufig nicht konsequent verfolgt, Empfehlungen des Hausarztes vernachlässigt, weil sie Abschied von liebgewordenen Gewohnheiten bedeuten würden. Der beste Arzt oder Therapeut kann nichts bewirken, wenn der Patient nicht mitarbeitet. Compliance heißt der zentrale Begriff.

Compliance wird durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst, die Definition der WHO spricht von fünf.

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Compliance: Nutzen Sie Ihre verschriebenen Hilfsmittel und folgen Sie dem Therapieplan

Compliance meint mehr, als ein einzelner deutscher Begriff beschreiben könnte. Die Einsicht, das Einverständnis, die Kooperationsbereitschaft und auch die Motivation zur Mitarbeit des Patienten bestimmen ganz wesentlich den Behandlungserfolg. Einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO von 2003 zufolge erreichen weltweit nur rund 50 Prozent der Patienten eine gute Compliance.  

Compliance wird durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst, die Definition der WHO spricht von fünf:

  • individuelle Faktoren (z.B. Information des Patienten, aber auch Vergesslichkeit)
  • sozio-ökonomische Faktoren (z.B. Bildung, Wohlstand)
  • krankheitsbedingte Faktoren (z.B. psychische Erkrankungen)
  • therapiebedingte Faktoren (z.B. Nebenwirkungen)
  • systembedingte Faktoren (z.B. Kostenübernahme, Behandlungsmöglichkeiten)

Häufig wird Compliance allein oder vorrangig auf medikamentöse Therapie bezogen. Gesundheitswissenschaftler haben zur Messung dieser Therapietreue verschiedene Methoden entwickelt. Compliance kann aber auch deutlich mehr umfassen: die Nutzung verschriebener Hilfsmittel, die Einhaltung eines therapeutischen Übungsplanes, die Umstellung des Lebensstils (Ernährung, Bewegung, Rauchen, Alkohol).

Das Nichteinhalten von Ratschlägen und Therapieplänen bezeichnet man als Non-Compliance. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein entscheidender Faktor für das Mitwirken von Patienten ist die Information, wie neuere Studien belegen. Wer Zusammenhänge nachvollziehen kann, zeigt deutlich mehr Bereitschaft, eigene Anstrengungen auf dem Weg der Genesung in Kauf zu nehmen. Chronisch Kranke erhalten aus diesem Grund heute häufig eine Patientenschulung.

Gründe für Non-Compliance sind z.B. Vergesslichkeit, Bequemlichkeit, Scheu vor Nebenwirkungen und Kosten. Folgen sind im günstigeren Fall eine längere Krankheitsphase oder mehr Symptome, können aber auch dauerhaft die Lebensqualität senken oder gar die Sterblichkeit erhöhen. Gesundheitswirtschaftlich betrachtet führt Non-Compliance zu einem deutlich erhöhten Therapieaufkommen, dessen Mehrkosten Experten Ende der 90er Jahre mit rund 10 Milliarden Euro bezifferten.

Daten und Fakten zur Compliance

  • Die Kosten der Non-Compliance wurden für Deutschland in einer Studie Ende der 90er Jahre auf 7-10 Milliarden Euro jährlich nur für direkte Kosten (Klinikaufenthalte, Pflegeleistungen, Notfalleinweisungen) geschätzt bzw. aus Vergleichsdaten anderer Länder hochgerechnet.
  • Compliance ist insbesondere bei Langzeittherapien eine große Herausforderung. Beispiel Bluthochdruck: eine britische Studie aus dem Jahr 2005 zeigte, dass von über 100.000 Hypertonikern nach nur sechs Monaten 20 Prozent die Therapie selbsttätig abgebrochen hatten.
  • Die Aufklärung von Patienten bei der Verordnung von Medikamenten ist weiterhin verbesserungswürdig. Nach dem aktuellen „Gesundheitsmonitor" fühlen sich 21 Prozent der Deutschen durch die Informationen auf Beipackzetteln verunsichert. Lediglich 45 Prozent gaben an, ihr Arzt spreche bei der Verordnung mit ihnen über mögliche Nebenwirkungen bzw. über Gegenmaßnahmen.
  • Compliance spielt auch in der Prävention eine entscheidende Rolle. Ein interessanter Vergleich: Nach einer bundesweiten Umfrage der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe glauben 72 Prozent der Bevölkerung, ihr Schlaganfallrisiko selbst beeinflussen zu können. Und tatsächlich: Präventionsexperten gehen nach aktuellen Studien davon aus, dass langfristig rund 70 Prozent der Schlaganfälle zu verhindern seien - bei entsprechender Compliance, also: Umstellung der Lebensweise (Ernährung, Bewegung, Verzicht auf Rauchen und Alkohol) sowie Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes.

