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Auch den Blutdruck gut einstellen

Therapie bei Diabetes

12. November 2015: Auch den Blutdruck gut einstellen

Diabetiker haben ein hohes Schlaganfall-Risiko. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich einer neuen Studie aus Großbritannien hin. Sie unterstreicht, wie wichtig eine gute Kontrolle der Risikofaktoren gerade bei dieser Patientengruppe ist. Der Welt-Diabetestag am 14. November will auf die Folgen der Volkskrankheit aufmerksam machen.

 

Diabetiker haben ein hohes Schlaganfall-Risiko. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich einer neuen Studie aus Großbritannien hin. Sie unterstreicht, wie wichtig eine gute Kontrolle der Risikofaktoren gerade bei dieser Patientengruppe ist. Der Welt-Diabetestag am 14. November will auf die Folgen der Volkskrankheit aufmerksam machen.

 

Fast zwei Millionen Patienten haben die britischen Epidemiologen in ihre Studie eingeschlossen. Untersucht wurden deren Krankheitsdaten aus den Jahren 1997 bis 2010. Im Vordergrund der Studie stand vor allem die Frage, wie sehr Diabetes das Risiko für bestimmte kardiovaskuläre Erkrankungen wie den Herzinfarkt oder den Schlaganfall erhöht. Die Forscher konzentrierten sich dabei auf Patienten mit dem so genannten Typ-2-Diabetes, der mit Abstand häufigsten Form der Zuckerkrankheit.

Die Studienteilnehmer waren zu Beginn der Untersuchung mindestens 30 Jahre alt und litten nicht an kardiovaskulären Erkrankungen. In einem Zeitraum von 5,5 Jahren trat bei einem von 19 nicht diabetischen Studienteilnehmern eine Erkrankung auf. Dagegen traf es in der Gruppe der Diabetiker etwa jeden fünften. Diabetiker hatten also ein vierfach erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Die Forscher wollten es noch genauer wissen und differenzierten nach Krankheitsarten. Am häufigsten trat die so genannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) auf, die Durchblutungsstörungen von Armen oder Beinen verursacht. Der Schlaganfall lag an zweiter Stelle mit einer gut 70prozentigen Risikoerhöhung, die Herzerkrankungen folgten danach.

„Dass die PAVK die kardiovaskuläre Erkrankung ist, die bei Diabetes als erstes zuschlägt, überrascht nicht", urteilt der Berliner Arzt und Wissenschaftsjournalist Philipp Grätzel von Grätz, Fachautor der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Doch „dass der Schlaganfall und nicht der Herzinfarkt auf Position zwei kommt, war so nicht unbedingt zu erwarten." Weil sich bei mehreren Risikofaktoren das Risiko nicht einfach addiert, sondern mehrfach erhöht, ist es so wichtig, gerade bei diesen Patienten auf eine gute Blutdrucksenkung zu achten.

(Lancet 2015; 385; doi:10.106/S0140-6736(15)60401-9)

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Diabetes mellitus - Auch als Zuckerkrankheit bekannt

 

Unter Diabetes mellitus, oft auch als Zuckerkrankheit bezeichnet, leiden in Deutschland etwa 6 Millionen Menschen. Der Begriff bezeichnet eine Stoffwechselerkrankung, durch die die Zuckerwerte im Blut erhöht sind.
 

Unter Diabetes mellitus, oft auch als Zuckerkrankheit bezeichnet, leiden in Deutschland etwa 6 Millionen Menschen. Der Begriff bezeichnet eine Stoffwechselerkrankung, durch die die Zuckerwerte im Blut erhöht sind.

Diabetiker haben ein zwei- bis dreifach erhöhtes Schlaganfall-Risiko. Wie beim Bluthochdruck wird die Krankheit oft erst spät entdeckt, denn viele Diabetiker haben zu Beginn ihrer Erkrankung keine Beschwerden.

Was ist Diabetes mellitus?

Bei Menschen mit Diabetes mellitus gelangt der Zucker nicht in die Körperzellen sondern verbleibt im Blut, weil:

  • die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin nicht ausreichend herstellt (Insulinmangel)
  • die Zellen nicht auf das Hormon Insulin reagieren (Insulinresistenz)
  • oder weil beide Ursachen gemeinsam auftreten.

Unter Diabetes mellitus fasst man damit eine Gruppe von Krankheiten zusammen, die alle eines gemeinsam haben: chronisch also durchgehend erhöhter Blutzuckerwert (Hyperglykämie).

 

Formen

 

Es werden meist zwei Formen des Diabetes mellitus unterschieden: Typ 1 Diabetes liegt bei etwa 5-15 Prozent aller Diabetiker  vor, während etwa 80-90 Prozent der Erkrankten einen Typ 2 Diabetes aufweisen.

  • Typ 1 Diabetes: Tritt in jüngeren Lebensjahren auf und beruht auf einem absoluten Insulinmangel, da die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört sind. Es kann kein körpereigenes Insulin mehr gebildet werden. Das Hormon muss von außen - in Form von Insulinspritzen - zugeführt werden. Der Beginn der Erkrankung ist meist plötzlich.
     
  • Typ 2 Diabetes: Trat früher bei Personen nach dem 40. Lebensjahr auf. Heute findet sich der Typ 2 Diabetes zunehmend auch bei jüngeren Erwachsenen und sogar bei Jugendlichen. Denn neben erblichen Faktoren gelten auch Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel als Auslöser für die Krankheit. Die Bauchspeicheldrüse bildet (zunächst) genug Insulin, aber die Körperzellen reagieren nur schlecht darauf und können den Zucker aus dem Blut kaum verwerten (Insulinresistenz). Der Beginn der Erkrankung ist hier schleichend.

Der hohe Zuckergehalt im Blut  greift die Gefäßwände an und beschleunigt das Entstehen von Arteriosklerose.
Betroffen sind besonders die Organe, die durch viele feine Gefäße gut durchblutet werden, das heißt  Augen, Nieren, Nerven und Füße.

Bei Zuckerkranken liegt der Blutzuckerwert in nüchternem Zustand morgens bereits über 120 mg/dl und nach dem Essen über 200 mg/dl.

Zustand des Zuckerkranken Blutzucker in mg/dl
Nüchtern-Blutzucker Unter 110
2 Stunden nach dem Essen Unter 130

 

 

 

Maßnahmen

Durch verschiedene Maßnahmen wie:

  • eine Begrenzung der täglich aufgenommenen Kohlenhydrate ("Diabetes Diät"),
  • eine Normalisierung des Körpergewichts,
  • ausreichende Bewegung (Anregung der Zuckeraufnahme durch die Muskelzellen) und
  • den Einsatz blutzuckersenkender Medikamente

wird der Zuckerspiegel im Blut normalisiert.