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Ablauf nach Phasenmodell

Einteilung der neurologischen Rehabilitation

Im Bereich der Neurologischen Rehabilitation gibt es nach der Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR) ein so genanntes Phasenmodell (Phase A-F). Je nach Hilfebedarf des Patienten kommt für ihn eine bestimmte Rehabilitationsphase in Frage.

 

Im Bereich der Neurologischen Rehabilitation gibt es nach der Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR) ein so genanntes Phasenmodell (Phase A-F). Je nach Hilfebedarf des Patienten kommt für ihn eine bestimmte Rehabilitationsphase in Frage. Im Verlauf der Rehabilitation kann es bei zunehmender Selbstständigkeit zu einem Wechsel in die nächste Phase kommen. Auch ist bei schnellen Fortschritten im Bereich der Selbstständigkeit das Überspringen einer Phase möglich. Zunächst wird der Patient durch den behandelnden Arzt in seinem Hilfebedarf eingeschätzt. Häufig kommt dabei u.a. der so genannte „Frühreha-Barthel-Index" zur Anwendung. Anhand erforderlicher Hilfen wird dabei durch einen Punktwert beschrieben, wie selbstständig der Patient ist.

 

Die Neurologische Rehabilitation ist in die folgenden Phasen eingeteilt:

  • Phase A: Akutphase im Krankenhaus
  • Phase B: Früh-Rehabilitation (für schwerstbetroffene Patienten, die noch nicht an der Behandlung mitwirken können)
  • Phase C: Weiterführende Rehabilitation (Patient muss u.a. weitgehend bewusstseinsklar und in der Lage sein, mehrere 30-minütige Therapieeinheiten pro Tag wahrzunehmen)
  • Phase D: Anschlussheilbehandlung (AHB) (Patient ist wieder weitgehend selbstständig, kann die Aktivitäten des täglichen Lebens überwiegend selbst ausführen)
  • Phase E: Nachsorge und berufliche Rehabilitation (Patient kann zu Hause wohnen)
  • Phase F: Aktivierende, zustandserhaltende Langzeitpflege bei anhaltend hoher Pflegebedürftigkeit (z.B. Wachkoma-Pflege)

Ambulant oder stationär?

 

Vielleicht haben Sie auch schon die Aussage „ambulant vor stationär" im Zusammenhang mit Rehabilitation gehört. Doch was steht eigentlich hinter diesen Begriffen und was bedeutet das für den Patienten?

 

Stationäre neurologische Rehabilitation

Sie entspricht einer stationären Behandlung wie in einem Akutkrankenhaus, nur dass die rehabilitativen Behandlungskonzepte ganz im Vordergrund stehen. Neben der ärztlichen Versorgung sind im interdisziplinären Behandlungsteam Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten, Psychologen und der Sozialdienst tätig. Sie arbeiten gemeinsam an den für jeden Patienten individuell festgelegten Zielen.

 

Ambulante/teilstationäre Rehabilitation

Das Therapieangebot entspricht dem der stationären Behandlung (interdisziplinäre Behandlung durch ein Team von Therapeuten). Der Patient wohnt jedoch bereits zu Hause und wird an Werktagen tagsüber in der Einrichtung behandelt.

 

Ambulante Rehabilitation

Wenn bei einem Patienten die körperlichen Beeinträchtigungen zurückgebildet sind, in bestimmten Bereichen aber weiterhin Funktionseinschränkungen vorliegen, kann eine ambulante Behandlung von zu Hause aus erfolgen, zum Beispiel in Form von regelmäßigen Besuchen beim Physiotherapeuten.

 

Geriatrische Rehabilitation und Akutgeriatrie

Ist der Schlaganfall-Patient schon älter, war er vielleicht vor dem Schlaganfall bereits pflegebedürftig oder bestehen bei ihm bereits andere, gravierende und vielleicht auch alterstypische Vorerkrankungen, dann werden die Krankenhausärzte vielleicht auch eine so genannte geriatrische Rehabilitation empfehlen. So wie die Neurologie ist auch die Geriatrie eine medizinische Fachrichtung, speziell für den älteren Patienten. In der geriatrischen Rehabilitation werden entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen durchgeführt, die auf die besonderen Bedürfnisse und Anforderungen eines älteren und mehrfach erkrankten Patienten abgestimmt sind.