Unser Körper besteht zu zwei Dritteln aus Wasser. Wird dieser lebenswichtige Speicher nicht aufgefüllt, trocknen wir aus. Doch wie viel Flüssigkeit brauchen wir eigentlich?
Der tägliche Flüssigkeitsbedarf ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Körpergewicht oder Aktivität. Besonders für Kleinkinder, ältere Menschen, Stillende, Sportler und Schlaganfall-Patienten ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig.
Alle lebensnotwendigen Stoffwechselvorgänge im Körper können nur in flüssigen Umgebungsbedingungen ablaufen. Täglich benötigt unser Körper daher etwa 2,65 Liter Wasser aus Getränken und Nahrung als Lösungs- und Transportmittel, als Baustoff oder zur Regulierung der Körpertemperatur. Parallel geben wir stetig Wasser ab, zum Beispiel als Schweiß über die Haut, als Wasserdampf über die Atmung oder als Urin über die Nieren. Damit der Körper optimal arbeiten kann sollten sich Flüssigkeitszufuhr und -verlust die Waage halten. Wir müssen also immer wieder Wasser nachfüllen indem wir täglich 1,5 bis zwei Liter Flüssigkeit trinken.
Hin und wieder benötigt man auch mehr Wasser als sonst. An heißen Tagen, bei Diäten, bei Magen-Darm-Erkrankungen, beim Sport oder bei anstrengender Arbeit verlieren wir zusätzlich Flüssigkeit und müssen daher noch mehr trinken. Auch sehr salzhaltige Speisen können den Flüssigkeitsbedarf erhöhen.
Dass ein Flüssigkeitsbedarf besteht, signalisiert der Körper mit Durstgefühl. Jedoch setzt es erst ein, wenn der Körper schon viel Flüssigkeit verloren hat. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, kurz DGE, rät daher, das Durstgefühl erst gar nicht entstehen zu lassen und regelmäßig, über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter zu trinken.
Dies gelingt der Hälfte der Deutschen nicht. Die Gründe dafür sind zahlreich. Mit zunehmendem Alter nimmt zum Beispiel das Durstgefühl ab. Das bedeutet, obwohl Flüssigkeitsbedarf besteht, gibt der Körper keinen Impuls etwas zu trinken. Besonders für ältere Menschen ist es daher wichtig, zum Beispiel mit einem „Trinktagebuch“ auf die tägliche Trinkmenge zu achten.
Auch Stress und Termindruck führen oft dazu, dass das Trinken trotz Durstgefühl vergessen oder verschoben wird. Vor allem im Gehirn, Blut, in der Leber und der Muskulatur macht sich ein Wassermangel rasch bemerkbar. Der Flüssigkeitsmangel hat zur Folge, dass das Blut dickflüssiger wird und das Herz muss immer stärker arbeiten, um das Blut durch die Adern zu pumpen. Müdigkeit, Kopfschmerzen und Leistungsschwäche sind die Folge.
Um den Durst zu stillen steht uns ein reichhaltiges Angebot zur Verfügung. Am besten geeignet sind kalorienarme Durstlöscher wie Wasser, Saftschorlen oder Früchte- und Kräutertees.
Vorsicht: Viel Trinken ist wichtig, doch bei bestimmten Erkrankungen wie Herz- und Nierenleiden muss der Arzt die Flüssigkeitszufuhr bestimmen.