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Diabetes mellitus

Auch als Zuckerkrankheit bekannt

Unter Diabetes mellitus, oft auch als Zuckerkrankheit bezeichnet, leiden in Deutschland etwa 6 Millionen Menschen. Der Begriff bezeichnet eine Stoffwechselerkrankung, durch die die Zuckerwerte im Blut erhöht sind.
 

Unter Diabetes mellitus, oft auch als Zuckerkrankheit bezeichnet, leiden in Deutschland etwa 6 Millionen Menschen. Der Begriff bezeichnet eine Stoffwechselerkrankung, durch die die Zuckerwerte im Blut erhöht sind.
Diabetiker haben ein zwei- bis dreifach erhöhtes Schlaganfall-Risiko. Wie beim Bluthochdruck wird die Krankheit oft erst spät entdeckt, denn viele Diabetiker haben zu Beginn ihrer Erkrankung keine Beschwerden.

Was ist Diabetes mellitus?

Bei Menschen mit Diabetes mellitus gelangt der Zucker nicht in die Körperzellen sondern verbleibt im Blut, weil:

  • die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin nicht ausreichend herstellt (Insulinmangel)
  • die Zellen nicht auf das Hormon Insulin reagieren (Insulinresistenz)
  • oder weil beide Ursachen gemeinsam auftreten.

Unter Diabetes mellitus fasst man damit eine Gruppe von Krankheiten zusammen, die alle eines gemeinsam haben: chronisch also durchgehend erhöhter Blutzuckerwert (Hyperglykämie).

Formen

 

Es werden meist zwei Formen des Diabetes mellitus unterschieden: Typ 1 Diabetes liegt bei etwa 5-15 Prozent aller Diabetiker  vor, während etwa 80-90 Prozent der Erkrankten einen Typ 2 Diabetes aufweisen.

  • Typ 1 Diabetes: Tritt in jüngeren Lebensjahren auf und beruht auf einem absoluten Insulinmangel, da die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört sind. Es kann kein körpereigenes Insulin mehr gebildet werden. Das Hormon muss von außen - in Form von Insulinspritzen - zugeführt werden. Der Beginn der Erkrankung ist meist plötzlich.
     
  • Typ 2 Diabetes: Trat früher bei Personen nach dem 40. Lebensjahr auf. Heute findet sich der Typ 2 Diabetes zunehmend auch bei jüngeren Erwachsenen und sogar bei Jugendlichen. Denn neben erblichen Faktoren gelten auch Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel als Auslöser für die Krankheit. Die Bauchspeicheldrüse bildet (zunächst) genug Insulin, aber die Körperzellen reagieren nur schlecht darauf und können den Zucker aus dem Blut kaum verwerten (Insulinresistenz). Der Beginn der Erkrankung ist hier schleichend.

Der hohe Zuckergehalt im Blut greift die Gefäßwände an und beschleunigt das Entstehen von Arteriosklerose.
Betroffen sind besonders die Organe, die durch viele feine Gefäße gut durchblutet werden, das heißt  Augen, Nieren, Nerven und Füße.

Bei Zuckerkranken liegt der Blutzuckerwert in nüchternem Zustand morgens bereits über 120 mg/dl und nach dem Essen über 200 mg/dl.

Zustand des Zuckerkranken Blutzucker in mg/dl
Nüchtern-Blutzucker Unter 110
2 Stunden nach dem Essen Unter 130

 

 

 

Maßnahmen

Durch verschiedene Maßnahmen wie:

  • eine Begrenzung der täglich aufgenommenen Kohlenhydrate ("Diabetes Diät"),
  • eine Normalisierung des Körpergewichts,
  • ausreichende Bewegung (Anregung der Zuckeraufnahme durch die Muskelzellen) und
  • den Einsatz blutzuckersenkender Medikamente

wird der Zuckerspiegel im Blut normalisiert.

 

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Auf Diabetes-Symptome achten

 

Die Zahl der Diabetes-Kranken steigt weltweit. Darauf macht der Welt-Diabetestag am 14. November aufmerksam. Diabetiker haben ein doppelt erhöhtes Schlaganfall-Risiko. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten.

 

Die Zahl der Diabetes-Kranken steigt weltweit. Darauf macht der Welt-Diabetestag am 14. November aufmerksam. Diabetiker haben ein doppelt erhöhtes Schlaganfall-Risiko. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten.

 

Diabetes-Erkrankungen vom Typ-2 werden im Schnitt 10 Jahre zu spät diagnostiziert, so wird geschätzt. Mit „Typ-2" wird jener Erkrankungstyp bezeichnet, der in der Regel lebensstilbedingt ist, durch ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, kann man den Folgeschäden und weiteren Risiken wie dem Schlaganfall besser vorbeugen.