Kleine Hilfen zur Förderung Ihrer Compliance

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Compliance: Alltagshilfen für die medikamentöse Therapie

Gerade in der medikamentösen Therapie gibt es viele Alltagshilfen, die Ihnen das Leben erleichtern können. Wir haben für Sie hier einige zusammengefasst:

  • Medikamente gut positionieren! Legen Sie sie dorthin, wo Sie sie auf keinen Fall vergessen können, zum Beispiel in ihr Zahnputzglas. Wenn Sie die Packung direkt „anschaut", ist dies auch noch ein positiver Verstärker, das Medikament zu nehmen.
  • Der „Klassiker" ist die Pillenbox. Hier sehen Sie gleich, wenn Sie die Einnahme vergessen haben sollten.
  • Sie können sich die Einnahme im Kalender eintragen; streichen Sie täglich ab, wenn Sie Ihre Medikamente eingenommen haben.
  • Erinnern Sie sich selbst mit „Post-Its" (kleinen Klebezettel) an die Einnahme, z.B. am Kühlschrank oder an Ihrem Wecker.
  • Moderne Technik macht es möglich: Programmieren Sie Ihren elektronischen Kalender oder schicken Sie sich selbst eine SMS auf Ihr Handy!


Basis für Therapietreue ist die Information. Nur wer seine Risiken kennt und die Zusammenhänge versteht, ist motiviert, seinen Therapieplan einzuhalten. Erster Ansprechpartner ist und bleibt Ihr Arzt, bei Medikamenten auch Ihr Apotheker.
Gerade bei langwierigen, komplexen und chronischen Erkrankungen kann dies jedoch nur eine Erstinformation sein. Für chronische Erkrankungen beispielsweise gibt es Patientenschulungsprogramme. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und Ihrer Krankenkasse.

Als mündiger Patient stehen Ihnen natürlich alle Medien offen, sich selbst zu informieren. Einige wichtige Hinweise, was Sie bei der Eigenrecherche beachten sollten, haben wir für Sie in dem Dokument „Seriöse Gesundheitsinformationen finden" zusammengefasst.

Medizinische Beratung

Prof. Dr. med. Mario Siebler, Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Chefarzt Neurologie der MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr, Essen

Unser Service für Sie: Faktensammlung zum Download

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Vom barrierefreien Wohnen bis zur Farbe des Arztrezepts

 

Wer krank oder behindert ist, ist oft im Nachteil. Doch gut informiert kommt man besser durch´s Leben. Wir haben einige praktische Tipps für Sie recherchiert.

Wer krank oder behindert ist, ist oft im Nachteil. Doch gut informiert kommt man besser durch´s Leben. Wir haben einige praktische Tipps für Sie recherchiert.

Arztrezepte und ihre Bedeutung

 
© pixelfokus - Fotolia.com

Rezepte vom Arzt kennen die meisten. Rezept ist aber nicht gleich Rezept. Sie sehen unterschiedlich aus und haben verschiedene Farben. Jede Farbe steht dabei für eine spezielle Funktion und Gültigkeitsdauer.

  • Das vom Arzt am häufigsten ausgestellte Rezept ist rosa. Gesetzlich Versicherte bekommen es beispielsweise für rezept- oder apothekenpflichtige Medikamente oder Maßnahmen wie Physiotherapie. Vier Wochen ist es gültig.
  • Privatpatienten bekommen die blauen Rezepte. Sie gelten drei Monate.
  • Gesetzlich Versicherte erhalten ein blaues Rezept, wenn der Arzt auf Wunsch des Patienten Medikamente verordnet, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden.
  • Das gelbe Rezept ist sieben Tage gütig und gilt für Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, z.B. starke Schmerzmittel.
  • Apothekenpflichtige, aber frei verkäufliche Mittel, bekommt man mit dem grünen Rezept. Eine Gültigkeitsdauer besitzt es nicht.

Heilmittel-Verordnungen, wie zum Beispiel für Physiotherapie, müssen innerhalb von 14 Tagen eingelöst werden. Ausschließlich Verordnungen für medizinische Fußpflege gelten 28 Tage.

Mit dem Taxi zum Arzt

Der Weg zum Arzt ist lang. Für viele Patienten keine Seltenheit. Gerade, wenn man im Alter nicht mehr gut zu Fuß ist, bliebt für viele nur eine Alternative: Taxi fahren - ein meist kostspieliges Vergnügen.

Für notwendige Behandlungen allerdings übernimmt bei Patienten mit Pflegestufe 2 oder 3 die Krankenkasse einen Großteil der Kosten. Vorab muss jedoch ein Antrag gestellt und genehmigt werden. Patienten sollten sich von ihrem Arzt bescheinigen lassen, dass die Taxifahrten und die Behandlungen notwendig sind und diese Bescheinigung bei ihrer Kasse einreichen.

Zuzahlen muss man trotzdem bei jeder Fahrt, in der Regel zehn Prozent, jedoch mindestens fünf und höchstens zehn Euro.

Die Belastungsgrenze für Zuzahlungen liegt deshalb pro Jahr bei zwei Prozent des Bruttogehaltes, für chronisch Kranke nur bei einem Prozent.

Die Kosten für die Abholung eines Rezeptes übernimmt die Kasse nicht. Auch rückwirkend erstattet sie kein Geld.

Altersgerecht umbauen und wohnen

Eine Wohnung finden ist die eine Sache. Eine zu finden, die den Bedürfnissen entspricht eine ganz andere. Gerade eine barrierefreie Wohnung zu finden, ist oft schwer. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert aus diesem Grund bis 2018 den altersgerechten und barrierefreien Umbau mit bis zu 5.000 Euro pro Wohnung.  
Weitere Informationen zu dem Thema erhalten Sie bei der KfW

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So verstehen Sie Ihr Medikament besser

Beipackzettel richtig lesen

Jedes Medikament verfügt über eine Packungsbeilage, die eigentlich aufklären soll. Studien belegen aber das Gegenteil – häufig verunsichern sie Patienten. Die Folge: Patienten nehmen die Medikamente gar nicht erst ein oder setzen sie aufgrund des Beipackzettels ab.

 

Jedes Medikament verfügt über eine Packungsbeilage, auch Beipackzettel oder im Volksmund „Waschzettel" genannt. Hersteller sind dazu nach einer europäischen Richtlinie und dem deutschen Arzneitmittelgesetz verpflichtet. Beipackzettel sollen aufklären. Studien belegen aber das Gegenteil – häufig verunsichern sie Patienten. Die Folge: Patienten nehmen die Medikamente gar nicht erst ein oder setzen sie aufgrund des Beipackzettels ab.

Wie häufig sind Nebenwirkungen?
Nebenwirkungen können auftreten, müssen es aber nicht. Um ein Gefühl für die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen zu bekommen, finden Sie hier die die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Formulierungen und ihre Bedeutungen.

  • Sehr häufig: betroffen ist mehr als einer von 10 Behandelten
  • Häufig: betroffen sind 1 bis 10 von 100 Behandelten
  • Gelegentlich: betroffen sind 1 bis 10 von 1.000 Behandelten
  • Selten: betroffen sind 1 bis 10 von 10.000 Behandelten
  • Sehr selten: betroffen ist einer oder weniger von 10.000 Behandelten einschließlich Einzelfälle


Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Wenn von 100 Testpersonen zwei durch das Medikament einen Hautausschlag bekommen – das sind zwei Prozent – wird diese Nebenwirkung als häufig bezeichnet. 98 Testpersonen haben das Medikament aber gut vertragen.

Was sind Wechselwirkungen? In einigen Beipackzetteln wird auf Wechselwirkungen hingewiesen, ohne den Begriff zu erklären. Wechselwirkungen heißt: Das Arzneimittel beeinflusst die Wirkung eines anderen Arzneimittels oder Interaktion. Aber auch Nahrungsmittel oder Getränke können Wechselwirkungen auslösen. Beispielhaft sei hier die Milch erwähnt, die die Wirkung von Antibiotika vermindern kann.

Gegenanzeigen oder Kontraindikationen
Gegenanzeige oder Kontraindikation bedeutet, dass das jeweilige Medikament aufgrund bestimmter Umstände nicht eingenommen werden darf. Derartige Gründe können eine chronische Erkrankung wie Rheuma oder auch ein akuter Infekt sein. Auch sind manche Medikamente für Kinder oder betagte Menschen nicht geeignet, sodass hier eine Kontraindikation besteht.

Der richtige Zeitpunkt: Vor/während/nach der Mahlzeit einnehmen – häufig wird die Einnahmezeit eines Medikaments mit Mahlzeiten in Verbindung gebracht. Grund: Der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme kann die Wirkung des Arzneimittels verlangsamen, beschleunigen, verstärken oder vermindern. Auch Nebenwirkungen können in bestimmten Fällen stärker oder schwächer auftreten. Wichtig ist die Regelmäßigkeit, denn nur so ist eine ausgeglichene Konzentration im Blut gewährleistet.

  • Nüchtern: Einnahme 30 - 60 Minuten vor dem Essen schlucken
  • Zum Essen: Einnahme direkt vor, während oder im Anschluss an die Mahlzeit
  • Nach dem Essen: Einnahme frühestens 30 Minuten nach dem Essen


Welche Flüssigkeit ist die richtige? „Mit etwas Flüssigkeit einnehmen" bedeutet nicht, dass man das Medikament mit einem beliebigen Getränk herunter spülen darf. Es wird empfohlen, das Arzneimittel mit einem halben Glas Wasser einzunehmen. Kaffee, Tee, Milch und vor allem Grapefruitsaft können die Wirksamkeit einiger Medikamente negativ beeinflussen. Auf Alkohol gar sollte man generell bei Medikamenteneinnahme verzichten. Und darüber hinaus gilt immer der Satz, den Sie mittlerweile auswendig kennen: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker."
 