Wer regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nimmt, macht schon viel richtig. Gesetzlich Krankenversicherten über 35 steht alle zwei Jahre der kostenlose Check Up 35 zu. Dazu zählt unter anderem ein Blutbild, bei dem auch der Blutzuckerspiegel erhoben wird. Einen einfachen Blutzuckertest bieten auch viele Apotheken an.

Der Diabetes Typ-2 entwickelt sich langsam und unauffällig, deswegen werden die Symptome häufig nicht wahrgenommen oder falsch gedeutet. Symptome, die auf einen Diabetes hindeuten können, sind:

  • übermäßiger Durst
  • häufige Toilettengänge
  • Konzentrationsstörungen und Müdigkeit
  • verschwommenes Sehen
  • Juckreiz
  • schlecht heilende Wunden und Anfälligkeit für Infektionen


Sollten Sie solche Symptome bei sich wahrnehmen, zögern Sie nicht. Machen Sie gleich einen Termin bei Ihrem Hausarzt!

Diabetes und Aufklärung

Für den Stoffwechsel benötigt der Körper das Hormon Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Bei Diabetikern ist diese Funktion gestört, sie müssen sich das Insulin künstlich zuführen. Weltweit leiden schätzungsweise mehr als 400 Millionen Menschen an Diabetes. In Deutschland sind etwa 7 Millionen Krankenversicherte als Diabetiker identifiziert, die Dunkelziffer ist vermutlich höher.

Der Welt-Diabetestag wird seit 1991 begangen. Alljährlich rufen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Vereinten Nationen am 14. November zu mehr Aufklärung auf. Der 14. November ist der Geburtstag des kanadischen Arztes Frederick G. Banting. Er hat 1921 das lebenswichtige Insulin entdeckt.

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Auch den Blutdruck gut einstellen

Therapie bei Diabetes

12. November 2015: Auch den Blutdruck gut einstellen

Diabetiker haben ein hohes Schlaganfall-Risiko. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich einer neuen Studie aus Großbritannien hin. Sie unterstreicht, wie wichtig eine gute Kontrolle der Risikofaktoren gerade bei dieser Patientengruppe ist. Der Welt-Diabetestag am 14. November will auf die Folgen der Volkskrankheit aufmerksam machen.

 

Diabetiker haben ein hohes Schlaganfall-Risiko. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich einer neuen Studie aus Großbritannien hin. Sie unterstreicht, wie wichtig eine gute Kontrolle der Risikofaktoren gerade bei dieser Patientengruppe ist. Der Welt-Diabetestag am 14. November will auf die Folgen der Volkskrankheit aufmerksam machen.

 

Fast zwei Millionen Patienten haben die britischen Epidemiologen in ihre Studie eingeschlossen. Untersucht wurden deren Krankheitsdaten aus den Jahren 1997 bis 2010. Im Vordergrund der Studie stand vor allem die Frage, wie sehr Diabetes das Risiko für bestimmte kardiovaskuläre Erkrankungen wie den Herzinfarkt oder den Schlaganfall erhöht. Die Forscher konzentrierten sich dabei auf Patienten mit dem so genannten Typ-2-Diabetes, der mit Abstand häufigsten Form der Zuckerkrankheit.

Die Studienteilnehmer waren zu Beginn der Untersuchung mindestens 30 Jahre alt und litten nicht an kardiovaskulären Erkrankungen. In einem Zeitraum von 5,5 Jahren trat bei einem von 19 nicht diabetischen Studienteilnehmern eine Erkrankung auf. Dagegen traf es in der Gruppe der Diabetiker etwa jeden fünften. Diabetiker hatten also ein vierfach erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Die Forscher wollten es noch genauer wissen und differenzierten nach Krankheitsarten. Am häufigsten trat die so genannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) auf, die Durchblutungsstörungen von Armen oder Beinen verursacht. Der Schlaganfall lag an zweiter Stelle mit einer gut 70prozentigen Risikoerhöhung, die Herzerkrankungen folgten danach.

„Dass die PAVK die kardiovaskuläre Erkrankung ist, die bei Diabetes als erstes zuschlägt, überrascht nicht", urteilt der Berliner Arzt und Wissenschaftsjournalist Philipp Grätzel von Grätz, Fachautor der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Doch „dass der Schlaganfall und nicht der Herzinfarkt auf Position zwei kommt, war so nicht unbedingt zu erwarten." Weil sich bei mehreren Risikofaktoren das Risiko nicht einfach addiert, sondern mehrfach erhöht, ist es so wichtig, gerade bei diesen Patienten auf eine gute Blutdrucksenkung zu achten.

(Lancet 2015; 385; doi:10.106/S0140-6736(15)60401-9)