 

 

Medizinische Beratung: Prof. Dr. med. Mario Siebler, Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Chefarzt Neurologie der MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr, Essen

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Neue Blutverdünner auf dem Markt

Wo es gut läuft, besteht kein Veränderungsbedarf!

Knapp eine Million Deutsche leiden unter Vorhofflimmern. Sie haben ein fünfmal so großes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Viele müssen daher blutgerinnungshemmende Mittel einnehmen, um einem Schlaganfall als Folge der Herzrhythmusstörung vorzubeugen. Allerdings nehmen  nur die Hälfte der Betroffenen entsprechende blutverdünnende Medikamente. Und wenn, dann häufig falsch dosiert.  Bisheriges Mittel der Wahl ist Phenprocoumon – besser bekannt unter dem Markennamen Marcumar. Nun kommen Alternativen auf den Markt.

 

Knapp eine Million Deutsche leiden unter Vorhofflimmern. Sie haben ein fünfmal so großes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Viele müssen daher blutgerinnungshemmende Mittel einnehmen, um einem Schlaganfall als Folge der Herzrhythmusstörung vorzubeugen. Allerdings nehmen  nur die Hälfte der Betroffenen entsprechende blutverdünnende Medikamente. Und wenn, dann häufig falsch dosiert.  Bisheriges Mittel der Wahl ist Phenprocoumon – besser bekannt unter dem Markennamen Marcumar. Nun kommen Alternativen auf den Markt.

„Die Blutverdünnung ist bei Vorhofflimmern das A und O zur Schlaganfallprophylaxe", erklärt Prof. Joachim Röther, Vorsitzender der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, und weiter: „Hierunter ist nicht die Einnahme von ASS (Aspirin) zu verstehen, dessen Wirksamkeit bei Patienten mit Vorhofflimmern viel zu gering ist." Die neuen Medikamente böten daher für viele Patienten eine große Chance. Aber frei nach dem Motto „never change a winning team" solle bei Patienten, die gut mit Marcumar zurechtkämen, d.h. deren Blutverdünnungswert (INR- oder Quick-Wert) stabil eingestellt ist, nicht ohne guten Grund etwas in der Medikation geändert werden, so der Experte.

Neue Medikamente werfen Fragen auf

Die Verordnung neuer Medikamente stellt für die oftmals älteren Patienten und auch für den behandelnden Arzt immer auch eine Herausforderung dar. Neben der neuen Tablette, treten  Fragen auf, die den Patienten verunsichern und ggf. in seiner Bereitschaft zur Medikamenteneinnahme  (Compliance) beeinträchtigen:

  • Was geschieht, wenn die Gerinnung wieder normalisiert werden muss, beispielsweise nach Unfällen oder für Notoperationen?
  •  Wie misst der Arzt dann die Gerinnungswerte?
  • Wie stellt er das natürliche Gerinnungsvermögen wieder her?

Für bereits etabliert Medikamente wie Marcumar liegen hierzu   Erfahrungen z.B. auch in der  Arzt-Patienten-Kommunikation vor, die für neue Medikamente zunächst noch gesammelt werden müssen.

Patienten, bei denen zukünftig erstmals eine Blutverdünnung erforderlich werde, sollten allerdings im Regelfall mit dem neuen Medikament eingestellt werden, sagt Röther. Da viele Patienten unter Marcumar nicht die gewünschte Blutverdünnung erzielten, sei das neue Medikament die sicherere und wirksamere Alternative.
 

Vorhofflimmern - Herz aus dem Takt

 Die Übertragung der elektrischen Impulse, die den Herzschlag auslösen, ist gestört. Die Vorhöfe schlagen dann mit sehr hoher Frequenz und die Herzkammern arbeiten entsprechend unregelmäßig. Die chaotischen Kontraktionen kann der Einzelne als starkes Herzklopfen oder Herzrasen empfinden. Tückisch ist aber, dass die Hälfte der Patienten die Herzrhythmusstörung nicht bemerkt. Das Vorhofflimmern erhöht das Risiko für eine Embolie oder einen Schlaganfall erheblich. Denn infolge der chaotischen Kontraktionen des Herzens verringert sich die Fließgeschwindigkeit des Blutes. Blutgerinnungshemmende Medikamente sollen verhindern, dass sich in den Herzvorhöfen Gerinnsel bilden, die sich später ablösen und Blutgefäße im Gehirn verstopfen.
Rund 40.000 Schlaganfälle pro Jahr in Deutschland lassen sich auf Vorhofflimmern zurückführen.
 

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